
Das ist das Selbst-Sabotageprogramm für jede Beziehung
Eigentlich ist es total paradox. Wir wollen Konflikte und die damit verbundenen negativen Gefühle mit Menschen, die uns was bedeuten, die wir lieben so gerne vermeiden. Aber genau dieses Vermeiden wollen, das eigentlich eine gute Absicht hat, schafft zwar kurzfristig Ruhe, Problem weg, wird dann langfristig oft zum größten Selbstsabotageprogramm in unseren Beziehungen und ruiniert am Ende vielleicht sogar die Partnerschaft oder die Liebe.
Transkription
Eigentlich ist es total paradox,
So gerne wollen wir Konflikte und damit verbundene negative Gefühle mit Menschen,
Die uns was bedeuten,
Die wir lieben,
Vermeiden.
Aber genau dieses Vermeiden-Wollen,
Das eigentlich eine gute Absicht hat,
Schafft zwar kurzfristig Ruhe,
Problem weg,
Wird dann aber leider langfristig zum größten Selbstsabotage-Programm in unseren Beziehungen und ruiniert am Ende vielleicht sogar die Partnerschaft oder die Liebe.
Das erlebe ich sehr oft in der Paarberatung.
In dieser Folge geht es deshalb um unsere inneren Abwehrmechanismen,
Damit Du Dich selbst und Deinen Partner oder Deine Partnerin darin erkennen kannst und damit Ihr diese Selbstsabotage-Programme aus Eurer Beziehung verbannen könnt.
So kann die Liebe lebendig bleiben.
Leben lieben lassen,
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Herzlich willkommen bei Leben lieben lassen,
Deinem Selbstcoaching-Podcast mit Herz und Verstand.
Ich bin Claudia,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach,
Ich unterstütze Menschen dabei,
Sich selbst und andere besser zu verstehen und gelingende Beziehungen zu führen.
Und da habe ich es natürlich auch immer wieder mit den krassen Selbstsabotage-Programmen zu tun,
Die wir ja alle in irgendeiner Form haben und die als Abwehrmechanismen unseres Selbst dafür sorgen,
Dass wir innere und äußere Konflikte und auch die dabei entstehenden negativen Gefühle gar nicht erst wahrnehmen und dann auch nicht angehen müssen,
Logisch.
Diese Abwehrstrategien wollen uns eigentlich retten,
Aber leider,
Wenn wir sie dauerhaft anwenden,
Schaden sie uns enorm.
Weil was wir wegschieben,
Sich auftürmt und nicht abgeräumt werden kann.
Und in Beziehungen erlebe ich dann immer,
Wie sich Berge aus ungeklärten Themen,
Uralten Verletzungen,
Ungelösten Konflikten und Gefühlen zwischen den Partnern aufgestaut haben,
Das eine unüberwindliche Mauer entstanden ist.
Schluss damit.
In dieser Folge schaffen wir Klarheit.
Ich stelle dir die wichtigsten dieser Beziehungssabotage-Programme vor und wenn du dich dabei ertappst,
Hilft dir das hoffentlich,
Sie abzuräumen.
Unsere Selbstsabotierenden Abwehrmechanismen,
Die sind so wie Diebe,
Habe ich mal gelesen.
Sobald man einen Dieb dabei sieht,
Wie er etwas stiehlt,
Dann ist die Aufklärung eigentlich ganz einfach.
Wenn man den Dieb aber gar nicht gesehen hat,
Dann sieht das schon ganz anders aus.
Und wenn man noch nicht mal merkt,
Dass überhaupt etwas gestohlen wurde,
Dann war das wohl das perfekte Verbrechen.
Wenn mir also nicht bewusst ist,
Welche Selbstsabotage-Strategien ich in der Beziehung fahre und wenn mein Partner das auch nicht weiß,
Dann kann man auch nichts dagegen tun.
Das passiert dann einfach immer wieder und es ruiniert eure Liebe,
Ohne dass ihr das eigentlich wollt.
Einfach,
Weil er sie automatisch macht,
Diese Abwehrstrategien.
Sie sind nicht bewusst,
Sie sind eher so wie Reflexe.
Wir sehen auf diese Weise gar nicht,
Dass wir uns selbst belügen.
Und das tun wir,
Damit wir weiterhin glauben können,
Dass wir wirklich ehrlich zu uns sind.
Ein bisschen verrückt,
Oder?
Deshalb bringen wir jetzt Licht ins Dunkel und enttarnen die wichtigsten Selbstsabotierenden Übeltäter.
Wetten,
Du wirst staunen?
Fangen wir an mit der Abwehrstrategie Verdrängung und Abspaltung.
Frei nach der Vogelstrauß-Taktik,
Ich sehe das Problem nicht,
Dann ist es auch nicht da.
Verdrängung ist für viele von uns ein sehr starker Abwehrmechanismus,
Den wir oft schon in der Kindheit entwickelt haben,
Um uns an die Welt,
Um uns herum,
Die halt nicht immer perfekt ist,
Anzupassen und darin so gut wie möglich zurecht zu kommen.
Wenn Mama und Papa unsere wichtigsten Bezugspersonen,
Der Dreh- und Angelpunkt unserer kleinen Welt sind,
Wenn wir die über alles lieben und von denen ja auch abhängen,
Dann können wir nur schwer aushalten,
Beziehungsweise gar nicht,
Dass diese Menschen uns manchmal auch Angst machen,
Dass sie uns vielleicht anschreien,
Wenn sie genervt sind,
Uns irgendwie kränken,
Bestrafen,
Schlagen vielleicht sogar.
Das zusammenzubringen,
Das schaffen wir nicht als Kind,
Das würde uns zerreißen.
Und wir lösen das Problem,
Beziehungsweise unsere clevere Psyche löst das Problem,
Durch Verdrängung und Abspaltung.
Wir verdrängen negative Erfahrungen ins Unterbewusste,
Spalten schlechte Gefühle ab von unserer Erfahrung und machen uns so ein ideales Bild – von den Eltern,
Von uns selbst,
Vielleicht auch von der Welt.
Das hilft uns innerlich am Guten festzuhalten.
Und das Dunkle,
Das was Angst macht,
Das darf darin nicht vorkommen.
So kann uns die Verdrängung retten als Kind.
Später im Leben werden Verdrängung und Abspaltungen zu tückischen Zerstörern,
Zum Beispiel in Paarbeziehungen.
Denn es ist nun mal so,
Negative Eigenschaften und belastende Energien oder Gefühle verschwinden nicht einfach dadurch,
Dass wir sie irgendwo hinschieben,
Also ins Unterbewusstsein.
Sie sind ein Teil von uns und von anderen auch.
Und wenn wir sie nicht sehen wollen,
Dann werden sie immer wieder auf den seltsamsten Wegen in unser Bewusstsein dringen,
Um endlich mal da sein zu dürfen und integriert zu werden.
Ich denke da zum Beispiel an eine Klientin.
Lisa.
Tolle,
Tiefgründige Frau,
Die aufgrund ihrer kindlichen Prägung so sehr mit dem Muster artiges Mädchen identifiziert ist,
Dass sie immerzu im vorauseilenden Gehorsam versucht,
Alles richtig zu machen,
Zu beschwichtigen,
In ihrem Job,
In ihrer Beziehung,
In ihrem ganzen Leben.
Früher hat sie bei ihrer alleinerziehenden,
Meist gestressten Mutter gelernt,
Dass jedes Widerwort,
Jedes Schwierigsein,
Jedes Nicht-die-Erwartungen-erfüllen mit Liebesentzug bestraft wurde.
So wurde Lisa perfekt dressiert.
Was sie verdrängte,
Verdrängen musste,
War die Tatsache,
Dass die geliebte Mutter,
Zu der sie heute auch eine recht gute Beziehung hat,
Ihr in ihrem eigenen Stress und ungewollt irgendwie auch Gewalt angetan hat.
Dass die Mutter versehentlich verhinderte,
Dass Lisa ihre Autonomie entwickeln konnte,
Ihre Selbstbestimmtheit,
Selbst etwas wollen durfte.
Und was Lisa abspaltete,
War ihre eigene wilde Seite,
Die neugierige Entdeckerin,
Ihre Willenskraft,
Die Freiheit,
Sich vom Leben zu nehmen,
Was sie selbst möchte,
Auch ihre Wut.
Im Erwachsenenalter hat das Lisa nicht nur an eine ungesunde Beziehung geführt.
Auch jetzt steckt sie wieder in so eine ungesunde Dynamik.
Eine Beziehung,
Die emotional missbräuchlich und erniedrigend ist,
Eine Beziehung zu einem Mann,
Der sie klein macht.
Eine Beziehung,
Die nur dann läuft,
Wenn sie das artige Mädchen ist und nicht sie selbst.
Sich daraus zu befreien,
Dieser Weg geht für Lisa nur über die Auflösung ihrer Abwehrstrategie Verdrängung und Abspaltung.
Und glaub mir,
Es ist für Lisa nicht einfach,
Die verdrängten Wahrheiten ihres Lebens zu sehen und die abgespalteten Anteile ihres Selbst und ihre Gefühle wieder zu sich zu nehmen.
Aber sie ist auf dem Weg.
Das Abspalten von Gefühlen,
Das treffe ich übrigens oft,
Aber nicht ausschließlich bei Männern.
Unerwünschte und schwierige Gefühle vom Erlebten abzutrennen und abzuspalten,
Das führt dazu,
Dass man später im Leben oft keinen richtigen Zugang zu seiner eigenen Gefühlswelt hat und sich irgendwie emotionslos oder unbeteiligt fühlt oder auch von anderen so wahrgenommen wird.
Und besonders Jungen wurde ja über viele Generationen hinweg beigebracht,
Dass Indianer keinen Schmerz kennen.
Und auch die Vaterfiguren haben das ja oft vorgelebt.
Männer haben mit Gefühlen nichts am Hut und sie weinen auch nicht,
Ansonsten sind sie schwach.
Manchmal,
Sag ich dir ganz ehrlich,
Bekomme ich Gänsehaut,
Wenn mir solche Männer,
Die so geprägt sind,
Im Gespräch erzählen von ihren verdrängten,
Schmerzhaften Erfahrungen.
Wenn die Tränen fließen,
Wenn sie ihren Schmerz mal zulassen und wenn sie das erste Mal den Raum dafür haben,
Mit ihren damals abgespaltenen Gefühlen in Kontakt zu kommen.
Und manchmal werden sie dann auch von diesen lange verdrängten Gefühlen überwältigt.
Das ist ein sehr intimer Moment,
Der sehr viel mit Vertrauen zu tun hat und er ist so heilsam,
Weil dann innere Integration geschehen kann.
Denn schmerzhafte Gefühle zu verdrängen,
Macht nicht nur den negativen Emotionen weg,
Also nicht spürbar.
Nein,
Es verschüttet den Zugang zu den Emotionen überhaupt.
Und so sind diese Menschen abgeschnitten von einem Teil ihres Selbst.
Diese Gefühle sind natürlich trotzdem da,
Aber sie werden nicht bewusst wahrgenommen und gefühlt.
Und wenn sich genug von diesen unguten Gefühlen unbemerkt angestaut haben,
Dann suchen sie sich irgendwann einen Kanal,
Über Somatisierung zum Beispiel,
Also sie sprechen dann in Form von körperlichen Symptomen oder Krankheiten zu uns.
Oder sie werden rationalisiert.
Rationalisierung ist ein weiterer,
Sehr starker Abwehrmechanismus,
Zu dem wir in dieser Folge später nachkommen.
Aber vielleicht sind Dir auch schon Menschen aufgefallen,
Die auch Beziehungs- oder Gefühlsthemen so emotionslos besprechen,
Als handele es sich dabei um ihre Steuererklärung.
Kommen wir zur zweiten Abwehrstrategie.
Auch Idealisierung und Abwertung sind Teil unserer Selbst-Sabotage-Programme in Beziehungen.
Ich hebe Dich empor oder ich stürze Dich vom Thron.
Über Abwertung und Idealisierung habe ich schon eine ganze Podcast-Folge gemacht,
Die ich Dir gerne nochmal in den Shownotes verlinke,
Denn das kommt sehr,
Sehr häufig in Beziehungen vor.
Fangen wir doch mal an mit der Idealisierung.
Bei der Idealisierung stellen wir einen anderen Menschen auf ein Podest.
Und wir schauen zu diesem Menschen hinauf.
Das kann ganz verschiedene Gründe haben und unterschiedliche innere Konflikte abwehren.
Als Kind zum Beispiel müssen wir unsere Eltern idealisieren in unserer Innenwelt,
Weil wir ja von ihnen abhängen.
Und wenn wir sie auf ein inneres Podest stellen,
Dann können wir daran glauben,
Dass sie gut sind und uns lieben und nur das Beste für uns wollen.
Wenn das so ist,
Prima.
Wenn es nicht ganz so ist,
Dann hilft uns die Idealisierung,
Zumindest innerlich so zu tun,
Als wäre es so.
Aber wir können als Erwachsene auch andere Menschen idealisieren,
Zum Beispiel passiert das oft Therapeuten,
Ärzten oder spirituellen Gurus,
Die wollen das manchmal sogar.
Und wenn wir sie dann idealisieren,
Dann hoffen wir,
Dass diese Menschen uns von unserem Leid erlösen werden,
Denn sie sind ja groß und mächtig.
Wir schreiben diesen Menschen aufgrund ihres Status noch mehr positive Eigenschaften zu,
Als sie haben,
Weil wir dann so schön in der Illusion bleiben können,
Dass sie uns retten werden oder wir,
Auch das kommt vor,
Unsere Verantwortung an sie abgeben können.
Auch mir passiert es tatsächlich manchmal,
Dass jemand mich durch Idealisierung regelrecht verehrt und Wunder von mir erhofft.
Das fühlt sich gar nicht gut an und ich weiß natürlich,
Dass dieser Mensch das unbewusst macht.
Vorsichtig und freundlich gebe ich dann die Verantwortung wieder zu diesem Klienten oder dieser Klientin zurück und bringe mich auf Augenhöhe.
Denn wenn ich groß bin und machtvoll,
Dann bleibt doch der Klient klein und hilflos.
So kann ich gar keine wirkliche Unterstützung sein.
Ich bleibe hinter meinen Klienten,
Damit sie selbst nach vorne in ihre Größe kommen können.
Und manchmal bin ich natürlich auch an ihrer Seite.
Und das ist übrigens auch der Grund,
Warum ich jegliches Gurutum absolut schrecklich finde.
Es gibt viele tolle,
Inspirierende Lehrer,
Denen ich folge.
Nehme ich deshalb alles,
Was dieser Mensch von sich gibt,
Wie ein Mantra?
Nein,
Das mache ich natürlich nicht.
Ich nehme das mit,
Was mich inspiriert,
Ich habe große Wertschätzung,
Aber ich sehe auch,
Da ist ein Mensch,
Der hat wie du und ich auch seine Dellen im Selbst und wer wirkliche Größe hat,
Der weiß das auch.
Ich nehme also nur mit,
Was mich inspiriert und den Rest lasse ich einfach da.
Und ich würde mir wünschen,
Dass du das auch so machst.
Auch in diesem Podcast hier.
Okay,
Kommen wir zurück zur Idealisierung.
Das kommt oft vor in der Paarberatung.
Zum Beispiel auch beim Thema Fremdgehen und Affären.
Stell dir vor,
Da sitzt so ein Mann vor mir,
Der todunglücklich ist,
Weil ihn seine Frau mehr als ein Jahr lang mit seinem besten Freund betrogen hat.
Jeder,
Der selbst schon mal in so einer Situation war,
Der weiß,
Wie es einem den Boden unter den Füßen wegzieht,
Wenn das dann alles herauskommt und wenn das alles über einen hereinbricht.
Eine Welle von Angst,
Entsetzen,
Ohnmacht,
Ungläubigkeit und Wut überrollt einen.
Und dieser Mann,
Dieser Klient,
Von dem ich hier rede,
Der hatte seine Gefühle abgewährt durch Idealisierung.
Er hat mir wirklich allen Ernstes erzählt,
Und es war natürlich die Geschichte,
Die er sich selbst erzählt hat,
Dass seine Frau nichts dafür kann.
Der böse Freund war es,
Der sie verführt hat.
Und übrigens,
Das sei ein Narzisst.
Und seine Frau sei einfach so gutgläubig und auch etwas naiv.
Und so sei sie ihm auf den Leim gegangen.
Diese Idealisierung seiner Frau,
Bei der alles,
Was er nicht wahrhaben will,
Abschneidet,
Bis nur noch ein perfektes Bild übrig bleibt,
Hilft diesem Klient im Sinne einer Abwehrstrategie.
Das innere Bild seiner Beziehung und auch das von seiner Frau unangetastet und heil zu lassen,
Damit er an seiner Liebe festhalten kann.
Stattdessen schiebt er alle Verantwortung zum Freund rüber,
Der der böse Mensch und Verführer ist.
Dieser Freund,
Der muss die Bad Bank werden,
Der Hort des Bösen,
Damit seine Frau in seinen Augen reinbleiben kann.
Natürlich ist es eine Katastrophe von diesem Freund,
Aber ich hoffe,
Du verstehst,
Was ich meine.
Diese Übertreibung der Verantwortung auf der einen Seite und das komplette Ignorieren einer Verantwortung auf der anderen Seite,
Das ist Selbstbetrug aus innerer Not und es wird auch seiner Frau absolut nicht gerecht.
Denn die ist doch kein kleines Rehlein,
Dass es jeder sich mal einfach eben unter den Arm klemmen kann.
Diese Frau hat,
Ganz wertungsfrei,
Ein Jahr lang wieder und wieder aktiv eine Zweitbeziehung geführt.
Und sie hat es so entschieden,
Jedes einzelne Mal und ich bewerte das überhaupt nicht,
Aber ohne das realistisch zu sehen,
Werden die beiden ihr Beziehungsthema nicht lösen können.
Und außerdem macht dieses Bild auf dem Podest seine Frau eigentlich klein,
Weil was sagt das denn über sie aus,
Wenn einfach jeder kommen kann und ihr Gehirn umprogrammiert?
Ist natürlich übertrieben,
Aber ich hoffe,
Du weißt,
Was ich meine.
Ganz vorsichtig habe ich den Klienten dabei unterstützt,
Seine Idealisierung aufzugeben und sich die Wahrheit über seine Beziehung anzuschauen,
Die schon lange aus der Spur geraten war.
Was er,
Oh Wunder,
Nicht hatte sehen wollen.
Idealisierung.
Seine Frau hatte es schon bemerkt und sie hatte für sich einen Notausgang genommen.
Und hier merkt man auch,
Wie die Abwehrstrategien ineinandergreifen und sich überlagern.
Ein ganz ähnlicher Mechanismus,
Nur in die andere Richtung,
Ist die Abwertung.
Praktisch das Gegenstück der Idealisierung.
In diesem Falle war es der böse Freund,
Der abgewertet werden musste,
Damit in der inneren Wirklichkeit des Klienten die Frau idealisiert werden konnte.
Abwertung kommt auch im Streit und Beziehungen wahnsinnig häufig vor.
Wir erheben uns dann über andere,
Indem wir sie kleiner machen,
Zynisch oder gemein sind oder meckern und kritisieren,
Was das Zeug hält.
Wir führen uns dadurch selbst ein bisschen besser,
Wenn wir das tun.
Denn dadurch fühlen sich die eigenen Mängel und Probleme gleich ein bisschen weniger schlimm an.
Wir können damit herrlich davon ablenken.
Ganz böse Falle.
Deshalb gehört das auch zu den apokalyptischen Reitern,
Die jede Beziehung zerstören.
Die apokalyptischen Reiter der Paarbeziehung,
Wenn dich das interessiert,
Dann hör da noch mal in dieser Episode rein,
Das ist wirklich sehr,
Sehr spannend und auch diese Folge verlinke ich dir in den Shownotes.
Abwehrmechanismus Nr.
3 Projektion,
Verschiebung und Schuldumkehr Was ich an mir selbst ablehne oder nicht sehen will,
Projiziere ich auf dich und bekämpfe es dort.
Das ist der Klassiker aller Beziehungskatastrophen.
Mit mir hat das alles nichts zu tun,
Der andere ist das Problem.
Bei diesem beliebten und wirklich sehr,
Sehr verbreiteten Abwehrmechanismus projizieren wir das,
Was wir an uns selbst nicht wahrhaben wollen oder was wir an uns selbst ablehnen,
Also Eigenschaften und Verhaltensweisen,
Auf unser Gegenüber,
So als würden wir den anderen mit einem Scheinwerfer anstrahlen.
Wir strahlen also unser Problem,
Ohne dass wir das merken,
Auf den anderen und das,
Was wir dann auf ihn oder sie projiziert haben,
Das bekämpfen und kritisieren wir dann an dieser Person.
Klingt seltsam,
Ich weiß,
Aber glaub mir,
Wir alle tun das oder haben es schon getan und besonders dann,
Wenn wir nicht bewusst sind.
Nie bist du für mich da,
Immer lässt du mich alleine,
Heißt es dann im Streit.
Du beachtest mich überhaupt nicht,
Ist auch so ein Paradebeispiel.
Okay,
Sage ich dann,
Du fühlst dich also nicht richtig wahrgenommen mit deinen Bedürfnissen in deiner Beziehung?
Ja genau,
Er sieht mich einfach nicht,
Nimmt nur Rücksicht auf das,
Was mir wichtig ist.
Hm,
Das tut sicher sehr weh.
Ich verstehe total,
Dass du dir mehr Aufmerksamkeit wünschst.
Und wenn ich dich jetzt fragen würde,
Wie denn das bei dir ist,
Wie du zu dir selbst bist bei diesem Thema,
Ob du das,
Was du dir von deinem Partner wünschst,
Auch dir selbst gibst,
Was würdest du dann sagen?
Schenkst du dir Aufmerksamkeit?
Beachtest du dich selbst und deine Bedürfnisse?
Hörst du dir zu?
Siehst du,
Was dir wirklich wichtig ist und trittst dann dafür ein?
Nein,
Das ist es ja gerade.
Ehrlich,
Das kennen wir alle,
Oder?
Aber die Projektion hat noch viel,
Viel mehr Gesichter.
Wenn wir beispielsweise jemand sind,
Der eher ruhig und zurückhaltend ist,
So wie Lisa in meinem ersten Beispiel,
Dann haben wir vielleicht die frechen,
Vorwitzigen,
Lauten Anteile in uns verdrängt oder sie abgespalten.
Und so kann es sein,
Dass wir die neue Kollegin sehr,
Sehr anstrengend finden,
Die temperamentvoll und lachend durchs Büro turnt,
Mit jedem flirtet und sogar der Chefin einen frechen Spruch drückt.
Was für ein Aufreger,
Da bleibt eigentlich nur nach Lästern oder mit dem Zeigefinger winken.
Wir verurteilen diese Menschen dann dafür,
Dass sie Eigenschaften und Verhaltensweisen so schamlos ausleben,
Die wir selbst nicht ausleben,
Weil unser Muster sagt,
Dass sie nicht da sein dürfen.
Beim Sex ist das auch ein ganz herrliches Thema.
Wie kann man nur,
Hören sich zum Beispiel Paare an,
Die mit offener Beziehung,
Partnertausch,
Swingerclub,
BDSM oder anderen Sachen experimentieren.
Die reden oft nicht so darüber,
Weil sie keine Lust auf diese künstliche Empörung haben,
Die das oft hervorruft.
Aber ehrlich,
Wir sind doch erwachsen,
Jeder kann doch den Sex haben,
Den er freiwillig haben möchte.
Und solange das alle Beteiligten wirklich wollen,
Und damit niemandem Gewalt angetan wird,
Der das nicht will oder der sich nicht wehren kann,
Wozu braucht es denn da so eine Laola-Welle der Empörung?
Kurioserweise,
Das kannst du mal beobachten,
Sind es oft die Menschen mit einer ungelebten oder nicht entwickelten eigenen Sexualität,
Die ihren Mangel so kompensieren,
Dass sie sich tierisch über die Freizügigkeit oder die Liebesspiele anderer aufregen,
Sie verurteilen und sich maßlos echauffieren.
Sie geilen sich daran auf,
Könnte man auch sagen.
Womit wir dann auch schon bei der Verschiebung wären,
Auch so eine Abwehrstrategie.
Bei der Verschiebung werden angestaute,
Meistens aggressive und feindselige Gefühle an Ersatzpersonen entladen,
Die weniger bedrohlich erscheinen und weniger Macht haben.
Stellen wir uns zum Beispiel vor,
Ich habe das in meiner Kindheit oft erlebt,
Ein Mann hat auf seine Arbeit Stress mit seinem Chef,
Er fühlt sich ungerecht behandelt,
Er hat einen richtigen Groll gegen den Chef entwickelt,
Aber den kann er nicht zum Ausdruck bringen.
Und er findet überhaupt keine Möglichkeit,
Irgendwie mit seiner Wut umzugehen.
Dann geht dieser Mann nach Hause und lässt seinen Frust abends an seinem Kind aus und brüllt deswegen jeder Kleinigkeit an.
Das Kind bezieht das natürlich auf sich und leidet entsetzlich.
In manchen Fällen geht es sogar so weit,
Dass dann solche Kinder wiederum ihre Wut und ihr Gefühl von Ungerechtigkeit an anderen auslassen,
An Schwächeren,
An Mitschülern,
Die sie mobben oder irgendwie aggressiv werden.
Ein ganz,
Ganz trauriger Kreislauf,
Der an so vielen Stellen unserer Gesellschaft zu beobachten ist.
In unseren Beziehungen die Introjektion.
Es liegt alles an mir,
Der Täter bin ich.
Der Abwehrmechanismus Introjektion ist genau das Gegenteil zur Projektion,
Bei der eigene innere Anteile auf andere geschoben werden.
Bei der Introjektion nehmen wir alles,
Was wir im Außen als angstmachend oder bedrohlich finden,
Also zum Beispiel schwierige Verhaltensweisen von anderen,
Aber auch deren Überzeugungen und Werte,
Zu uns.
Wir machen das zu einem Teil von uns selbst.
Nicht etwa,
Weil uns das irgendwie gefallen würde,
Sondern weil es den anderen weniger bedrohlich macht,
Wenn wir auch so sind.
Wir verbünden uns quasi innerlich.
Dadurch wehrt sich unsere Psyche gegen äußere Bedrohungen und Gefühle wie Angst,
Hilflosigkeit und Ohnmacht oder ausgeliefert sein.
Der Trick dabei,
Indem wir die äußere Bedrohung zum Beispiel einem Täter oder Angreifer zu einem Teil unseres Selbst machen,
Wird diese als weniger gefährlich empfunden.
Und das heißt in der Psychologie Täter-Introjekt oder auch Identifizierung mit dem Täter.
Natürlich,
Das passiert unbewusst und zeigt sich bei vielen Menschen zum Beispiel in Form eines sehr,
Sehr starken inneren Kritikers.
Wenn ich den inneren Kritiker mit meinen Klienten visualisiere,
Ist es ein nicht seltenes Bild des eigenen autoritären Vaters,
Das auftaucht,
Oder eines gefürchteten Lehrers oder irgendeiner anderen Autoritätsperson aus der Kindheit.
Oft redet dann auch unser innerer Kritiker in genau dem gleichen Ton und mit den gleichen Worten,
Mit denen wir damals in unserer Kindheit kritisiert,
Abgewertet und bestraft wurden.
Und leider ist es auch so,
Dass Kinder aus dysfunktionalen Familiensystemen,
Wo Vernachlässigung,
Gewalt oder emotionaler oder körperlicher Missbrauch stattgefunden haben,
Die Stimme ihrer Peiniger internalisieren und später selbst in dieser ablehnenden Einstellung mit sich in aller Härte sprechen.
Auch hier habe ich schon eine ganze Folge dazu gemacht.
Unter dem Titel Achte darauf,
Wie Du mit Dir sprichst,
Denn Du hörst Dir zu.
Da geht's um Deinen inneren Dialog.
Hör Dir einfach mal bei Deinem inneren Dialog zu,
Verfolge einen Tag lang mal,
Wie Du mit Dir selbst sprichst.
Ich sag's Dir gleich,
Das kann sehr erschreckend sein.
Das ist die Stimme Deines inneren Kritikers,
Ein Introjekt,
Das Du mit Dir herumschleppst.
Und wie gesagt,
Dazu gibt's eine Podcast-Episode und die verlinke ich Dir auch in den Shownotes.
In Paarbeziehungen ist es oft so,
Dass die Introjektion sich zeigt als so eine Art Zermürbung über den eigenen Anteil in einem Geschehen.
Da ist jemand,
Der alle Schuld,
Alle Verantwortung an dem Problem zu sich nimmt.
Der andere kann nichts dafür.
Wenn eine Klientin,
Milena,
Mir zum Beispiel erzählt,
Dass ihr Partner sie demütigt,
Anschreit,
Verbal erniedrigt,
So dass mir schon beim Hören schlecht wird,
Und dass Milena mir dann sagt,
Aber er hat doch irgendwie auch recht,
Ich hab ihn ja auch getriggert,
Weil ich das Thema angesprochen habe.
Das hört er nicht so gerne,
Das hat ihn verletzt.
Sie nimmt alles zu sich,
Gibt sich die Schuld,
Weil sie das so gewohnt ist.
Sie sieht seinen Anteil gar nicht.
Das war schon in ihrer Kindheit so.
Durch die Abwehrstrategie der Introjektion versucht sie unbewusst ihren Partner in einem guten Licht dastehen zu lassen,
Damit sie weiter an der Beziehung zu ihm festhalten kann.
Das ist eine direkte Einfahrt in eine toxische Beziehungsdynamik.
Es hat eine Weile gedauert,
Dass sie das in sich auflösen konnte,
Aber sie hat das Introjekt erkannt und sich vor einer Weile aus dieser Beziehung lösen können.
Selbstsabotage-Strategie Nummer 5.
Rationalisierung,
Bagatellisierung,
Intellektualisierung.
Mit dem Killersatz,
Man darf das auch nicht überbewerten.
Die Rationalisierung ist tückisch und ich habe sie schon angedeutet bei der ersten Abwehrstrategie Verdrängung,
Weil die beiden gerne Hand in Hand gehen.
Rationalisieren bedeutet,
Dass man alles,
Das wehtun könnte – Gefühle,
Konflikte,
Innerliche Befindlichkeiten – von der emotionalen auf die sachliche Ebene transportiert und dort analysiert und argumentiert,
Was das Zeug hält,
Ohne dass es einen innerlich irgendwie berühren muss.
Das verdeckte Ziel ist natürlich auch hier unbewusste Schmerzvermeidung.
Bei Beziehungskonflikten kann das auch bedeuten,
Man erhebt sich über den Partner,
Wischt sein Problem vom Tisch,
Der andere steht da wie ein Depp und ist mit dem Beziehungsthema ganz allein.
Eine Lösung wird so verhindert,
Vom hohen intellektuellen Ross aus.
Rationalisierung wird häufig auch nachträglich angewandt,
Um bereits geschehenes Verhalten durch logische Gründe zu rechtfertigen,
Obwohl sie vielleicht von spontanen Gefühlen ausgegangen ist.
Ich konnte damals nicht anders,
Weil die Umstände,
Der Bodennebel oder die anderen so oder so waren.
Nein,
Wir konnten damals nicht anders,
Weil wir es nicht besser wussten und deshalb nicht anders gemacht haben.
Manchmal zeigt sich Rationalisierung oder auch Intellektualisierung auch als erhobener Zeigefinger,
Mit dem Partner oder Partnerin belehrt werden,
Über das Richtig und Falsch des eigenen Verhaltens.
Ganz häufig treffe ich das an,
Wenn Menschen in abhängigen Beziehungen oder ungesunden Beziehungsdynamiken schon lange drinstecken.
Da wird gerne mal diagnostiziert,
Was das Zeug hält.
Zum Beispiel lebt eine Klientin seit Jahren in einer Beziehung,
Bei der sie in einer starken emotionalen Abhängigkeit steckt.
Alle Versuche,
Grenzen zu setzen und sich selbst zu behaupten,
Sind bis jetzt gescheitert.
Sie leidet sehr,
Dennoch hält sie an dieser Beziehung fest.
Jetzt hat sie bei ihrem Partner narzisstische Züge erkannt und das ist nun ihre neue Erlösung.
Jetzt stürzt sie sich in alles Wissen,
Was mit Narzissmus zu tun hat.
Und erstmal ist das ja auch nicht schlecht für die Selbsterkenntnis.
Aber diese Klientin verwendet nun das Wissen dazu,
Sich alles zu erklären,
Was er tut.
Sie rationalisiert das Verhalten,
Anstatt dem Verhalten zu begegnen.
Anstatt zu handeln und sich zu wehren oder vielleicht auch zu lösen.
Aber durch das Rationalisieren,
Sein Verhalten zu interpretieren,
Fühlt sie sich ein bisschen besser.
Sie leidet so weniger.
Vermeintlich.
In Wirklichkeit bleibt natürlich alles,
Wie es ist.
Denn die Rationalisierung hilft ihr einfach nur,
Den Schmerz besser auszuhalten.
Und sie glaubt natürlich,
Wenn er das nur verstehen könnte,
Dann würde alles gut werden.
Das ist natürlich eine Illusion.
Und wenn man gleich ein ganzes Verhalten oder ein Gefühl für eine Störung erklärt,
Dann handelt es sich um eine Sonderform,
Das Pathologisieren.
Der Chef,
Der immer schlecht drauf ist,
Der hat dann schnell mal eine klinische Depression.
Die Kollegin,
Die gerne im Rampenlicht steht,
Der wird eine narzisstische Persönlichkeitsstörung angehängt.
Das ist ein echtes Totschlagargument.
Bagatellisieren gehört für mich übrigens auch zu diesem Formenkreis.
Du hast doch kein Problem.
Stell dich mal nicht so an.
Was soll das?
Auch in Beziehungen wird die Bagatellisierung gerne verwendet,
Um das Problem von Partnerin oder Partner kleiner zu machen oder für unwichtig zu erklären,
Um sich so dem Konflikt und der eigenen Verantwortung nicht stellen zu müssen.
Der andere läuft mit seinem Thema als Lehrer und irgendwann stirbt die Liebe daran.
Na,
Fühlst du dich ertappt?
Und vielleicht habt ihr es auch zusammen getan,
Euch diese Folge angehört?
Gut so,
Jetzt kannst du die Abwehrstrategien nie wieder nicht sehen.
Versprochen.
Ich habe hier die fünf wichtigsten selbst-sabotierenden Beziehungsabwehrstrategien vorgestellt.
Manche habe ich auch zusammengefasst.
Es gibt noch viel,
Viel mehr.
Sigmund Freud war es,
Der sie als Erste entdeckt hat und später wurden sie ergänzt.
Insgesamt sind es 20.
Ich habe hier nur ein paar rausgegriffen,
Die besonders häufig in Beziehungen sind und ihre nachhaltig zerstörerische Kraft dort entfalten.
Außerdem gibt es noch Sublimierung,
Verleugnung,
Somatisierung,
Kompensation,
Regression,
Ungeschehen machen und Reversion,
Die Verkehrung ins Gegenteil.
Auch da ist alles unbewusste Schutzstrategien,
Mit denen wir uns selbst und unsere Beziehungen sabotieren.
Aber bitte nicht erschrecken.
Wie bei allem im Leben macht dir die Dosis das Gift.
Abwehrmechanismen sind Rettungsstrategien,
Wie ich das schon gesagt habe,
Aus deiner Vergangenheit.
Sie wollen dich beschützen,
Eigentlich.
Sie haben dir früher eine bestmögliche Anpassung garantiert und das war gut so,
Glaub mir.
Du hast sie gebraucht,
Um gut mit dem klarzukommen,
In das du hineingeboren wurdest.
Das geht uns allen so.
Verachte dich also bitte nicht dafür.
Erkenne deine Rettungsstrategien an.
Und auch,
Dass du heute nicht mehr gerettet werden musst und deshalb aus dem Autopiloten aussteigen willst und darfst.
Manchmal ist es ja auch gut,
Nicht bei jedem Problem gleich anzuspringen und loszulegen.
Manche Dinge erledigen sich tatsächlich von selbst.
Von daher,
Erst wenn die Abwehrmechanismen die Überhand gewinnen,
Wenn sie ein Automatikmodus werden,
Wenn sie eine Extremform annehmen,
Dann kommt es zu den beschriebenen Schwierigkeiten.
Dann machen sie die Liebe und die Beziehung kaputt.
Das Leben ist Balance.
Immer.
Ein bisschen Abwehr brauchen wir und sie ist okay.
Aber wenn sie dich steuert,
Wenn sie dich handlungsunfähig und konfliktscheu macht,
Dann wird sie zur Selbstverhinderung und zum Beziehungskiller.
Weil wir dann einen echten Kontakt zu uns selbst und anderen verhindern.
Weil wir unsere Liebsten,
Unsere Partner gar nicht so sehen,
Wie sie sind,
Sondern immer nur durch die Brille unserer Abwehrstrategien.
Und es ist auch so,
Je mehr wir zu uns selbst kommen,
Wir selbst werden,
Integrieren,
Was zu uns gehört und loslassen,
Was wir für andere getragen haben.
Unfreiwillig.
Desto überflüssiger werden auch unsere Abwehrmechanismen.
Dann können wir uns und andere so sehen,
Wie wir sind.
Menschen eben.
Mit all ihren Facetten.
Und das wünsche ich dir von Herzen,
Deine Claudia.
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