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Das Rechte Maß | Meditation & Märchen Zum Einschlafen

by Alexandra Matthes

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4.9
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Meditation
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Meditative Einschlaf-Entspannung und ein ungarisches Märchen Was im Märchen passiert: Der Bauer Jánosh träumt von Wohlstand und Freiheit durch mehr Land. Als er die Chance bekommt, so viel Boden zu beanspruchen, wie er an einem Tag begehen kann, treibt ihn sein Ehrgeiz an seine Grenzen. Er erreicht sein Ziel, bricht jedoch erschöpft zusammen. Später erkennt er: Nicht der Besitz macht glücklich, sondern das rechte Maß zwischen Wollen und Können. Wie immer, so wird auch dieses Märchen am Ende gut ausgehen, Du kannst also jederzeit beruhigt einschlafen. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume.

Transkription

Das rechte Maß,

Entspannende Abendmeditation und ein Märchen aus Ungarn.

Bestimmt hast es dir in deinem Bett schon gemütlich gemacht.

Dann rückel und regel dich zurecht.

Bring gerne nochmal ein wenig Bewegung in deinen Körper.

Recke und strecke dich und atme dazu tief ein und lösend wieder aus.

Nimm nochmal einen ganz bewussten,

Tiefen Atemzug ein und lass mit dem Ausatmen los.

Wenn nicht schon getan,

Dann schließe jetzt deine Augen und werde ganz ruhig.

Spüre,

Wie dein Atem nun ganz gleichmäßig,

Ganz natürlich ein- und ausströmt.

Und stelle dir vor,

Wie du immer schwerer und immer entspannter in deine Matratze singst.

Es gibt jetzt nichts mehr zu tun,

Als einfach nur zu entspannen.

Und das darf sich gut anfühlen.

Ich lade dich ein,

Gleich wenn ich es sage,

Nochmal die Bilder deines heutigen Tages vor deinem inneren Auge wie einen Film vorbeilaufen zu lassen.

Schau einfach,

Welche Bilder auftauchen,

Wenn du an heute denkst.

Und beobachte sie wie ein freundlicher Zuschauer oder eine freundliche Zuschauerin.

Was ist heute passiert?

Was hat diesen Tag heute ausgemacht?

Ab jetzt eine Minute für deinen Film des heutigen Tages.

Nun sammel doch nochmal die Dinge zusammen,

Die heute besonders schön waren.

Wofür bist du heute dankbar?

Schau,

Dass du auf mindestens drei Dinge kommst,

Für die du heute dankbar bist.

Nimm nochmal einen etwas tieferen Atemzug ein und lass mit dem Ausatmen los.

Gedanken an den Tag,

Alle,

Vielleicht noch vorhandene Unruhe.

Du bist sicher und geborgen,

Geborgen und sicher.

Und die Dinge dürfen sich,

Während du ruhst und während du gleich schläfst,

Zu deinem Wohl und zu deinem Besten entwickeln.

Jede Zelle in deinem Körper weiß genau,

Was zu tun ist.

Möglicherweise spürst du schon,

Wie du immer schläfriger und immer müder wirst.

Und du weißt,

Du darfst jederzeit einfach einschlafen.

Ob vor,

Während oder nach der Geschichte,

Die ich dir gleich erzählen werde,

Ist ganz egal.

Und der warme und sanfte Wind des Südens nimmt dich mit auf eine kleine Reise in ein wunderschönes Land.

Und du darfst belauschen und beobachten,

Was dort so vor sich geht.

Es war einmal in den weiten Ebenen Ungarns ein Bauer namens Janosch.

Er lebte in einem kleinen Dorf,

Umgeben von fruchtbarem Boden,

Der von sanften Hügeln und stillen Flüssen eingerahmt war.

Janosch war ein fleißiger Mann,

Der mit seinen eigenen Händen das Land bestellte,

Das ihm sein Vater vererbt hatte.

Sein Leben war ruhig und geordnet.

Doch tief in seinem Herzen trug er einen Wunsch.

Den Wunsch nach mehr Land.

Mit mehr Feldern könnte ich so viel mehr anbauen,

Dachte er oft.

Ich hätte dann genug Getreide für die größeren Märkte in der Stadt und könnte meine Familie besser versorgen.

Und ich könnte sogar Vorräte für schlechte Jahre anlegen.

Ja,

Dann könnte ich endlich ruhig schlafen.

Eines Tages erreichte ein Fremder das Dorf.

Er war ein reisender Händler,

Und die beiden kamen ins Gespräch.

Der Händler erzählte Janosch von einem Landstrich,

Nicht weit von hier,

Wo man so viel Land bekommen konnte,

Wie man wollte.

Die Regeln dort sind einfach,

Erklärte der Händler.

Du beginnst bei Sonnenaufgang,

Gehst so weit du kannst,

Und alles Land,

Das du umrundest,

Gehört dann dir.

Aber bedenke,

Du musst vor Sonnenuntergang zurück am Ausgangspunkt sein.

Sonst verlierst du alles,

Auch das Land,

Das du jetzt schon hast.

Janosch lauschte gebannt.

So viel Land,

Wie ich begehen kann,

Dachte er.

Das könnte die Antwort auf all meine Sorgen sein.

In den nächsten Wochen bereitete sich Janosch vor.

Er arbeitete härter als je zuvor,

Um sicherzustellen,

Dass seine Familie versorgt war,

Während er unterwegs war.

Und dann war der Tag gekommen,

An dem er sich auf die Reise zu jenem Landstrich begab.

Es dauerte nicht lange,

Da erreichte er die weiten Ebenen,

Von denen der Händler gesprochen hatte.

Es war ein offenes,

Fruchtbares Land,

Das sich bis zum Horizont erstreckte.

Die wenigen Bewohner des Gebietes waren freundliche und heitere Leute,

Und sie erklärten ihm noch mal die Bedingungen.

Gehe los,

Markiere deinen Weg,

Aber sei zurück,

Bevor die Sonne untergeht.

Am nächsten Tag,

Als die ersten Strahlen des Morgens über die Hügel krochen,

Stand Janosch bereit.

Er hatte sich vorgenommen,

Das beste Land für sich einzuschließen.

Das Weideland am Fluss,

Die sanften Hügel,

Wo die Bäume in Reihen standen,

Und die fruchtbaren Felder,

Die bereits grün leuchteten.

Er ging schnell,

Fast rennend,

Und er markierte mit kleinen Erdhaufen seine Grenzen.

Noch ein Stück weiter,

Sagte er sich immer wieder,

Nur ein Stückchen mehr noch,

Und dann habe ich alles,

Was ich brauche.

Die Zeit verging schneller,

Als er gedacht hatte.

Die Sonne stieg höher,

Und die Hitze begann,

Ihn zu ermüden.

Janosch spürte seine Beine schwer werden,

Aber sein Verlangen nach mehr ließ ihn nicht umkehren.

Als der Nachmittag kam,

War er weit von seinem Ausgangspunkt entfernt.

Die Sonne begann sich bereits zu senken,

Und er merkte,

Dass er schnellstens zurücklaufen musste.

Sein Atem wurde schwer.

Seine Schritte stolperten.

Der Weg zurück war länger,

Als er es sich vorgestellt hatte.

Er fühlte,

Wie ihm die Kraft ausging.

Doch in dem Moment,

Als die Sonne am Horizont unterging,

Erreichte er den Ausgangspunkt.

Er hatte es geschafft.

Doch nun gaben seine Beine nach.

Er sank auf die Knie und brach zusammen.

Er war mit seiner Kraft am Ende.

Die Menschen halfen ihm,

Ihn nach Hause zu bringen.

Und es dauerte,

Bis er langsam wieder zu sich kam.

Seine Beine schwach,

Sein Geist benommen.

Tage um Tage vergingen,

Bis Janosch endlich wieder die Kraft hatte,

Hinauszugehen.

Und als er dann das Land,

Das er nun sein Eigen nennen durfte,

Betrachtete,

Erkannte er,

Dass es zu viel war.

Es war mehr,

Als er bewältigen konnte.

Mehr,

Als er brauchte.

Und er dachte nach.

Was habe ich getan?

Warum habe ich alles aufs Spiel gesetzt?

Flüsterte er zu sich selbst.

Ich habe mich fast selbst zerstört,

Nur um mehr zu bekommen,

Als ich handhaben kann.

Als er wieder Kraft hatte und mit der Bewirtschaftung des Landes begann,

Tat er es vorsichtig.

Schritt für Schritt.

Und er bearbeitete nur so viel Land,

Wie er wirklich pflegen konnte.

Die übrige Fläche ließ er unberührt.

Sie wurde wieder Teil der weiten,

Friedlichen Ebene.

Und Janosch fand seinen Frieden.

Er verstand,

Dass es nicht darum ging,

Wie viel man besitzt,

Sondern wie gut man das nutzt,

Was man hat.

Von da an lebte Janosch mit seiner Familie ein zufriedenes,

Einfaches und ruhiges Leben im richtigen Maß.

Und wenn er nicht gestorben ist,

So lebt er auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

Einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.

4.9 (16)

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Cori

April 20, 2026

Ich habe mir die Meditation mehrmals angehört, habe allerdings noch nicht viel vom Märchen gehört, weil ich sofort einschlafe. Allerdings wache ich wahrscheinlich am Ende sofort wieder auf, wenn ich Deine beruhigende Stimme nicht mehr höre. Könntest Du in Zukunft auch mal eine längere Geschichte erzählen ? Vielen Dank und liebe Grüße

Ilo

April 19, 2026

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