
Gehmeditation (10 Min.)
Wann immer uns unruhig oder gestresst fühlen oder auch einfach nur einen Moment der Achtsamkeit genießen möchten - die Gehmeditation ist eine schöne Praxis, um sich zu erden, zu beruhigen, in Kontakt mit sich zu kommen. Du brauchst dafür nur einige wenige Meter. Oder du nutzt einen Weg, den du sowieso gehst, oder einen Spaziergang für eine kurze Achtsamkeitspraxis.
Transkription
Willkommen zur Gehmeditation.
Diese einfache Praxis,
Die wir ganz leicht in unseren Alltag integrieren können,
Kann sehr hilfreich sein,
Um uns mit uns selbst zu verbinden,
Zu erden,
Zu beruhigen.
Gerade dann,
Wenn wir gestresst,
Unruhig oder emotional aufgewühlt sind.
Aber auch sonst können wir die Gehmeditation jederzeit zwischendurch üben und einen Moment der Achtsamkeit erleben.
Du brauchst für diese Gehmeditation nur wenige Meter.
Es reicht eine kurze Strecke,
Auf der du hin und her gehen kannst.
Oder wenn du vielleicht ohnehin unterwegs zu einem Ziel oder auf einem Spaziergang bist,
Dann kannst du diesen Weg nutzen für deine Praxis.
Beginne,
Indem du einen aufrechten und bequemen Stand einnimmst,
Etwa hüftbreit.
Nimm zunächst die Qualität dieser Haltung wahr.
Die Aufrichtung des Körpers,
Den Kontakt der Fußsohlen,
Die Festigkeit und Stabilität des Bodens.
Du kannst die Empfindungen in deinen Fußsohlen auch etwas intensivieren,
Indem du deinen Oberkörper etwas nach vorne oder hinten lehnst.
Vielleicht auch beides im Wechsel.
Du kannst dein Gewicht auch einmal von links nach rechts verlagern oder vorsichtig kreisförmige Bewegungen machen und dabei in Kontakt bleiben mit deinen Fußsohlen und allem,
Was du dort jetzt gerade spüren kannst.
Dann lass die Bewegungen wieder ausklingen und finde zu einem mittigen,
Festen Stand.
Mag sein,
Dass du die Stabilität wahrnimmst,
Die diese Haltung verkörpert.
Vielleicht auch nicht.
Und wenn du jetzt daran denkst,
Gleich loszugehen,
Dann nimm wahr,
Ob dieser Gedanke vielleicht schon einen Impuls in deinem Körper auslöst.
Sei einfach neugierig,
Ob es da etwas zu entdecken gibt,
Schon bevor du überhaupt losgehst.
Und dann bringe dein Gewicht mehr und mehr auf den linken Fuß.
Und beginne zunächst ganz langsam,
Den ersten Schritt zu machen mit dem rechten Fuß.
Hebe langsam den rechten Fuß vom Boden,
Bewege ihn eine kleine Distanz nach vorne und setze ihn achtsam ab.
Spür,
Wie die Ferse den Boden berührt und dann die Fußsohle abrollt,
Bis dein rechter Fuß ganz auf dem Boden ist.
Dann mache den nächsten Schritt und bleibe auch hier spürend bei den einzelnen Momenten dieses Ablaufes.
Das Heben des Fußes,
Die Bewegung durch die Luft,
Das Absetzen und Abrollen der Fußsohle.
Du kannst auch bemerken,
Wie sich beim Gehen das Gewicht im Körper immer wieder verlagert.
Nun gehe so langsam,
Achtsam weiter.
In einem Tempo,
Das es dir erlaubt,
Gut im Kontakt mit den Empfindungen in deinen Fußsohlen zu bleiben.
Es kann sein,
Dass das am Anfang sehr langsam ist.
Wenn du aber merkst,
Dass du dein Gleichgewicht verlierst,
Dann gehe ein klein wenig schneller.
So wie Fingerspitzen fühlen,
Kannst du mit deinen Fußsohlen nun die Berührungen,
Den Kontakt zum Boden wahrnehmen.
Schritt für Schritt.
Und wenn du bemerkst,
Dass deine Aufmerksamkeit abschweift oder dein Geist vielleicht kommentiert oder bewertet,
Vielleicht mit einem,
Das ist langweilig oder was soll das bringen oder das mag ich oder mag ich nicht,
Dann nimm das einfach gelassen wahr und bringe die Aufmerksamkeit zurück zum Spüren deiner Fußsohlen.
Mit jedem Schritt kannst du neu beginnen,
Ganz geduldig und freundlich mit dir selbst.
Du kannst auch damit experimentieren,
Dass du die einzelnen Schritte der Gehmeditation innerlich benennst.
So kannst du innerlich zu dir sagen,
Heben,
Bewegen,
Absetzen,
Während du die nächsten Schritte gehst.
Wenn du aber bemerkst,
Dass das Benennen nicht hilfreich für dich ist,
Dann bleib einfach beim Spüren der Empfindungen in deinen Fußsohlen während des Gehens.
Wähle die Form der Praxis,
Die für dich hilfreich ist.
Wenn du magst,
Kannst du dich auch einen Moment lang daran erinnern,
Dass deine Füße jeden Tag so viel für dich tun und leisten.
Dass sie dich überall hinbringen und dir so vieles erm��glichen,
Obwohl sie so klein sind.
Häufig halten wir das für selbstverständlich.
Vielleicht möchtest du ihnen ja jetzt gerade auch ein wenig freundliche Dankbarkeit zukommen lassen,
Während du weitergehst.
Du kannst diese Übung so lange fortsetzen,
Wie es für dich passend ist.
Wenn du möchtest,
Kannst du auch das Tempo variieren und wahrnehmen,
Wie unterschiedlich sich das anfühlt.
Wann immer du soweit bist,
Die Gehmeditation zu beenden,
Komme langsam wieder zum Stehen.
Spüre noch einen Moment lang im Stehen nach.
Nimm wahr,
Wie es sich jetzt anfühlt,
Hier zu stehen.
Die Aufrichtung des Körpers,
Die Festigkeit des Bodens,
Der dich trägt.
Und weiter abschließend die Aufmerksamkeit aus auf den gesamten Körper,
Von den Fußsohlen über die Beine und Hüften,
Den Oberkörper bis hin zum Kopf.
Nimm noch ein,
Zwei tiefere Atemzüge.
Alles darf genauso sein,
Wie es gerade ist.
Du darfst genauso sein,
Wie du gerade bist.
Und dann beende diese Übung und kehre zurück in deinen Tag.
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