20:09
20:09

Gedanken achtsam ziehen lassen

by Sebastian Kaspohl

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4.7
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Aktivität
Meditation
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Alle
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In dieser Meditation übst du deine Gedanken freundlich wahrzunehmen, zu benennen und fließen zu lassen - ohne sie zu bewerten oder ihnen zu folgen. Durch diese Praxis wirst du allmählich erkennen, dass du nicht die Gedanken bist, sondern das weite liebevolle Gewahrsein, dass alle Gedanken und Phänomene des Lebens wahrnehmen und halten kann. Danke von Herzen für dein Sein. Dein Sebastian

Transkription

Hallo!

Schön,

Dass Du da bist!

Heute führe ich Dich durch eine Meditation über die Achtsamkeit auf Gedanken.

Jede moderne Errungenschaft der Menschheit entstand durch eine Idee,

Einen Gedanken.

Zugleich können Gedanken aber auch Kriege und unglaubliches Leid verursachen.

Gedanken beeinflussen im großen Maße,

Wie wir uns und die Welt wahrnehmen.

Und wenn unsere Gedanken unter der Oberfläche unseres Gewahrseins bleiben,

Leben wir sie unreflektiert aus und werden quasi von ihnen fremdgesteuert.

In dieser Meditation übst Du folgendes.

Wenn ein Gedanke aufkommt,

Versuchst Du zunächst innezuhalten,

Eine Pause zu machen und nicht automatisch auf den Gedanken zu reagieren oder ihm zu folgen.

Dann übst Du den Gedanken bewusst wahrzunehmen und ihn nach seiner vorherrschenden Qualität zu benennen.

Vielleicht mit Plan,

Erinnerung,

Zweifel,

Träumerei,

Ängstlicher Gedanke oder fröhlicher Gedanke.

Nachdem Du den Gedanken so bewusst wahrgenommen und benannt hast,

Tust Du nichts und lässt den Gedanken einfach da sein.

Du wirst merken,

Dass er sich nach einer Weile ganz von selbst auflösen wird.

Also,

Ein Gedanke kommt auf,

Du pausierst,

Nimmst den Gedanken wahr und benennst ihn und lässt ihn ziehen.

Du übst diese Achtsamkeit auf Gedanken im Wechsel mit der Atembetrachtung.

Die Atembetrachtung hilft Dir,

Dich wieder zu sammeln und zu entspannen,

So dass Du erneut mit frischer Aufmerksamkeit Deine Gedanken beobachten kannst.

Durch diese Praxis wirst Du allmählich erkennen,

Dass in Deinem Geist eigentlich immer wieder dieselben Gedanken kreisen.

Du hast quasi Deine Top-10-Hits.

Auch wirst Du erkennen,

Dass Gedanken flüchtig sind,

Phänomene,

Die kommen und gehen.

Genau wie Geräusche,

Gerüche und jede andere Erfahrung im Leben.

Schließlich wirst Du erkennen,

Dass Du nicht die Gedanken bist,

Sondern das weite,

Liebevolle Gewahrsein,

Das die Gedanken und jedes Phänomen des Lebens wahrnimmt und halten kann.

Lass uns beginnen.

Nimm eine Körperhaltung ein,

Die es Dir erlaubt,

Achtsam und entspannt zu verweilen.

Es gibt keine Vorschriften.

Stehe,

Setze oder lege Dich so hin,

Dass es für Dich angenehm ist.

Es ist Deine Praxis und Dein Körper.

Schließe entweder Deine Augen oder halte sie sanft geöffnet mit einem abwärts gerichteten Blick.

Nimm einen tiefen Atemzug ein und aus.

Versuche,

Alle Anspannungen jetzt loszulassen.

Entspanne Deine Stirn,

Deine Augen,

Lockere Deinen Kiefer und entspanne auch Deine Zunge.

Lass sie im Mund ruhen.

Entspanne Deinen Nacken und die Schultern und lass auch Deine Hände los.

Entspanne Deinen gesamten Körper.

Lass ihn jetzt einfach so da sein,

Wie er ist.

Es gibt jetzt nichts zu tun.

Ich lade Dich ein,

Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem zu richten.

Spüre den Atem dort,

Wo Du ihn am deutlichsten wahrnehmen kannst.

Vielleicht im Bauch,

In der Brust oder in der Nase.

Lass den Atem ganz von alleine fließen,

Ohne ihn zu beeinflussen.

Versuche ihn kommen und gehen zu lassen,

Als wäre er der Wind,

Der in den Bäumen weht.

Er kommt und geht.

Er kommt und geht.

Wo kannst Du den Atem jetzt spüren?

Wie fließt der Atem?

Lang oder kurz?

Tief oder flach?

Es gibt kein richtig oder falsch.

Nimm den Atem einfach so wahr,

Wie er jetzt ist.

Versuche neugierig,

Mit Deiner Aufmerksamkeit diesen Atemzug zu spüren.

Und jetzt diesen.

Lass den Atem fließen und spüre die Bewegungen des Atems im Körper.

Ein und aus.

Ich lade Dich jetzt ein,

Den Gedanke zu erwarten,

Der als nächstes aufkommt.

Und egal welcher Gedanke aufkommen mag,

Versuche ihn und auch Dich selbst nicht zu bewerten.

Versuche stets eine offene und freundliche Haltung zu bewahren.

Wenn jetzt ein Gedanke da ist,

Mach eine Pause.

Nimm den Gedanken bewusst wahr.

Benenne ihn.

Zum Beispiel Plan,

Erinnerung,

Träumerei oder Sorge.

Es geht gar nicht darum,

Eine perfekte Bezeichnung zu finden.

Das Benennen soll Dir einfach dabei helfen,

Dich von dem Gedanken zu lösen und Deine Qualität als Beobachter zu stärken.

Welcher Gedanke ist jetzt da,

Benenne ihn.

Freundlich.

Und versuche den Gedanken fließen zu lassen.

Ohne Anstrengung.

Als wäre er eine Wolke am Himmel.

Nimm wahr,

Wie der Gedanke sich allmählich auflöst.

Genau wie die Wolke am Himmel.

Nun kehre wieder zurück zu Deinem Atem.

Spüre,

Wie der Atem fließt,

Kommt und geht.

Nimm neugierig die Bewegungen des Atems im Körper wahr.

Dort,

Wo Du sie am deutlichsten spüren kannst.

Ein und aus.

Ein und aus.

Ich lade Dich jetzt ein,

Auf den nächsten Gedanken zu warten.

Freundlich und gleichmütig.

Welcher Gedanke ist gerade da?

Nimm ihn bewusst wahr und benenne ihn im Geist.

Lass den Gedanken da sein und sich allmählich auflösen.

Vielleicht bleibt der Gedanke etwas länger oder vielleicht ist auch schon der nächste Gedanke da.

Egal was in Deinem Geist passiert,

Es ist völlig normal und in Ordnung.

Immer wenn ein neuer Gedanke aufkommt,

Nimmst Du ihn bewusst wahr und benennst auch diesen freundlich und gleichmütig.

Nun kehre wieder zurück zu Deinem Atem.

Spüre ihn für ein paar Momente.

Ruhe und entspanne in den Bewegungen des Atems im Körper.

Ein und aus.

Auf und ab.

Ausdehnen und entspannen.

Wo spürst Du den Atem?

Nun lade ich Dich ein,

Dieses abwechselnde Beobachten des Atems und der Gedanken selbst zu üben.

Beobachte aufkommende Gedanken freundlich,

Gleichmütig und ohne Bewertung.

Benenne die Gedanken und lass sie da sein,

Bis sie sich von selbst auflösen.

Kehre dann für ein paar Momente zurück zum Atem und spüre ihn.

Dann beginne erneut,

Aufkommende Gedanken wahrzunehmen und zu benennen.

Kehre zum Atem zurück.

Spüre ihn,

Dieses Ein und Aus und versuche jetzt auch den gesamten Körper zu spüren.

Erzwinge nichts.

Entspanne und öffne Dein Gewahrsein für alle Eindrücke,

Die jetzt gerade präsent sind.

Freundlich und gleichmütig.

Nimm diese beobachtende Qualität wahr.

Das Gewahrsein selbst.

Diesen weiten,

Achtsamen und liebevollen Raum des Gewahrseins.

Du bist dieses Gewahrsein,

Das alles wahrnehmen kann.

Alle Phänomene des Lebens.

Gerüche,

Geschmäcker,

Geräusche,

Anblicke,

Körperliche Empfindungen,

Gedanken und Emotionen.

All diese Phänomene,

Alles was Du erlebst,

Sind wie Wolken am Himmel.

Sie erscheinen,

Sind eine Weile da und vergehen wieder.

Und Du bist der weite,

Klare Himmel.

Gleichmütig und unberührt von den Wolken,

Die vorüberziehen.

Ruhe in diesem weiten,

Offenen Gewahrsein.

Deinem wahren Zuhause.

Dann öffne langsam Deine Augen.

Nimm noch einmal einen tiefen Atemzug ein.

Und aus.

Und ich lade Dich ein,

Die Handflächen vor Deiner Brust zusammenzuführen und Dich vor Dir und dem Leben zu verneigen,

Als Geste der Dankbarkeit.

Danke für diese Praxis.

Danke für dieses Leben.

Danke.

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