
Bergmeditation
Dies ist eine Meditation, mit deren Hilfe du dich mit deiner inneren Stärke verbinden und Gelassenheit üben kannst. Die Meditation kann dich gerade in schwierigen Situationen unterstützen. Es geht dabei darum, dass wir uns starke Bilder zunutze machen, um Zustände zu üben, die uns allen bekannt sind, an die wir uns aber im Alltag kaum erinnern können. Ein regelmäßiges Üben dieser Meditation soll unsere Fähigkeit unterstützen, uns an diese Stärken zu erinnern.
Transkription
Du hörst eine geführte Meditation,
Die Bergmeditation.
Such dir dafür einen ruhigen,
Ungestörten Ort und nimm in einer aufrechten Sitzposition Platz.
Halt deinen Rücken möglichst gerade und doch entspannt,
Ohne dich anzulehnen.
Dein Kopf ist in der Verlängerung deiner Wirbelsäule aufgerichtet und deine Hände liegen entspannt auf deinen Beinen.
Lasse nun einen Berg vor deinem inneren Auge erscheinen.
Einen Berg,
Auf dem du schon einmal warst,
Vor dem du gestanden hast oder den du von einem Bild kennst und dessen Form dich besonders anspricht.
Stell dir die Form des Berges vor.
Betrachte dabei seinen Gipfel,
Seine Seiten und auch die Basis des Berges,
Die solide mit dem Gestein der Erde verankert ist.
Dein Berg hat ganz besondere Merkmale.
Vielleicht einen ganz hohen Gipfel oder mehrere Spitzen,
Vielleicht bildet auch ein Plateau den höchsten Punkt deines Berges.
Achte darauf,
Wie unbewegt und massiv dieser Berg ist,
Wie mächtig er steht,
Wie schön.
Betrachte seine Flanken.
Sind sie bewaldet?
Siehst du Wiesen oder Gestein?
Ist sein Gipfel vielleicht von Schnee bedeckt?
Dein Berg ist einzigartig und besonders.
Und doch hat er etwas gemeinsam mit allen anderen Bergen,
So verschieden sie auch sein mögen.
Sie alle verkörpern die Eigenschaften des Bergseins,
Die ihnen gemeinsam ist.
Sitze und atme mit dem Bild dieses Berges und werde dir all seiner Qualitäten bewusst.
Wenn du dich dann dazu bereit fühlst,
Versetze diesen Berg in deinen eigenen Körper.
Stell dir vor,
Der Berg,
Den du von deinem inneren Auge siehst und dein sitzender Körper werden eins.
Dein Kopf bildet dabei den hoch aufragenden Gipfel dieses Berges.
Deine Arme werden zu den Seiten des Berges und dein Gesäß und deine Beine zu der soliden Basis,
Die mit dem Stuhl,
Dem Kissen oder dem Bänkchen verwurzelt ist.
Spüre diese Verwurzelung gleichzeitig mit der emporstrebenden Qualität deines Berges.
Werde zu dem Berg,
Unerschütterlich in deiner Stille ruhend,
Zentriert,
Verwurzelt,
Ganz präsent.
Du sitzt da,
Massiv und unverrückbar,
In jedem Moment,
Den ganzen Tag.
Je ein,
Je aus sitzt du einfach nur da.
Still und unbewegt sitzt du da,
Während jeden Tag die Sonne über den Himmel wandert und sich Farben,
Lichter und Schatten auf diesem Berg verändern.
Still und unbewegt,
Während das Wetter sich ständig ändert und Jahreszeiten einander ablösen.
Manchmal ist der Berg vielleicht schneebedeckt,
Im Frühling und Sommer sieht man Blumen und Tiere und im Herbst ist er vielleicht in bunte Farben getaucht.
Still und unbewegt sitzt der Berg nur da und bleibt er selber.
Gelegentlich ist seine Spitze gar nicht zu sehen,
Von Wolken oder Nebel umhüllt.
Manchmal scheint die Sonne auf den Berg und manchmal prasselt Regen nieder.
Auch wenn er von tosenden Stürmen heimgesucht wird,
Sitzt er einfach nur da,
Unerschütterlich.
All diese Veränderungen sind dem Berg egal.
Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen,
Von nichts,
Was auf seiner Oberfläche passiert.
Der ewige Wandel des Wetters,
Der Jahreszeiten,
Der Umstände beeindrucken den Berg nicht.
Tief verwurzelt sitzt er da.
Auch wir können uns im Leben,
Wenn wir allen stetigen Veränderungen begegnen,
Mit dieser unerschütterlichen inneren Ruhe verbinden,
Die unverändert bleibt.
Wir können uns in Momenten,
Die uns aufwühlen,
Mit dem Gefühl der Verwurzelung und Stille verbinden.
In unserer äußeren Welt,
Wie in der des Berges,
Finden von Augenblick zu Augenblick Veränderungen statt.
Wir begegnen und überstehen dunkle und schwierige Zeiten,
Ebenso wie die schönen und freudvollen wieder vergehen.
Stürme toben in unserer äußeren und in unserer inneren Welt,
In unserem Geist und in unserem Körper.
Alles,
Was uns passiert,
All unsere Stürme des Geistes und emotionalen Witterungen gleichen den Veränderungen,
Denen der Berg tagtäglich ausgesetzt ist.
Indem wir uns in der Meditation mit der Unbewegtheit der Stille und Verwurzeltheit des Berges verbinden,
Können wir all die Veränderungen als das sehen,
Was sie sind,
Vorübergehende Phänomene.
Atme noch einige Augenblicke mit dem Berg,
Spüre dabei deinen Körper,
Wie er hier sitzt.
Öffne nun,
Wenn du dazu bereit bist,
Langsam wieder deine Augen und fange vorsichtig an,
Dich zu bewegen.
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