
Qigong In Herausfordernden Zeiten: Dantian-Meditation
Drei Dantian ins Gleichgewicht bringen: Diese Qigong-Übung im Sitzen lindert emotionalen und körperlichen Stress, beruhigt und klärt Herz, Geist und Körper. Sie hilft, die innere Balance zu bewahren – und das besonders in herausfordernden Zeiten. Das Nervensystem wird reguliert, der unruhige Geist mit meditativer Stille vertraut gemacht. So trägt auch der kleinste Tropfen jedes Einzelnen zum umfassenden Gleichgewicht auf der Erde bei!
Transkription
Für die Dantienatmung im ersten Teil der Übung leg dich bequem und entspannt auf den Rücken.
Leg deine Hände übereinander auf den Unterbauch,
Einige Zentimeter unterhalb des Bauchnabels,
Wenn möglich die Handmitten übereinander und lass deine Aufmerksamkeit durch diese sanfte Berührung und die natürliche Bewegung des Atems dort im Bauchraum ankommen.
Das Energiezentrum Dantien,
Zenobafeld,
Befindet sich in der Mitte zwischen den Händen auf dem Unterbauch und dem unteren Rücken,
Der auf der Erde aufliegt.
Kannst du in diesen Bereich hinein spüren?
Kannst du die Atembewegung dort wahrnehmen?
Lass den Atem durch Entspannung tief in den Bauch einsinken,
Als wäre das der einzige Platz,
An dem Bewegung geschieht.
Der untere Bauch und der untere Rücken dehnen sich sanft aus,
Wenn du einatmest,
Und ziehen sich zusammen,
Wenn du ausatmest,
Anstrengungslos wie von allein.
Folge dem natürlichen Atemrhythmus nichts forcieren,
Nichts beeinflussen und fühle einige Momente diesen natürlichen Dantien-Atem.
Öffnen beim Einatmen,
Schließen beim Ausatmen.
Ein und aus.
Wenn du heute noch nichts fühlst,
Stell dir diesen Bereich vor.
Das Fühlen wird sich nach und nach entwickeln.
Es wird der Vorstellung folgen.
Ein und aus.
Ausdehnen,
Zusammenziehen.
Durch Entspannung den Bauchraum weit werden lassen,
Sich sanft zusammenziehen lassen.
Unter den Händen,
Auf der Erde.
Dann lass den Atem los.
Ohne aus der Ruhe zu kommen,
Geh über in eine entspannte,
Aufrechte Sitzhaltung.
Lege beide Hände unterhalb des Bauchnabels auf den Bauch,
Die Handherzen genau übereinander und spüre diese liebevolle Berührung deiner Hände dort auf dem Eingangstor zum unteren Dantien inmitten deines Bauches.
Dies ist dein Ruhepol,
Dein Kraftort,
Der dich mit der Erde verbindet,
Dir Stabilität gibt,
Vertrauen und Orientierung im Raum.
Lass dich innerlich vollkommen nieder in diesem inneren Raum der Stille,
Der Geborgenheit.
Entspann dich unter deine Hände und lass dich dort in der tiefen Ruhe ankommen und ausruhen.
So als würdest du nach einem langen,
Anstrengenden Tag nach Hause kommen,
Um dich endlich aufs Sofa fallen zu lassen.
Genau so ankommen.
Hier,
Weit unten,
Weit von allen Gedanken,
Vom Kopf entfernt.
Ausatmen,
Ankommen,
Ausruhen.
Dann spüre wieder deine Hände.
Die obere Hand wandert nun hoch zum mittleren Dantien,
Bis sie auf dem Herzzentrum in der Brustmitte liegt.
Die zweite Hand folgt und beide Hände liegen dann in einer liebevollen Berührung auf dem mittleren Dantien,
Wieder die Handherzen übereinander.
Was fühlst du hier?
Das mittlere Dantien,
Das Herznest,
Verbindet uns mit unseren Emotionen,
Mit Liebe,
Wohlwollen,
Mit Gefühl.
Spüre die Berührung hier tief in den Herzraum hinein.
Verbinde die Berührung mit dem Satz,
Ich bin zu Hause in meinem Herzen.
Ich lächle meinem Herzen zu.
Stell dir vor,
Durch deine Handmitten tief in den Herzraum einzuatmen und durch die Nase aus.
Lass das einige entspannte Atemzüge lang,
Wie von allein geschehen.
Lächle deinem Herzen zu.
Dann spüre wieder die Hände,
Lass den Atem und alle Gedanken los.
Eine Hand bleibt auf dem mittleren Dantien im Herzzentrum,
Die andere berührt mit der Mittelfingerkuppe zart das Tor zum oberen Dantien zwischen den Augenbrauen.
Das obere Dantien,
Das oberste der 13 Oberfelder,
Ist zuständig für den Geist,
Das Denken.
Verbinde diese zarte Berührung mit dem Satz,
Mein Geist wird klar.
Stell dir vor,
Durch die Kuppe des Mittelfingers in die Mitte des Kopfes hineinzuatmen und durch die Nase aus.
Drei Mal.
Und dann sinkt die obere Hand wieder auf das mittlere Dantien,
Das Herzzentrum zurück.
Spüre beide Hände,
Spüre den Atem und spüre die nachklingende Empfindung zum oberen Dantien.
Beide Hände sinken zurück auf den Unterbauch und wieder ankommen im unteren Dantien.
Lausche dem Nachklang der Empfindung.
Und ausruhen,
Ausruhen,
Ausruhen.
Von hier beginnen wir mit der Übung des inneren Schauens,
Des Neguern.
Die drei Dantien in einer Linie ausbalancieren.
Beginne mit dem unteren Dantien deiner Basis,
Dem Schwerkraftzentrum.
Stell dir diesen Bereich als einen Energieball vor,
Der sich zwischen Bauch,
Beckenboden,
Rücken,
Im Unterbauch ausbreitet.
Lebendig,
Fließend,
Kraftvoll.
Im Herzbereich,
Im Brustkorb,
Lasst das mittlere Dantien sich ebenfalls wie ein etwas kleinerer Energieball ausdehnen,
Der genau über dem unteren schwebt.
In der Kopfmitte leuchtet das obere Dantien wie ein kleiner Ball,
Lotrecht über den anderen beiden schwebend.
Lass nun diese drei Energiezentren wie Luftballons in vertikaler Ausrichtung eins über dem anderen schweben.
Von unten,
Vom unteren Ball gut gehalten mit einem goldenen Seidenfaden verbunden,
Der durch das Zentrum aller Bälle verläuft.
Verankere dich im unteren Dantien und halte den inneren Fokus auf die Ausrichtung dieser drei Bälle.
Diese Fokussierung hilft in ein Gleichgewicht von Geist und Atem zu finden.
Verweile in diesem zart schwingenden Gleichgewicht,
Solange es dir gut tut.
Fühle die Beweglichkeit,
Die Lebendigkeit,
Während der Atem natürlich im unteren Dantien fließt.
Verweilen im Gleichgewicht.
Schließlich lass alle Bilder los,
Sammle deine Aufmerksamkeit im unteren Dantien unter deinen Händen und verweile dort.
Lass deine Hände sehr langsam im Uhrzeiger sind,
Viermal größer werdend um das Dantien kreisen.
Dann in die andere Richtung,
Viermal kleiner werdend,
Bis die Hände zur Ruhe kommen.
Genieße die Berührung,
Die Sammlung,
Die Stille des Augenblicks.
Und wenn du ganz zur Ruhe gekommen bist,
Beende die Meditation,
Indem du deine Hände vor dem Herzen zusammenlegst und deine Wünsche für ein friedvolles Leben im Gleichgewicht auch auf andere Wesen ausdehnst.
Mögen alle Wesen Glück erfahren und die Ursachen des Glücks.
Mögen sie frei sein von Leid und den Ursachen des Leids.
Mögen sie niemals getrennt sein vom Glück,
Das frei ist von Leid.
Mögen sie in Gleichmut verweilen,
Frei von Anhaftung und Zorn,
Die uns die einen als nah und die anderen als fern erscheinen lassen.
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