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Dazwischen - Eine Meditation für Übergänge

by Kira Benning

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Meditation
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Manchmal sind wir nicht mehr ganz dort, wo wir waren - und noch nicht angekommen. Diese Meditation begleitet dich in den Zwischenraum. In Zeiten des Wandels, in denen sich etwas verschiebt, ohne dass es schon klar benannt werden kann. Du musst hier nichts entscheiden. Nur atmen. Nur bleiben. Eine stille Begleitung für innere Schwellen, für Übergänge, Abschiede und Neubeginne.

Transkription

Willkommen.

Willkommen hier bei Dir.

Dies ist Dein Moment,

Dein Raum,

Deine Zeit.

Wenn es sich für Dich stimmig anfühlt,

Schließe nun sanft Deine Augen.

Und wenn Du sie lieber geöffnet lassen möchtest,

Lass Deinen Blick weich werden.

Spüre den Boden unter Dir still,

Beständig.

Erträg Dich,

Ohne dass Du etwas dafür tun musst.

Lass Deinen Atem kommen und wieder gehen.

Mit jeder Ausatmung darf Dein Körper ein wenig schwerer werden.

Ein Stück tiefer,

Ein Stück weicher,

Ganz von selbst.

Vielleicht bemerkst Du,

Wie sich Deine Schultern lösen,

Wie Dein Gesicht weicher wird,

Wie Dein Bauch sich hebt und wieder senkt.

Wenn es sich gut anfühlt,

Lege nun eine auf Deinen Bauch.

Spüre die Wärme Deiner Hand.

Nimm die Bewegung wahr.

Hier ist Leben in Dir,

Ruhig,

Beständig.

Drücke Deine Füße sanft in den Boden,

Nur ein wenig.

Und nimm wahr,

Du wirst gehalten.

Hier und jetzt.

Und während Dein Atem weiter fließt,

Öffnet sich in Dir ein Raum.

Vielleicht ist da etwas,

Das Du schon eine Weile mit Dir trägst.

Noch ohne klare Worte.

Nicht ganz Unruhe.

Nicht ganz Stille.

Etwas dazwischen.

Du musst es gerade nicht benennen.

Du musst es nicht verstehen.

Du bist nicht mehr ganz dort,

Wo Du warst und noch nicht angekommen.

Etwas hat sich verschoben.

Noch ohne klare Richtung.

Du stehst auf einer Schwelle.

Vielleicht spürst Du diese Schwelle im Körper,

In Deinen Füßen,

In Deinem Bauch,

In Deinem Atem.

Vielleicht wie der Moment zwischen Nacht und Morgen.

Die Dunkelheit ist noch da.

Und doch verändert sich bereits der Himmel.

Vielleicht wie der Atem zwischen Ein- und Ausatmen.

Ein stiller Punkt,

In dem nichts geschieht und doch alles möglich ist.

Vielleicht wie ein Schritt,

Der sich hebt.

Der Körper weiß,

Er wird gehen,

Doch der Fuß berührt den Boden noch nicht.

Vielleicht wie eine Tür,

Die sich langsam schließt.

Nicht mehr weit offen und noch nicht geschlossen.

Bleib mit Deinem Atem verbunden.

Du atmest ein und wieder aus.

Vielleicht zieht Dich etwas in Dir nach vorn.

Vielleicht hält Dich noch etwas zurück.

Du musst Dich gerade nicht bewegen.

Spüre Deine Füße.

Spüre Deine Hand auf Deinem Bauch.

Dein Atem fließt.

Und wieder aus.

Dieses Dazwischen trägt seinen eigenen Rhythmus.

Es ist ein Sammeln,

Wie ein Atemholen,

Bevor sich etwas neu ordnet.

Bleib hier,

Bei Dir.

Noch einen Atemzug und noch ein.

Vielleicht entsteht jetzt ein leises Vertrauen.

Du bist nicht stehen geblieben.

Du sammelst Dich einfach.

Der Schritt wird kommen.

Komm,

Wenn er dran ist.

Die Tür wird sich schließen,

Wenn es Zeit dafür ist.

Du musst gerade nichts anschieben.

Atme.

Und nun nimm Deinen Körper wieder bewusst wahr.

Deine Füße.

Deine Beine.

Deine Hände.

Und wenn Deine Hand noch auf Deinem Bauch liegt,

Lass sie nun langsam wieder sinken.

Bringe Bewegung in Deine Zehen,

In Deine Füße.

Gib die Bewegung weiter in Deine Finger,

Deine Hände.

Reck und streck Dich,

Wenn Dir danach ist.

Atme noch einmal tief ein.

Und wenn Du soweit bist,

Öffne sanft Deine Augen.

Ganz in Deinem Tempo.

Du gehst weiter.

In Deinem Tempo.

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