14:04

Mitgefühl mit Gleichmut (MSC)

by Mirjam Luthe

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4.6
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Aktivität
Meditation
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Alle
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Die Kernpraxis „Mitgefühl geben und empfangen“ kann inmitten einer Fürsorgetätigkeit angewendet werden. Sie ist eine selbstmitfühlende Antwort auf Empathiestress und wird hier noch durch Gleichmutssätze ergänzt. Wir lernen „andere zu lieben, ohne uns selbst zu verlieren“.

Transkription

Mit Gefühl,

Mit Gleichmut.

Finde eine angenehme Körperhaltung,

Kann gerne im Liegen sein,

Im Sitzen.

Dich jetzt erlauben,

Dich mit dem Rücken anzulehnen.

Nimm einige tiefe Atemzüge,

Um in deinem Körper anzukommen und im gegenwärtigen Augenblick.

Du kannst eine Hand auf dein Herz legen oder den Bauchraum oder auch beide Hände,

Wo immer es sich wohltuend,

Beruhigend,

Unterstützend anfühlt.

Erlaube dir,

Die Handwärme und die Art dieser Berührung zu empfangen,

An der Körperstelle,

Die du gewählt hast,

Um dich daran zu erinnern,

Dir selbst und deine Erfahrung in diesem Augenblick liebevolles Gewahrsein entgegenzubringen.

Warme Zuwendung für alles,

Was da ist.

Vielleicht gibt es noch eine Körperbewegung,

Die intuitiv entsteht.

Vielleicht ein Wiegen des Oberkörpers,

Ein Entspannen des Schulterbereiches,

Ein Bewegen und Loslassen im Kieferbereich,

Ein tiefer Atem,

Der bis in den Bauchraum dringt.

Für diese Praxis mit Gefühl,

Mit Gleichmut.

Denke an jemanden,

Um den du dich kümmerst und dessen Versorgung oder Pflege in Momenten für dich belastend oder frustrierend ist.

Jemanden,

Den du magst.

Niemand,

Der dir leidet.

Für diese einführende Übung wähle bitte nicht dein eigenes Kind,

Da die Übung dann eine schwierigere Dynamik entwickeln könnte.

Jemand,

Den du magst,

Der dir leidet,

Den du dich kümmerst und wo die Versorgung allmählich belastend wird.

Lass ein klares Bild dieser Person und der Pflege- Versorgungssituation vor deinem geistigen Auge entstehen.

Spüre in deinen Körper hinein,

Vielleicht nimmst du da muskuläre Anspannung wahr.

Lausche aufmerksam den folgenden Worten.

Lass sie sanft deinen Geist durchfließen.

Jeder Mensch ist auf seiner eigenen Lebensreise.

Ich bin weder die Ursache für das Leid des anderen,

Noch steht es allein in meiner Macht,

Es zu beenden,

Auch wenn ich mir wünsche,

Dies zu können.

Momente wie diese können schwer auszuhalten sein,

Aber ich möchte dennoch versuchen zu helfen,

Soweit ich das kann.

Nimm die Anspannung,

Die du vielleicht in deinem Körper spürst,

Bewusst wahr.

Atme tief ein und lenke dein Mitgefühl in deinen Körper.

Lass in deiner Vorstellung jede einzelne Zelle von Mitgefühl erfüllt werden.

Lass dich umsorgen durch dein tiefes Einatmen und dadurch,

Dass du dir das Mitgefühl schenkst,

Das du brauchst.

Jede einzelne Zelle von Mitgefühl erfüllt beim Einatmen und dann sende beim Ausatmen Mitgefühl an den Menschen,

Der dein Unbehagen auslöst.

Ein,

Mitgefühl in jede Zelle.

Aus,

Mitgefühl an den anderen Menschen.

Ein und aus.

Atme weiter Mitgefühl ein und aus und überlasse deinen Körper nach und nach ganz einen natürlichen,

Entspannten Atemrhythmus,

Ohne dich anzustrengen.

Lass ihn sich selbst atmen.

Ein für mich,

Aus für dich.

Richte gelegentlich die Aufmerksamkeit nach innen und spüre,

Ob eventuell Anspannung vorhanden ist.

Vielleicht kannst du an der Stelle körperlich entspannen.

Begegne dieser Anspannung,

Indem du weiterhin Mitgefühl für dich selbst einatmest und Mitgefühl für andere ausatmest.

Wenn du den Eindruck hast,

Dass jemand zusätzliches Mitgefühl braucht,

Dann sende deinen Ausatmen in diese Richtung.

Spüre,

Wie dein Körper beim Atmen von innen umsorgt wird.

Lass dich von einem Ozean des Mitgefühls tragen.

Einem grenzenlosen Ozean,

Der alles Leid umarmt und umfasst.

Nun höre ein weiteres Mal diese Worte.

Jeder Mensch ist auf seiner eigenen Lebensreise.

Ich bin weder die Ursache für das Leid des anderen,

Noch steht es allein in meiner Macht,

Es zu beenden.

Auch wenn ich mir wünsche,

Dies zu können.

Momente wie diese können schwer auszuhalten sein,

Aber ich möchte dennoch versuchen zu helfen,

Soweit ich das kann.

Nimm nochmal ein,

Zwei tiefe Atemzüge.

Mit einem langen Ausatmen,

Mit einem Seufzer.

Lass dich genauso sein,

Wie du jetzt gerade bist.

Erlaube dir das.

Magst du nochmal deine Sitzhaltung spüren,

Fußsohlen oder Sitzhöcker,

Die Festigkeit des Bodens,

Der tragenden Erde unter dir berühren.

Aufrichtung in der Wirbelsäule,

Anspannung erneut loszulassen,

Indem du ein Dehnen einlädst,

Dein Schulter kreisen,

Sanftes Hals bewegen,

Leicht ein Schütteln in den Handgelenken,

Fußgelenken,

So wie es jetzt gerade stimmig ist.

Und dann öffne langsam deine Augen.

4.5 (11)

Neueste Bewertungen

Hanna

December 8, 2024

Danke! Deine feine Meditation hat mich heute wieder gestärkt! Liebe Grüße Hanna

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