
Shantissima #2: Gefühle aller Art - darf ich das?
Darf ich als Yogi(ni) wütend sein? Darf ich genervt sein, obwohl ich jeden Tag meditiere? Wir tappen schnell in eine Falle, wenn wir beginnen, an der besten Version unserer selbst zu arbeiten: Nämlich uns so genannte negative Gefühle zu verbieten. Diese Podcastfolge lädt Dich ein, mitfühlend und akzeptierend mit Deinen Gefühlen zu leben.
Transkription
Ein Mann und eine Frau,
Die ein Paar sind,
Streiten sich,
Die Frau wird richtig,
Richtig sauer und sie wirft ein Buch nach dem Mann.
Es trifft ihn nicht,
Aber es knallt richtig gegen die Wand.
An sich keine so wahnsinnig spannende Geschichte,
Oder?
Interessant wird's,
Wenn du weißt,
Dass die Frau eine Yoga-Lehrerin ist,
Und zwar eine,
Die das hauptberuflich macht,
Die wirklich viel meditiert,
Atmet,
Unterrichtet und sogar Yoga-Lehrer und Lehrerinnen ausbildet.
Und wenn du weißt,
Dass das Buch,
Das sie nach ihrem Mann wirft,
Das wundervolle Werk von Tara Brack ist,
Mit dem Herzen eines Buddha,
Dann wird die Szene etwas interessanter.
Und sie wird vor allem interessant,
Wenn du weißt,
Dass ich diejenige war,
Die nach ihrem Mann,
Mit dem Buch,
Mit dem Herzen eines Buddha,
Einfach mal geworfen hat.
Rums!
Über diese Geschichte lachen mein Mann und ich bis heute noch.
Weil,
Sind wir ehrlich,
Das geht nicht,
Ne?
Das gehört nicht zu einer Yoga-Lehrerin,
Dass die sauer wird,
Dass die ein Buch wirft,
Dass die auch noch ein Buddha-Buch wirft,
Oder?
Wie stehst du denn zum Thema Wut und andere Gefühle,
Die wir nicht bestellt haben,
Die aber trotzdem kommen,
Solange wir leben?
Angst,
Sorge,
Verzweiflung,
Verletzungen.
Ich fange mal mit der Wut an,
Die können wir uns alle sehr,
Sehr gut vorstellen.
Vielleicht gehörst du zu den Menschen,
Mir begegnen sie immer wieder,
Die sagen,
Ich werde nie richtig wütend,
Ich habe das noch nie geglaubt.
Richtig hieße dieser Satz,
Ich habe mir noch nie gestattet,
Wütend zu sein.
Als mein Mann und ich gestritten haben und ich eine solche,
Sehr ausnahmsweise,
Reaktion gezeigt habe,
Hat er offensichtlich einen wunden Punkt bei mir getroffen gehabt.
Ein wunder Punkt ist eine schlecht verheilte Narbe.
Da ist nicht richtig schön Haut drüber gewachsen und man sieht das,
Sondern das nässt immer ein bisschen,
Das juckt immer ein bisschen,
Das ist schon irgendwie verheilt,
Aber das kleinste Kratzerchen,
Oder gar wenn jemand richtig drauf drückt,
Führt zu einer Reaktion,
Wie aus dem Nichts scheint es.
Nur kommt diese Reaktion nicht aus dem Nichts.
Sie kommt aus etwas,
Was weh getan hat,
Wofür wir uns geschämt haben,
Wo wir uns ertappt und auch erniedrigt gefühlt haben.
Sehr oft geht es dabei um das Thema Schuld.
Wer ist schuld?
Ich denke,
Dir geht das genauso.
Wenn du dich mit jemandem streitest und ich nehme mal jetzt wirklich so die Nächsten an dir dran,
Deine Eltern,
Deine Geschwister,
Deine Kinder,
Dein Partner,
Deine Partnerinnen,
Dann weißt du oft überhaupt gar nicht mehr,
Worum es am Ende des Tages ging.
Also ganz aufgeregt erzählst du jemandem,
Was da Schreckliches passiert ist und was da gesagt wurde und dann,
Und dann,
Und dann,
Und dann kommt die Nachfrage,
Ja und woran hat sich der Streit überhaupt entzündet,
Worum ging es?
Fragezeichen,
Fragezeichen,
Fragezeichen.
Das weißt du ganz oft nicht mehr.
Was dir in Erinnerung bleibt,
Ist das Gefühl,
Nicht die Sachlage,
Sondern das Gefühl,
Dass etwas Wundes in dir getriggert wurde.
Wir sprechen,
Also auf jeden Fall,
Wenn wir über Gefühle sprechen,
Über diese wunden Punkte und über Trigger,
Vor allem,
Wenn wir über Wut sprechen.
Eine Wutreaktion hat einen Grund,
Das ist oft ein guter Grund,
Ich möchte mal vorneweg sagen,
Dass ich Wut für ein äußerst kraftvolles Gefühl halte und ein sogar sehr,
Sehr gutes.
Es kommt eben darauf an,
Was wir mit der Energie dieses Gefühls machen.
Aber zunächst die Frage,
Wie hast du denn gelernt,
Mit Wut umzugehen?
Ist das überhaupt eine Option für dich oder wurde dir beigebracht,
Das gehört sich nicht,
Das machen wir hier nicht so in dieser Familie,
Wer schreit hat Unrecht und,
Und,
Und.
Wir haben ja auch nur ein bestimmtes Ausdrucksspektrum für Wut im Allgemeinen,
Das ist recht überschaubar.
Türen knallen,
Bücher werfen,
Schreien,
Drohen,
Dahinter steckt immer,
Immer,
Immer Angst,
Nicht bewusst.
Wenn du sehr genau hinzuschauen lernst,
Erkennst du deine Angst,
Wenn du wütend bist,
Erkennst du die Angst des oder der anderen in der Wut und hinter der Wut.
Oft ist die Wut einfach eine Strategie,
Mit einem wunden Punkt umzugehen.
Beispielsweise,
Wir haben etwas verkehrt gemacht und wir haben gelernt,
Dass wir das nicht dürfen.
Wir haben gelernt,
Dass wir akzeptiert,
Geachtet,
Geliebt werden,
Das,
Was sich jeder Mensch auf dieser Welt wünscht.
Wenn wir einfach nichts falsch machen,
Wenn wir zu allen lieb sind,
Immer verständnisvoll,
Keine Fehler machen,
Hat es bei dir geklappt,
Falls du dazu gehörst?
Toi,
Toi,
Toi,
Kann ich nur sagen mit dem Thema,
Es wird dir nicht gelingen und das hast du schon gemerkt und dann muss dieser Schmerz,
Das jemand uns ablehnt,
Ausgehalten werden.
Und als du klein warst,
So bis zum Alter von,
Ich sag mal,
Maximal bis sieben,
Hast du dir eine Strategie zugelegt,
Wie du am besten dieses Gefühl vermeidest,
Etwas falsch gemacht zu haben,
Schuld zu sein,
Denn das birgt wiederum die Gefahr,
Nicht dazuzugehören.
Das ist für uns Menschen unglaublich bedrohlich.
Dann ist es auch so,
Wenn du ein kleines Kind bist,
Du bist darauf angewiesen,
Zur Gruppe dazuzugehören.
Das ist lebensnotwendig und unser Gehirn weiß das auch und funktioniert entsprechend.
Und dann gab es zwei Möglichkeiten,
Du hast dich entweder zurückgezogen,
Bist in den Rückzug gegangen,
In die Stille,
In das dich unsichtbar machen und diese Strategie hast du bis heute.
Und du sagst dann,
Ich werde nie wüten und ich hasse es,
Wenn Menschen die Kontrolle scheinbar verlieren und wütend werden.
Du bist nur auch wütend und du strafst,
Was wir in der Wut ja auch wollen,
Anderen Menschen mit deinem Rückzug und deinem Schweigen,
Was übrigens auch hart ist für die anderen.
Jemand anders hat sich entschieden und vielleicht gehörst du dazu,
Angriff ist die beste Verteidigung.
Das hast du wirklich in deinen ersten Lebensjahren gelernt.
Und dir eine Strategie ausgesucht,
In der Tendenz,
Ich spreche hier generalisiert.
Und wenn du dann an einen wunden Punkt kommst und vermeiden möchtest,
Dass beispielsweise rauskommen könnte,
Du hättest einen Fehler gemacht,
Dann reagierst du mit Wut,
Dann wirfst du beispielsweise das Buddha-Herz-Buch oder wie eine Kollegin von mir mal,
Mit der war ich in Sachen Yoga-Unterrichten vor vielen Jahren unterwegs,
Wir waren am selben Ort beauftragt und ich habe sie im Auto mitgenommen.
Wir haben eine Schülerin,
Die da dabei war,
Noch am Bahnhof abgesetzt,
In der Stadt,
In der wir waren.
Und als wir wieder einsteigen,
Passt sie nicht auf und haut die Beifahrertür in das daneben stehende Auto.
Ich habe es gar nicht mitgekriegt,
Weil ich gerade am Kofferraum irgendwas gewühlt habe und ich habe noch nicht mal das Geräusch gehört,
Weil ich gerade den Kofferraum gewuchtet habe.
Ich hörte nur auf einmal,
Dass jemand sagt,
Ja sagen Sie mal,
Spinnen Sie,
Können Sie nicht aufpassen?
Sie haben da jetzt gerade die Autotür an mein Auto geknallt.
Und dann hörte ich nur noch wildes Geschrei.
Diese ansonsten sehr liebe und freundliche Kollegin ist von einer Sekunde auf die andere vollkommen ausgerastet.
Also sie hat steifenfest behauptet,
Sie hätte das nicht getan.
Die Delle war zu sehen,
Der Schaden an meinem Auto war zu sehen.
Sie hat dann behauptet,
Das sei alles schon älter,
Das würde jetzt nur durch Zufall passen.
Also ich fasse es kurz,
Es ging so weit,
Die Auseinandersetzung,
Aus der ich mich bis dato völlig rausgehalten hatte,
Weil ich überhaupt nichts mitgekriegt hatte,
Dass die Polizei kam.
Dann ist die auf die Polizisten los,
Wie eine Wahnsinnige,
Anders kann ich es nicht sagen.
Und wir standen alle fassungslos da und haben gedacht,
Es geht jetzt eigentlich einfach nur darum,
Dass sie sagt,
Ich melde das meiner Versicherung,
Hier sind meine Kontaktdaten,
Wir regeln das,
Es tut mir leid.
Da kamen mehrere Sachen zusammen.
Ein Mensch,
Der geprägt ist,
Du bist liebenswert,
Wenn du nie etwas verkehrt oder falsch machst,
Wird auf jeden Fall vermeiden,
Irgendwie zuzugeben,
Einen Fehler gemacht zu haben.
Da geht es nicht drum um Eitelkeit oder ich will perfekt sein oder so,
Es geht im Gehirn in dem Augenblick und in dem Teil,
In dem das stattfindet und der auch der Erste ist,
Der sich bei uns im Mutterleib rausbildet und der Erste,
Der sozusagen mit Daten gefüttert wird und geprägt wird,
Das limbische System,
Aus dem heraus wird da agiert.
Und dann kommt dazu,
Dass eine Strategie gewählt wurde,
Unbewusst.
Das wurde durch Try and Error ausprobiert.
Wie komme ich am besten drum rum,
Schuld zu sein,
Also,
Klammer auf,
Nicht geliebt,
Nicht akzeptiert,
Nicht dazugehöre,
Klammer zu,
Ich greife an,
Ich gehe auf Attacke.
Es war eine wirklich eindrückliche Szene für mich und es ist spannend zu sehen,
Wie wunde Punkte,
Die unbearbeitet bleiben,
Uns unser ganzes Leben lang regelrecht verfolgen können,
Weil irgendjemand wird drücken auf diesen wunden Punkt.
Unsere Gefühle sind unser großer Schatz.
Sie machen dich mitfühlend,
Liebend,
Freundlich,
Verständnisvoll,
Fröhlich,
Ausgelassen.
Das ist das,
Was wir wollen.
Und sie haben eben auch einen anderen Anteil.
Beispielsweise habe ich mir von Meditationen,
Die ich ja seit sehr vielen Jahren für mich als eines der wertvollsten Werkzeuge auf meinem Weg entdeckt habe,
Lange gedacht,
Das hilft mir mein Temperament so zu zügeln,
Dass ich eine angemessene Yoga-Lehrerin bin,
Die beispielsweise keine Buddha-Bücher wirft.
Was ich spürte,
War,
Dass so der innerliche Druck zunahm.
Ich habe gemerkt,
Ich verstelle mich.
Ich bin nicht mehr ich.
Und ich arbeite ja seit über zehn Jahren sehr intensiv mit meinem Meditationsmeister Zagbon.
Als ich vor vier,
Fünf Jahren bei ihm war,
Da habe ich ihm nochmal die Frage gestellt,
Die ich schon ganz am Anfang gestellt habe,
Aber er es gar nicht richtig verstanden hatte,
Was er meint mit seiner Antwort damals.
Deswegen gebe ich jetzt die und erzähle von der,
Die ich verstanden habe.
Selber ein sehr temperamentvoller Mensch,
Der sich mit Gefühlen wirklich,
Wirklich gut auskennt.
Und ich habe ihn gefragt,
Sagt,
Weißt du,
Ich verstehe das schon,
Dass das wichtig ist,
Dass ich nicht von meinen Gefühlen rumgeschickt,
Rumgetrieben werde.
Nur,
Was ich nicht möchte,
Ist,
Dass ich so eine emotionale Neutral-bis-Null-Linie bekomme.
Das heißt,
Ich werde nicht mehr wütend,
Beziehungsweise ich zeige meine Wut nicht mehr.
Ich werde nicht mehr wirklich traurig oder ich zeige meine Traurigkeit nicht mehr.
Aber die andere Seite davon ist ja große Freude und es ist lautes Lachen und es ist eine Riesenfröhlichkeit.
Ich möchte einfach nicht,
Dass die Amplitude so abgemildert wird,
Dass das eine Null-Linie wird.
Und seine Antwort war,
Weißt du,
Gefühle verhalten sich wie ein Sondereinsatzkommando.
Du bist daheim in deiner Wohnung,
Abends hast du einen gemütlichen Abend,
Erholst dich von deinem Tag,
Sitzt auf deinem Sofa ganz entspannt und auf einmal wird deine Wohnungstür eingerammt,
Da stürmen lauter Menschen in Uniform,
Stiefeln mit Schilden,
Mit Schlagstöcken,
Mit Handschellen rein,
Trampeln durch deine Bude,
Packen dich,
Schmeißen dich auf den Boden und schleppen dich mit.
So machen es unbearbeitete,
Unangeschaute,
Nicht transformierte Gefühle.
Wenn du mit deinen Gefühlen arbeitest,
Mit verschiedensten Techniken,
Dann bleiben dir deine Gefühle.
Der Unterschied ist,
Sie klingeln und du hast den Augenblick Chance zu entscheiden,
Mache ich jetzt in diesem Augenblick die Tür auf oder nicht?
Und wenn ich die Tür aufmache,
Dann kann ich meine Traurigkeit,
Dann kann ich meine Wut einladen und ihr eine Tasse Tee und ein Stück Kuchen servieren und sagen,
Setz dich doch mal hin,
Erzähl mal,
Was ist los?
Und das hat mir eingeleuchtet,
Denn das ist genau das,
Worauf ich hinaus möchte,
Dass alle Gefühle,
Auch die in Anführungszeichen negativen,
Die wir nicht bestellt haben,
Absolut ihren Raum haben.
Sie sind genauso da wie die in Anführungszeichen positiven Gefühle,
Die wir gerne hätten und haben.
Was wir mit der Wut beispielsweise anstellen können,
Da gebe ich dir jetzt mal ein sattes Beispiel,
Aber ich rede von zwei Menschen,
Menschen per sie erst mal wie du und ich,
Mit einem großen Potenzial,
Das sie in beiden Fällen voll ausgeschöpft haben.
Ich spreche von Mahatma Gandhi und von Mutter Teresa.
Mutter Teresa beispielsweise war bekannt dafür,
Dass sie nicht die klassische,
Brave,
Stille,
Ruhige,
Katholische Nonne war.
Sie hat echte Kämpfe gefochten und sie hat eine große,
Große Wut gehabt.
Oder wie glaubst du,
Stellt sich eine kleine,
Schmale Nonne mit lauter Waisenkindern an der Hand in Kalkutta auf die Straße und stellt sich zwischen Barrikaden,
Vor Panzer,
Vor Waffen und sagt,
Ihr könnt schon hier weiterkämpfen,
Aber dann müsst ihr uns beseitigen.
Und ganz ähnlich hat das Mahatma Gandhi gemacht.
Ich meine,
Glaubst du wirklich,
Ein kleiner,
Dünner indischer Anwalt kann ohne Wut und Furor die größte Weltmacht der damaligen Zeit stürzen?
Indem er Reden hält,
Indem er meditiert und indem er keinerlei Gewalt,
Weder in Sprache noch in Tat,
Zeigt und anwendet.
Beide haben ihre Wut über die Umstände,
Die Ungerechtigkeiten transformiert und erkannt,
Und in dieser Wut,
Ich meine,
Wenn du so zu den Wüterichen und ich sage das voller Liebe gehörst,
Dann weißt du,
Was da für eine Energie herrscht,
Da wird dir heiß,
Da pochen die Schläfen,
Da fängst du an tief zu schnaufen,
Also was das allein physisch für eine Kraft ist,
Was Menschen in Wut physisch in der Lage sind zu tun,
Kräfte,
Boah,
Übermenschlich.
Und wenn diese Kräfte transformiert werden können,
Kann daraus Großartigstes entstehen.
Und das wurde mir in diesem Augenblick,
Manchmal hat man ja so Sekundeneinsichten,
Die sehr entscheidend sind,
Als das Buddha-Buch gegen die Wand knallte neben meinem Mann,
Wurde mir sehr klar,
Wow,
Wenn ich diese Kraft dieser Wut in das stecke,
Was in diesem Buch steht,
Da ist noch was drin,
Würde ich sagen,
In meinem Leben,
Das war eine wunderschöne Erkenntnis.
Wenn du dir das gar nicht zugestehst,
Solche Gefühle,
Wenn du sie negierst,
Ablehnst,
Wenn du sie verweigerst,
Ich nenne mal ein Beispiel,
Du bist beispielsweise Yoga-Lehrerin,
Meditationsleiter,
Coach,
Mentorin,
Jemand,
Der sich als spirituellen Menschen bezeichnet und denkst dir ja,
Wut,
Ich bleibe bei diesem wundervollen Thema,
Das geht nicht,
Das kann ich nicht haben,
Das schaffe ich mir jetzt mal ab.
Da bin ich ein immer freundlich lächelndes Wesen,
Das einfach alles hinnehmen kann und Verständnis hat für alles und jeden.
Das kann schnell schief gehen,
Weil es beispielsweise dazu führen kann,
Dass du das missverstehst als ich muss mir jetzt alles gefallen lassen,
Weil du,
Wenn du mit solchen Gefühlen nicht wirklich arbeitest,
Beispielsweise große Probleme haben wirst,
Einen Konflikt wirklich auszuhalten,
Ihn auch auszutragen,
Denn entweder vermeidest du oder wenn der wunde Punkt getroffen ist,
Fällst du in dein getriggertes Verhalten zurück,
Rückzug oder Angriff,
Aber du bist nicht in der Lage,
Ein schwieriges Gespräch so zu führen,
Dass du deinen Gefühlen Ausdruck verleihen kannst und trotzdem ganz klar bist,
Du hast dir auch vielleicht nicht die Zeit genommen dann dafür,
Die Sache mal für dich zuallererst zu durchdringen.
Das ist eine große Kunst und es lohnt sich,
Kann ich nur sagen,
Es lohnt sich wirklich.
Wenn du in der Illusion lebst,
Ja das darf alles gar nicht sein,
Spiritualität heißt Konfliktfreiheit,
Dann kann es dir passieren,
Wie eine weitere kleine Anekdote,
Die ich dir erzählen möchte,
Es zeigt,
In der Zeit,
Also es ist wie gesagt einige Jahre her,
Als ich so anfing und dachte,
Ja es wäre jetzt wirklich Zeit,
Dass ich jetzt mal irgendwie einfach,
Ja so stiller,
Fehnenhafter,
Also liebe Vieh,
Gute Vieh,
Brave Vieh werde,
Hatte ich öfter Kontakt zu einer Lehrerin,
Die genau das verkörpert hat,
Ein zartes,
Liebes Wesen mit einem feinen,
Feinen Stimmchen,
Ganz zarten Händen,
Ganz liebes Gesicht,
Also wirklich lieb,
Lieb,
Lieb.
Ich bin dann mal zu einem Workshop zu ihr hin,
Weil so machen wir das,
Wir gehen auch auf zu solchen Events,
Buchen uns Coachings,
Mentorings,
Trainings,
Weil wir natürlich auch was von der Energie dieses Menschen abhaben wollen,
Uns inspirieren lassen wollen.
Also war ich dort und das war auch ein ganz lieber Workshop und sie blieb auch ganz lieb,
Obwohl da Leute waren,
Die,
Wie ich fand,
Sich ihr gegenüber etwas respektlos verhalten haben und die mal die eine oder andere Grenze gebraucht hätten.
Ganz lieb war sie,
Ganz lieb und dieses Stimmchen blieb so lieb und fein und ich dachte mir wirklich,
Ja siehste,
Es geht doch,
So musst du es machen.
Und mit so einem leichten Gefühl von,
Warum kriege ich denn das nicht hin,
Ging ich zu meinem Auto und ich stieg ein,
Ich ließ die Wagentür noch offen,
Ich habe irgendwie eine Nachricht beantwortet oder so,
Bevor ich losfuhr und höre auf einmal hinter mir,
Irgendwas fällt runter und sofort ging es los,
Verdammte Scheiße,
Ich sage es jetzt mal ganz deutlich,
Fuck und und und,
Also es ging wirklich ein zotiges Gezitter los,
Ohne Ende eine wutverzerrte Stimme und ich grinste so leicht und dachte mir,
Na guck mal,
Die hätte aber mal besser jetzt auch bei dem Workshop mitgemacht,
Hätte ihr nicht geschadet und gucke aus dem Auto raus,
Es war die Lehrerin und der war einfach nur beim Einladen was runtergefallen,
Was noch nicht mal kaputt gegangen ist,
Also es war jetzt wirklich nichts Schlimmes und ich dachte,
Ich traue meinen Augen nicht,
Ist das derselbe Mensch,
Den ich immer nur als lieb lächelndes Wesen erlebe und ich schlug die Autotür zu und fuhr los und ich habe eine große Erleichterung verspürt,
Daran erinnere ich mich,
Weil ich dachte,
Okay,
Ich verstehe,
So läuft es nicht,
Runterdrücken,
Wegschieben führt nur dazu,
Dass der Dampf im Kessel steigt und wenn von der viel zitierten Authentizität,
Die ja in den letzten ein,
Zwei Jahren so verlangt wird,
Ganz zu Recht übrigens,
Da wünsche ich mir,
Dass mehr verstanden wird,
Was das wirklich heißt,
Dass du authentisch mit dir bist,
Denn das kann sein,
Dass das vielen Menschen um dich herum nicht schmeckt und dann ist es gut,
Wenn du mit deinen Gefühlen klarer bist,
Damit du nicht von einem Trigger in den nächsten stolperst,
Weil zuallererst geht es darum,
Dass du den Konflikt mit dir selbst beendest,
Bevor du schaust,
Wie du konfliktfähiger mit anderen wirst und du weißt doch,
Dass du einen Konflikt mit dir hast,
Also du hast doch Sachen an Bord,
Da bist du überhaupt nicht einverstanden mit dir,
Die Sache ist,
Das kriegst du nicht los,
Weil du bist ja immer da und du bist ja immer mit dir,
Da geht ja nicht mal Urlaub,
Du hast nie Urlaub von dir selbst und deshalb zu erkennen,
Was und wer du wirklich bist,
Das ist wichtig und dazu gehören alle wundervollen Gefühle und Gefühlsausdrücke,
Wie auch die,
Die einfach auch für die Umwelt schwieriger sind.
Mein Vorschlag ist,
Dass du dir mal vorstellst,
Wie es wäre,
Wenn du ein Leben führen würdest,
Das konfliktfrei ist,
Zunächst mal konfliktfrei mit dir selber,
Dass du einverstanden bist mit dir,
Dass du dich akzeptierst,
Dass du Freundschaft schließt mit dir und deinen Gefühlen,
Dass du ein Leben führst,
In dem du dich für nichts mehr entschuldigen musst,
Weil alles,
Was du sagst,
Dein Ohr gerne hört,
Alles,
Was du tust,
Dein Herz erfreut,
Alles,
Was du planst,
Dein Gehirn jubilieren lässt,
Dein Körper mitgeht,
Ein Leben,
In dem du dich nicht schämst für das,
Was du bist,
Wer du bist und was du tust und ein Leben,
In dem du nicht bereust,
Ein Leben ohne Reue,
Das ist es mir wert,
Mit meinen Gefühlen zu arbeiten,
Da habe ich viele wundervolle Erfahrungen gewonnen,
Mit meinen Triggern zu arbeiten,
Von denen ich bereits einige so heilen konnte,
Dass so viel Ruhe,
Frieden eingetreten ist,
Dass ich dir wirklich,
Wirklich aus vollem Herzen sagen kann,
Es lohnt sich,
Es lohnt sich wirklich.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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