
Das Gedankenkarrussel beenden
Du kennst es wahrscheinlich auch, dass sich deine Gedanken kreisen und kreisen wie in einem Karrussell. Und dass es schwierig erscheint, das Karrussell wieder zu stoppen. Ich erkläre dir, was dir in dieser Situation hilft und lade dich auf eine Erfahrungsübung ein.
Transkription
Herzlich Willkommen und schön,
Dass Du jetzt dabei bist.
Ich heiße Simone Bastian und begleite Dich auf Deiner Reise zu Dir selbst.
Und dabei wünsche ich Dir von Herzen ganz viel Freude.
Du kennst es wahrscheinlich auch,
Dass ich Deine Gedanken wie Verselbständigen und Kreisen und Kreisen und einfach nicht mehr aufhören wollen zu denken.
Ja,
So ist das mit dem Verstand,
Der will einfach denken und da ist auch nichts Schlechtes daran.
Es scheint so,
Dass Du diesen Gedanken total ausgeliefert bist.
Es scheint so,
Dass Du nichts dagegen machen kannst,
Dass er sich immer weiter dreht wie im Karussell.
Aber dem ist nicht so.
Da gibt es noch die Bewusstheit,
Das Bewusstwerden.
Irgendwann merkst Du,
Ah,
Jetzt bin ich ganz woanders als ich eigentlich sein wollte.
Und wenn Du das merkst,
Dann kannst Du Dir die Frage stellen,
Was fühle ich jetzt?
Und dabei geht es nicht darum,
Körperempfindungen aufzuzählen,
Also das,
Was Du im Körper spürst.
Es geht noch tiefer in den Augenblick hinein,
Zu Deinen Gefühlen,
Die Du fühlst.
Wenn Du erforscht,
Was Du gerade fühlst,
Dann hält das Karussell plötzlich an.
Es kommt zur Ruhe und ich lade Dich ein,
Das jetzt gemeinsam mit mir zu erfahren.
Denn Du kannst jeden Augenblick Deines Lebens aussteigen aus dem Karussell.
Wenn Du magst,
Setz Dich wieder bequem hin,
Am besten Deinen Rücken gut abgestützt an einer Lehne,
Sodass Du all Dein Gewicht des Körpers wohltuend loslassen kannst und an die Unterlage anvertrauen kannst.
Du kannst Deine Augen schließen und wahrnehmen,
Ob vielleicht noch ein Kleidungsstück gelockert werden möchte,
Sodass Dein Atem genügend Raum hat,
Frei zu fließen.
Und dann lade ich Dich ein,
Einige Male gut hörbar mit einem Säufzer auszuatmen.
Dieser Säufzer,
Der lässt schon oberflächliche Anspannung von Dir abfallen.
Ein Säufzer,
Den Du auch machen würdest,
Wenn Du ganz schwere Einkaufstaschen,
Viele Stockwerke nach oben getragen hättest und endlich vor Deiner Haustüre angekommen wärst.
Du kannst sie endlich absetzen.
Diesen Säufzer kannst Du Dir zur guten Gewohnheit werden lassen und dabei Dir angewöhnen,
Den Unterkiefer einfach hängen zu lassen,
Damit der Ton es noch leichter hat,
Aus Dir herauszutreten,
Dass Du nichts mehr mit Deinem Kiefer festhältst.
Du schaltest quasi um,
Vom Modus des Tuns in den Modus des Geschehenlassens,
Dich öffnens.
Und dann merkst Du vielleicht schon,
Dass mit jedem Säufzer ein bisschen mehr Anspannung von Dir abfallen kann,
Dein Körper noch ein bisschen tiefer in die Unterlage hineinsinken kann,
Die Schultern loslassen dürfen,
Der Nacken sich entspannen darf.
Und jetzt stell Dir die Frage,
Was fühle ich jetzt?
Wenn Du nicht sofort entdeckst,
Was Du fühlst,
Dann frag Dich zuerst,
Wie viel Ruhe ist jetzt da oder wie viel Unruhe?
Manchmal ist auch beides da.
Dann gilt die Regel,
Dass Du immer dem Gefühl,
Was mehr Bewegung hat,
Zuerst Raum gibst.
In Unruhe steckt mehr Bewegung.
Also dem Raum geben,
Was mehr Bewegung hat oder wenn nur Ruhe da ist,
Dann die Ruhe fühlen.
Also erforsche mal,
Ist in Dir jetzt Ruhe oder Unruhe?
Dabei lässt Du den Mund geöffnet und lässt den Körper so atmen,
Wie er jetzt atmen möchte.
Du brauchst Dir keine Gedanken darüber zu machen,
Wie er jetzt atmet.
Du öffnest Dich dafür,
Die Stimmung wahrzunehmen,
Die jetzt in Dir ist.
Denn in jeder Ruhe und in jeder Unruhe ist eine bestimmte Stimmung verborgen.
Du lauscht also in die Ruhe oder in die Unruhe und öffnest Dich dafür herauszufinden,
Welche Stimmung,
Welches Gefühl in der Ruhe oder Unruhe liegt.
Entspricht es mehr einer Ängstlichkeit oder einer freudigen Aufgeregtheit?
Und so tastest Du Dich immer weiter heran an das Gefühl.
Bin ich friedlich oder bin ich bedrückt?
Bin ich traurig oder wehmütig?
Das alles wären Gefühlsqualitäten,
Die eher der Ruhe zuzuschreiben sind.
Oder bin ich ängstlich oder genervt oder verzweifelt?
Eher unruhige Qualitäten.
Und so bist Du dabei,
Wieder zu lernen,
Was Du fühlst.
Also nicht in Gedanken zu gehen und dem Fühlen wieder auszuweichen oder die Körperempfindungen zu benennen.
Lass Dir Zeit dabei.
Die Gefühle sprechen eine andere Sprache als die Gedanken.
Sie sind leise und zurückhaltend.
Und jetzt kannst Du dem Gefühl Raum geben,
Das jetzt da ist.
Das heißt,
Lass Dich von dem Gefühl ganz erfassen.
Du trittst dazu völlig zurück.
Es ist niemand mehr da,
Der mit dem Gefühl etwas will.
Nicht wie sonst immer,
Da sofort ein Kommentar auftaucht.
Ah,
Das finde ich jetzt doof oder toll,
Davon will ich mehr haben.
Nein,
Du bist jetzt still.
Du fühlst das Gefühl,
Solange es jetzt da sein möchte.
Und Du lässt das Gefühl alles mit Dir machen,
Was es jetzt machen möchte.
Zum Beispiel möchte das Gefühl den Atem schneller werden lassen oder den Herzschlag verändern.
Du lässt das alles zu.
Und so trittst Du noch mehr zurück.
Und gibst Dich dem hin,
Was jetzt innerlich in Dir geschieht.
Und fühlst das alles.
So kann jedes Gefühl verbrennen.
Es ist sozusagen dann ausgefühlt.
Denn jedes Gefühl kommt weit auf in Dir und klingt auch wieder aus.
Das ist alles,
Was Gefühle wollen.
Sie wollen einfach nur gefühlt werden.
Und dann nimm wahr,
Was unter dem Gefühl auftaucht.
Was ist jetzt da,
Wenn das Gefühl ausgefühlt ist?
Ruhe oder Unruhe?
Kommt ein neues Gefühl oder wird es still in Dir?
Bleib dabei und forsche weiter.
Sei ganz neugierig,
Was jetzt in Dir auftaucht.
Und lass es einfach wieder da sein.
So trittst Du immer mehr zurück und lässt wahrhaft geschehen.
Das ist der Weg wieder zurück zum Fühlen.
Zum lebendig werden und Waren loslassen.
Und je öfter Du so auf Erkundungstour gehst,
Desto leichter fällt Dir das und Du wirst mit Deinen Gefühlen wieder in Kontakt kommen.
Immer schneller und immer leichter.
Und wenn wir jetzt mit der Übung zu Ende kommen,
Dann braucht sich in Dir nichts zu verändern.
Du bleibst einfach in der inneren Wahrnehmung dessen,
Was jetzt in Dir wahrnehmbar ist.
In dem Gefühl,
In der Stimmung.
Auch wenn Du in Deiner Zeit die Augen wieder öffnest,
Bleibt das Gefühl,
Die tiefere Erfahrung,
Ja da.
Du musst nicht von ihr weggehen.
Kannst einen Teil Deiner Aufmerksamkeit auf die Außenwelt richten und mit einem Teil bei Dir bleiben und so immer tiefer in den Augenblick sinken.
Ich wünsche Dir das Allerallerbeste.
Deine Simone
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