
Neun Schritte, um Deine Beziehung zu verbessern
Nicht immer sind es die ganz großen Krisen, die eine Beziehung zerrütten- ganz im Gegenteil. Oft sind es die vielen kleinen Unaufmerksamkeiten und Unachtsamkeiten, die der Beziehung langsam die Basis entziehen. Muss das so sein? Nein! Du kannst jetzt und hier sofort anfangen, Deine Beziehung zu verbessern, ohne langes Hin und Her und endlose Diskussionen, einfach indem Du anfängst etwas zu tun dass Annäherung und echte Verbindung wieder möglich macht.
Transkription
Nicht immer sind es die ganz großen Krisen,
Die eine Beziehung zerrütten.
Ganz im Gegenteil,
Oft sind es ja die vielen kleinen Unaufmerksamkeiten und Unachtsamkeiten,
Die mangelnde Empathie,
Das vielleicht nicht ganz so genau Hinschauen,
Der Mangel an gelebter Zuwendung,
Das Flacherwerden der Kommunikation,
Das Vernachlässigen von Gemeinsamkeiten im Alltag und die nicht gelebte Nähe,
Die der Beziehung so langsam die Basis entziehen.
Und irgendwann lebt man vielleicht mehr oder weniger nebeneinander her und fühlt sich gemeinsam einsam.
Traurig,
Aber wahr.
Denn genau so läuft es in unzähligen Paarbeziehungen.
Muss das so sein?
Nein!
Du kannst jetzt und hier sofort anfangen,
Deine Beziehung zu verbessern.
Ohne langes Hin und Her und ohne endlose Diskussionen.
Einfach indem du anfängst,
Etwas zu tun,
Das Annäherung und echte Verbindung wieder möglich macht.
Neun Mini-Interventionen,
Mit denen du sofort deine Beziehung verbessern kannst,
Stelle ich dir in dieser Episode vor.
Und los geht's!
Leben,
Lieben,
Lassen – der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Herzlich Willkommen bei Leben,
Lieben,
Lassen.
Ich bin Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach und Expertin für Psychographie.
Und in dieser Folge 106 geht's darum,
Ins Handeln zu kommen und etwas Aktives zu tun,
Um deine Beziehung zu verbessern.
Egal,
Wo ihr gerade steht,
Egal welche ungeklärten Themen zwischen euch rumhocken,
Mit den Tools,
Die ich euch heute hier vorstelle,
Lässt sich eine wirkliche Annäherung erreichen und Frieden herstellen,
Beziehungsweise eine Atmosphäre des Wohlwollens.
Und von da aus lassen sich Konflikte oft viel einfacher klären,
Als wenn zwischen den Partnern ein vermientes Gelände liegt oder der kalte Krieg sie zu erbitterten Feinden macht.
Wie du mit konkreten Strategien der Annäherung deine Beziehung verwandeln kannst – ich freue mich,
Dass du mit dabei bist bei diesem Thema.
Und natürlich wäre es super,
Wenn ihr beide etwas von diesen Strategien umsetzen würdet,
Aber auch wenn du einfach mal damit startest,
Lässt sich möglicherweise schon sehr viel bewegen.
Und dabei ist es ja nicht mal nötig,
Alle neun Strategien,
Die ich hier vorstelle,
Durchzuziehen.
Fang einfach mit einem oder zwei Schritten an und du könntest ein Wunder erleben.
Stell dir doch mal vor,
Deine Beziehung wäre ein lebendiges Wesen.
Wie geht es diesem Wesen gerade?
Wie fühlt es sich?
Ist es lebendig und vital oder eher kraftlos und leer?
Ist es voller Freude und Energie oder ist es eher so traurig,
Klein und hoffnungslos?
Ist dieses Wesen kuschelig und weich oder ist es hart und kantig?
Und was glaubst du,
Würde sich dieses Wesen wünschen?
Was braucht es?
Vielleicht kommt es dir ziemlich komisch vor,
Deine Beziehung als ein lebendiges Wesen zu betrachten,
Aber glaube mir,
Das ist es.
Und wenn du dich wirklich auf diese kleine Visualisierungsübung einlässt,
Dann kannst du Erstaunliches über den Zustand deiner Beziehung bemerken.
Beziehungen sind lebendig und deshalb brauchen sie Nahrung.
Sie existieren nicht einfach,
Weil sie da sind oder irgendwann entstanden.
Sie müssen gefüttert werden,
Von uns.
Sie brauchen zum Beispiel immer wieder Portionen von Nähe und Aufmerksamkeit,
Emotional und auch körperlich.
Sie brauchen Zeit und Raum und Zuwendung,
Kommunikation und Offenheit,
Gemeinsame Ziele und Visionen,
Rituale.
Das alles gehört zur Grundversorgung der Beziehung und es klingt so normal,
Dass man denkt,
Ja und was ist jetzt bitte daran so neu,
Das weiß ich doch alles.
Aber machst du es auch?
Also ich meine,
Fütterst du regelmäßig die Beziehung,
Damit sie lebendig sein kann?
Tut ihr es?
Oder vergesst ihr gerne mal die Grundversorgung,
Weil es ja im Alltag immer so viel Wichtiges gibt,
Das erst einmal zu machen ist und um die Beziehung kümmert ihr euch dann später,
Wenn Zeit ist?
Die Grundversorgung der Beziehung,
Das weiß ich aus meiner Arbeit mit Paaren,
Wird in vielen Beziehungen sträflich vernachlässigt.
So wie eine Zimmerpflanze,
Die in der Ecke steht und die man vergessen hat zu gießen.
Und es ist gar nicht so,
Dass man die ganze Zeit immer nur an die Beziehung denken müsste und sich wie irre anstrengen,
Damit sie funktionieren kann.
Im Gegenteil.
Regelmäßige kleine Häppchen sind für die Grundversorgung deiner Beziehung viel besser,
Als zweimal im Jahr im Urlaub die großen Geschütze aufzufahren und in Sachen Beziehung eine Laulawelle zu machen oder vielleicht sogar zu erwarten.
Das geht garantiert schief.
Die ausgehungerte Beziehung kann dann nämlich mit dem Überangebot meist gar nichts mehr anfangen.
Hier also kommen sie,
Meine neun Mini-Interventionen für eine gelingende Beziehung.
Die erste Strategie heißt So tun als ob.
Diese Technik kann die Beziehung verwandeln.
So tun als ob ist eine echte super Strategie,
Auch wenn die Vorstellung etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Die Methode stammt aus dem NLP und es geht dabei nicht darum zu lügen oder irgendwas ähnliches.
Es geht darum,
Ein gewünschtes Ereignis in seinem Handeln vorwegzunehmen.
Sich also so zu verhalten,
Als wäre es bereits eingetreten.
So tun als ob wir es bereits geschafft haben,
Führt dazu,
Dass wir uns anders verhalten und handeln und somit auch andere,
Im besten Fall nämlich die Gewünschten,
Ergebnisse bekommen.
Es ist quasi eine sich selbst bestätigende Vorhersage oder anders eine self-fulfilling prophecy.
So tun als ob eignet sich hervorragend für angestimmte Beziehungssituationen.
Und das meine ich so.
Stell dir mal vor,
Du bist schon seit längerem angespannt in Bezug auf deine Partnerin oder deinen Partner.
Eure Beziehung ist beladen mit ungeklärten Konflikten,
Angestauten Unzufriedenheiten von beiden Seiten.
Du bist genervt und auch schon irgendwie resigniert.
Alles ist schwierig,
Was soll da bloß werden?
In dieser Grundstimmung kommst du nach Hause und triffst dort auf deine Partnerin oder deinen Partner.
Wie verhältst du dich?
Genau,
Du verhältst dich so,
Wie du dich fühlst,
Mit all dem Ballast im Genick.
Vielleicht zurückhaltend oder gar distanziert,
Möglicherweise abweisend oder vermeidend.
Das ist verständlich.
Aber wozu führt das?
Es verstärkt genau die trostlose Beziehungssituation,
Die ihr schon habt und die du ja eigentlich nicht mehr haben willst.
Vor Freude in die Arme springen wird dir nun dein Partner oder deine Partnerin nicht,
Oder?
Und nun stell dir doch mal vor,
Du probierst es mal mit so tun als ob.
Du machst einfach ein Experiment und tust so,
Als würdest du dich freuen,
Wenn du heimkommst und ihn oder sie siehst.
Wie wärst du denn dann?
Was würde passieren,
Wenn du diese Haltung innerlich einnimmst und ihm oder ihr begegnest?
So tun als ob lässt sich nicht denkend ausprobieren,
Dein Verstand wird viel zu viel dagegen einzuwenden haben,
Man muss es machen,
Um die erstaunliche Wirkung zu erleben.
Egal wie viele Argumente dir dein Kopf dagegen setzen will,
Die Wirkung dieser Musterunterbrechung beginnt nämlich nicht erst,
Wenn du die Wohnungstür aufschließt,
Nein,
Sie beginnt schon in dem Moment,
In dem du dich innerlich auf »ich freue mich,
Dich zu sehen« einstellst.
Dein Körper und dein Unterbewusstsein reagieren darauf,
Sie reagieren auf die Vorstellung,
Auch wenn es erstmal seltsam anmutet und im besten Falle geht es dir allein durch diese Haltungsänderung besser.
Und die Reaktion deiner Partnerin oder deines Partners tut natürlich auch ihr Übriges.
Denn nach anfänglichem Staunen ändert sich ihre oder seine Haltung dir gegenüber möglicherweise auch und es tritt eine Annäherung ein.
Nicht immer,
Natürlich nicht,
Aber immer öfter.
Viele meiner Klientenpaare haben schon »so tun als ob« ausprobiert und damit wieder eine Öffnung füreinander in die Wege geleitet.
Das rettet natürlich jetzt keine Beziehung,
Aber es ist der Anfang für ein besseres Beziehungsklima,
In dem ein Aufeinanderzugehen wieder möglich wird.
Strategie Nummer 2 Das 15-Minuten-Beziehungsritual Kleiner Aufwand,
Große Wirkung Manchmal sind es ja die kleinen Dinge im Leben,
Die eine gewaltige Veränderung ausmachen.
Das gilt auch für unsere Beziehungen.
Ich möchte dir gerne ein Beziehungsritual vorstellen,
Das seine Wirkung nicht verfehlen wird,
Wenn ihr ihm einen Platz in eurem Leben geben wollt.
Das gilt besonders für die Paare,
Die in der Rush-Hour des Lebens unterwegs sind,
In der Job,
Karriere,
Familie,
Kinder und Lebensziele unter einen Hut passen sollen und so kaum noch Zeit für sich selbst und die Beziehung bleibt.
Fehlpflicht,
Wenig Kür.
Und die Beziehung leidet dann bei aller Liebe unter mangelnder Aufmerksamkeit,
Man rast nebeneinander her und verliert sich aus den Augen.
Keine Zeit.
Aber natürlich auch für alle anderen Paare ist das 15-Minuten-Ritual ein wirkmächtiges Tool,
Das mit wenig Aufwand die Beziehung stärkt.
Es geht dabei darum,
In Kontakt zu gehen und im wahrsten Sinne des Wortes in der Beziehung anzukommen.
Und so geht's.
Nehmt euch jeden Nachmittag oder Abend 15 Minuten Zeit,
In dem ihr euch trotz aller Hektik zusammenfindet.
Das kann in der Küche sein,
Auf dem Balkon oder im Wohnzimmer oder auch auf der Gartenbank.
Und egal was passiert oder was oder wer gerade Aufmerksamkeit fordert,
Räumt diesen 15-Minuten-Priorität ein.
Sie gehören nur eurer Beziehung und der Partnerschaft.
Und 15 Minuten kann jeder einräumen,
Auch im stressigsten Alltag und auch mit kleinen Kindern.
Macht euch einen Tee oder Kaffee und erzählt euch gegenseitig drei Dinge,
Die euch heute beschäftigt haben,
Die ihr erlebt habt oder die einen Eindruck hinterlassen haben.
Das muss weder schwer noch anstrengend sein und es bedarf überhaupt keiner Vorbereitung.
Du brauchst gar nichts,
Außer die Absicht,
Etwas vom Anderen erfahren zu wollen und etwas von dir und deinem Leben mitzuteilen und sich gegenseitig etwas Aufmerksamkeit zu schenken.
Sprecht einfach darüber,
Was euch begegnet oder passiert ist,
Wie es euch geht,
Was lustig oder traurig war und was es für dich bedeutet.
Nicht mehr und nicht weniger.
Erzähle von dir.
Auf diese Weise lässt du deinen Partner oder deine Partnerin Anteil an deinem Leben nehmen und an dem,
Was in dir vorgeht.
Das schafft Nähe,
Aber auch Verbindung und meist sogar ein Gefühl von Erleichterung.
Da gibt es jemanden,
Der zuhört,
Dich bestärkt,
Dich versteht und mit dir ist.
Das ist gelebte Partnerschaft.
Und natürlich bist du auch Zuhörerin,
Vertrauter,
Freund,
Partnerin.
Du hörst auch zu.
Es muss nicht immer schwerwiegende Beziehungsprobleme geben,
Die ihr wälzt.
Es geht darum,
Dass ihr in Verbindung bleibt und euch nicht ver-kennen lernt.
Habt ihr das tägliche 15-Minuten-Ankommensritual erst einmal etabliert,
Dann werdet ihr bald diese kleinen Inseln der Verbindung zu schätzen wissen.
Und manchmal kann dabei mit der Zeit sogar ein Wunder geschehen.
Beziehungsstrategie Nummer 3 Der Beziehungstag – mehr Zeit zu zweit Ich weiß nicht,
Wie du darüber denkst,
Aber ich glaube,
Dass Zeit die größte Ressource in unserem Jetzt ist.
Das,
Was uns heutzutage allen fehlt,
Ist Zeit,
Nicht etwa Geld.
Zeit ist in Freundschaften,
Familien und eben auch in Beziehungen zur wichtigsten Währung für Aufmerksamkeit geworden.
Schenkt uns jemand etwas von seiner Zeit und seiner Aufmerksamkeit,
Dann fühlen wir uns wertgeschätzt und geliebt.
Denn wenn einem etwas wichtig ist,
Dann findet man dafür auch Zeit.
Du kennst den Spruch,
Oder?
Warum sollte es in einer Beziehung anders sein?
Genau aus diesem Grund empfehle ich meinen Klienten,
Einen sogenannten Beziehungstag als regelmäßiges Ritual zu etablieren,
Gerade dann,
Wenn man eigentlich das Gefühl hat,
Dafür überhaupt keine Zeit zu haben.
Natürlich ist das nicht ein ganzer Tag,
Das können die wenigsten einrichten,
Aber schaufelt euch einen Nachmittag oder Abend in der Woche frei und widmet euch in dieser Zeit eurer Beziehung.
Regelmäßig.
Als fixen Termin.
Geht essen,
Spazieren,
Sport machen oder was immer ihr gerne zusammen macht und gebt dieser Zeit Priorität.
Macht diesen Beziehungstag zum Ritual und reserviert ihm einen Platz in eurem Terminkalender.
In meiner Beziehung ist das der Donnerstag.
Und dieser Tag ist wichtig,
So wichtig wie jeder andere wichtige Termin,
Der Elternabend,
Der Sport oder die Überstunden.
Eure Beziehung kann nämlich nicht warten,
Bis irgendwann mal etwas Zeit dafür übrig ist.
Die Beziehung braucht einen Raum,
Um zu existieren,
Um gelebt zu werden.
Und diese Zeit werdet ihr euch nehmen,
Wenn ihr die Beziehung füttern wollt.
Es reicht nicht,
Ein oder zweimal im Jahr in den Urlaub zu fahren und sich den Rest des Jahres die Klinke in die Hand zu drücken und aneinander vorbeizuleben.
Regelmäßige kleine Beziehungsinseln,
Die nur der Zweisamkeit gewidmet sind,
Können auch hier regelrechte Wunder bewirken.
Es geht beim Beziehungstag auch nicht darum,
Events zu schaffen.
Es geht um Aufmerksamkeit und Qualität.
Deshalb macht es Sinn,
Wenn sich abwechselnd jeder der Partner etwas ausdenkt,
Was man gemeinsam heute anstellen könnte und wenn es ein Spaziergang ist oder ein Stadtbummel.
Aber Achtung,
Hier lauert eine Falle.
Ladet euch bitte diese Zeit nicht mit gemeinsamen Pflichten voll.
Auch geht es hier nicht um die Familie als Ganzes.
Es geht in dieser Zeit mal nur um euch beide.
Denn geht es der Paarbeziehung gut,
Ist es auch gut für die Familie.
Deshalb ist ein Beziehungstag nichts Egoistisches,
Sondern er dient am Ende allen.
Schenkt euch diese Zeit,
Es lohnt sich.
Alles,
Was ihr in diese Beziehung investiert,
Wird sich später auszahlen.
Und glaubt mir,
Ich kenne alle Gründe,
Warum das eigentlich jetzt nicht geht und man keine Zeit hat.
Aber was ihr braucht,
Sind die Gründe,
Warum es doch gelingen kann.
Los geht's.
Drei Dinge heimlich tun ist eine Aufgabe,
Die ich sehr vielen Paaren,
Mit denen ich arbeite,
Als Hausaufgabe mitgebe.
Klingt seltsam,
Ist aber ganz wunderbar.
Es geht darum,
Signale der Aufmerksamkeit und der Zuwendung zu senden,
Ohne ein großes Tamtam zu machen oder das anzukündigen oder darüber im Vorfeld zu sprechen.
Und solchen Signalen kann kaum jemand widerstehen,
Besonders weil sie so unerwartet auftreten.
Überleg dir dazu einmal ganz in Ruhe,
Was sich deine Partnerin oder dein Partner wirklich von dir wünscht.
Über was freut sie oder er sich besonders?
Achtung,
Das muss nicht unbedingt das sein,
Was du als besonders schön empfindest.
Sind es Komplimente,
Ein kleines Geschenk,
Eine Massage oder ein schönes Essen zu zweit?
Ein romantischer Abend vielleicht oder dass du mehr Verantwortung im Haushalt übernimmst oder ihr oder ihm zu einem freien Abend verhilfst?
Das,
Über was sie oder er sich regelmäßig beschweren oder um was sie dich schon oft gebeten hat,
Auch wenn es dir sinnlos erscheint,
Das ist wahrscheinlich das,
Womit du ihr oder ihm eine große Freude machen könntest.
Und wenn du es herausgefunden hast,
Dann mach doch mal in kürzeren Abständen genau drei dieser Dinge,
Von denen du weißt,
Was sie ihm oder ihr bedeuten.
Das ist so ein Ich-sehe-dich-ich-sehe-was-dir-wichtig-ist-Signal.
Es gibt unzählige Möglichkeiten.
Das Wichtigste darin ist,
Dass du das nicht ankündigst oder kommentierst.
Am besten sagst du gar nichts.
Mach's einfach und schau,
Auf welche Weise sich die Wirkung entfaltet und was dein Bemühen auslöst.
Die Resonanz ist oft sehr stärkend für die Beziehung.
Und natürlich kannst du es dann auch im Nachhinein besprechen.
Ich wünsche dir spannende Erfahrungen und gleich geht's um meine Tipps in Sachen Kommunikation.
Beziehungsstrategie Nummer 5 – Die Blackbox-Methode für bessere Kommunikation In jeder Beziehung gibt's Themen,
Die einfach nur nerven.
Das ist Fakt.
Es gibt Eigenarten und Verhaltensweisen,
Die uns an unseren Lieben stören.
Situationen,
Die uns ärgerlich oder sogar richtig wütend machen.
Es gibt Themenbereiche,
Die einfach unangenehm sind und regelmäßig zu Streit führen.
Soweit ist alles ganz normal.
Aber manchmal können wir solche Auseinandersetzungen einfach gar nicht gebrauchen.
Doch das stört diese unangenehmen Themen leider nicht.
Sie platzen gerne einfach mal so mitten in unser Leben hinein,
Ob wir sie gerade haben wollen oder nicht.
Aber ist es immer eine gute Idee,
Dann auch sofort damit rauszuplauzen?
Verdrängen oder alles weglächeln allerdings ist ja auch keine gute Idee,
Denn auf diese Weise sammelt sich der Müll der ungeklärten Themen in der Beziehung an,
Bis man irgendwann kein Land mehr sehen kann.
Was also tun?
Weil wir unangenehme Themen einfach nicht immer gebrauchen können,
Kann es sinnvoll sein,
Die sogenannte Blackbox-Methode in der Beziehung auszuprobieren.
Die Blackbox dient als Aufbewahrungsort für unangenehme Themen und Konflikte,
Die einen im Moment gerade überfordern oder für die das Leben gerade keinen Raum hat oder über die man gerade nicht reden will oder kann.
Oft gibt es ja auch eine große Unterschiedlichkeit in Sachen Klärungsbedürfnis.
Sie will ständig reden und ihm ist es zu viel und deswegen schweigt er lieber.
Ist ja so ein Klassiker.
Trefft auch manchmal umgekehrt zu,
Aber in der Regel hat es diese Konstellation.
Legt euch als Blackbox gemeinsam eine kleine Kiste oder ein Glas an und verwendet es als Aufbewahrungsort für alles,
Was gerade zwischen euch steht und eine Pause braucht.
In der Blackbox für wichtige Themen geht nämlich nichts verloren.
Es wird dort nur vorübergehend geparkt.
Ein paar Notizzettel dazu zu legen und einen Stift ist eine gute Idee und dann kann man der Blackbox einen Ort im eigenen Zuhause geben.
Und wenn ihr dann mal wieder merkt,
Dass eine Streiterei sinnlos wird oder ihr von einer Diskussion im Moment überfordert seid oder nach keiner Lösung miteinander finden könnt,
Schreibt das Problem auf den Zettel und werft es in die Blackbox.
Und wenn die Stimmung wieder besser ist oder ihr euch einem bestimmten Thema gewachsen fühlt,
Schlagt eurem Partner oder eurer Partnerin vor,
Die Blackbox zu öffnen und einen Zettel herauszunehmen,
Um das Thema zu besprechen.
Es ist ehrlich gesagt hilfreich,
Einmal in der Woche diese Box zu öffnen.
Und genauso hilfreich ist es,
Es mit der Abarbeitung der Zettel nicht zu übertreiben.
Manches,
Das könntest du bemerken,
Erledigt sich nämlich von selbst.
Findet ihr eine Einigung,
Werft den Zettel weg.
Findet ihr noch keine Lösung,
Vertagt ihr das Thema und legt den Zettel zurück.
Die Blackbox-Methode funktioniert für schwierige Themen und Paarbeziehungen ausgesprochen gut,
Allerdings braucht es für eine gute Wirksamkeit eine Bereitschaft zur Mitarbeit von beiden Seiten.
Beziehungsstrategie Nummer 6 – Erst Verstehen,
Dann Verstanden Werden Erst Verstehen und dann Verstanden Werden ist eine wunderbare,
Heilsame Kommunikationsstrategie,
Über die ich auch schon in anderen Podcast-Folgen ausführlich gesprochen habe.
Aber weil sie so eine enorme friedensstiftende Wirkung hat und eigentlich sehr einfachen Regeln folgt,
Darf sie hier natürlich nicht fehlen.
Kurz gesagt geht es darum,
In Gesprächen wirklich zuzuhören und zuerst einmal dem anderen Raum zu geben,
Seine oder ihre Sicht auf die Dinge zu erklären.
Ohne gleich mit Argumenten und Gegen-Statements darüber bügeln zu wollen.
Dem Gegenüber den Raum zu lassen und ein wirkliches Interesse an seine oder ihre Meinung zu haben,
Verstehen zu wollen,
Anstatt zu kritisieren,
Abzuwerten,
Zu schulmeistern oder dagegen zu halten,
Ist die beste Strategie,
Um bei schwierigen Beziehungsthemen aus der Kampfzone rauszukommen.
Denn wir alle haben ja das gleiche Bedürfnis.
Wir wollen verstanden werden,
So wie wir sind.
Und jemandem zuzuhören und ihn oder sie verstehen zu wollen,
Das ist das größte Geschenk,
Das wir einem anderen Menschen machen können.
Und so geht's.
Jeder bekommt 5-10 Minuten,
Um seine Position auf ein bestimmtes Thema einfach nur darzustellen.
Während ein Partner spricht,
Sind alle Kommentare tabu.
Auch Augen rollen,
Schnaufen oder abwinken sind keine gute Idee.
Versuche zu verstehen,
Um was es ihm oder ihr wirklich geht.
Das fordert deine ganze Aufmerksamkeit.
Danach spiegelst du ihm oder ihr zurück,
Was bei dir angekommen ist,
Um zu sehen,
Ob du ihn oder sie richtig verstanden hast.
Es geht also in diesem Moment nicht um dich und deine Meinung zu diesem Thema,
Es geht darum zuzuhören und zu verstehen.
Danach,
Wenn du sicher bist,
Dass du ihn oder sie richtig verstanden hast,
Bist du natürlich dran und anschließend fasst dein Partner oder deine Partnerin zusammen,
Was bei ihm oder ihr angekommen ist.
Natürlich auch mit echtem Interesse und ohne spitze Bemerkungen und erhobenen Zeigefinger.
Allein diese ich-will-dich-verstehen-Haltung öffnet die Herzen.
Und wir können aufhören,
Uns mit unserer Meinung zu verschanzen und zu bekämpfen.
Verstehen wollen ist friedvoll und so lassen sich Konflikte oft erstaunlich gut neu betrachten und oft auch lösen.
Wenn du mehr und ausführlicheres zu den Kommunikationsstrategien in Beziehungen erfahren willst,
Ich verlinke dir die entsprechende Folge in den Shownotes,
Sie heißt Beziehungskrisen und destruktive Streitmuster in Partnerschaften beenden – drei wirksame Strategien inklusive Gesprächsanleitung.
Beziehungsstrategie Nummer 7 – nur jedes zweite Mal meckern,
Kritisieren oder sich aufregen.
Egal,
Wie sehr wir unsere Partner oder unsere Partnerin lieben – natürlich,
Ich hab's schon gesagt,
Es gibt immer auch Marotten und Umstände,
Die uns aufregen oder uns nicht gefallen.
Das ist ganz normal.
Am Anfang der Beziehung sehen wir darüber auch gerne hinweg und sind in dieser Hinsicht super tolerant.
Aber je länger die Beziehung dauert,
Umso deutlicher wird auch der Angenervtheits-Effekt und wir fangen an,
Das Störende zu kritisieren.
Leider,
Leider wird nicht selten daraus ein Kritik-Dauerfeuer.
Gleichzeitig nimmt oft das Maß an Wertschätzung ab.
Denn das,
Das wir toll finden am anderen und am Anfang ständig und gern hervorheben und betonen,
Das wird mit der Zeit normal.
Sie oder er weiß ja,
Dass wir das gut finden,
Warum sollen wir es also immer zu sagen und zeigen?
Auf diese Weise nimmt die Wertschätzung mit der Zeit ab,
Während die Kritik zunimmt.
Das geht in gar nicht wenigen Beziehungen so weit,
Dass sie oder er sich gar nicht mehr geliebt fühlen,
Weil ständig gemeckert und kritisiert wird und Lob und Anerkennung auf der Strecke bleiben.
Sowas entzweit uns.
Ein erster Schritt aus diesem Dilemma ist eine ganz einfache,
Pragmatische Methode.
Nur jedes zweite Mal meckern.
Das kann jeder schaffen.
Es bringt aber sofort Entspannung.
Egal was dich ärgert,
Was dich nervt,
Was du schon hundertmal gesagt hast und wo du dich nicht verstanden fühlst.
Hör auf es ihr oder ihm jedes Mal aufs Brot zu schmieren.
Lass ihm oder ihr immer einmal durchgehen und melde deine Kritik nur jedes zweite Mal an.
Du glaubst gar nicht,
Wie entlastend es oft empfunden wird.
Denn auch wenn du dich selbst als gar nicht so meckerig erlebst,
Weil du es ja nicht so meinst,
Kannst du nicht wissen,
Wie sehr sich deine Partnerin oder dein Partner kritisiert fühlen und den Kopf einziehen,
Um der Meckerei zu entgehen.
Oft folgt daraus Vermeidung und das sorgt für noch mehr Kritik.
Es ist eine Art Teufelskreis,
An dem beide mitwirken.
Und doch kann der Ausstieg auch einseitig angeregt werden.
Probier's aus,
Es wirkt.
Ganz ausführlich habe ich darüber in der Folge über Wertschätzung und Kritik in Paarbeziehungen und auch in der Folge über die Sprachen der Liebe gesprochen.
Und auch diesen Link setze ich dir in die Shownotes dieser Episode hier.
Beziehungsstrategie Nummer 8 – Die bewusste Paarumarmung Ich liebe diese Methode,
Denn sie ist Magic.
Die bewusste Paarumarmung ist ein Ritual,
Das ohne unseren Verstand auskommt.
Diese Übung wirkt auf rein körperlicher Ebene sehr tief und stärkt unser Gefühl für Verbundenheit.
Innige Berührungen erzeugen diesen Zustand nämlich ganz von selbst,
Ohne dass man noch weiteres dazu tun müsste.
Denn beide Partner sind wie magnetische Pole,
Die sich anziehen.
Sonst hätten sie sich nicht gefunden.
Und so geht's.
Stellt euch so hin,
Dass Brust- und Bauchbereich sich berühren.
Natürlich,
Ihr könnt euch auch setzen oder legen,
Wie es am angenehmsten ist.
Bleibt in dieser Umarmung für drei bis vier Minuten oder auch länger,
Wenn es euch angenehm ist und spürt einfach nur in euren Körper hinein.
So wird eine tiefe Verbindung hergestellt,
Die Vertrauen und Nähe schafft und innere sowie äußere Harmonie erzeugt.
Das gilt auch in schwierigen oder angespannten Situationen.
Manches kann sich sogar auflösen.
Ein Paar,
Das diese bewusste Umarmung täglich praktiziert und dadurch seine Verbindung mit dem Wir stärkt,
Fühlt sich auch bei Streit- und Auseinandersetzungen verbunden und kann diese Verbindung halten.
Da wird es leichter,
Probleme zu klären,
Anstatt zu kämpfen.
Und es hilft auch,
Alte Verletzungen zu heilen.
Die Wirksamkeit dieser Methode hängt auch nicht davon ab,
Ob man daran glaubt oder nicht.
Aber die Wirkung wird sich nur zeigen,
Wenn ihr es macht.
Umarmt euch jeden Tag ein paar Minuten bewusst,
Stehend oder liegend,
Ohne vordergründig sexuelle Absicht.
Wenn daraus Sex entsteht,
Ist das natürlich auch okay.
Beobachtet mindestens eine Woche lang,
Ob sich etwas in eurer Beziehung verändert.
Was fällt dir auf?
Viel Freude wünsche ich und tiefe Erfahrungen beim Umarmen.
Last but not least,
Beziehungsstrategie Nummer 9.
Auch wenn diese Podcast-Episode schon recht lang geworden ist,
Muss ich diesen Punkt unbedingt noch nennen.
Gemeinsame Ziele und Rituale sind für eine lebendige Beziehung so wichtig.
Eine gemeinsame Vision stärkt die Verbundenheit genauso wie Erfahrungen oder Interessen,
Die wir miteinander teilen können.
Frag dich also,
Was gibt es,
Das wir im Hier und Jetzt für uns gemeinsam entdecken könnten?
Vielleicht ist es ein Tanzkurs,
Vielleicht ein neues Hobby wie Klettern oder Tennis.
Oder für was ihr euch sonst so interessiert.
Sucht euch irgendetwas,
Das ihr beide mögt und das ihr regelmäßig zusammen machen oder entdecken könnt.
Und das gilt natürlich auch für gemeinsame Ziele.
Welchen Traum habt ihr?
Oder welchen könnt ihr gemeinsam entwickeln,
Dem ihr zusammen entgegen gehen wollt?
Eine Reise um die Welt?
Why not?
Im Ausland leben vielleicht?
Oder einfach eine Familie gründen?
Gemeinsame Ziele verbinden und es macht außerdem Spaß,
Sich zusammen in die Zukunft hinein zu entwerfen.
Du wirst sehen.
Und hier noch ein paar wichtige Hinweise.
Funktionieren diese Strategien der Annäherung immer?
Nein,
Natürlich nicht.
Wenn die Beziehung zwar noch als Höhle existiert,
Aber innerlich hat sich der Partner oder die Partnerin schon verabschiedet oder die Beziehung ist schon sehr zerrüttet,
Dann wird es wahrscheinlich nicht funktionieren,
Die Gemeinsamkeiten zu verstärken.
Denn da ist ja dann nicht mehr viel,
Was man stärken könnte.
Aber ein Versuch ist es wert.
Warum soll ich denn immer etwas ändern,
Könntest du jetzt auch fragen?
Sollst du nicht.
Aber vielleicht willst du ja den ersten Schritt machen?
Wenn jeder wartet,
Bis der andere ein Friedenssignal sendet,
Wohin soll das führen?
Eben,
Nirgendwohin.
Frag dich also,
Was bin ich aktiv bereit zu tun,
Um die Beziehung zu verbessern?
Wenn es keine Resonanz gibt,
Kannst du immer noch deine Schlussfolgerungen ziehen.
Was,
Wenn mein Partner nicht mitzieht,
Obwohl ich über meinen Schatten springe?
Ja,
Das ist hart.
Aber wenn du wirklich von deiner Seite aus sicher sein kannst,
Dass du dich bemüht hast,
Ihr oder ihm entgegenzugehen,
Um eine Annäherung möglich zu machen und da kommt dauerhaft nichts,
Dann solltest du dir überlegen,
Was du mit dieser Botschaft anfangen möchtest und ob diese Beziehung den Namen überhaupt noch verdient hat.
So ihr Lieben,
Das war sie,
Die Folge 106 des Leben lieben lassen Podcast.
Danke,
Dass du mit an Bord warst.
Wir hören uns,
Wenn du magst,
Bei Leben lieben lassen,
Jeden Sonntag neu.
Ich freue mich auf dich,
Auch in der nächsten Ausgabe.
Bis dahin,
Alles Liebe und spannende Erfahrungen.
Lass es dir gut gehen,
Egal wo du mich gerade hörst.
Deine Claudia.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.8 (26)
