
Yoga Nidra
by Romy Siemens
Dieses Yoga Nidra ist als eigenständige Praxis geeignet. Es kann aber ebenso nach einer ruhigen oder dynamischen Yogaklasse oder einem intensiven Workout in die Entspannung führen. Es enthält einen Bodyscan, eine mental Atemübung und eine Phantasiereise durch den Wald.
Transkription
Willkommen zum Yoga Nidra.
Spüre jetzt in deinen Körper hinein.
Nimm ganz bewusst alles wahr,
Was den Boden berührt.
Spüre deine Fersen,
Deine Waden,
Die Oberschenkelrückseiten,
Deine Gesäßhälften,
Den unteren Rücken,
Den oberen Rücken,
Die Arme und deinen Hinterkopf am Boden liegen.
Und jetzt spüre noch einmal hinein,
Ob du so liegen kannst oder ob du noch einmal etwas verändern möchtest.
Wenn ja,
Dann verändere das jetzt,
Sodass du bis zum Ende von Yoga Nidra absolut still liegen kannst.
Spüre deine Kleidung auf deiner Haut und dann bring deine Achtsamkeit zu deiner Atmung.
Ohne einzugreifen,
Beobachte deinen Atem.
Nimm bewusst wahr,
Wie dein Atem gerade fließt.
Ohne einzugreifen,
Ohne den Atem zu bewerten.
Und jetzt werte dir ganz bewusst,
Wo du dich gerade befindest.
Wo befindet sich deine Yogamatte?
In welchem Raum?
Wo befindet sich dieser Raum?
In welchem Gebäude?
Wo befindet sich dieses Gebäude?
In welcher Straße?
In welcher Stadt?
In welchem Bundesland?
In welchem Land?
Wiederhole jetzt dreimal in deinem Geiste.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Wir beginnen mit deinem Sankalpa.
Ein Sankalpa ist eine positive,
Nach vorn gerichtete Affirmation.
Ein kurzer Satz.
Er muss positiv formuliert sein.
Dabei ist es wichtig,
Dass du nicht zu viel darüber nachdenkst,
Sondern mit deinem Herzen entscheidest.
Ich gebe dir jetzt ein paar Möglichkeiten.
Ich bin frei.
Ich bin stark.
Ich bin glücklich.
Ich bin selbstbewusst.
Ich bin entspannt.
Nimm das Sankalpa,
Was du für dich wahr werden lassen möchtest.
Falls du noch nichts gefunden hast,
Dann nimm Ich glaube an mich.
Wiederhole dein Sankalpa dreimal in deinem Geiste.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Bringe deine Achtsamkeit zu den Körperpartien,
Die ich dir jetzt nennen werde.
Für einen kleinen Bruchteil deiner Zeit bringe dir deine gesamte Achtsamkeit zu rechter Daumen,
Rechter Zeigefinger,
Rechter Mittelfinger,
Rechter Ringfinger,
Rechter kleiner Finger,
Rechte Handinnenfläche,
Rechter Handrücken,
Rechtes Handgelenk,
Rechter Unterarm,
Rechter Ellenbogen,
Rechter Oberarm,
Rechte Schulter,
Rechte Achselhöhle,
Rechte Brust,
Rechte Seite der Rippen,
Rechte Taille,
Rechte Hüfte,
Rechter Oberschenkel,
Rechtes Knie,
Rechte Kniekehle,
Rechte Wade,
Rechtes Schienbein,
Rechter Knöchel,
Rechte Ferse,
Rechte Fußsohle,
Rechter Fußspann,
Rechter kleiner Zeh,
Rechter vierter Zeh,
Rechter mittlerer Zeh,
Rechter zweiter Zeh,
Rechter großer Zeh,
Linke große Zeh,
Linke zweite Zeh,
Linke mittlere Zeh,
Linke vierte Zeh,
Linke kleine Zeh,
Rechter Fußspann,
Rechter Fußsohle,
Rechter Fersen,
Rechter Knöchel,
Rechter Schienbein,
Rechter Waden,
Rechter Kniekehle,
Rechter Knie,
Rechter Oberschenkel,
Linke Hüfte,
Linke Taille,
Linke Seite der Rippen,
Linke Brust,
Linke Achselhöhle,
Linke Schulter,
Linker Oberarm,
Linker Ellbogen,
Linke Unterarm,
Linkes Handgelenk,
Linke Handrücken,
Linke Handinnenfläche,
Linke kleiner Finger,
Linke Ringfinger,
Linke Mittelfinger,
Linke Zeigefinger,
Linke Daumen.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Du praktizierst jetzt eine mentale Atemübung.
Bringe deine Achtsamkeit zu deiner Atmung,
Ohne deine Hände zur Hilfe zu nehmen.
Atmest du jetzt gleich über ein Nasenloch ein und über das andere Nasenloch aus,
Nur mit der Kraft deiner Vorstellung.
Atme vollständig aus.
Atme ein über links.
Atme aus über rechts.
Rechts ein,
Links aus.
Links ein,
Rechts aus.
Rechts ein,
Links aus.
Wir beginnen zu zählen.
Links ein,
Eins.
Rechts aus,
Eins.
Rechts ein,
Zwei.
Links aus,
Zwei.
Links ein,
Drei.
Rechts aus,
Drei.
Rechts ein,
Vier.
Links aus,
Vier.
Über beide Nasenlöcher ein für fünf.
Über beide Nasenlöcher aus für fünf.
Links ein,
Sechs.
Rechts aus,
Sechs.
Rechts ein,
Sieben.
Links aus,
Sieben.
In deinem Rhythmus weiter.
Jedes Mal,
Wenn du dich verzählst,
Beginnst du wieder bei eins.
Jedes Mal,
Wenn du den Fünferschritt vergisst,
Beginnst du wieder bei eins.
Es ist nicht wichtig,
Eine hohe Zahl zu erreichen,
Sondern es ist wichtig,
Fokussiert zu bleiben.
Es ist wichtig,
Ehrlich zu bleiben.
Deswegen beginne immer wieder bei eins,
Sobald du dich verzählst.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Stell dir vor,
Du beißt in eine bittere Frucht.
Vielleicht eine bittere Gräbfrucht.
Spüre die Frucht auf deiner Zunge.
Spüre,
Wie sich die ganze Frucht in deinem Mund anfühlt.
Spüre hinein,
Wie das Bittere deine Zunge erreicht und deinen Gaumen.
Und spüre,
Wie sich dein ganzer Mund zusammenzieht.
Nimm ganz bewusst wahr,
Wie fühlt sich diese bittere Frucht in deinem Mund an.
Spüre,
Wie das Bittere dafür sorgt,
Dass sich dein ganzes Gesicht zusammenzieht.
Spüre die bittere Frucht auf dem hinteren Teil deiner Zunge.
Spüre,
Wie der bittere Saft deine Kehle erreicht.
Wie der bittere Saft deine Speiseröhre hinabrauscht.
Spüre,
Wie er in deinem Magen ankommt.
Und spüre,
Wie dein ganzer Körper diese bittere Frucht aufnimmt.
Die Frucht,
Die bitter ist.
Sehr gesund,
Aber bitter.
Dein ganzer Körper spürt diese bittere Frucht.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Jetzt stell dir vor,
Du beißt in deine Lieblingsfrucht.
Sie ist richtig süß.
Vielleicht eine süße,
Reife Mango,
Frisch vom Baum gepflückt.
Vielleicht hast du eine andere süße Lieblingsfrucht.
Spüre die Frucht in deinem Mund.
Wie riecht diese Frucht?
Spüre,
Wie die Vitamine deiner Lieblingsfrucht in deinen Körper strömen und deinen Körper stärken.
Spüre die Süße in deinem Mund.
Spüre,
Was mit deinem Mund passiert.
Spüre,
Wie deine Lippen weich werden.
Spüre,
Wie dein ganzes Gesicht weich und entspannt wird.
Deine Nacken und Schultern entspannen.
Dein ganzer Körper wird angenehm weich und locker.
Du spürst den Saft dieser süßen Frucht durch deine Kehle laufen.
Der Saft ist süß und nährend.
Fühle in deinen ganzen Körper hinein.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Stell dir vor,
Es ist ein lauer Sommertag.
Du stehst vor einem Wald.
Du stehst vor deinem Wald.
Du weißt genau,
Dieser Wald ist ein absolut sicherer Ort.
Und du läufst auf diesen Wald zu und gehst in diesen Wald hinein.
Du bist barfuß und spürst den wunderbar weichen Waldboden unter deinen Füßen.
Lauf weiter in deinen Wald hinein.
Schau dich um.
Was kannst du alles in deinem Wald sehen?
Du siehst große Bäume und kleine Bäume,
Alte Bäume und ganz junge Bäume,
Breite Bäume,
Schmale Bäume,
Nadelbäume,
Laubbäume.
Du kannst hier Bäume in allen Schattierungen von Grün sehen.
Dunkelgrüne Bäume,
Sommergrüne Bäume,
Lindgrüne Bäume.
Du kannst alle Schattierungen von Grün sehen.
Lauf weiter in deinen Wald hinein und atme tief ein.
Rieche die Waldluft.
Spür den Waldboden unter deinen Füßen.
Spaziere weiter in deinen Wald hinein.
Hier bist du absolut sicher.
Schau dich um.
Was kannst du noch alles sehen?
Schau nach oben zwischen die Baumwipfel.
Hier siehst du die Sonne.
An manchen Stellen reichen die Sonnenstrahlen bis ins Unterholz.
Lauf weiter.
Nimm dabei tiefe Atemzüge,
Sodass du die Waldluft riechen kannst.
Fühle den weichen Waldboden unter deinen Füßen und lauf weiter tiefer in den Wald hinein.
Was kannst du hören?
Vielleicht hörst du Vögel singen.
Vielleicht ein sanftes Rascheln durch das Rauschen des Windes in den Blättern.
Lauf weiter.
Vielleicht kannst du auch Tiere beobachten.
Vögel.
Eichhörnchen.
Vielleicht kannst du auch ein Reh sehen.
Ganz weit hinten einen Fuchs zwischen den Bäumen.
Schau dich um.
Was kannst du noch sehen und wahrnehmen in deinem sicheren Wald?
Gehe nun noch tiefer in den Wald hinein.
Du läufst einen Waldweg entlang und siehst am Ende des Waldweges eine Lichtung.
Laufe auf diese Lichtung zu.
Spüre die Luft des Waldes auf deiner Haut.
Nimm den ganzen Wald in dir auf.
Atme die frische,
Gesunde Waldluft tief ein.
Du läufst weiter und weiter und kommst auf die Lichtung.
Jetzt stehst du am Rande der Lichtung.
Auf dieser Lichtung befindet sich eine große Wiese.
Auf dieser Wiese wachsen alle Blumen,
Die du dir vorstellen kannst.
Hier wachsen sogar Blumen,
Die normalerweise gar nicht zusammenwachsen aufgrund des Klimas oder der Jahreszeit.
Hier auf deiner Lichtung,
In deinem Wald,
Ist alles möglich.
Hier stehen alle Blumen zusammen.
Du siehst roten Mohn,
Orange Ringelblumen,
Gelbe Sonnenblumen,
Grüne Chrysanthemen,
Himmelblaue Glockenblumen,
Lila Orchideen,
Weiße Margariten.
Schau dich weiter um,
Was du noch auf deiner Lichtung sehen kannst.
Auf der Mitte dieser Lichtung steht ein Baum.
Dein Kraftbaum.
Schau ihn dir ganz genau an.
Was ist das für ein Baum?
Ist er groß und kräftig?
Hell oder dunkel?
Ein Nadelbaum oder ein Laubbaum?
Vielleicht kennst du sogar den Namen deines Kraftbaumes.
Schau dir deinen Kraftbaum ganz genau an.
Lauf einmal um ihn herum.
Du kannst starke,
Kräftige Wurzeln entdecken.
Bleib stehen und streck deine rechte Hand zu deinem Kraftbaum aus.
Berühre mit deiner rechten Handinnenfläche die Rinde deines Baumes.
Leg deine linke Hand auf dein Herz.
Und nun spüre,
Wie die Energie des Baumes durch deine rechte Hand in deinen Körper fließt.
Spüre,
Wie die Kraft des Baumes auf dich übergeht.
Vielleicht spürst du ein sanftes Prickeln auf deiner rechten Handinnenfläche.
Spüre die Stärke des Baumes,
Die in dich übergeht.
Verweile hier und nimm die Kraft des Baumes in deinen Körper auf.
Nimm die Kraft des Baumes in deinen Geist auf.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Schaue von innen hinter deine Stirn.
Und lasse die folgenden Bilder vor deinem inneren Auge so detailgetreu wie möglich entstehen.
Ein frisch gepflügter Acker.
Eine weiße Taube.
Ein stiller See.
Ein schillernder Regenbogen.
Eine grüne Wiese.
Ein funkelnder Diamant.
Ein loderndes Lagerfeuer.
Ein tiefroter Sonnenaufgang.
Eine ägyptische Pyramide.
Ein Wasserfall im Regenwald.
Ein goldener Ring.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich praktiziere gerade Yoga Nidra.
Komme zurück zum Anfang der Yoga Nidra-Praxis.
Komme zurück zu deinem Sankalpa.
Wiederhole es dreimal in deinem Geiste.
Ich bin wach.
Ich bin bei vollem Bewusstsein.
Ich beende gerade Yoga Nidra.
Bleib noch regungslos liegen.
Und spüre in deinen Körper hinein.
Dein Körper,
Der jetzt seit einer halben Stunde absolut ohne jegliche Bewegung ist,
Spüre dennoch das Leben in deinem Körper.
Vielleicht spürst du das Leben über deinen Atem.
Vielleicht spürst du das Leben über deinen Herzschlag.
Fühle in deinen Körper hinein.
Wie fühlt er sich jetzt an?
Wenn du jetzt gleich aus dem Yoga Nidra erwachst,
Wirst du dich fühlen,
Als hättest du einen tiefen,
Langen,
Erholsamen,
Traumlosen Schlaf hinter dir.
Dennoch wirst du heute Abend,
Wenn du dich ins Bett legst,
Schnell in einen wunderbaren Schlaf sinken und morgen früh total entspannt erwachen.
Bewege jetzt langsam deine Fingerspitzen und deine Zehen,
Kreise,
Fuß- und Handgelenke.
Strecke die Arme lang über den Kopf aus und dann ziehe die Knie zur Brust und lege dich auf deine rechte Seite.
Nimm dir noch ein wenig Zeit und komme zum Sitzen,
Wenn du soweit bist.
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