
Traumreise Für Kinder – Woohli Und Der Zuhausestein
Gutenachtgeschichte für Kinder ab 3 Jahren. Heute Abend finden woohli und dein Kind einen ganz besonderen Stein, der die Wärme von Zuhause in sich trägt. Diese Traumreise nutzt eine sanfte Anker-Technik: Ein vertrautes Bild wird zum Begleiter für den Tag und zum Einschlafsignal am Abend, liebevoll eingebettet in eine Geschichte. Für entspannte Abende, erholsame Nächte und einen mutigen Start in die Kita und Schulzeit. woohli – Traumreisen | Von Kirstin, Psychologin und Mama
Transkription
Hallo Du und willkommen bei Woli's Traumreisen.
Ich bin Kirstin,
Psychologin und Mama und ich begleite Dich heute auf eine ganz ruhige Reise in den Schlaf.
Heute Abend finden Woli und du einen ganz besonderen Stein.
Einen Stein,
Der die Wärme von zu Hause in sich trägt und der dich überall hin begleiten kann.
Mach es dir jetzt richtig gemütlich.
Deine Decke liegt weich auf dir.
Dein Kissen ist genau richtig.
Atme einmal tief ein durch die Nase.
Und ganz langsam wieder aus.
Noch einmal einatmen.
Und ausatmen.
Wunderbar!
Deine Augen dürfen jetzt zufallen.
Die Reise beginnt.
Du stehst auf der Wiese hinter dem Stall,
Es ist Abend,
Die Sonne ist schon fast hinter dem Hügel verschwunden und der Himmel leuchtet in ganz weichem Rosa und Gold.
Das Gras unter deinen Füßen ist warm vom Tag.
Neben dir steht Woli,
Das kleine Schaf.
Sein Fell ist flauschig und hell,
Und es schaut dich mit seinen ruhigen Augen an.
Ihr macht euch auf den Weg hinunter zum kleinen Bach.
Wohli geht neben dir her.
Ganz langsam,
Schritt für Schritt.
Der Bach plätschert leise,
Das Wasser ist klar wie Glas und auf dem Grund liegen kleine runde Steine.
Und dann siehst du es,
Einer der Steine glitzert.
Ein winziges,
Goldenes Funkeln,
Wie ein Stern,
Der ins Wasser gefallen ist.
Du gehst näher ran.
Und noch ein Stein glitzert.
Oh,
Und noch einer!
Eine ganze Reihe von funkelnden Steinen,
Die sich am Bach entlang zieht,
Wie eine kleine,
Leuchtende Straße.
Woli stupst sich sanft mit der Nase an,
Als wollte er sagen,
Komm,
Wir schauen,
Wohin sie führt.
Ihr folgt den funkelnden Steinen.
Der Bach macht eine sanfte Kurve,
Vorbei an einer alten Weide,
Deren Zweige bis ins Wasser hängen.
Die Blätter rascheln ganz leise im Abendwind.
Und dann hinter der Weide.
Siehst du etwas Wunderschönes?
Einen kleinen Garten.
Aber es ist kein Blumengarten.
Es ist ein Garten voller Steine.
Runde Steine,
Glatte Steine,
Große und winzig kleine.
Und jeder einzelne von ihnen glüht ganz sanft von innen heraus in warmen Gold,
Als hätte jemand ein Kerzenlicht hineingezaubert.
Du bleibst am Rand des Gartens stehen und schaust.
So etwas hast du noch nie gesehen.
Manche Steine glühen hellgold.
Andere ganz zart rosa.
Und manche haben einen leichten Hauch von Blau,
Wie der Himmel am Morgen.
Ein paar Winzige liegen zusammengekuschelt in einem Nest aus Moos,
Als würden sie schlafen.
Und über allem liegt eine Wärme,
Die du auf deiner Haut spüren kannst,
So wie wenn du im Winter vor einem Ofen sitzt.
Boli tritt ganz vorsichtig näher,
Einen Huf nach dem anderen.
Er will nichts kaputt machen.
Und die Steine scheinen das zu merken.
Ihr Glühen wird ein kleines bisschen heller.
So,
Als würden sie sich über den Besuch freuen.
Mitten in dem Garten sitzt ein kleines Wesen.
Es ist nicht größer als deine Hand.
Es hat eine Zipfelmütze aus Moos,
Einen runden Bauch und winzige Füße in Pantoffeln aus Birkenrinde.
Ein Funkelwichtel.
Er heißt Pom.
Pom hält einen Stein in seinen kleinen Händen und poliert mit einem seiner Tücher aus Spinnenseide ganz sorgfältig,
Ganz langsam die Steine.
Bei jedem Wischen glüht der Stein ein bisschen wärmer.
Und weißt du,
Woher die Wärme in den Steinen kommt?
Pom zeigt es euch,
Erhebt seinen kleinen Arm und deutet auf ein Glas neben sich,
Ein Marmeladenglas voller goldenem Leuchten.
Darin sammelt er die schönsten Momente der Abenden.
Das Lachen aus einem Kinderzimmer.
Das Summen einer Gute-Nacht-Melodie.
Den warmen Dampf von einem Becher Kakao.
All das fängt er ein,
Ganz behutsam,
Und folliert es in die Steine hinein.
Deshalb fühlen sich die Steine so an wie zu Hause.
Weil ein Stückchen zu Hause wirklich in ihnen wohnt.
Pom schaut auf und lächelt euch an.
Er winkt euch heran,
Ganz freundlich,
Und zeigt auf seinen Garten.
Woli erzählt dir leise,
Dass Pom der Hüter der zu Hause Steine ist.
In jedem Stein wohnt ein Stückchen Wärme von zu Hause.
Die Wärme von deiner Decke,
Der Geruch von deinem Kissen,
Das Gefühl,
Wenn dich jemand in den Arm nimmt.
Pom stellt sich auf seine Zehenspitzen und flüstert etwas.
Und Woli flüstert es dir weiter.
Jeder Stein sucht sich sein Kind ganz von selbst aus.
Du musst gar nichts tun.
Du musst nur die Hand aufhalten und warten.
Also hältst du deine Hand auf,
Ganz ruhig,
Ganz offen.
Und da.
Einer der Steine beginnt heller zu glühen als alle anderen.
Ein kleiner Wunderstein.
Genauso groß,
Dass er in deine Hand passt.
Er rollt langsam über den weichen Boden.
Direkt zu dir.
Und bleibt vor deinen Füßen liegen.
Du gehst in die Hocke und schaust ihn dir genau an.
Er ist grau,
Mit einem feinen,
Goldenen Band,
Das sich einmal rundherum zieht,
Wie ein winziger Gürtel.
Und wenn du ganz genau hinsiehst,
Glitzert er an einer Stelle,
Als hätte er dir zugezwinkert.
Du hebst ihn auf und sofort spürst du es.
Der Stein ist warm.
Nicht heiß!
Nur ganz angenehm warm,
Wie eine kleine Hand in deiner Hand,
Wie dein Kissen am Morgen.
Wie zu Hause.
Woli bekommt auch einen Stein.
Ein kleiner Grauer mit goldenen Pünktchen rollt zu ihm und stupst gegen seinen Hof.
Woli schnuppert daran und sagt leise,
Dass sein Stein nach Heu,
Nach Sommer riecht und nach Stall,
Nach seinem Zuhause.
Zeigt euch nun,
Wie der Zauber funktioniert.
Er legt seine winzigen Hände um seinen eigenen Stein und atmet ganz langsam.
Und ihr?
Macht es nach!
Halte deinen Stein in der Hand,
Spüre,
Wie er rund ist,
Wie glatt er ist und wie warm.
Und jetzt atme ein.
Ganz langsam.
Und stell dir vor,
Wie die Wärme aus dem Stein in deine Hand wandert.
Atme aus und die Wärme wandert weiter von deiner Hand in deinen Arm,
Ganz langsam wie warmes Sonnenlicht.
Noch einmal einatmen.
Die Wärme wandert von deinem Arm in deine Brust,
Genau dahin,
Wo dein Herz wohnt.
Und ausatmen.
Da bleibt sie warm und weich und still.
Spürst du das?
Dein Stein und du,
Ihr gehört jetzt zusammen.
Wo immer du bist,
Die Wärme von zu Hause ist bei dir,
Ganz nah.
Ganz sicher,
Ganz du.
" Pom nickt zufrieden und setzt seine Mooszipfelmütze zurecht.
Dann zeigt er zum Himmel.
Die ersten Sterne sind aufgegangen.
Es wird Zeit,
Nach Hause zu gehen.
Ihr verabschiedet euch von Pom.
Er winkt mit beiden Armen,
So doll,
Dass seine Zipfelmütze wackelt.
Und dann geht ihr zurück,
Den Bach entlang,
Vorbei an der alten Weide.
Unterwegs bleibt Woli einmal stehen und schaut in den Himmel.
So viele Sterne.
Du bleibst auch stehen.
Und weißt du was?
Das ist ein guter Moment,
Um den Zauber noch einmal zu spüren.
Die Sterne stehen still und friedlich am dunklen Himmel,
Tausend kleine Lichter.
Und mittendrin der Mond,
Rund und freundlich.
Es ist ganz leise um euch herum,
Nur der Bach plätschert noch weiter hinter euch,
Und irgendwo zirpt eine einzelne Grille ihr Schlaflied.
Immer langsamer.
Halte deinen Stein.
Atme ein.
Die Wärme wandert in deine Hand.
Atme aus,
Die Wärme wandert in dein Herz.
Warm und weich und still.
Ganz nah,
Ganz sicher.
Ganz du.
Ihr geht weiter.
Deine Schritte werden langsamer.
Deine Beine werden ein bisschen schwer,
So angenehm schwer wie nach einem langen,
Schönen Tag.
Der Stall kommt näher.
Warmes Licht fällt durch die Ritzen der Holztür.
Drinnen riecht es nach Heu und nach Sommer,
Die anderen Schafe schlafen schon.
Man hört nur ihr ruhiges Atmen,
Ein und aus.
Wie eine ganz leise Musik.
Du atmest den Stahlgeruch ein.
Heu und Holz und Sommer.
Genau dieser Geruch wohnt auch in Wohlys Stein.
Und vielleicht denkst du,
Wandert heute Nacht ein bisschen von diesem Abend in deinen Stein hinein,
Der Bach,
Die Sterne.
Pommes wackelnde Zipfelmütze.
Alles wird wärmer.
Alles wird zu Hause.
Roli dreht sich noch einmal im Stroh,
Wie Schafe das eben machen.
Einmal.
Zweimal.
Dreimal und plumpst dann in sein Nest.
Er seufzt zufrieden.
So ein schöner Abend.
Boli kuschelt sich in sein Nest aus Stroh und du legst dich daneben.
In eine weiche Decke,
Die schon für dich bereit liegt.
Dein Stein liegt in deiner Hand.
Und jetzt zeigt dir Woli noch das letzte Geheimnis vom Zauberstein,
Das Allerschönste.
Wenn du deinen Stein einmal nicht dabei hast,
Dann macht das gar nichts.
Denn die Wärme wohnt jetzt in dir drin.
Leg einfach deine Hand auf dein Herz.
Genau da,
Wo die Wärme hingewandert ist.
Spürst du es?
Da ist sie.
Die Wärme von zu Hause.
Sie war die ganze Zeit da.
Sie ist immer da.
In der Kita.
In der Schule,
Auf dem Spielplatz.
Überall.
Du trägst Dein Zuhause in Dir ganz nah.
Ganz sicher.
Kannst du.
Probier es gleich noch einmal,
Ganz in Ruhe.
Die Hand liegt auf deinem Herzen.
Atme ein,
Ganz langsam.
Die Wärme wird ein bisschen größer.
Und atme aus.
Die Wärme breitet sich aus,
Über deinen Bauch,
Über deine Schultern,
Bis in deine Zehen.
Dein ganzer Körper ist jetzt voll von diesem warmen,
Weichen Zuhausegefühl.
Deine Hand darf jetzt liegen bleiben,
Wo sie ist.
Oder sich einen gemütlichen Platz suchen.
Das Gefühl bleibt.
Es bleibt die ganze Nacht.
Du legst deinen Stein unter dein Kissen.
Es glüht noch ein letztes Mal ganz sanft,
Wie ein Gute-Nacht-Gruß.
Und dann wird sein Licht ruhig und still,
So wie du.
Deine Augen sind schwer,
Dein Körper ist warm.
Woli atmet neben dir,
Ruhig und gleichmäßig,
Ein und aus.
Du bist hier.
Du bist sicher.
Und Woli ist ganz nah.
Schlaf gut.
Dein Zuhause-Stein liegt unter deinem Kissen.
Und hält dich warm die ganze Nacht.
Woli wacht nicht mehr auf.
Woli schläft einfach bis zum Morgen direkt an deiner Seite.
Gute Nacht.
Treffen Sie Ihren Lehrer
