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Bindungsmuster? Bindungstrauma? #4 Vom Fühlen zum Sprechen

by Daniela Barchasch

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Vom Fühlen zum Kommunizieren: Was dich kein Kommunikationsseminar lehrt. In den letzten Folgen haben wir ganz nach innen geschaut, welches Bindungs-Muster du hast, woher es kommt und wie es in deinem Nervensystem und deinem Körper sitzt. Heute gehen wir den nächsten Schritt: nach draußen, in den echten Kontakt mit anderen Menschen. Denn Bindung heilt nicht allein in dir selbst, sie heilt im Kontakt, und dafür brauchst du ein Werkzeug, das die wenigsten von uns je gelernt haben. Das erwartet dich in dieser Folge: Warum du noch so viel innere Arbeit leisten kannst, es aber nicht reicht, um dein Bindungstrauma zu heilen Wieso kein Kommunikationsseminar dich souverän auf Konfliktgespräche vorbereiten kann Ein Weg, ein Bedürfnis zu sagen oder eine Grenze zu setzen, ohne dass sich das wie ein Risiko anfühlt Was du brauchst, wenn die alte Angst vor Zurückweisung hochkommt Ein wichtiger Schritt, damit sich Nähe wieder sicher anfühlt statt gefährlich

Transkription

Du hörst Mindful Minutes mit mir,

Daniela Barchasch,

Der Gründerin von Evakuora.

Jede Woche spreche ich mit dir darüber,

Wie du dein Leben bewusster und glücklicher gestalten kannst.

Wie schaffen wir es,

Uns von alten belastenden Prägungen,

Gefühlsmustern,

Verletzungen und Glaubenssätzen zu befreien?

Das Ganze machen wir auf der Basis von Mindful Way.

Das ist Persönlichkeitsentwicklung basierend auf therapeutischen Elementen,

Coaching-Tools und Körperarbeit.

Lass uns ein glückliches Leben leben,

Denn das ist meiner Meinung nach kein Zufall.

Und du kannst das auch.

Und ich bin hier,

Um dir das zu zeigen.

Hallo ihr Lieben,

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mind for Minutes.

Und vielleicht hört ihr,

Dass meine Stimme ein bisschen emotionaler ist,

Weil ich mich so fühle.

Ich habe heute die letzte Stunde mit einer Klientin gehabt und klar,

Es ist kein Abschied,

Es ist nur auf Zeit.

Wir hören uns weiterhin.

Und dennoch merke ich da immer,

Dass ich so ein wahnsinniges Glück habe,

Weil ich so tolle Menschen um mich herum habe,

Dass ich Klienten habe,

Mit denen ich auch befreundet sein könnte und dass das einfach für mich mittlerweile so ein Feld geöffnet hat,

Wo ich auch das Gefühl habe,

Okay,

Da ist ein Raum,

Den ich geschaffen habe,

In dem Menschen sich zeigen können und sich fühlen können und deswegen innerlich wachsen können,

Weil genau das uns so oft genommen wurde in unserer Kindheit,

Wir das nicht etablieren konnten und später als Erwachsene auch nicht.

Und diese Räume sind immer ganz besonders.

Und wenn dann natürlich eine Klientin geht,

Ist das für mich auch einfach sehr emotional.

So lange Rede kurzer Sinn.

Das wollte ich gar nicht heute zum Thema machen.

Wir wollen weitergehen und wollen uns weiterhin anschauen,

Was Beziehungen eigentlich bedeuten,

Für uns selbst,

Aber auch in Kontakt mit anderen,

Haben wir ganz viel in letzter Zeit darüber hier gesprochen und werden auch in den nächsten Wochen noch auf dieses Thema schauen.

Und diese ganze Reihe macht Sinn von Anfang bis zum Ende,

Weil Beziehung nicht einfach etwas ist,

Was wir nur in fünf Minuten erklären können.

Mein eigenes Bindungstrauma,

Was ich habe und viele andere da draußen ja auch,

Auch das können wir nicht einfach in fünf Minuten erfahren und dann ändern,

Sondern es braucht Zeit.

Und ja,

Vielleicht kommen wir nie dahin,

Dass wir sagen,

Hey,

Ich habe es vollkommen gelöst,

Aber wir kommen dahin,

Dass wir sagen,

Okay,

Ich kann selbstwirksam hier meinen ganzen Themen etwas in mir drin entgegensetzen und bin eben nicht mehr so ausgeliefert.

Ein kurzer Rückblick,

Falls du gerade neu einsteigst oder diesen roten Faden nochmal brauchst.

Wir sprechen hier von einem Ankeranteil,

Von einem Verschmelzungsanteil und von einem Rückzugsanteil.

Wir haben uns angeschaut,

Woher diese Anteile eigentlich kommen,

Nämlich sie kommen ganz tief aus unseren frühesten Bindungserfahrungen.

Und wir haben uns angeschaut,

Warum es eben nicht reicht,

Das alles nur zu verstehen,

Weil sich eben dein Muster nicht nur im Kopf festgesetzt hat,

Auch wenn wir immer denken,

Naja,

Über den Kopf steuern wir alles Pustekuchen,

Sondern es geht über den Körper,

Über dein Nervensystem,

Über dein Gehirn,

Deine Muskelspannung und all das ja bestimmt,

Wie du Beziehungen lebst,

Neben deinem Bild von Beziehungen auch.

Also es ist wirklich komplex und individuell.

Wir haben uns das angeschaut,

Was wir im Inneren aufgebaut haben und heute möchte ich,

Dass wir einen nächsten Schritt gehen und zwar wir bleiben jetzt nicht mehr im Inneren,

Sondern jetzt gehen wir nach außen,

Wo ja viele denken,

Da fängt ja eigentlich erst Beziehung an.

Ne,

Die hat schon viel früher angefangen mit meiner eigenen Bindungsfähigkeit,

Aber im Äußeren wird dann natürlich sichtbar,

Wie wir Beziehungen leben.

Und damit fangen wir heute an.

Und niemand findet.

Ich,

Die im Wald zurückgelassen worden bin,

Weil ich geschmollt habe.

Ein Gefühl,

Das da war und nirgendwohin durfte.

Meine Gefühle zum Beispiel,

Dass Übergriffe stattgefunden haben und ich mich nicht wehren konnte,

Eine wahnsinnige Scham gespürt habe.

Viele Menschen tragen genau das mit sich,

Ohne je einen Namen dafür gehabt zu haben,

Was ist da eigentlich in mir passiert,

Weil nicht wirklich eventuell etwas Großes passiert ist,

Das man hätte auf einer Karteikarte beschreiben können,

Sondern weil es einfach sehr viel subtiler war.

Das heißt,

Es kann zum Beispiel sein,

Dass einfach ganz viele Bedürfnisse von denen,

Die so wichtig sind für Kinder,

Nicht erfüllt worden sind in deinem Leben und es so immer wieder so ein Loch gab oder vielleicht auch so einen permanenten Schmerz und drumherum hast du ein Körpersystem aufgebaut,

Um dieses Loch oder Schmerz nicht zu fühlen.

Hier sprechen wir von Bindungstrauma.

Warum kann ich jetzt aber nicht einfach sagen,

Ich kläre das nur mit mir selbst?

Ja,

Ich heile im Inneren und dann sind meine Gefühle im Äußeren alle fein und ich kann super in Beziehungen übergehen.

Das liegt daran,

Dass wir für unsere Heilung,

Unsere innere Entwicklung einen anderen brauchen,

Nicht nur einen,

Wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen um uns herum.

Und genau das führt uns zu etwas,

Das ich dir heute eben besonders mitgeben möchte.

Ein Bindungstrauma kannst du nicht allein in der Stille deines eigenen Inneren heilen.

So wertvoll die Arbeit der letzten Folgen auch ist,

Ja,

Am Ende ist Bindung etwas,

Das nur zwischen zwei Menschen entstehen kann.

Du kannst noch so viel über dich selbst verstehen.

Irgendwann brauchst du ein Gegenüber,

An dem du das Verstandene beweisen darfst.

Und dieses Gegenüber muss dir guttun.

Hatte ich auch mit einer anderen Klientin neulich dieses.

Sie vertraut ihrem Arzt nicht und sie fühlt sich nicht gesehen und gehört.

Und dann sitzt sie dort und weiß selbst gar nicht mehr,

Was sie sagen soll,

Verstummt quasi,

Spürt sich selbst nicht mehr,

Ist nicht mehr schlagkräftig.

Das heißt,

Wir brauchen natürlich Menschen,

Die offen sind,

Die sich hinsetzen,

Die uns angucken,

Die ein Interesse daran haben,

Wie es uns wirklich im Inneren geht.

Das heißt,

Wir brauchen ein Gegenüber,

Das uns gut tut.

Es geht nicht darum,

Dass da nur einfach irgendjemand ist.

Kontakt allein reicht nicht aus,

Sondern dieser Kontakt muss heilsam sein.

Das Problem ist nur,

Die wenigsten von uns haben je gelernt,

Wie heilsamer Kontakt überhaupt entsteht und teilweise auch,

Was heilsamer Kontakt selbst ist.

Wie man zum Beispiel ein Bedürfnis ausspricht,

Ohne sich dabei klein und verletzlich zu fühlen.

Jetzt weiß ich endlich,

Was ich brauche,

Ja,

Weil ich mich auf diesen inneren Weg begangen habe und habe gesehen,

Okay,

Da ist ja so viel,

Was mein Leben nicht erfüllt,

Aber wie bekomme ich dann jetzt das,

Was ich brauche?

Manches kann ich mir selbst erfüllen,

Aber so vieles ist eben an andere gebunden.

Und genauso fehlt uns ganz oft die Kommunikation ja im Bereich,

Wie widerspreche ich,

Ohne die Verbindung mit dem anderen aufs Spiel zu setzen?

Wie kann ich einer Angst begegnen,

Ohne von ihr überrannt zu werden?

Und das ist kein Talent,

Das manche haben oder andere nicht,

Sondern es sind Werkzeuge.

Und diese Werkzeuge müssen wir uns aneignen.

Das ist etwas,

Was wir im Äußeren tun können und tatsächlich dann hier auch praktizieren und lernen müssen.

Und das kann man jederzeit lernen,

Auch wenn es sehr spät ist.

Ich habe Klienten,

Die sind in den 60ern.

Ich hatte mal eine Klientin,

Die war 85.

Ich spüre also,

Was in mir drin ist und ich muss irgendwie in Kontakt mit jemand anderem gehen,

Dass ich dieses Bedürfnis erfüllt bekomme.

Bevor du überhaupt mit jemand anderem in Kontakt gehen kannst,

Musst du dich eben spüren,

Selbst spüren und wissen,

Was in dir gerade vorgeht,

Was du eigentlich gerade brauchst.

Noch,

Dass sie Cinderella sind und der Prinz kommt einfach und rettet uns,

Ja?

Oder das Pendant eben in der Männerwelt.

Aber genau das wird und sollte auch in einer entwicklungsorientierten Beziehung nicht passieren.

Du musst selbst wissen,

Was du brauchst.

Jetzt ist aber das Thema,

Selbst wenn du spürst,

Was du brauchst,

Bleibt oft noch eine zweite Hürde.

Und zwar ist tatsächlich zu sagen,

Denn in dem Moment,

In dem du den Mund aufmachst,

Um eben etwas,

Sagen wir mal,

Im wahrsten Sinne des Wortes zu brauchen,

Ist da aber ganz schnell ein altes Gefühl,

Vielleicht sogar eine Angst.

Die Angst,

Zurückgewiesen zu werden.

Die Angst,

Dass der andere gereizt reagiert oder dass es irgendeine Art von Streit gibt.

Dass du am Ende doch wieder alleine dastehst mit dem,

Was du gerade gesagt hast.

Und diese Angst ist nicht albern,

Ja.

Wir können sie dir aber auch nicht wegreden.

Wir müssen sie ernst nehmen,

Denn diese Angst ist sehr alt,

Viel älter als die Situation,

In der du gerade stehst.

Diese Angst sorgt dafür,

Warum du eigentlich Harmonie liebst,

Und ein People Pleaser bist.

Oder warum du sofort weg rennst,

Ja,

Aus allen möglichen Beziehungen.

Deswegen reicht es eben nicht nur,

Dass wir lernen,

Wie Kommunikation geht,

GFK zum Beispiel,

Dass wir die richtigen Worte kennen,

Denn genauso wichtig ist es,

Wie können wir mit diesen starken Gefühlen in dem Moment umgehen,

Wie können wir sie halten,

Wenn sie in uns hochkommen,

Ohne dass sie uns gefühlt übermannen.

Das heißt,

Wie du bei dir bleiben kannst,

Während dein Körper vielleicht schon längst auf Flucht ist oder in den Rückzug schaltet oder einfach lieb Kind sein möchte.

Und das ist die Traumasensible und eigentliche Arbeit hinter Kommunikation.

Nicht nur zu wissen,

Was du sagen willst,

Sondern es aussprechen zu können,

Während in dir vielleicht gerade alles zittert.

Ich erinnere mich selbst noch,

Wie das bei mir war.

Ich hatte eine Zeit in meinem Leben,

Da musste ich wirklich konkret anfangen,

Das zu kommunizieren,

Was in mir drin war.

Erzähle ich dir gleich,

Warum.

Was hatte ich vorher gemacht?

Ich hatte in den 20ern ganz viele Kommunikationsseminare besucht,

Habe mit Sicherheit dort auch meine Skills vertieft und hätte rein theoretisch wissen können,

Was ich in Konfliktsituationen sage.

Aber das Problem war,

Dass halt so vieles noch in mir drin dafür gesorgt hat,

Dass ich überhaupt nicht mal in Konfliktsituationen reingehe.

Mal üben,

Praktizieren.

Ich hatte Gespräche mit meinem Vater,

Sehr dankbar.

Er saß einfach da,

Hat überhaupt nichts gesagt.

Genau,

Ich lache jetzt,

Auch das war einfach nicht schön,

Aber trotzdem,

Ich hatte schon ein paar Felder,

Da durfte ich drinnen üben,

Einen Konflikt auch zu halten und auszuhalten,

Ohne dass ich lieb Kind mache,

Lächel,

Ja,

Oder aber mich komplett zurückziehe.

Ich war nie der Typ,

Der gegangen ist.

Andere gehen,

Ja,

Vielleicht bist du derjenige,

Der geht.

Wann ich dann definitiv reingeschmissen wurde,

Ist,

Als meine Tochter geboren wurde.

Meine Tochter ist erkrankt geboren.

Das heißt,

Ich musste nicht nur anfangen,

Mit Pflegepersonal und Ärzten zu kommunizieren.

Daran,

Dass es eine Situation gab,

Clara war keine zwei Wochen alt,

Dass dann eben die Nachmittagsschwester oder Abendschwester meinte,

Ihr Mann hat ja ihre Tochter schon anderthalb Stunden auf dem Arm gehabt.

Also bin ich rausgegangen,

Habe abgepumpt die Milch,

Habe mich beruhigt,

Habe alle Techniken angewandt im Abpumpraum,

Die ich konnte und bin zurück zu der Schwester.

Mit gewaltfreier Kommunikation habe ich eben sie so weit gebracht,

Dass ich meine Tochter bitte haben möchte und zwar immer dann,

Wann ich das möchte.

Es war so diese eine Situation,

Gemerkt,

Meine Stimme zittert noch ein bisschen,

Weil es einfach mit vielen Schmerzen verbunden ist diese Zeit.

Das Zweite war aber,

Dass ich viele Familienmitglieder um mich herum hatte,

Die sehr übergriffig waren.

Und in dieser Zeit durfte ich lernen,

Nicht mehr nur für meine eigenen Bedürfnisse einzustehen,

Diese zu spüren,

Sondern eben auch für die meiner Tochter.

Und das war wichtig,

Ja,

Dass ich hier wachsen durfte und dass ich das rausbringen durfte.

Und ich bin heute die Erste,

Die ganz klar ruhig,

Nicht schreiend,

Wertschätzend auch sagt,

Bis hierhin und nicht weiter und sogar meinen Mann daran überholt habe.

Ich habe damals gemerkt,

Dass ich einfach nicht mehr dieses alte Muster fahren kann,

Ja,

Einfach schlucken,

Funktionieren,

Hoffen,

Dass es irgendwann von allein besser wird,

Dass der andere doch irgendwann nett zu mir wird,

Sondern ich musste anfangen,

Etwas zu sagen.

So nicht.

Nicht laut,

Ja,

Wie ich eben gesagt habe,

Nicht als Kampf,

Aber eben klar.

Und als ich dann eben angefangen habe zu sprechen und auch danach immer mehr gesagt habe,

So geht das nicht,

Ist etwas passiert.

Und zwar,

Es ist definitiv etwas nicht passiert.

Die Welt ist nicht zusammengebrochen danach.

Keiner ist auf mich losgerannt,

Nicht jeder war begeistert,

Aber auch das konnte ich danach halten.

Manche Beziehungen haben sich verändert,

In denen ich war.

Manche sind enger geworden,

Gerade weil ich zum ersten Mal ehrlich war,

Statt nur höflich.

Aber vor allem hat sich das Gefühl für mich in mir selbst verändert und ich bin eine verdammt gute Mutter geworden.

Seit über zehn Jahren arbeite ich eben auch mit Klienten an genau diesen Punkt und ich sehe das eben immer wieder bei so vielen.

Ihr wisst womöglich genau,

Was ihr braucht,

Aber sobald es ausgesprochen werden soll,

Kommt entweder kein Ton raus oder es kommt als Vorwurf statt als Bitte raus.

Weil so viel Angst dahinter steckt,

Dass einfach deine Wörter sehr viel schärfer werden,

Um dich selbst zu schützen.

Ich habe auch so viele Klienten,

Die immer wieder denken,

Ja,

Das Gegenüber muss doch einfach merken,

Was sie brauchen,

Ohne dass wir es aussprechen müssen.

Und wenn wir dann eben gemeinsam anfangen zu üben,

Ja,

Das ist keine Kleinigkeit.

Ein konkretes Bedürfnis auszusprechen,

Ruhig,

Klar,

Ohne Vorwurf und gleichzeitig zu lernen,

Eben diese Angst dabei auszuhalten,

Anstelle von ihr wegzulaufen,

Verändert sich eben nicht nur die Art und Weise,

Wie wir sprechen,

Sondern auch,

Wie sicher wir uns in unseren Beziehungen fühlen.

Und dieser Schritt,

Sich sicher in Beziehungen fühlen,

Das ist traumasensibles Arbeiten.

Was sich dann verändert,

Ist sowas wie,

Du sagst,

Ich brauche gerade einfach mal fünf Minuten für mich,

Statt einfach zu verschwinden,

Ja,

Wenn du der bist,

Der rausgeht.

Oder aber auch,

Du sagst,

Mir ist wichtig,

Dass du mich anrufst,

Wenn es später wird,

Statt einfach nur stumm eingeschnappt zu sein.

Und wenn der Angst trotzdem hochkommt,

Ja,

Während du das sagst,

Läufst du nicht mehr automatisch davor weg,

Sondern du bleibst,

Du atmest und du sagst es trotzdem zu Ende.

Und stell dir mal vor,

Was passiert,

Wenn du diese Qualität in deinen Beziehungen aufbaust?

Was bedeutet das für deine Beziehung?

Ja,

Manche mögen gehen,

Ja,

Schreiend davonrennen,

Aber die,

Die bleiben,

Das sind wirklich deine Bodies,

Das ist dein Tribe.

Hier kannst du dich fallen lassen.

Dein Leben ist es wert,

Solche Menschen um dich herum zu haben.

Und genau deswegen üben wir eben bei Evakuera das nicht einfach nur als Gesprächstechnik,

Sondern wir arbeiten gleichzeitig mit dem,

Was in deinem Körper passiert,

Nervensystem,

Gehirn passiert,

Wenn du es denn wagst,

Ein Bedürfnis auszusprechen,

Dich abzugrenzen,

Eine Grenze zu setzen,

Ja?

Denn die Angst sitzt im Körper,

Nicht nur in deinem fehlenden Vokabular.

Was ich heute sagen wollte ist,

Wir können nur in Beziehung mit anderen gehen,

Wenn wir mit uns in Beziehung sind.

Ja,

Das wissen ganz ganz viele,

Aber wir brauchen das Üben in der Beziehung mit anderen,

Damit wir uns in uns auch sicher fühlen dürfen.

Danke,

Dass du heute deine wertvolle Zeit mit mir geteilt hast.

Bis zum nächsten Mal.

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