
Der Innere Garten
In dieser Übung stelle ich mir einen Garten vor und gestalte ihn so, dass ich mich sicher und geschützt fühle. Diese Meditation dient der Erfahrung von Geborgenheit, Wohlgefühl und Ruhe. Sie ist eine Möglichkeit zur Selbsttröstung und kann innere Kraftreserven auftanken. Der innere Garten wird als heilsame Imagination auf Michaela Huber und Luise Reddemann zurückgeführt.
Transkription
Der innere Garten Die folgende Übung dient dazu,
Mir einen Ort einzurichten,
An dem ich mich rundum sicher und geborgen fühlen kann.
Dazu kann ich mir eine bequeme Position aussuchen,
Im Sitzen oder Liegen,
Gerade so wie es richtig ist.
Und ich kann entscheiden,
Ob ich die Augen schließen möchte oder ob der Blick auf einen Punkt in der Ferne ruhen möchte.
Mit jedem Ausatmen kann ich einen Schritt nach innen gehen,
Zu mir selbst und in die Entspannung.
Ich bin ganz verbunden mit mir selbst.
Und vor meinem inneren Auge kann ich nun ein Tor aufstoßen in eine innere Bilderwelt,
In der ich mich einladen kann,
Meinen eigenen inneren Garten zu betreten.
Und vielleicht bin ich schon ein bisschen neugierig,
Wie könnte wohl ein Garten aussehen,
Der in meinem Inneren entsteht und an dem vielleicht auch unbewusste Teile in mir mitwirken,
Ihn zu gestalten,
Gerade so,
Dass ich mich rundum wohlfühlen kann.
Ich lasse mir Zeit,
Durch das Gartentor oder den Eingang ganz bewusst hineinzugehen,
Die Schwelle zu überschreiten,
In einen neuen inneren Raum.
Ich kann mir bewusst werden,
Welches Wetter gerade herrscht und wie der Himmel aussieht.
Es ist dies genau meine Lieblingsjahreszeit.
Und ich kann mir bewusst werden,
Wie groß mein Garten ist.
Vielleicht tut es mir gut,
Wenn er eine Begrenzung hat,
Eine festgelegte Fläche.
Aber vielleicht hat er auch weitläufige Bereiche,
Deren Ausmaß ich noch gar nicht erahnen kann.
Und wenn er eine Umgrenzung hat,
Wie sieht die aus?
Es könnte eine Mauer sein oder eine natürliche Hecke,
Vielleicht auch ein Zaun.
Vielleicht gibt es den einen Ein- und Ausgang oder noch einen weiteren oder mehrere,
Wie es für mich stimmt.
Ich kann mir bewusst werden,
Welche Pflanzen hier wachsen.
Vielleicht sind es eher Zierpflanzen,
Wie Blumen oder Sträucher.
Und es sind auf jeden Fall meine Lieblingspflanzen darunter.
Vielleicht sind es auch Bäume.
Auch mein Lieblingsbaum ist dabei.
Ich kann mir bewusst werden,
Der Garten natürlich gewachsen oder ein bisschen verwildert ist.
Vielleicht ist er aber auch gepflegt,
Angelegt.
Alles in Form gebracht und sauber herausgeputzt.
Das spielt gar keine Rolle,
Was gerade am besten zu mir passt.
Ich kann den Duft meines Gartens einatmen.
Und es gibt Pflanzen,
Die ganz typische Düfte haben,
Wie Blumen oder Kräuter.
Manche duften nach ätherischen Ölen oder Früchte.
Vielleicht gibt es auch eine Wasserquelle,
Ein Brunnen,
Ein Bach oder Teich.
Ein kleiner See in meinem Garten.
Vielleicht gibt es freie Flächen,
Ein Stück Wiese oder Rasen.
Grünflächen zum Ausruhen oder vielleicht auch sich bewegen,
Spielen oder herumlaufen.
Ich kann meine Aufmerksamkeit darauf lenken,
Was es hier zu hören gibt.
Vielleicht das Plätschern von Wasser oder Vogelgezwitscher.
Vielleicht höre ich auch Insekten in den Blumen.
Was immer vor meinem inneren Auge entsteht,
Ist genau in Ordnung,
So wie es ist.
Ich kann mir an einer besonders schönen Stelle einen Ruheplatz einrichten.
Vielleicht ganz für mich alleine,
So wie es für mich am besten ist.
Vielleicht könnte ich es auch so einrichten,
Dass ich irgendwann mal Gäste empfangen kann.
Aber das kann ich auch in Zukunft noch entscheiden.
In welchem Bereich meines Gartens wäre so ein Ruheplatz besonders schön?
Und wie komme ich am liebsten zur Ruhe?
Vielleicht gibt es hier bequeme Gartenstühle.
Vielleicht auch einen Liegestuhl oder eine Hängematte.
Es kann alles so eingerichtet sein,
Wie es mir am besten tut.
Für mich oder auch die Menschen,
Die ich liebe.
Es ist ein Ort der Erholung,
Zum Kraft tanken.
Und vielleicht kommt mir noch etwas anderes in den Sinn.
Ein Detail,
Das ich entdecke und das meinen Garten noch schöner macht oder noch wohliger.
Vielleicht auch Dekoration oder irgendetwas,
Das gut zu mir passt.
Und vielleicht fällt mir noch irgendetwas ein,
Das ich einrichten oder verändern möchte.
Und zum Abschluss dieser Übung kann ich den inneren Garten noch mal als Gesamtbild wahrnehmen.
Vielleicht sogar ein bisschen aus der Vogelperspektive auf das Ganze schauen.
Auf das,
Was mir heute so gut geraten ist.
Und ich weiß,
Dass ich jederzeit wieder in meinen inneren Garten werde zurückkehren können.
Weil ich weiß,
Wie ich dorthin finde.
Es ist meine ganz persönliche Rückzugsmöglichkeit,
Wenn ich mich ausruhen möchte und Erholung brauche.
Und ich kann noch mal den Eingang oder jetzt auch Ausgang deutlich wahrnehmen.
Tür,
Tor oder Portal zu meinem Garten.
Durch das ich nun dankbar meinen inneren Garten verlassen kann,
In der sicheren Gewissheit,
Jederzeit wieder hierher zurückkehren zu können,
Wann immer es mir gut tut.
Und so kann ich nun noch mal auf meine Atmung achten und nun mit jedem Einatmen einen Schritt weiter zurückkehren in die Wache Aufmerksamkeit.
Indem ich zunehmend wieder die Geräusche um mich herum wahrnehmen kann.
Geräusche aus der Ferne,
Geräusche in der Nähe.
Ich kann anfangen,
Die Fläche zu spüren,
Auf der ich sitze oder liege,
Die mich hält und stützt.
Ich kann anfangen,
Finger und Zehen zu bewegen,
Spüren,
Wie das Gefühl und die Kraft zurückkehrt,
Wenn ich Hände und Füße bewege,
Arme und Beine.
Ich kann mich etwas recken und strecken,
Regeln,
Tief durchatmen,
So dass ich wieder frisch,
Wach und klar zurück bin im Hier und Jetzt.
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