
Sorgen in Gottes Hände legen
Dies ist eine christliche Meditation mit einem Text von Dag Hammarskjöld. Du kannst Sorgen und Lasten für die Zeit der Meditation ablegen und gestärkt weitergehen. Diese Meditation beinhaltet einen kurzen Bodyscan, ein Gebet und endet mit einem Segen.
Transkription
Herzlich Willkommen zu dieser christlichen Meditation mit Henning Pormann.
Diese Meditation wird ungefähr 20 Minuten dauern.
Dabei begleiten wird uns ein Text von Dag Hammarskjöld.
Ich werde die Meditation mit dem Klang der Klangschale beginnen.
Wenn sie noch einmal ertönt,
Wird eine kurze Zeit der Stille eingeleitet und ganz am Ende,
Nach einem Segen,
Wird die Klangschale dreimal zu hören sein,
Um die Meditation zu beenden.
Ich lade dich jetzt ein,
Eine gute Haltung im Sitzen für die Meditation einzunehmen,
Entweder auf einem Stuhl oder auf einem Kissen oder Bänkchen.
Und ich lade dich ein,
Mir nun in der Meditation zu folgen.
Um jetzt gut auf meinem Platz anzukommen,
Nehme ich zunächst noch einmal die Erde unter meinen Füßen oder unter meinen Knien wahr und die Unterlage,
Auf der ich sitze,
Die mich verbindet mit der Erde,
Die mich trägt und die mir fester Halt ist.
Aus diesem Halt heraus richte ich meinen Oberkörper gut auf,
Sodass die Wirbelsäule in ihrer ganz natürlichen Schwingung nach oben schwingt.
Und ich folge meiner Aufrichtung bis zu meinem Scheitelpunkt,
Meinem höchsten Punkt und verbinde mich über ihn mit dem Himmel,
In den ich aufgerichtet bin,
In meiner ganzen Würde.
Meine Hände liegen auf meinem Schoß entweder geöffnet oder zur Schale geformt oder mit den Handflächen nach unten,
So wie ich es gerne mag.
Und um nun gut in die Stille und in meinen inneren Raum zu kommen,
Nehme ich noch einmal all das wahr,
Was ich jetzt im Außen hören und wahrnehmen kann.
Und nun lasse ich alle Geräusche so,
Wie sie sind und richte mein Hören,
Mein Sehen und mein Fühlen ganz nach innen und spüre,
Wie mein Körper jetzt da ist.
Ich beginne bei meinen Füßen,
Nehme sie wahr,
Ohne etwas zu bewerten,
Sammle nur meine Empfindungen.
Ich erspüre meine Unterschenkel,
Meine Knie und meine Oberschenkel.
Ich nehme meine Hüftgelenke wahr und lasse meine Aufmerksamkeit von dort aus weiter wandern in meinen gesamten Bauch- und Beckenbereich.
Ich erspüre meinen Becken,
Mitte meines Körpers und sammle meine Konzentration bei meinem Kreuzbein,
Das meine Mitte mit meiner Aufrichtung meiner Wirbelsäule verbindet.
Ich erspüre meine Wirbelsäule,
Indem ich Wirbel für Wirbel ganz achtsam nach oben gehe.
Ich nehme dabei auch die einzelnen Räume zwischen meinen Wirbeln wahr.
Oben angekommen spüre ich auch hinein in meinen Brustraum,
Weiter Raum in mir,
In dem mein Herz schlägt und mein Atem kommt und geht.
Ich erspüre meine Schultern,
Meine Oberarme,
Die Ellenbogen,
Meine Unterarme und spüre hinein in meine Hände,
Die jetzt in dieser Meditation ruhen von aller Anstrengung.
Nun lasse ich meine Hände,
Gehe über meine Arme wieder zurück zu meinen Schultern,
Die jetzt nichts zu tragen haben und erspüre von dort aus auch noch meine letzten Wirbel,
Meine Halswirbel,
Meinen Hinterkopf und sammle meine Aufmerksamkeit bei meinem Scheitelpunkt.
Von dort aus spüre ich hinein in den weiten Raum über mir,
In den ich aufgerichtet bin in meiner ganzen Würde.
Nun kehre ich zurück zu meinem Körper und nehme mein Gesicht wahr.
Ich beginne bei meiner Stirn,
Erspüre meine Augen und den Raum hinter meinen Augen,
Streiche sanft mit meiner Aufmerksamkeit über meine Wangen,
Erspüre meine Ohren und meine Kiefergelenke,
Die jetzt nichts halten müssen.
Ganz entspannt können sie sein,
Sodass meine Lippen nur ganz leicht aufeinander liegen und in meinem Mund Raum entsteht,
In dem die Zunge ruhen kann.
Und nun richte ich meine Aufmerksamkeit auf meinen Atem.
Ich verändere ihn nicht,
Sondern nehme nur wahr,
Wie er einströmt und ausströmt,
Ganz von alleine.
So kommt und geht mein Atem,
Der mir geschenkt ist von Beginn an.
Und nun wende ich mich an den größeren Atem,
Dem ich mich verdanke.
Gott,
Du Atem des Lebens in dieser Welt,
Du,
Ich atme mich und ich bete weiter mit Worten von Dag Hammarskjöld.
Ich sitze hier vor dir,
Herr,
Aufrecht und entspannt,
Mit geradem Rückgrat.
Ich lasse mein Gewicht senkrecht durch meinen Körper hinuntersinken auf den Boden,
Auf dem ich sitze.
Ich halte meinen Geist fest in meinem Körper.
Ich widerstehe dem Drang,
Aus dem Fenster zu entweichen,
An jedem anderen Ort zu sein als an diesem hier,
In der Zeit nach vorn und hinten auszuweichen,
Um der Gegenwart zu entkommen.
Sanft und fest halte ich meinen Geist dort,
Wo mein Körper ist,
Hier in diesem Raum,
In diesem gegenwärtigen Augenblick,
Lasse ich alle meine Pläne,
Sorgen und Ängste los.
Ich lege sie jetzt in deine Hände,
Herr.
Ich lockere den Griff,
Mit dem ich sie halte,
Und lasse sie dir.
Für den Augenblick überlasse ich sie dir.
Ich warte auf dich,
Erwartungsvoll.
Du kommst auf mich zu,
Und ich lasse mich von dir tragen.
Ich beginne die Reise nach innen.
Ich reise in mich hinein,
Zum innersten Kern meines Seins,
Wo du wohnst.
An diesem tiefsten Punkt meines Wesens bist du immer schon vor mir da,
Schaffst und belebst,
Stärkst ohne Unterlass meine ganze Person.
In diesem Wissen verweile ich jetzt gleich für einen Moment in der Stille,
Lege alle meine Pläne,
Sorgen und Ängste in Gottes Hände.
Und wenn meine Gedanken ausweichen und abschweifen,
Was ganz natürlich ist,
Dann nehme ich dies wahr,
Nehme meine Gedanken bewusst wahr und lege sie mit dem nächsten Ausatmen ganz bewusst in Gottes Hände.
So bleibe ich in der Stille,
Bei meinem Atem,
Jedem Ausatmen,
Gebe ich ab,
Was mich sorgt,
Was mich belastet und kehre immer wieder zurück in diese Gegenwart Gottes.
Und nun öffne ich meine Augen,
Um dich in der Welt der Dinge und Menschen zu schauen.
Ich nehme die Verantwortung für meine Zukunft wieder auf mich.
Ich nehme meine Pläne,
Meine Sorgen,
Meine Ängste wieder auf.
Ich ergreife aufs Neue den Pflug.
Aber nun weiß ich,
Dass deine Hand über der meinen liegt und sie mit der deinen ergreifst.
Mit neuer Kraft trete ich die Reise nach außen wieder an,
Nicht mehr allein,
Sondern mit meinem Schöpfer zusammen.
Amen.
Für den Segen bitte ich dich nun,
Die Hände geöffnet oder als Schale vor dich offen zu halten.
Ich spüre noch einmal die Erde,
Die mich trägt,
Die immer da ist,
Wie Gott als mein Halt,
Der immer schon da war und mich trägt.
Ich bin verbunden über alle Mauern und Grenzen dieser Zeiten hinweg mit den Menschen,
Die jetzt mit mir meditieren durch die menschgewordene Liebe Gottes.
Ich spüre in den weiten Raum über mir,
In den ich aufgerichtet bin in meiner Würde und lasse mich erfüllen von Gottes Lebensgeist und seiner Kraft und seinem Segen.
So segne uns nun der Eine,
Die schöpferische Kraft allen Lebens,
Die verschwenderische Liebe und die helle,
Klare Weisheit.
Gott,
Vater,
Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.8 (119)
Neueste Bewertungen
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
