
Gottes Geist empfangen und weitergeben
Der Heilige Geist ist die universale Lebenskraft Gottes, die den Menschen lebendig macht. In dieser Meditation wird der Heilige Geist einerseits empfangen und andererseits weitergeben. Es ist praktisch eine "Meta" Meditation zu Pfingsten, zur Lebenskraft Gottes. Der Satz, der uns dabei begleitet ist: Einatmend empfange ich Gottes Geist. Ausatmend sende ich Gottes Geist. Und dabei denken wir besonders an die Menschen, denen wir diesen Geist des Lebens schicken wollen.
Transkription
Herzlich willkommen zur christlichen Meditation.
In der Schöpfungsgeschichte der Bibel wird der Mensch lebendig,
Die Seele,
Der Geist und der Körper des Menschen mit Leben erfüllt durch den Lebensatem Gottes.
Als Jesus sich von seinen Freundinnen und Freunden verabschiedet,
Haucht er sie mit den Worten an,
Empfangt den heiligen Geist.
Das feiern wir an Pfingsten.
Aber der Geist Gottes ist kein Besitz.
Gottes Lebendigkeit und Lebenskraft wird in und durch die Menschen weitergegeben.
Und das wollen wir heute auch tun.
Bei der Meditation wird uns der Satz begleiten,
Einatmend empfange ich Gottes Atem,
Seine Lebendigkeit und seinen Geist.
Und ausatmend sende ich Gottes Atem,
Lebendigkeit und seinen Geist zu einem Menschen,
Der mir in diesem Moment in den Sinn kommt.
Denke dabei sowohl an dir nahe Menschen,
Aber ruhig auch an Menschen,
Denen du vielleicht nur auf der Straße oder beim Einkaufen begegnest.
So wird dein Herz von der Weite und Großzügigkeit Gottes erfüllt und du bist eingebettet in seine Lebendigkeit und spürst all dieses Leben um dich herum.
Kürzer kannst du denken und sagen,
Einatmend empfange ich Gottes Geist,
Ausatmend sende ich Gottes Geist.
Und nun nimm bitte eine gute Haltung ein für die Meditation,
Aufrecht und entspannt.
Der Klang der Klangschale wird uns in die Stille führen.
Um jetzt gut auf meinem Platz anzukommen,
Spüre ich noch einmal die Erde unter meinen Füßen oder der Unterlage,
Auf der ich sitze und atme dreimal tief ein und aus und vertraue mich mit jedem Ausatmen mehr der Erde an,
Die mich trägt.
Aus diesem Halt heraus folge ich meiner Aufrichtung nach oben und verbinde mich über meinen höchsten Punkt,
Dem Scheitel oder dem Kronenpunkt mit dem weiten Raum,
In den ich aufgerichtet bin,
In meiner ganzen Würde.
Meine Hände ruhen geöffnet in meinem Schoß.
Ich nehme noch einmal all die Geräusche wahr,
Die im Außen sind.
Und nun lasse ich diese Geräusche so wie sie sind und richte mein Hören,
Mein Sehen und mein Spüren ganz nach innen.
Ich spüre in meinen Körper hinein,
So wie er jetzt da ist.
Und ich spüre zunächst in meine Füße meine Unterschenkel,
Die Knie,
Die Oberschenkel und meine Hüftgelenke.
Von dort aus erspüre ich meinen Bauch- und Beckenbereich,
Sammle die Aufmerksamkeit bei meinem Becken,
Mitte meines Körpers und gehe zu meinem Kreuzbein.
Meine Mitte mit meiner Aufrichtung verbindet.
Vom Kreuzbein aus spüre ich in meine Wirbelsäule.
Ich gehe Wirbel für Wirbel nach oben und nehme auch die Räume zwischen den einzelnen Wirbeln wahr.
Von der oberen Wirbelsäule aus spüre ich in meinen Brustraum,
In dem mein Atem kommt und geht und mein Herz lebendig schlägt.
Ich sammle meine Aufmerksamkeit bei meinen Schultern,
Die jetzt in dieser Meditation nichts zu tragen haben.
Ich spüre meine Oberarme,
Die Ellenbogen,
Die Unterarme und die Hände.
Geöffnet liegen sie auf meinem Schoß,
Bereit zu empfangen.
So lasse ich meine Hände,
Gehe über meine Arme zurück zu den Schultern und erspüre meine Halswirbel,
Meinen Hinterkopf und sammle meine achtsame Konzentration bei meinem Scheitelpunkt oder meinem Kronenpunkt und spüre noch weiter über mich hinaus in den weiten Raum,
In den ich aufgerichtet bin in meiner ganzen Würde.
Mit dieser Weite kehre ich zurück zu meinem Körper und erspüre mein Gesicht,
Beginne bei meiner Stirn,
Erspüre meine Augen und den Raum hinter meinen Augen,
Streiche mit meiner Aufmerksamkeit über meine Wangen bis hin zu meinen Ohren,
Spüre meine Kiefergelenke,
Die jetzt nichts halten müssen,
Spüre zu meinen Lippen,
Die ganz leicht aufeinander liegen und im Mund Raum entsteht,
In dem meine Zunge ruhen kann.
Nun erspüre ich meinen Körper noch einmal im Ganzen,
Wie er jetzt hier ist,
Getragen von der Erde und aufgerichtet in den Himmel.
Nun achte ich ganz bewusst nur noch auf meinen Atem,
Ohne ihn zu verändern,
Beobachte einfach,
Wie er einströmt und wieder ausströmt.
So ist mein Atem,
Der mir geschenkt ist von Beginn an.
Mein Atem,
Der Himmel und Erde verbindet,
Oben und unten.
Mein Atem,
Der mich mit Lebendigkeit erfüllt.
So verbunden mit meinem Atem wende ich mich an den größeren Atem,
Dem ich mich verdanke.
Gott,
Lebendiger Atem und Geist dieser Welt,
Atme in mir und durch mich hindurch.
Sei du meine Lebendigkeit und verbinde mich mit allem,
Was lebt.
Nun lege ich eine Hand auf mein Herz und spüre bei jedem Einatmen,
Wie der Atem die Lebendigkeit der Geist Gottes mein Herz erfüllt und durchströmt.
Die andere Hand bleibt geöffnet und durch sie spüre ich bei jedem Ausatmen,
Wie Gottes Atem,
Seine Lebendigkeit und sein Geist und seine Kraft zu den Menschen fließt,
Die ich ihm nenne.
Einatmend empfange ich Gottes Geist und ausatmend sende ich Gottes Geist.
Zu diesem Gedanken kehre ich immer wieder zurück.
Einatmend empfange ich Gottes Geist,
Ausatmend sende ich Gottes Geist.
Wenn Gedanken kommen,
Was ganz natürlich ist und mich ablenken,
Dann nehme ich auch in diese Gedanken hinein Gottes Geist und kehre zu meinen Worten und zu meinem Atem ganz sanft und liebevoll wieder zurück.
Einatmend empfange ich Gottes Geist,
Ausatmend sende ich Gottes Geist an die Menschen,
Die mir einfallen.
Einatmend empfange ich Gottes Geist,
Ausatmend sende ich Gottes Geist.
Einatmend empfange ich Gottes Geist und ausatmend sende ich Gottes Geist.
Dieser Gedanke kann mich durch die nächsten Tage leiten und führen,
Indem wir den Heiligen Geist besonders feiern.
Einatmend empfange ich Gottes Geist,
Ausatmend sende ich Gottes Geist.
Für den Segen halte ich nun noch einmal beide Hände geöffnet oder als Schale geformt vor mich.
Ich spüre noch einmal zur Erde,
Die mich trägt und die immer da ist,
Wie Gott als mein Halt,
Der immer da ist.
Ich spüre noch einmal meine Verbundenheit durch die menschgewordene Liebe Gottes,
Durch den Geist Gottes mit allen Menschen und mit allem,
Was lebt.
Und ich spüre in den weiten Raum über mir,
Den ich aufgerichtet bin in meiner Würde und lasse mich noch einmal erfüllen von Gottes Lebensgeist und seinem Segen.
So segne uns nun der eine,
Die schöpferische Kraft allen Lebens,
Die verschwenderische Liebe und die helle,
Klare Weisheit.
Gott,
Vater,
Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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