
Das Nicht-Genug-Syndrom
by Tanja Köster
Dies ist eine weitere Meditation aus der Reihe "Aus dem Leben ". Gesprochen wie es spontan gesagt werden wollte, ungeschnitten und mit allem was so drum herum passiert. Heute teile ich meinen Gedanken über das "Nicht genug ". Ohne Lösungsvorschlag und mit Aufmerksamkeit.
Transkription
Hallo,
Moin sage ich,
Weil das im Emsland für jede Tageszeit gilt.
Bei mir ist es gerade Morgen,
Halb neun,
Sonntag,
Aber das Thema,
Das sich heute bei mir aufgetan hat,
Als ich Tagebuch geschrieben habe,
Ist das Nicht-Genug-Syndrom.
Ich hatte zwei Kids zur Übernachtung hier,
Freunde für meine beiden eigenen Kids,
Und hatte dann beschlossen,
Dass wir schwimmen gehen.
Jetzt habe ich eine Freundin,
Die hat ein Privatsee,
Und da konnten wir hingehen,
Also es war,
Entschuldigung,
Besonders schön.
Und es war genau das,
Was ich wollte.
Aber dann habe ich ja nicht genug im Garten gearbeitet.
Und dieses Nicht-Genug ist so ein Grundgefühl.
Nicht genug Ordnung in der Wohnung,
Nicht genug im Garten gearbeitet,
Nicht genug Zeit mit den Kindern verbracht,
Nicht genug Spaß gehabt,
Nicht genug geschlafen,
Nicht genug Zeit auch sehr beliebt.
Und wir stecken da so fest drin,
Dass wir noch nicht mal merken manchmal,
Dass es wieder dieses Nicht-Genug-Syndrom ist.
Und dann gibt es so Affimationen,
Die sagen,
I am enough,
I am enough,
Also ich bin genug.
Glauben wir wirklich daran?
Indem wir das nur sagen,
Die Affimationen auch mit Gefühl und wirklich mit Zeit sagen,
Verinnerlichen und dann im nächsten Moment wieder herumhasten,
Uns diese 15 Minuten genommen haben für eine Meditation und dann wieder weiterlaufen,
Den Tag hinter uns bringen,
Als wäre es etwas,
Was man abhaken müsste.
Und wie schnell sind wir da immer drin in diesem Zeitschema.
Und selbst auch mit Dingen,
Die wir lieben,
Wie mit den Kindern schwimmen zu gehen.
Etwas,
Was ich aus tiefster,
Tiefster Seele mag und genieße.
Und wenn ich das dann tue,
Merkt es an mir,
Ja,
Aber du wolltest noch.
Ich denke,
Es ist ganz wichtig,
Dieses Nicht-Genug aufzuspüren und es auch auszuhalten.
Denn gerade jetzt ist es Sommer,
Meine Lieblingsjahreszeit,
Da warte ich drauf,
Weil im Winter gibt es ja nicht genug Wärme,
Nicht genug Licht,
Nicht genug Zeit,
Um draußen zu sein.
Und jetzt ist von alledem da und es wandelt sich.
Nicht genug Zeit,
Nicht genug Zeit,
Meinen Garten perfekt zu gestalten und so weiter und so fort.
Also Garten,
Merkt ihr,
Ist ein ganz großes Thema,
Wo es sich bei mir dran festsetzen kann.
Wo setzt es sich bei euch fest?
Wo tritt dieses Nicht-Genug bei euch auf?
Und wollen wir uns ab heute auf die Spur machen,
Auf die Suche machen und dann dieses Gefühl einfach mal auszuhalten?
Bei mir macht es so um mein Herz herum ein bisschen höher,
So über der Brust,
Über dem Busen,
So ein enges Gefühl.
Und ich kann mir das auch nicht wegreden.
Also fange ich an,
Beschließe ich es,
Jetzt auszuhalten.
Lass uns für eine gute Minute in dem Nicht-Genug sitzen.
Atme tief ein.
Und nochmal.
Das war schwer auszuhalten,
Aber wir haben es ausgehalten.
Wir haben es uns angeschaut.
Und jetzt kannst du,
Wenn du magst,
Die Finger bewegen,
Vielleicht sogar aufstehen und dich schütteln.
Zehen wackeln,
Das mache ich immer besonders gerne.
Und wenn dieses Gefühl,
Wenn wir uns wieder ertappen bei diesem Gefühl Nicht-Genug,
Vielleicht nehmen wir uns dann diese eine Minute Zeit wieder,
Um das zu spüren,
Ohne es zu bewerten.
Und wenn wir es immer und immer und immer wieder spüren und es dann entlassen,
Dann wird es vielleicht nicht heute,
Nicht morgen,
Aber über morgen ein bisschen weniger und weniger werden.
Und dann können wir das erreichen,
Was wir eigentlich wollen dahinter.
Nämlich in hier und jetzt sein.
Hab einen ganz,
Ganz schönen Tag.
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