
Der Berg - innere Ruhe, Stabilität, Würde und Gelassenheit
Inspiriert von Jon Kabat-Zinn - verinnerliche das Bild eines Berges, Deines Berges und spüre, wie Würde, Stabilität, Gelassenheit und Ruhe des Berges auf Dich übergehen. In Dir wachsen. In Momenten, in denen Du es dringend brauchst und immer wieder zwischendurch, um diese Eigenschaften zu kultivieren und zu Deinem Normal werden zu lassen. Intro und An-/Einleitung bis 4:30, wenn Du diese nicht mehr brauchst, starte gerne direkt dort. Musik: Chris Collins/indiemusicbox
Transkription
Hallo und herzlich willkommen.
Ich begrüße Dich herzlich zu unserer heutigen Übung,
Zu unserer heutigen kleinen Meditation.
Es ist eine Meditation inspiriert von John Kabat-Zinn aus dem Mindful Based Stress Reduction Programm,
Die Bergmeditation.
Du musst dafür gar nichts wissen,
Keine Vorkenntnisse haben.
Wenn du den inneren Wunsch nach mehr Ruhe,
Gelassenheit,
Klarheit und Stabilität verspürst,
Dann kann diese Meditation,
Diese kleine Übung vielleicht genau das Richtige für dich sein.
Es empfiehlt sich,
Sie regelmäßig und durchaus häufiger zu hören,
Um dieses Gefühl,
Das sich während des Übens hoffentlich auch bei dir entwickelt und ergibt,
Zu festigen,
Zu stabilisieren und es immer mehr und mehr in dich,
In dein ganz normales Lebensgefühl zu übernehmen,
Auch dann,
Wenn du gerade nicht übst und praktizierst.
Obwohl ich eigentlich großer Fan davon bin,
Bei einer Entspannungsübung oder Meditation alle nur denkbaren Sitz-,
Liege- und Stehpositionen anzubieten,
Je nachdem,
Wonach du dich heute fühlst,
Womit du dich am wohlsten fühlst,
Ist es bei dieser Bergmeditation doch so,
Dass ich dir eine sitzende Haltung empfehlen würde und wahrscheinlich merkst du beim Üben auch,
Was der Hintergrund ist und warum diese Übung in sitzender Position ihre Wirkung am besten entfalten kann.
Entscheide dabei ganz frei,
Ob du im Schneidersitz oder hingekniet oder in irgendeiner anderen sitzenden Position verweilen magst,
In der,
In der du jetzt gut für die nächsten 10 bis 15 Minuten bleiben kannst.
Es ist jederzeit möglich,
Deine Sitzposition zu verändern,
Anzupassen.
Schau dann nur darauf,
Dass du wieder in einem Sitz ankommst,
In dem dein Oberkörper aufgerichtet ist und dein Atem ganz frei in dich hinein und aus dir hinaus fließen kann.
Richte dich in dieser sitzenden Haltung ein,
Nimm dir dafür noch einige Augenblicke,
Ruckel dich zurecht,
Mach es dir so bequem,
Wie es geht.
Es ist übrigens durchaus in Ordnung,
Dich an einer Wand anzulehnen,
Wenn es dir schwer fällt,
Ganz aufrecht,
Ohne Halt im Rücken für einen solchen Zeitraum zu sitzen.
Und wenn du jetzt in deiner sitzenden Position angekommen bist und es sich für dich heute und zu dieser Übung begleitend gut und richtig anfühlt,
Dann schließ deine Augen.
Wenn sich das heute nicht gut anfühlt,
Dann versuch deinem Sehsinn trotzdem eine Pause zu gönnen und fixier nichts Bestimmtes,
Sondern lass deinen Blick vielleicht leicht gesenkt ganz vage im Raum schweben.
Auch deine Augen dürfen Pause machen.
Und dann atme gern mit mir gemeinsam einmal ganz langsam tief und ruhig ein,
Wenn möglich durch die Nase und ebenfalls ganz langsam ruhig durch den Mund aus.
Das machen wir noch zwei,
Drei Mal.
Und lass mal bei der Ausatmung deine Schultern ganz weich werden und vielleicht auch deine Nackenmuskulatur entspannen.
Arme und Hände dürfen ganz schwer werden in deinem Schoß liegen oder auf deinen Oberschenkeln oder seitlich an dir hinabhängen.
Ein letztes Mal tief,
Langsam,
Ruhig durch die Nase ein und ganz langsam,
Lang und ruhig.
Und nun lass vor deinem inneren Auge das Bild eines Berges entstehen.
Das kann ein Berg sein,
Den du kennst,
Entweder nur von Bildern,
Bewegten oder Statischen.
Das kann aber auch ein Berg sein,
Den du aus eigenem Erleben,
Eigener Erkundung kennst oder ein Berg,
Der deiner Fantasie,
Deiner Vorstellungskraft entspringt.
Und lass die Gestalt dieses Berges vor deinem inneren Auge erscheinen und sieh mal genau hin,
Wie hoch,
Wie gewaltig ist dieser Berg?
Und hat er ein oder mehrere Gipfel?
Fallen seine Hänge eher steil oder eher flach ab?
Und wie ist die Oberfläche dieses Berges beschaffen?
Wächst dort etwas?
Siehst du Grün oder auch Buntes,
Pflanzen,
Bäume oder überwiegend Geröll,
Gestein?
Kannst du Wege oder Straßen an den Hängen des Berges erkennen?
Und gibt es Anzeichen für menschliches Leben,
Zivilisation?
Gibt es da Häuser,
Hütten an den Berghängen gebaut,
Gar ganze Siedlungen?
Leben auf diesem Berg Tiere?
Und was siehst du da oben auf dem Gipfel oder den Gipfeln des Berges?
Liegt dort Schnee?
Betrachte deinen Berg noch mal als Ganzes,
In all seiner Größe,
Pracht,
Erhabenheit,
In seiner Aufgerichtetheit?
Und dann gleite gedanklich einmal wie auf diesen Berg zu und lass diesen Berg auch auf dich zugleiten und stell dir vor,
Dass die Form dieses Berges dich ausfüllen würde.
Und vielleicht spürst du schon,
Während du dir das vorstellst,
Dass du dich ein bisschen mehr aufrichtest,
Dass du ein bisschen gerader sitzt,
Dass dein Rückgrat etwas durchgedrückter,
Aufrechter,
Stolzer,
Vielleicht würdevoller ist.
Und stell dir mal vor,
Dein Kopf oder besser die Krone deines Kopfes wäre der Gipfel des Berges,
Stets nach oben strebend,
Der allerhöchste Punkt.
Und deine Arme und Flanken sind die Hänge des Berges.
Und deine Beine,
Dein Gesäß,
Je nachdem wie du jetzt auf einem Stuhl oder Boden sitzt,
Sind der Grund des Berges,
Das feste Fundament.
Und verinnerliche diese Vorstellung nochmal mit 2-3 tiefen Atemzügen.
Richte dich einatmend auf und lass ausatmend locker.
Einatmend auf und ausatmend locker.
Ganz gelassen,
Ganz ruhig,
Ganz stabil,
Aber würdevoll.
Den Berg kümmert es nicht,
Welche Jahreszeit ist,
Ob er von der Sonne beschieden wird,
Frische Pflanzen auf ihm sprießen,
Die Bäume neu ausschlagen,
Im Frühling vielleicht Bäche schmelzenden Tauwassers an ihm hinabströmen,
Ob er im Sommer von gleißender Hitze beschieden wird,
Oder im Herbst das Laub fällt,
Erst zu rot-goldener Pracht wird und dann hinabgleitet.
Und es kümmert ihn auch nicht,
Wenn er im Winter von einer dichten,
Kalten Schneedecke verhüllt ist.
Die Tageszeiten wechseln und die Jahreszeiten wechseln und vielleicht klettern,
Jagen,
Laufen Tiere auf ihm herum,
Auch das kümmert den Berg nicht.
Und vielleicht errichten sich dort Menschen ihr Zuhause,
Vielleicht kommen Menschen,
Um ihn zu sehen,
Auf ihm zu wandern,
Ihn zu besuchen.
Und manche sind ganz begeistert,
Können sich von seinem Anblick nicht losreißen,
Und manche wollen sogar hierbleiben,
Errichten sich ihr Zuhause auf ihm,
Und andere sind enttäuscht von seiner Erscheinung,
Können nichts Reizvolles oder Angenehmes an ihm finden.
All das nimmt der Berg zur Kenntnis und kümmert sich nicht weiter darum.
Er sitzt hier,
Ganz stabil,
Stark,
Gelassen,
Würdevoll und aufgerichtet.
Und vielleicht kannst Du etwas von der Gelassenheit,
Der Würde und Stabilität des Berges mit aus dieser Übung in Deinen Alltag nehmen.
Ganz egal,
Welche Stürme des Lebens Dir begegnen,
Wie die Jahreszeiten sind,
Wie die emotionalen Wellen auf- und abschlagen und wie die Menschen in Deinem Leben Dir begegnen.
Du bleibst ganz Du selbst,
Würdevoll,
Aufgerichtet.
Da wird auch nichts an Dir ärgerlich,
Unruhig oder aggressiv.
Du nimmst wahr und bleibst ganz Du selbst.
Wie der Berg weißt Du,
Du kannst nicht jedem gefallen und kein Tag ist wie der andere.
Du bist der Faktor,
Der Stabilität gibt.
Und nun richte Dich ganz bewusst noch einmal auf,
Lass die Krone Deines Kopfes,
Den Gipfel ganz weit gen Himmel streben,
Die Schultern rund,
Den Rücken gerade.
Vielleicht magst Du nochmal ganz tief einatmen und ausatmend gehen Anspannung,
Ärger,
Unruhe,
Grübeln und es bleiben Würde,
Stabilität,
Ruhe und Gelassenheit.
Wann immer Du diese brauchst,
Komm gern zu dieser Übung zurück und je häufiger Du sie hörst und Dir im Alltag das Bild des inneren Berges vergegenwärtigst,
Umso eher wirst Du auch Werte in Dir spüren.
Stabilität,
Würde,
Ruhe und Gelassenheit.
Ich danke Dir,
Dass Du dabei warst.
Alles Gute und bis zum nächsten Mal.
Treffen Sie Ihren Lehrer
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
