18:37

Wie deine Augen als Meditationswerkzeug dienen

by Sascha Planert

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Meditation
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Welches Bild hast du beim Wort Meditation im Kopf? Oft wird nur auf ein Ergebnis gehofft. Viel wichtiger ist dabei das „Wie“. Durch welches Tor erreichst du einen meditativen Zustand? Dafür sind die Augen ein sehr gutes Werkzeug. Warum und was du dabei beachten solltest, erfährst du in diesem Podcast.

Transkription

Ich begrüße dich wieder ganz herzlich zu einer neuen Folge und heute geht es darum,

Wie deine Augen als Meditationswerkzeug dienen.

Bei dem Wort Meditation wird dir wahrscheinlich das Bild in den Kopf kommen,

Wie du alleine für dich da sitzt,

Vielleicht im Schneidersitz,

Die Augen hast du geschlossen und du versuchst dich einfach auf dein Inneres zu konzentrieren,

Deinen Gedanken nicht zu folgen und einfach in dein Zentrum dich selbst fallen zu lassen,

Dich zu entspannen,

Zu erden und du wirst wahrscheinlich nicht auf die Idee kommen,

Grundsätzlich deine Augen als Haupt-Einstiegstor zu nehmen für die Meditation.

Wichtig ist zu bedenken bei der Meditation,

Dass viele Dinge grundsätzlich als Einstiegstor verwendet werden können und wenn du vielleicht schon fortgeschrittener bist,

Wirst du auch feststellen können,

Dass eigentlich alles als Einstiegstor verwendet werden kann,

Um über deinen Verstand hinaus zu treten und die Stille und den inneren Raum zu erfahren.

Denn es ist am wichtigsten,

Egal was du nimmst,

Also sprich welchen Anker,

Diesen einfach zu intensivieren.

Das heißt,

Deinen ganzen Fokus darauf zu richten,

Also deine Aufmerksamkeit und die ganz gezielt dorthin zu setzen und dadurch kannst du in den inneren Raum eintreten.

Das Problem ist einfach nur oft,

Dass wir diese Aufmerksamkeit nicht halten können.

Das heißt,

Der Verstand wird sofort weiterspringen und wenn du jetzt eine Meditation machst ohne einen speziellen Anker,

Zum Beispiel die Atmung ist auch einer und dich einfach nur versuchst irgendwie auf diese Stille zu konzentrieren,

Fällt das den meisten extrem schwer.

Das heißt,

Du willst die Gedanken ziehen lassen und schon wenn dann der Gedanke kommt,

Dass du doch eigentlich wieder den Gedanken ziehen lassen wolltest,

Dann bist du schon wieder in dem Rad der Gedanken gefangen und schon wieder weggetreten,

Weggespült durch deinen Verstand.

Und wie ich bereits sagte,

Kannst du alles verwenden als Anker,

Sowohl äußere Dinge als auch innere Dinge.

Das heißt,

Der Anker kann ein Gefühl auch sein,

Innerlich,

Etwas schwieriger schon,

Weil das sehr subtil ist,

Doch auch sehr spannend,

Wenn du fortgeschritten bist.

Das heißt,

Die ganze Aufmerksamkeit auf das derzeitige Gefühl,

Auf den inneren Zustand zu richten,

Geht sogar auf energetische Zustände oder du nimmst etwas Äußeres.

Das kann etwas sein wie ein Ton.

Du könntest auch etwas fühlen,

Tasten,

Riechen geht genauso oder du nimmst die Augen.

Das heißt,

Du nimmst deine Augen als Tor für deine Meditation und deine Achtsamkeit.

Und warum die Augen?

Die Augen sind heutzutage,

Würde ich mal schätzen,

90 Prozent der Hauptsinn,

Den wir nutzen.

Gerade weil wir auch ganz viel,

Ja die moderne Gesellschaft im Büro Zeit verbringt vor Computerbildschirmen,

Ich übrigens auch,

Sind die Augen schon rein von der Arbeit her meistens sehr stark involviert.

Auch wenn du was Handwerkliches machst,

Bloß gerade bei Bildschirmarbeit müssen die Augen richtig arbeiten,

Um Dinge zu fokussieren auf dem Bildschirm.

Egal was du machst,

Ob du eine E-Mail schreibst,

Du brauchst ständig diesen Abgleich und höchste Konzentration in den Augen.

Und auch so,

Das mal beiseite gelassen,

Nehmen wir über die Augen das meiste einfach auf.

Also wir finden uns mit den Augen rein auf der instinktiven Ebene auch zurecht.

Also wir brauchen die extrem zum Überleben.

Wenn du keinen Sehsinn hättest,

Wären es akustische Signale.

Wahrscheinlich eher vielleicht auch fühlen,

Also spüren mit den Händen,

Der Tastsinn.

Bloß in der Regel sind es im Prinzip die Augen,

Sofern der Sehsinn nicht geschädigt ist und da ist.

Und weil du wahrscheinlich auch deine Augen sehr viel nutzt,

Sind sie eben dessen so ein gutes Einfallstor für deine Meditation.

Und auch relativ,

Im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten,

Ein guter Fixpunkt.

Und wie du das durchführst,

Das erzähle ich dir jetzt.

Du kannst jetzt gerne einfach mal,

Ganz praktisch gleich,

Irgendetwas vor dir anvisieren mit den Augen.

Irgendein Punkt,

Ein Gegenstand.

Und jetzt schau einfach mal,

Wie du deine Augen darauf richten kannst,

Weil das ist ein ganz großer Punkt und auch sehr spannend,

Denn jede Augenbewegung führt eigentlich schon wieder zu einem neuen Gedanken.

Und ich wiederhole das nochmal,

Weil das ein sehr interessanter und wichtiger Fakt ist,

Den du leicht erfahren kannst.

Wenn deine Augen ganz speziell auf etwas gerichtet sind und sich nicht bewegen,

Das heißt nach links oder rechts,

Ist es auch so,

Dass der Verstand in der Regel ruhig ist.

Zumindest du hast ihn schon ruhiger gebracht.

Du merkst es schon,

Wenn du jetzt,

Wie gesagt,

Etwas anvisierst vor dir und deine Augen nicht nach links oder rechts bewegst,

Sondern einfach dabei bleibst,

Hat dein Verstand schon weniger Chancen,

Sich wieder in seinen eigenen Kram zu verlieren.

Und vielleicht passiert es dir jetzt auch,

Wenn nicht,

Ist es dir auch klar,

Wenn ich es dir erzähle.

Ähnlich beim Tagträumen ist es jedoch so,

Dass du auch starren kannst auf etwas und dich innerlich trotzdem verlieren kannst.

Es ist wie,

Als wenn der Fokus ablässt,

Das heißt,

Wie die Schärfe quasi und du dich in innerlichen Bildern verlierst.

Ähnlich wie beim Tagträumen.

Das heißt,

Das ist die zweite Bewegung.

Die erste der Augen ist von links nach rechts und die zweite Bewegung ist das Anvisieren nach vorne und das Lösen nach hinten.

Also quasi anfokussieren und loslassen.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt,

Wenn du deine Augen auf etwas fokussiert lässt,

Dann hast du auch diese Bewegung unterbrochen.

Und das ist ein extremer Vorteil,

Wenn du die Augen als Meditationswerkzeug nutzt.

Du kriegst alleine durch den mechanischen Stillstand der Augen,

Dass du die Augen wirklich in die eine fokussierte Richtung nach außen lässt,

Bekommst du es hin,

Dass der Verstand ruhiger wird,

Beziehungsweise sofort abgekappt wird.

Und diese Technik eignet sich wirklich sehr gut,

Vor allem für rationale Menschen,

Die es schwer haben mit Gefühlen zum Beispiel zu arbeiten,

Die einfach sowieso stark im Verstand generell einfach sind,

Im logischen Bereich angesiedelt.

Und du kannst das testen,

Mach es am besten jetzt gleich.

Also,

Es ist die Augenbewegung,

Die still ist.

Und das kannst du mehrfach auch wiederum nutzen,

Das Äußere,

Wie du jetzt am besten diesen nach außen gerichteten Fokus der Augen halten kannst.

Das ist auch wieder ein bisschen unterschiedlich und es gibt mehrere Möglichkeiten.

Wenn du jetzt die Möglichkeit hast,

Wenn nicht,

Dann probiere es später.

Es ist so,

Wenn du einen Fixpunkt dir nimmst an der Wand,

Zum Beispiel einen Kreis,

Kannst du auch aufmalen.

Du könntest ja auch mit einem Blatt Papier einfach einen Kreis aufmalen,

Das an eine weiße Wand hängen,

Schwarzer Kreis,

Und dann fokussierst du nur diesen Kreis an.

Und am besten ist es,

Einen Fixpunkt zu nehmen,

Der keine Interpretation für den Verstand auslöst.

Das klappt immer besonders gut,

Weil darin liegt auch,

In Anführungszeichen,

Eine Gefahr,

Dass du irgendetwas nimmst,

Was sich wiederum an wichtige Momente in deiner Vergangenheit erinnert und dann kannst du relativ schnell abrutschen.

Also nimm etwas Neutrales,

Wie so ein Kreis an der Wand.

Das ist eine Möglichkeit.

Die andere Möglichkeit ist,

Etwas auch Neutrales zu nehmen,

Was dich nicht stark polarisiert,

Allerdings dabei auf die Umrisse zu achten und nicht auf den Inhalt.

Du könntest zum Beispiel eine Taschentuchpackung nehmen,

Wenn du dir irgendwo siehst,

Anfokussierst.

Und dann bleibst du mit deinen Augen auf den Umriss der Taschentuchpackung.

Also von der Form her,

Ähnlich wie ein Quader.

Auf diese dreidimensionale Form bleibst du und dafür ist es natürlich wichtig,

Dass du mit einem Blick generell das Objekt erkennen kannst.

Also dass deine Augen sich nicht bewegen müssen,

Um das Objekt zu erfassen.

Du hast es mit einem Blick drin und kannst darauf,

Auf den Umriss,

Nicht auf den Inhalt,

Den Fokus legen.

Das sind zwei Möglichkeiten,

Um diesen nach außen gerichteten Fokus zu halten.

Und das interessante ist,

Du wirst natürlich am Anfang blinzeln und je länger du die Übung machst,

Also von den Wiederholungen her,

Wirst du merken,

Du musst auch weniger blinzeln.

Denn häufig ist es so,

Sobald du anfängst zu blinzeln,

Gibt es wieder einen Gedanken.

Das heißt,

Es ist wie,

Als wenn der Verstand dann wieder aktiviert wird.

Und lass dich nicht täuschen,

Wenn du einmal gut reingekommen bist und dein Verstand wirklich ein paar Sekunden still steht und vielleicht dann noch ein paar Sekunden länger,

Dann könnte es sein,

Dass ein bisschen Angst in dir hochkommt.

Oder du dich vielleicht komplett wie leblos und tot fühlst,

Doch macht dir daraus nichts.

Die Lebendigkeit,

Die immer mit der Stille einhergeht,

Die Dynamik,

Die erfährst du später.

Das heißt,

Lass dich von ungewohnten Gefühlszuständen am Anfang nicht beeindrucken.

Was kommt,

Das kommt,

Lass da sein.

Es ist gar kein Problem.

Und wenn es dir auch ein bisschen Angst macht,

Lass auch das da sein.

Lass die Angst einfach da sein vom Gefühl her.

Und wenn du diese Übung noch öfters wiederholst,

Wird sich auch dieses Bild,

Was du im Außen siehst,

Einbrennen.

Das ist auch sehr spannend.

Wenn du dann die Augen geschlossen hast,

Während du es anguckst,

Augen schließt,

Dann wird dieses innere Bild auch noch weiter da sein.

Vor allem,

Wenn es sich wirklich wie eingebrannt hat,

Dann wird es noch da sein innerlich.

Und hier ist das Wichtige,

Du kannst auch dann in dieser Ruhephase für deine Augen die Augenlider schließen und dann lässt du aber den Fokus von den Augen in dem Schwarzen von den Augenlidern.

Das heißt,

Du kannst ja,

Wenn deine Augenlider geschlossen sind,

Die Augen entspannen komplett,

Also wie unfokussieren,

Oder du kannst den Fokus halten,

In das Schwarze hinein und damit auch auf diesen Gegenstand,

Den du eigentlich zuvor draußen gesehen hast.

Und so kannst du weiter experimentieren.

Und interessant ist es auch,

Wenn du damit experimentierst einfach.

Das heißt,

Du hast eine Weile die Augen offen auf das Objekt,

Schließt die Augenlider,

Hast den Fokus auf das innere gleiche Objekt.

Und indem du das Ganze intensivierst,

Nur durch den Blick auf das Objekt,

Wird deine ganze Aufmerksamkeit in die Augen reingeleitet und der Verstand kommt zur Ruhe.

Wird sogar relativ schnell abgekoppelt.

Und das Ganze ist eben eine sehr starke Übung,

Weil wir eben stark mit den Augen verbunden sind.

Wie merkst du das,

Dass es funktioniert?

Du musst es wirklich intensivieren,

Das heißt,

Da gehört Übung dazu.

Wie generell bei Meditationen.

Es ist erst eine Art Übung,

Du intensivierst etwas ganz stark und durch dieses Intensivieren bis zu einem gewissen Punkt kommst du dann über diesen Punkt hinweg und kannst diesen inneren Raum und dieses innere Nichts im positiven Sinne erfahren.

Die dynamische Stille.

Du kannst es dir so vorstellen,

Wenn du einen Berg mit deinem Fahrrad hochfahren würdest.

Du trittst,

Du trittst,

Du trittst,

Du trittst und du brauchst die ganze Kraft fokussiert in deinen Beinen,

Um hochzukommen,

Hochzukommen,

Hochzukommen,

Hochzukommen.

Und dann gibt es einen gewissen Punkt,

Wo du dich rollen lassen kannst.

Das heißt,

Da geht es abwärts.

Und plötzlich ganz schnell,

Dann kannst du die Beine von dem Pedal nehmen,

Einfach entspannen und du rollst quasi in dein Zentrum hinein,

In diese entspannte Stille,

In diesen Raum und alles wird dann innerlich ganz größer.

Das heißt,

Du intensivierst das bis zu einem ganz spitzen Punkt und dann fällst du wie automatisch rein,

Weil du über die Bergkuppe drüber gefahren bist und dann brauchst du auch nichts mehr zu machen.

Ich hoffe,

Dass dir der Podcast heute wieder geholfen hat.

Wenn du Fragen hast,

Schreib mich einfach gerne an und ansonsten freue ich mich,

Dich das nächste Mal wieder begrüßen zu dürfen.

Bis dahin.

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