
Schenk Dir Zeit (Schweizerdeutsch)
Sich Zeit schenken und zur Ruhe kommen — mit allem Sein, was sich gerade zeigt, ohne zu urteilen, ohne zu werten... Geräusche, Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle willkommen heissen. Geniesse diese kostbare Zeit mit Dir selbst.
Transkription
Für die folgende Meditation sitzt du am besten bequem auf einem Stuhl oder auf einem Kissen.
Vielleicht möchtest du die Augen zutun oder lieber ein Spaltchen offen lassen.
In dieser sitzenden Position ankommen und den Kontakt mit der Unterlage spüren und tief hineinsinken.
Nimm deine Beine und Füsse wahr.
Die Berührung mit dem Boden.
Den Rücken frei und möglichst aufrecht,
Sodass der Atem frei fliessen kann.
Der Schädelpunkt zieht nach oben und das Kinn senkt sich gleich zur Brust.
Die Schultern eher nach unten und hinten loslassen.
Eine lockere Haltung und gleichzeitig würdevoll.
Auch von innen heraus.
Die Hände finden ihren Platz auf den Oberschenkeln oder im Schoss.
Ihre lose Stellung.
Sie haben im Moment gar nichts zu tun.
Spüre,
Wie der Bauch sich anfühlt.
Angespannt oder sanft und weich.
Das ganze Gesicht,
Die Stirne und die Augen weich lassen.
Vielleicht möchtest du dich zu einem inneren oder auch äusseren Lächeln einladen.
Und bis in die Herzgegend ausweiten.
Gehe mit deiner Aufmerksamkeit zum Atem.
Wo spürst du ihn am intensivsten?
Vielleicht im Bauch,
Wo sich bei jedem sanften Einatmen wölbt und beim langen Ausatmen wieder leer wird.
Im Brustkorb,
Wo sich ausweitet und wieder zusammenzieht.
Oder bei den Nasenlöchern.
Es kann sein,
Dass eine Temperatur der Atemluft spürbar ist.
Den Körper fühlen.
Vom Kopf bis zu den Füssen.
Sich mit dem Boden verwurzeln.
Und einen beruhigenden Atemrhythmus entstehen lassen.
Nimm mal diese kleine Pause zwischen dem Ein- und dem Ausatmen.
Es gibt nichts zu leisten.
Nichts zu erreichen.
Einfach nur da sein.
Und der Bewegung des Atems folgen.
Vielleicht gibt es Geräusche im Raum.
Äussere oder auch innere.
Die sind einfach da.
Kommen und Gehen.
Auch diese können dir helfen,
Jedes Mal wieder zurück in die Präsenz zu kommen.
Ein Gehäuse kommt momentan in Körperempfindungen,
In Vordergrundrängen.
Mehrere.
Oder eine bestimmte.
Interessiert und gewundert beim Atmen bleiben.
Wenn es aber mit deiner Sitzposition zu tun hat,
Verändere es jetzt ganz behutsam.
Mit was beschäftigt sich der Geist?
Vergangenheit?
Zukunft?
Eine Geschichte?
Ein Thema?
Ein Tagtraum?
Und welche Gefühle sind damit verbunden?
Gedanken sind wie Wolken an einem weiten Himmel,
Die auftauchen und wieder vorbeiziehen.
Wenn wir sie nicht anhalten,
Auf eine festhalten.
Manchmal kommen gleich viele auf das Maul.
Versuche sie ein bisschen genauer zu betrachten.
Gelassen annehmen.
Was gerade da ist.
Alles darf sein.
Alles hat Platz.
In dieser grenzenlosen Weite.
Alles ist willkommen.
In diesem Augenblick.
Was auch immer für Geräusche,
Empfindungen,
Gedanken und Gefühle da sind.
Versuche dem friedlich und mitfühlend zu begegnen.
Auch wenn es vielleicht gerade nicht so angenehm ist.
Ganz wach.
Präsent.
Und wohlwollend mit dir.
Dein Atem kann dich immer wieder zurück in die Präsenz bringen.
Auch wenn es unzählige Male ist.
Er begleitet dich ohne Unterbruch.
Und ohne,
Dass du etwas dafür tun musst.
Mitfühlend mit dir selber bleiben.
Zum Atmen kannst du immer nach Hause kommen.
Er ist immer für dich da.
Der Atem kann ein Anker sein.
Oder wie ein Tor.
Zu diesem schönen inneren Raum.
Geborgenheit.
Stille.
Frieden.
Ruhe.
Wie auch immer du dem sagst.
Vielleicht kannst du etwas davon mitnehmen.
In deine nächste Zeit.
Und in deinen Alltag.
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