
Schmerzen gütig fließen lassen
In dieser Meditation möchte ich dir zeigen, wie du mit körperlichen Schmerzen achtsam verweilen kannst. Körperliche Schmerzen sind ein unausweichlicher Teil unseres menschlichen Lebens. Genau das macht die Achtsamkeit auf Schmerzen so wertvoll. Durch diese Praxis können wir üben, körperlich unangenehme Empfindungen bewusst wahrzunehmen, zu erlauben und fließen zu lassen. Denn je mehr wir gegen den Schmerz ankämpfen, desto mehr leiden wir.
Transkription
Hey.
Schön,
Dass du da bist.
In dieser Meditation möchte ich dir zeigen,
Wie du mit körperlichen Schmerzen achtsam verweilen kannst.
Körperliche Schmerzen sind ein unausweichlicher Teil unseres menschlichen Lebens.
Wir alle empfinden in unserem Leben Schmerzen.
Niemand ist davon ausgeschlossen.
Genau das macht die Achtsamkeit auf Schmerzen so wertvoll.
Durch diese Praxis können wir üben,
Körperlich unangenehme Empfindungen bewusst wahrzunehmen,
Zu erlauben und fließen zu lassen.
Denn je mehr wir gegen den Schmerz ankämpfen,
Was wir meist unbewusst oder bewusst tun,
Desto mehr leiden wir.
Öffnen wir uns stattdessen für die unangenehmen Empfindungen und bemühen uns,
Mit ihnen liebevoll zu verweilen,
Dann entsteht eine Leichtigkeit.
Wir können erkennen,
Dass Schmerz eine Konstellation zahlreicher Erfahrungen ist.
Und wie alle Erfahrungen des Lebens auch,
Kommen sie auf,
Sind eine Weile da und vergehen wieder.
Tief betrachtet haben sie nichts mit uns zu tun,
Sind unpersönlich.
Sie sind wie vorüberziehende Wolken.
Lass uns beginnen.
Ich lade dich ein,
Zur Ruhe zu kommen.
Setze oder lege dich nieder,
Sodass du achtsam und entspannt verweilen kannst.
Falls du während der Meditation bemerkst,
Dass deine Aufmerksamkeit abgelenkt war,
Dann komm einfach zur Meditation zurück,
Ohne Verurteilung.
Und bitte behandle dich zärtlich.
Wenn du spürst,
Dass dir die Meditation zu viel wird,
Dann mach gerne eine Pause.
Vielleicht ein Spaziergang oder ein Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin.
Lass uns gemeinsam ankommen und tief durchatmen,
So tief,
Wie es für dich angenehm ist.
Ein und lang und langsam aus.
Und ein und aus.
Und noch einmal ein bewusst und lange aus.
Lass den Atem nun ganz von selbst fließen,
Wie Wellen am Strand,
Die stetig kommen und gehen.
Kommen und gehen.
Ein und aus.
Ein und aus.
Und spüre die Bewegungen des Atems.
Nimm wahr,
Wie dein Geist mit jedem Atemzug ruhiger wird.
Dein Gewahrsein wird klar,
Und weit wie der Himmel.
Ein und aus.
Ein und aus.
Versuche alle Anspannungen loszulassen und zur Ruhe zu kommen.
Ein und aus.
Ich lade dich ein,
Deinen Körper zu scannen,
Nach einem Bereich mit unangenehm körperlichen Empfindungen.
Wo kannst du jetzt unangenehme Empfindungen wahrnehmen?
Nun überprüfe einmal,
Wie du zu diesen unangenehmen Empfindungen stehst.
Wie ist deine Einstellung?
Ist da Abneigung?
Ein weghaben wollen,
Verändern wollen,
Flüchten wollen?
Sind da vielleicht Emotionen wie Angst,
Wut oder Hass?
Nimm diese Neigung wahr und spüre,
Wie sie sich im Körper auswirkt.
Falls du Abneigung spürst,
Kannst du wahrnehmen,
Wie diese geistige Abneigung deinen Körper anspannen lässt,
Und lass deine Neigung einfach so sein,
Wie sie ist.
Versuche loszulassen,
Und zu entspannen.
Der Schmerz ist nicht dein Feind,
Sondern dein Freund.
Du kannst den Schmerz wie ein Bote sehen,
Der dich vor weiterem Unheil warnen und schützen möchte.
Versuche den Schmerz nun zu erlauben.
Das dient deinem eigenen Wohlergehen.
Denn solange du Widerstand leistest,
Solange spannst du auch an und leidest.
Du kannst den Schmerz erlauben,
Indem du ihm sagst,
Auch du darfst da sein.
Oder auch du bist Teil des Lebens.
Oder ja,
Ich öffne mich für deine Botschaft.
Oder vielleicht auch einfach nur ein Ja.
Wenn es für dich möglich ist,
Dann versuche dich nun mit dem Zentrum des Schmerzes zu verbinden.
Wo ist es am unangenehmsten?
Die Bezeichnung Schmerz ist eigentlich ein Konzept.
Was du wirklich spürst,
Ist eine Konstellation aus intensiven,
Unangenehmen Empfindungen und vielleicht auch Gedanken und Emotionen.
Was kannst du im Bereich des Schmerzes wirklich spüren?
Und nutze hierbei gerne die Technik des Benennens und deine Wahrnehmung zu verfeinern.
Vielleicht ist da ein Stechen,
Stechen,
Druck,
Druck,
Schwere,
Hitze oder Kälte,
Enge,
Ziehen,
Brochen oder Jucken.
Was kannst du spüren?
Und schau einmal,
Wie sich diese Empfindungen verändern.
Sind sie konstant da oder kommen sie in Wellen?
Dehnen sie sich aus oder verfestigen sie sich?
Beobachte diesen kontinuierlichen Fluss der sich stetig verändernden Empfindungen.
Beobachte diesen Fluss des Lebens.
Nun lenke deine Aufmerksamkeit auf einen Bereich in deinem Körper,
Der neutral oder angenehm ist.
Vielleicht die Empfindungen deines Atems in Bauch,
Brust oder Nase.
Oder vielleicht die Empfindungen deiner Hände oder Füße.
Wo ist dieser neutrale oder angenehme Bereich?
Du kannst diesen Bereich als deinen Anker sehen.
Hier kannst du dich ausruhen und neue Kraft tanken.
Ruhe mit deiner Aufmerksamkeit bei deinem Anker.
Wie fühlt sich der Bereich deines Ankers an?
Welche körperlichen Empfindungen kannst du hier wahrnehmen?
Leichtigkeit,
Kribbeln oder Wärme?
Und lass die Empfindungen kommen und gehen.
Versuche sie fließen zu lassen und dabei nichts zu tun.
Entspanne dich in diesen Moment mit allem,
Was da ist.
Und nun kehre für einige Momente zurück zu dem Bereich des Schmerzes mit den unangenehmen Empfindungen.
Versuche jetzt da zu sein und wahrzunehmen,
Wie du es zuvor bei deinem Anker getan hast.
Vielleicht hilft es dir,
Den Schmerz als kleines verletztes Kind zu sehen.
Das deine liebevolle Aufmerksamkeit braucht.
Versuche mit den unangenehmen Empfindungen gütig zu verweilen.
Was kannst du spüren?
Nutze gerne wieder die Technik des Benennens.
Und spüre noch einmal deinen Anker,
Der Bereich in deinem Körper mit angenehmen oder neutralen Empfindungen.
Und ruhe hier.
Entspanne.
Du bist sicher.
Was kannst du spüren?
Wie fühlen sich die Empfindungen deines Ankers an?
Und wie fühlen sich die Empfindungen deines Ankers im Vergleich zu den unangenehmen Empfindungen des Schmerzes an?
Versuche einmal beide Bereiche wahrzunehmen,
Sowohl die unangenehmen als auch die neutralen oder angenehmen Empfindungen.
Versuche sie beide gleichzeitig zu halten.
Kannst du erkennen,
Dass all diese Empfindungen,
Egal ob angenehm oder unangenehm,
Einfach Erfahrungen sind,
Die kommen und gehen,
So als hätten sie nichts mit dir zu tun,
Als wären es vorüberziehende Wolken?
Wer bewertet diese Erfahrungen als angenehm oder unangenehm?
Kannst du die Bewertung loslassen und diesen Moment so wahrnehmen,
Wie er jetzt ist,
Jenseits von gut oder schlecht,
Angenehm oder unangenehm,
Und versuche nun das Wahrnehmen selbst zu spüren,
Das Beobachten dieser Empfindungen,
Diesen weiten Raum des Gewahrseins,
In dem jede Erfahrung des Lebens aufkommt und vergeht?
Wie fühlt sich dieses Wahrnehmen,
Dieses Beobachten selbst an,
Dieser weite Raum des Gewahrseins?
Versuche dich in diesen Moment hinein zu entspannen,
In diesen weiten Raum des Gewahrseins.
Jede körperliche Empfindung kann sich in diesem weiten,
Klaren Raum frei entfalten.
Der Raum selbst,
Das Gewahrsein,
Das Beobachten,
Wahrnehmen,
Bleibt unberührt,
Egal was kommt.
Es gibt mehr als genug Raum,
Sodass jede Erfahrung des Lebens aufkommen,
Frei fließen und wieder vergehen darf,
Mühelos,
Ohne Widerstand.
Das Leben kommt und geht in ständiger Veränderung,
Zieht vorüber.
Das,
Was immer da ist,
Ist dieser klare,
Weite,
Allumfassende Raum der Präsenz.
Diese weite Präsenz ist dein wahrer Kern,
Dein wahres Zuhause.
Ruhe in dieser Präsenz und lass alle Erfahrungen des Lebens geschehen,
Ob angenehm oder unangenehm.
Du bleibst unberührt.
Ich werde nun gleich den Gong schlagen und die Meditation damit abschließen.
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