
Gedanken, Körperempfindungen und Gefühle unterscheiden
Damit dich die Stille erfassen kann - sie ist nämlich immer da - musst du dich dafür öffnen. Das Tor dazu ist das Fühlen aller Gefühle. Darum ist es so wichtig, dass du dich auskennst in deiner inneren Welt: Wann denke ich, wann spüre ich etwas in meinem Körper und wann fühle ich ein Gefühl. Dies ist der Fahrplan zur Stille. Die folgende Bewusstheitsübung hilft dir, dass du dich auf den verschiedenen Wahrnehmungsebenen immer besser auskennst.
Transkription
Herzlich Willkommen und schön,
Dass du jetzt dabei bist.
Ich heiße Simone Bastian und begleite dich auf deiner Reise zu dir selbst und dabei wünsche ich dir von Herzen ganz viel Freude.
Für alle Meditationen und Übungen,
Die ich mit dir mache,
Ist es grundsätzlich wichtig,
Dass du dich auf den verschiedenen Wahrnehmungsebenen auskennst.
Das heißt,
Dass du bei allem,
Was du wahrnimmst,
Unterscheiden kannst.
Sind das jetzt Gedanken,
Die auftauchen oder nehme ich Körperempfindungen wahr oder fühle ich gerade,
Ein Gefühl,
Denn der Weg zur Stille führt dich von den Gedanken,
Die die oberste Wahrnehmungsebene darstellen und die ganze Zeit hin und her springen,
Zwischen Vergangenheit und Zukunft,
Zu den Körperempfindungen,
Die du im Körper spürst und die schon der erste Schritt in den Augenblick darstellen,
Führt dich weiter zu den Gefühlen,
Die noch tiefer im Augenblick beheimatet sind und so immer tiefer,
Bis dich die Stille erfassen kann.
Manchmal leise und zart und manchmal kraftvoll oder auch überwältigend und so hast du so etwas wie einen Fahrplan,
Den du immer vor Augen haben kannst.
Wo befinde ich mich gerade?
In den Gedanken,
Körperempfindungen,
Gefühlen oder in der Stille?
Und so lade ich dich jetzt ein,
Dir einen Platz zu suchen oder besser noch,
Den Körper einen Platz finden zu lassen,
Einen Platz,
An dem er sich jetzt vollkommen sicher und geborgen fühlen kann.
Spür mal in deinen Körper hinein und lass ihm die Führung übernehmen,
Wo es ihn hinzieht.
Ein Platz,
An dem dein Rücken sich anlehnen kann,
Denn du brauchst keine spezielle Haltung jetzt für die Innenreise einnehmen.
Wichtig ist,
Dass du deinen ganzen Körper mit seinem Gewicht an die Unterlage abgeben kannst.
Und wenn du nun den Platz für dich gefunden hast,
Lade ich dich ein,
Deine Augen zu schließen.
Du kannst noch einmal hineinspüren,
Ob sich dein Körper wirklich wohl fühlt,
Da wo er jetzt ist oder ob er noch etwas braucht.
Und dann kannst du einige Male gut hörbar mit einem Säufzer ausatmen.
Das ist ein Säufzer,
Den du auch machen würdest,
Wenn du jetzt ganz schwere Einkaufstaschen,
Viele Stockwerke nach oben getragen hättest und endlich vor deiner Haustüre angekommen wärst und sie abstellen kannst.
Wenn dir diese Vorstellung noch ein bisschen schwer fallen mag,
Dann kannst du wirklich einmal deine Muskeln anspannen,
Die Muskeln deiner Hände,
Die Fäusteballen,
Die Unterarme anspannen,
Die Oberarme bis zu den Schultern und den Nacken.
Dir wirklich diese schweren Einkaufstaschen vorstellen und deine Arme richtig anspannen.
Und jetzt darfst du sie mit einem ausatmenden Säufzer hinstellen,
Endlich loslassen.
Und dieser Säufzer geschieht durch den geöffneten Mund,
Das heißt du hältst die Muskeln,
Die Kiefermuskeln nicht mehr angespannt,
Sondern lässt den Unterkiefer einfach nach unten sacken.
Dann hat es der Säufzer noch leichter aus dir heraus zu treten.
Wiederhole das ruhig einige Male und lass es dir schon ein bisschen zu einer Gewohnheit werden,
Denn alle meine Übungen werden mit diesem säufzenden Ton loslassend begonnen.
Und vielleicht merkst du schon,
Dass mit jedem Säufzer ein bisschen mehr Anspannung von dir abfallen darf und du mit deinem Körper ein bisschen tiefer in die Unterlage hinein sinken kannst.
Und so schaltest du von dem Modus des Tuns,
In dem du dich wahrscheinlich den ganzen Tag über befunden hast,
Um in den Modus des Geschehenlassens.
Und dann stelle ich dir die Frage,
Was denkst du jetzt?
Du kannst die Antwort einfach aufsteigen lassen und entweder laut aussprechen oder auch leise in Gedanken sagen,
Was denkst du jetzt?
Und dann frage ich dich,
Was spürst du jetzt?
Und spüren tut dein Körper,
Er spürt die Muskelbewegungen,
Die Anspannungen,
Vielleicht sogar Schmerzen.
Du kannst in deinem Körper Wärme oder Kälte spüren.
Du kannst aber auch den Energiestrom in deinem Körper spüren,
Das Strömen und Vibrieren der Lebensenergie,
Die dich jeden Augenblick deines Lebens durchströmt und am Leben erhält.
Auch das könntest du in deinem Körper spüren.
Und so frage dich selbst,
Was spüre ich jetzt?
Das Erste,
Was dir ins Bewusstsein tritt,
Kannst du jetzt benennen.
Und dann frage ich dich,
Was fühlst du jetzt?
Und die Gefühle liegen unter den Körperempfindungen,
Also tiefer.
Die Gefühle fühlt dein Herz,
Das viel größer ist als dein physisches Herz.
Es ist nämlich deine Seele und wenn dir das gerade noch ein bisschen schwerfallen mag,
Zu beantworten,
Was du fühlst,
Dann kannst du vielleicht eine Stimmung in dir wahrnehmen,
Vielleicht eher eine Ruhe oder eine Unruhe.
So kannst du dich dem Gefühl annähern.
Und dann beginne wieder von vorne.
Was denkst du jetzt?
Die Antwort kann aber auch jederzeit,
Ich weiß es nicht oder nichts lauten.
Vielleicht bist du schon so tief gesunken,
Dass gar keine Gedanken mehr da sind.
Und vielleicht sind noch Gedanken da,
Dann kannst du jetzt diese benennen.
Und wieder lassen wir uns tiefer sinken in den Augenblick hinein.
Und du kannst spüren,
Was in deinem Körper spürbar ist.
Was spürst du jetzt?
Und dann lassen wir uns noch ein bisschen tiefer sinken und die Antwort aufsteigen zu der Frage,
Was fühlst du jetzt?
Mehr Ruhe oder Unruhe?
Welche Qualität hat die Ruhe oder die Unruhe?
Ist es eine traurige Ruhe,
Eine sehnsuchtsvolle,
Liebevolle,
Eine friedliche Ruhe?
Oder wenn du eine Unruhe wahrnimmst,
Ist sie verunsichernd,
Ärgerlich?
So kannst du dich herantasten an die Qualität der Gefühle,
Die gerade in dir sind.
Und dann frage ich dich noch einmal,
Was denkst du jetzt?
Du lässt die Antwort wieder aufsteigen,
Ohne ein Urteil,
Ohne einen Kommentar darüber.
Und lässt dich wieder tiefer sinken mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Körper.
Nimmst deinen Körper wahr und beantwortest die Frage,
Was spürst du jetzt in deinem Körper?
Das,
Was dir als erstes ins Bewusstsein kommt.
Und dann sinkst du wieder noch tiefer und das Reich der Gefühle.
Und ich frage dich,
Was fühlst du jetzt?
Du nimmst wieder die Stimmung wahr,
Die jetzt in dir ist.
Und du kannst jetzt in der Wahrnehmung der inneren Erfahrung bleiben.
Also in dem,
Was du fühlst.
Auch wenn du dann in deiner Zeit die Augen wieder öffnen kannst und wenn du die Augen öffnest,
So kann das sogar noch ein Signal sein,
Noch tiefer in das,
Was du fühlst,
Hinein zu sinken.
Auch wenn du dann mit einem Teil deiner Aufmerksamkeit die Außenwelt wieder wahrnimmst und mit einem Teil deiner Aufmerksamkeit bei dir bleibst.
Bei dem,
Was du jetzt fühlst.
Und auch wenn jetzt die Übung zum Ende kommt,
So kannst du diese Übung gerne öfters machen für dich,
So dass es dir immer leichter fällt zu unterscheiden zwischen Gedanken,
Körperempfindungen und Gefühlen.
Ich freue mich so,
Dass du mit mir so weit gegangen bist und wünsche dir das Allerbeste.
Deine Simone
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