25:52
25:52

Wie du deine kritische Stimme bändigst

by Sascha Planert

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.5
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
217

Wie kannst du deinen inneren Kritiker beruhigen? Manchmal machen wir uns das Leben selber schwer, weil ein Teil von uns über-kritisch ist. Das kann bis zur Selbstsabotage führen, wodurch eine Herausforderung gar nicht erst angegangen wird. Es geht nicht darum, dass deine innere kritische Stimme verschwinden soll. Stattdessen soll sie dir unterstützend zur Seite stehen. Wenn du wissen willst wie du das umsetzen kannst, ist dieser Podcast für dich genau richtig!

Transkription

Ich begrüße dich wieder ganz herzlich zu einer neuen Folge.

Mit mir,

Mein Name ist Sascha.

Bei mir geht es um die wunderbare Welt der Emotionen und der tieferen Erfahrungen.

Das Thema,

Was wir uns heute anschauen,

Heißt,

Wie du deine kritische Stimme beruhigen kannst.

Und ich zeige dir hier heute nicht nur irgendein Tool,

Sondern ein wirkliches Werkzeug,

Was auch in der Psychotherapie verwendet wird,

Damit du deinen inneren Kritiker beruhigen kannst und ihn mehr als eine Art Freund hast und nicht als einen belastenden Feind mehr empfindest.

Grundsätzlich erstmal,

Was meine ich so ein bisschen damit,

Mit dem inneren Kritiker,

Mit der kritischen Stimme.

Du wirst das sicherlich kennen.

Die Frage ist immer,

Wie laut ist diese innere kritische Stimme,

Denn wenn sie uns eher dienlich ist,

So als Art Hinweis,

So nach dem Motto,

Ah,

Das solltest du dir vielleicht nochmal überlegen,

Da könnte irgendetwas nicht stimmen,

Dann ist das eher helfend.

Dann hat dieses Ganze einen helfenden,

Hilfreichen Aspekt für dich,

Sodass du dich besser in der Welt einfach zurecht findest.

Doch leider ist diese kritische Stimme bei vielen Menschen außer Rand und Band.

Es ist wie ein Diktator,

Kann man schon fast sagen,

So nach dem Motto,

Man will irgendetwas machen und dann kommt diese innere kritische Stimme und sagt,

Ach,

Das kannst du eh nicht,

Lass es doch bleiben.

Oder noch schlimmer,

Wenn die kritische Stimme gleich sagt,

Du bist ein Versager,

Hör auf,

Lass es,

Du wirst es einfach nie schaffen,

Nie wirst du irgendetwas richtig machen.

Und dann,

Wenn diese Stimme so laut ist und diesen Ton hat,

Dann wird es für die Betroffenen sehr,

Sehr schwer,

Sich überhaupt in der Welt zu bewegen,

Weil man macht das einfach gar nichts mehr.

Also egal,

Ob du etwas Neues anfangen möchtest oder du gerätst in eine schwierige Situation,

In eine Herausforderung,

Dann lässt man das gleich bleiben,

Weil einfach dieser Druck von dieser Stimme so stark ist.

Und wenn das bei dir relativ okay ist,

Dann kann man sich das manchmal gar nicht so vorstellen,

Aber bei manchen Menschen ist das wirklich extrem.

Und dann frieren diese Menschen einfach nur ein und machen gar nichts mehr.

Und hier möchte ich dir das nicht im Rahmen einer Psychotherapie mitgeben,

Also auch noch mal ganz wichtig hier,

Das hat eine beratende Funktion,

Weil du kannst das auch als Experiment machen,

Selbst wenn die kritische Stimme nicht so stark ist,

Aber du sie trotzdem gerne ruhiger haben möchtest oder beziehungsweise kooperativer,

Dann kannst du hier diese Technik,

Die ich dir zeigen werde,

Anwenden,

Um so besser und vielleicht auch mutiger durchs Leben zu schreiten.

Und es gibt hierbei Wichtiges zu beachten und vor allem dreht es sich,

Wie immer,

Um die Emotionen und Emotionen,

Die wir wegdrücken,

Nicht zulassen wollen und dadurch entsteht,

Wie wir sehen werden,

Vor allem auch der innere Kritiker.

Und ich möchte das Ganze an einem Beispiel machen.

Nehmen wir mal an,

Es geht um eine Frau,

Die gerne Männer kennenlernen möchte und aber immer,

Wenn sie jemanden interessant findet,

Dann kommt diese innere kritische Stimme und sagt,

Hör auf,

Du bist ein Trampel,

Lass es sein,

Das wird eh nichts mit dir,

Du wirst ihn eh nicht kennenlernen.

Und das führt dazu,

Dass die Frau natürlich einerseits dieses Selbstwertgefühl nicht hat für sich,

Irgendwie wertvoll zu sein,

Beziehungsweise dann auch weniger die Menschen anspricht,

Die Männer,

Die sie eigentlich gerne kennenlernen möchte.

Und wir steigen jetzt direkt hier ein in die Technik.

Was könnte man in dem Beispiel machen,

Beziehungsweise was könntest du mit deiner inneren kritischen Stimme machen,

Dass sie ruhiger wird?

Die Technik nennt sich Zweistuhlarbeit,

Manchmal auch unter Polarisationsarbeit genannt.

Ich bleibe jetzt bei dem Beispiel hier bei der Zweistuhlarbeit.

Und wie du schon hörst,

Es geht um zwei was,

Das heißt,

Wir arbeiten jeweils mit der erlebenden Seite und der kritischen Seite.

Und du nimmst diese zwei Seiten abwechselnd ein und erforscht sozusagen diese Anteile in dir.

Und im besten Fall ist es dann so,

Dass du zum Schluss ein Kompromiss zwischen den Seiten finden kannst.

Also du kannst die Seite für ein ganz spezifisches Problem nehmen,

Dann bietet sich das sowieso immer an,

Das heißt,

Du arbeitest dann mit diesen Anteilen in dir.

Und ich lade dich ein,

Wirklich gleich mitzumachen,

Um das einfach so mal für dich nachspüren zu können und danach kannst du das auch dann natürlich mit deinen eigenen kritischen Sachen machen.

Also wenn du Lust hast,

Dann nimm dir zwei Stühle,

Wie der Name schon sagt,

Zweistuhlarbeit.

Es können auch zwei Kissen sein,

Zwei Sesse,

Das spielt eigentlich gar keine Rolle.

Wichtig ist einerseits,

Der Effekt wird wirklich erst richtig klar,

Wenn du das machst.

Also wenn du dir das nur so in Gedanken überlegst,

Naja,

Ich mache die Seite und einmal die,

Dann ist der Effekt weitaus weniger,

Dann wirkt das nicht richtig.

Und natürlich ist auch die Übung wesentlich wirkungsvoller,

Wenn jemand das einfach begleitet.

Also sprich,

Wenn ein Berater das zum Beispiel mit dir wirklich durchführt,

Um dich dabei zu unterstützen,

Das hilft enorm.

Allerdings für Dinge,

Die nicht so ganz dramatisch sind,

Kannst du das wirklich auch für dich allein einfach probieren.

Wichtig ist hierbei einfach Authentizität,

Also dass du authentisch mit deinem Innenleben umgehst und die Ehrlichkeit zu dir selbst,

Denn dir kann ja an sich nichts passieren.

Du bist ja in einem geschützten Raum für dich,

Wenn du die Übung machst,

Zum Beispiel zu Hause.

Dir hört ja auch niemand zu,

Also von daher sollte es da keine Probleme geben.

Okay,

Wenn du jetzt zwei Stühle hast,

Dann beginnt die Übung dann eben so.

Du sitzt natürlich erst mal auf dem,

Du setzt dich jetzt hin,

Indem du das Ganze erlebst.

Also das heißt,

Bei dem Beispiel,

Bei der Frau wäre das eben,

Sie würde darüber klagen,

Dass sie immer Probleme hat,

Jetzt Männer kennenzulernen oder beziehungsweise sich dann immer blöd fühlt einfach.

Das wäre das Erleben der Aktive selbst.

Und wir beginnen immer mit dem kritischen Teil,

Das heißt,

Du setzt dich jetzt in die gegenüberliegende Seite und lässt die kritische Stimme in dir sprechen.

Und zwar sind die Stühle wirklich zugewandt zueinander und das heißt,

Die kritische Seite von der Frau könnte dann so lauten,

Sie dreht sich zu dem Erlebenden selbst und spricht direkt dorthin und sagt so Dinge vielleicht wie,

Du bist echt so blöd,

Dass du das nie schaffst.

Du siehst irgendwie komisch aus,

Verhältst dich vor allem so ungeschickt.

Welcher Mann soll denn das mögen?

Lass es doch einfach bleiben,

Vergiss es einfach.

Ja,

Also das wäre der negative,

Ein kritischer Anteil.

Hierbei ist es wichtig,

Es geht noch nicht so sehr an dem Teil darum,

Irgendwie wie die kritische Seite sich fühlt oder was sie braucht,

An Bedürfnissen,

Sondern hier geht es wirklich erst mal,

Dass die kritische Seite einfach sprechen kann zu dem Erlebenden selbst.

Und das mag mitunter erst mal hart sein,

Vielleicht empfindest du das,

Wenn du die Übung machst,

Aber auch erst mal als bisschen befreiend,

Dass die kritische Seite auch wirklich mal sprechen kann frei.

Denn in der Realität ist es ja dann eher so,

Sobald die kritische Stimme kommt,

Steuert man dagegen,

Es kommt darauf an,

Mit welcher Emotion oder mit welchem Anteil man dagegen dann wieder kämpft,

Aber in der Regel kann diese kritische Stimme gar nicht so frei sprechen und deswegen kann das einen befreienden Aspekt auch in sich tragen.

Also die kritische Stimme spricht zu der Frau in dem Beispiel.

Und jetzt nimmt die Frau die andere Seite ein und das Ganze kann ein Prozess werden zwischen Wechsel hin und her.

Im besten Fall kommt die Frau dann,

Denn so ist es normalerweise,

Erst mal zu einer Art Schutzemotion,

Also zu einer sekundären,

Nennt man das auch.

Da geht es noch gar nicht um das Eigentliche,

Aber so trifft sie das erst mal.

Und das wäre eine Art vielleicht Hoffnungslosigkeit,

In dem die Frau dann sagt,

Ja,

Das stimmt.

Das stimmt,

Was diese kritische Stimme sagt.

Ich weiß einfach nicht mehr.

Und das würde man hier auch merken,

Zum Beispiel,

Wenn die Frau dann so eine Art körperlich auch zusammensackt in den Stuhl,

So eine Art Hoffnungslosigkeit ausdrückt.

Und das ist erst mal ein gutes Zeichen zunächst,

Denn dann lässt man das Ganze erst mal zu.

Das ist hier wieder der große Punkt.

Die Emotion an sich,

Das ist eher noch eine Schutzemotion,

Wie wir sehen werden,

Diese Hoffnungslosigkeit.

Doch der erste Punkt ist hier,

Es wird zugelassen.

Und das ist sehr wesentlich,

Dieses Zulassen,

Dem Raum geben.

Denn wann macht man das schon mal?

Normalerweise ist es so,

Man fühlt sich jetzt irgendwie so ein bisschen hoffnungslos,

Dann will man gleich dagegen ankämpfen.

Hoffnungslosigkeit darf nicht sein,

Das ist in der Gesellschaft nicht gewünscht.

Also das will man nicht.

Und der erste Schritt,

Auch bei deinem Beispiel,

Wenn du das machen solltest,

Wäre erst mal das zuzulassen,

Was die kritische Stimme bewirkt.

Und das ist erst mal egal,

Was.

Und versuch auch nicht dann irgendwie gleich zu der Stimme zu sagen,

Ja,

Ich brauche das und das von dir.

Das verstärkt diesen ganzen Konflikt nur.

Denn das ist auch so,

Nochmal rausgesucht aus der Übung,

In der Realität so,

Also im Alltag,

Sobald du gegen diese kritische Stimme sofort kämpfst,

So nach dem Motto,

Na,

Lass mich doch jetzt in Ruhe,

Dann weißt du,

Wird diese kritische Stimme nur noch stärker.

Dann reagiert sie vielleicht so mit einer Art Hohn.

Ja,

Sagt,

Ach komm,

Red du nur,

Red du nur.

Und wie du siehst,

Verwickelt man sich in einer Art Kreislauf zwischen Gesagten,

Emotionen und so weiter.

Eine Art Endlosschleife und es kommt zu keiner Lösung,

Bis hin zur totalen Erschöpfung bei manchen Menschen,

Allein durch diesen inneren Kritiker,

Durch diese innere kritische Stimme.

Okay,

Wieder reinzoomen in die Übung.

Das heißt,

Innerer Kritiker hat gesprochen,

Der Anteil zu der Frau,

Die Frau zeigt das,

Ja,

Das stimmt,

Wird eine Art Hoffnungslosigkeit erzeugt.

Und hierbei ist ganz interessant,

Das ist nicht die richtige Hauptemotion darunter.

Und jetzt kommt es darauf an,

Meistens hilft es nochmal,

Die andere Seite einzunehmen,

Also die kritische Stimme,

Und zu schauen,

Wie das dann wirkt auf der kritischen Seite.

Jetzt könnte man so ein bisschen das Gefühl explorieren,

Nennt man das,

Also entdecken,

Wie das für die kritische Seite wirkt.

Und jetzt könnte die kritische Seite vielleicht noch nach dem Motto sagen,

Ja,

Das war klar.

Wenn ich einmal was sage,

Dann sagst du zusammen.

Das dachte ich mir,

Das war echt klar.

Und hier siehst du,

Es ist so eine Art Bestätigung für die innere kritische Seite.

Und jetzt wird wieder die andere Seite gewechselt.

Wir bleiben immer noch bei dem Beispiel von der Frau.

Und jetzt könnte was Entspannendes passieren,

Und das will man auch,

Dass jetzt die echte Emotion,

Die Primäremotion,

Nennt man das auch,

Hervorkommt.

Und das könnte Scham beispielsweise sein.

Jetzt könnte die Frau weiter sagen,

Ich bin echt so wertlos.

Das fühlt sich so schmerzvoll an.

Ich weiß einfach nicht.

Und an diesen Worten könnte man hören,

Dass es eher in Richtung Schmerz oder Scham geht.

Und das ist eigentlich die Emotion,

Die da drunter liegt.

Natürlich auch angepasst an die Situation.

Bei den Männern passiert das ja immer.

Das heißt,

Das ist nicht aus dem Kontext gerissen.

Und jetzt siehst du aber,

Da drüber war Hoffnungslosigkeit,

Und jetzt tritt die eigentliche Scham hervor.

Und ich weiß,

Das klingt insgesamt jetzt sehr abgefahren vielleicht für dich,

Aber bleib da,

Weil wenn du das einmal verstanden hast für dich,

Wenn du das einordnen kannst,

Hilft dir das ungemein im Alltag.

Denn warum haben wir jetzt diese Hauptemotion,

Diese Scham,

Und warum legen wir eine Emotion da drüber,

So eine Art Gullidecke?

Weil wir uns beschützen wollen.

Man könnte auch sagen,

Diese Hoffnungslosigkeit ist eine Art Schutzmechanismus,

Dass wir nicht diese Scham zugeben müssen.

Ganz wichtig hier.

Also diese Zweitemotion schützt uns vor der eigentlichen,

Die wir nicht zugeben wollen.

Und jetzt haben wir uns aber schon weit vorgearbeitet,

Denn wir sind an dieser Hauptemotion angekommen.

Und jetzt ist bloß die Frage,

Wie kriegen wir es hin,

Dass wir aber etwas,

Also eine adaptivere Emotion an,

Die an dem Moment herauskitzeln.

Denn es bleibt natürlich jetzt nicht dabei,

In dieser Scham stecken zu bleiben.

Es geht darum,

Das wirklich zu fühlen,

Wieder zuzulassen,

Wie immer,

Also es da sein zu lassen.

Und jetzt machen wir weiter.

Das heißt,

Jetzt könnte man noch mal in die andere Seite wechseln und schauen,

Wie wirkt es jetzt auf die kritische Seite,

Wenn man sieht,

Wie man da so sitzt und sich einfach nur schämt.

Und vielleicht könnte jetzt schon sowas kommen,

Eine Art weicher werden,

So eine Art Mitgefühl,

Akzeptanz.

Könnte sein.

Das wäre dann schon ein bisschen dieses ruhiger werden.

Das ist das Ziel von der Übung.

Aber es kann immer noch sein,

Dass die kritische Stimme immer noch nicht nachgibt,

Immer noch ein bisschen draufhaut und so weiter.

Das muss man da einfach schauen.

Sei auch ehrlich mit dir.

Wichtige Hinweise noch,

Sprich auch laut.

Mach das nicht so,

Wenn du die Übung machst,

Mit den zwei Stühlen irgendwie für dich so im Kopf,

In Gedanken.

Das nützt nichts.

Musst du einfach schauen,

Ein bisschen,

Wie das auch wirkt bei dir.

Also,

Wenn es schon ein bisschen weicher wird,

Perfekt,

Die kritische Seite.

Falls noch nicht,

Dann wechsel noch mal rüber.

Dann gibt es irgendwie noch was,

Was man sagen könnte,

Wie das auf der lebenden Seite jetzt wirkt.

Und dann könnte etwas passieren,

Dass du plötzlich sowas wie Ärger verspürst,

Dass die kritische Seite dich immer noch nicht in Ruhe lässt.

Und das ist auch ein gutes Zeichen,

Weil das wäre sowas wie selbstbehaubtender Ärger.

Keine blinde Wut,

Sondern es geht darum,

Dass du wie einstehst und bis dann sagst du,

Dass es Schwachsinn ist,

Was du erzählst.

Könnte eine Möglichkeit sein.

Also du zu der kritischen Seite,

Zu deinem kritischen Anteil.

Das ist nicht wahr.

Vielleicht sagt die Frau in dem Beispiel auch,

Ich hatte schon viele Freunde oder beziehungsweise einige.

Das ist überhaupt gar nicht wahr,

Was du erzählst.

Und dann merkt man auch schon,

Wie man das mit anderer Stimmqualität spricht zu sich selbst,

Zu dem kritischen Anteil.

Und das ist ein Zeichen,

Dass man sich einfach sinnvoller organisiert,

Resilienter,

Nennt man das auch.

Also die Stress-Aushaltfähigkeit,

Könnte man auch sagen.

Man merkt das einfach von der Körpersprache auch,

Wie man sich einfach gibt.

Und das ist ein gutes Zeichen,

Weil dann entsteht wirklich eine adaptive Emotion,

Jetzt wirklich eine adaptive Organisation deines Selbst.

Und jetzt wäre ein guter Zeitpunkt,

Zu sagen,

Was du von der kritischen Seite brauchst.

Und das ist der Königsweg,

Können wir sagen,

Weil hinter jeder Emotion steht ein Bedürfnis.

Und wenn es sowas ist,

Eben wie Negativität,

Nennen wir es einfach mal,

Also negative Emotionen,

Was keine Wertung an sich ist,

Aber wir sagen einfach unangenehme Emotionen,

Um das hier einzuordnen,

Dann ist dahinter wirklich etwas,

Was unerfüllt ist.

Das ist einfach nur ein Ausdruck davon,

Von diesem Bedürfnis.

Und in dem Ärger wäre es vielleicht dann,

Das wäre eine passende Emotion,

Das unerfüllte Bedürfnis,

Dass man eben einfach entspannter sein möchte,

Dass die kritische Seite unterstützend wirken soll,

Anstatt destruktiv.

Und das sagt man der anderen Seite dann,

Was man von dieser Seite braucht.

Und dadurch wird auch deutlich,

Dass der Ärger keine blinde Wut ist,

Sondern es ist einfach,

Weil man in Frieden leben möchte,

In Ruhe und von dem inneren Kritiker sich mehr Unterstützung wünscht.

Und das kann man eben sagen,

Was man braucht von der kritischen Seite.

Und wenn du das laut gemacht hast für dich,

Dann wechselst du wieder auf die kritische Seite und schaust,

Ob spätestens jetzt diese innere Kritiker ruhiger wird,

Weicher.

Das ist,

Wie gesagt,

Dieses Ziel.

Es muss eine Art mehr Fluss,

Also ein größerer Fluss entstehen,

So eine Art Sanftheit könnte man das auch nennen,

Dass es nicht mehr dieses Harte ist.

Und wie wäre das vielleicht bei der Frau,

Dass der innere Kritiker dann einfach sagt,

Ah,

Okay,

Das meinst du,

Das verstehe ich,

Damit kann ich besser umgehen.

Vielleicht sowas in der Art.

Und wenn man das hat,

Sprich man hat das Bedürfnis gefunden,

Hat die Emotionen gefühlt dazu,

Von sekundär zur hauptangepassten Emotion,

Also bei uns war das die sekundäre Hoffnungslosigkeit,

Darunter die Scham und dann wirklich das adaptive,

Stärkende Gefühl,

Das war dann dieser Ärger und darunter das Bedürfnis.

Klingt alles ein bisschen viel,

Wie gesagt,

Aber es ist wirklich sehr spannend und sehr wesentlich auch im Alltag,

Weil so läuft das oft ab.

Also,

Der innere Kritiker ist weicher geworden,

Man hat wirklich alles erlebt und sein Bedürfnis geäußert und jetzt könnte man in Verhandlung treten,

Weil nicht jedes Bedürfnis kann sofort erfüllt werden.

Kann auch manchmal sein,

Dass es im Prinzip länger dauert oder bei anderen kritischen Sachen,

Dass das Bedürfnis gar nicht mehr erfüllt werden kann,

Weil es in der Vergangenheit lag.

Vielleicht irgend zu jemand ganz bestimmtes etwas sagen,

Was man aber eben nicht mehr kann,

Weil die Freundschaft auseinandergegangen ist oder die Person vielleicht verstorben ist,

Auch das ist möglich.

Und dann kann man einfach schauen,

Wie man damit umgeht und das Verhandeln kann dann auch wieder in so ein Dialog stattfinden,

Das heißt nach dem Motto,

Was kann man jetzt unternehmen,

Also wie kann man jetzt die Herausforderung wirklich angehen.

Das könnte man dann schauen in so einem Moment bei der Frau mit,

Wenn sie einen Mann kennenlernt,

Könnte man sogar auch noch einen Mann praktisch auf die andere Seite setzen und das einfach mal so spielen,

Wie man dann reagieren würde.

Das ist dann wirklich sehr individuell,

Da müsste man einfach schauen.

Und ich möchte dir hier einfach noch mal den Mut zusprechen,

Dass du das für dich machst,

Weil es ist so,

Ich behandle,

Oder ich sage es anders.

Es geht ja auch immer um die Idee der Spiritualität,

Also sprich,

Dass man einfach,

Naja,

Kein Gedanke,

Kein Gefühl ist und so weiter und eigentlich ist alles gut.

Doch schau ehrlich hin für dich,

Funktioniert das?

Das ist die große Frage.

Und nach meiner Erfahrung kann ich dir sagen,

Wenn du solche kritischen Anteile in dir hast,

Dann ist es oftmals eher eine Art Selbstsabotage,

Die man durchführt,

Indem man eben so zu sich dann spricht,

Ach,

Alles egal,

So nach dem Motto,

Tangiert mich gar nicht.

Und schau wirklich hin,

Geht das weg?

Geht das wirklich davon weg,

Diese,

Diesen kritischen Anteile und so weiter?

Funktioniert das?

Und nach meinen Erfahrungen,

Was ich auch so mit dem Klienten sehe,

Das funktioniert nicht.

Vielleicht kurzzeitig.

Es geht kurzzeitig,

Dass man so raustritt,

Der Beobachter ist,

Aber der Alltag holt einen einfach wieder ein und vor allem auch die Menschen,

Die da drin sind.

Und diese Menschen lösen immer wieder verschiedene Emotionen aus wodurch man kritisch reagiert oder man hat immer wieder die Sache,

Man will vielleicht einen neuen Job anfangen,

Traut sich nicht,

Weil der innere Kritiker so groß ist.

All das ist dann der Alltag.

Und das geht in der Regel nicht weg.

Brauchst auch nicht,

Also nicht nach dem Motto mit den Fingerschnippen,

Weil dann könntest du nicht die Entwicklung machen,

Die dahinter steckt.

Wenn du einmal so eine Entwicklung machst,

Fällt es dir dann viel leichter,

Natürlicherweise in die Tiefe,

In den Beobachter,

So nennen wir es mal,

Wieder reinzufallen,

Weil du einfach nicht mehr in diesen Gefühlswellen verstrickt bist,

Sondern du hast diese Tiefe,

Tiefe des Ozeans,

Wie man so schön dazu sagt,

Einfach besser parat,

Weil du fühlst das,

Was im Prinzip da ist,

Und lässt es zu.

Wenn du Fragen hast zu dieser Übung,

Weil die war natürlich sehr ausführlich,

Schreib mir gerne.

Wenn du die Übung auch machen möchtest,

Dann stehe ich dir dafür auch zur Verfügung.

Gerne gib mir einfach Bescheid und dann können wir schauen,

Was wir zusammen machen können.

Dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag.

Ich freue mich,

Von dir zu hören.

Bis dahin.

Tschüssi!

© 2026 Sascha Planert. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 36 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else