
Stillung der Gedanken
by Isabel
In der Lehrrede M 20 gibt uns der Buddha einige Empfehlungen, wie wir unsere Gedanken beruhigen können. Eine von den fünf Anleitungen habe ich hier ein wenig ausgeführt. Sie ist dazu gedacht, dass du anschließend noch in der Stille verweilst, so lange es für dich passt. Es ist das innere Bild eines Menschen, der zunächst schnell geht, dann langsam, der sich dann setzt und schließlich hinlegt. Mit dieser Vorstellung kannst du deinen Geist sehr effektiv beruhigen.
Transkription
Finde eine gute Meditationshaltung.
Eine Haltung,
In der du gleichzeitig wach und entspannt sein kannst.
Lass dich den festen Boden unter dir spüren,
Den Beinen,
Am Gesäß,
An den Füßen und aus der stabilen Basis heraus die Aufrichtung,
Die deiner Wirbelsäule,
Wie sie Wirbel auf Wirbel auf Wirbel übereinander geschichtet ist und mühelos deinen Kopf trägt.
Spüre deinen Körper als Ganzes und schau,
Was du gerade verkörperst.
Es ist so etwas wie Offenheit und vielleicht Würde.
Und dann richte die Aufmerksamkeit jetzt auf deinen Atem.
Wie fließt der Atem gerade?
Ist er eher tief oder flach?
Eher schnell oder langsam?
Stockend,
Gedrückt,
Geschoben?
Oder fließt er leicht?
Kannst auch schauen,
Wo im Körper spürst du den Atem im Moment am deutlichsten?
Ist es im Nasenbereich?
Oder vielleicht im Brustraum?
Oder im Bauchraum?
Such dir einen Ort in deinem Körper,
Wo du den Atem besonders leicht spüren kannst,
Wo er sich besonders angenehm anfühlt.
Und dann stille deine Gedanken.
Angenommen es gäbe eine Person,
Die schnell geht und sie würde das bemerken und würde erwägen,
Warum gehe ich schnell?
Wie wäre es,
Wenn ich langsam ginge und sie geht langsam?
Genauso kannst du den Geist betrachten,
Geschwindigkeit rausnehmen,
Langsamer werden.
Und eine Person,
Die langsam geht,
Könnte das bemerken und könnte erwägen,
Warum gehe ich?
Wie wäre es,
Wenn ich stehen bliebe und sie bleibt stehen?
Genauso kannst du den Geist anhalten,
Dass er nirgendwo hingeht,
Da bleiben.
Und eine Person,
Die steht und das bemerkt,
Könnte erwägen,
Warum stehe ich?
Wie wäre es,
Wenn ich mich hinsetzte und setzte sich?
Genauso kann dein Geist sich niederlassen,
Zur Ruhe kommen,
Still werden.
Und eine Person,
Die sitzt und das bemerkt,
Könnte erwägen,
Warum sitze ich?
Wie wäre es,
Wenn ich mich hinlege und legt sich hin?
Genauso kann sich dein Geist entspannen,
Kann loslassen in ein Präsent sein und nichts tun und sich in diesen gegenwärtigen Moment hinein entspannen.
Und da ist der Atem,
Kannst dich immer wieder in die Erfahrung des Atems hinein entspannen,
Niederlassen,
Zur Ruhe kommen,
Bis der Gong die Übung beendet.
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