
Vergegenwärtigung des Atems
by Sitzen
In dieser geführten Achtsamkeitsmeditation liegt der Schwerpunkt auf dem Atem. Die Wahrnehmung des Atems stellt eine Art Anker dar, auf welchen die Aufmerksamkeit zurückgelenkt wird, wenn der Geist während der Meditation auf Wanderschaft geht und statt zu atmen sich lieber Gedanken über das Mittagessen oder den gestrigen Tag machen möchte. Die Meditation ist für Anfänger sehr gut geeignet. Just breathe! Namaste
Transkription
Willkommen zu unserer heutigen Meditation.
Setz Dich bequem und aufrecht auf die Sitzunterlage.
Nimm eine Haltung ein,
Welche in Dir das Gefühl von Offenheit und Würde unterstützt.
Sorge dafür,
Daß Du gerade sitzt,
Gerade,
Aber nicht steif.
Nimm einen tiefen Atemzug durch die Nase,
Halte kurz ein und atme ruhig und geräuschvoll durch den Mund wieder aus.
Nimm noch einmal einen tiefen Atemzug durch die Nase,
Kurz anhalten und durch den Mund alles wieder loslassen.
Laß nun,
Während Du normal weiteratmest,
Deine Schultern,
Deinen Kiefer und Deinen Blick weich werden.
Spüre achtsam Deiner Haltung nach.
Richte Deine Aufmerksamkeit nun erneut auf Deinen Atem.
Erkunde die einzelnen Empfindungen der Körperregionen,
Die am Atem beteiligt sind.
Erspüre den Atem im Bereich des Bauches,
Das Heben und Senken der Bauchdecke,
Während Du ein- und ausatmest.
Spüre nun mehr in den Oberkörper,
In dem Du wahrnimmst,
Wie Rippen und Lungen sich mit jedem Atemzyklus bewegen.
Erkunde jetzt,
Wie sich der Atem am Eingang Deiner Nase anfühlt,
Wie fühlt sich der Einatmestrom an und wie fühlt es sich beim Ausatmen an.
Spüre,
Welche Empfindungen mit jedem Einatmen und jedem Ausatmen einhergehen.
Keiner Deiner Empfindungen ist richtig oder falsch.
Alle sind so,
Wie sie sind,
In Ordnung.
Spüre bewusst,
Wie der Atem in Deinem Körper einströmt und aus dem Körper wieder herausströmt.
Spüre die Atembewegung und überlasse den Atem einfach sich selbst.
Bleibe ein paar Atemzüge ganz bei dieser körperlichen Erfahrung.
Du wirst vermutlich bemerken,
Dass in der Stille Gedanken laut werden,
Auf Wanderschaft gehen und die Aufmerksamkeit vom Atem abweicht.
Vielleicht stellst Du auch fest,
Dass die Gedanken gerade dabei sind,
Den Atem zu beschreiben oder zu bewerten.
Zu flach,
Zu schnell,
Zu langsam,
Mache ich das richtig hier oder was soll der ganze Quatsch überhaupt.
Das ist völlig in Ordnung.
Beobachte einfach die Gedanken dabei,
Wie sie dies tun,
Ohne ihnen zu folgen.
Die Gedanken sind keine Störung.
Begegne ihnen mit Freundlichkeit,
Wie Du einem spielenden Kind zuschauen würdest.
Schenke ihnen kurz Aufmerksamkeit,
Indem Du Dein Abschweifen bemerkst und kehre zurück zur Wahrnehmung des Atems.
Es kann sein,
Dass Du immer und immer wieder zurück zum Atem kommen musst,
Weil die Gedanken praktizieren müssen,
Weil Gedanken immer wieder vom Atem abschweifen.
So übst Du Dich gleichzeitig in Geduld und in Achtsamkeit auf Deinen Atem,
Auch wenn andere vermeintliche Störungen aufkommen,
Sei es das Geräusch von außen,
Ein Gespräch,
Das plötzlich irgendwo erscheint,
Eine miauende Katze vor der Tür oder das Gewitter in der Ferne.
Übe Dich in Geduld und kehre immer wieder zurück zum Atem.
Immer wieder dem Atem nachspüren,
Wo auch immer der Fokus der Wahrnehmung gerade liegt.
Einatmung,
Ausatmung.
Bauchdecke hebt sich,
Bauchdecke senkt sich.
Kalter Luftstrom durch die Nasenflügel hinein,
Warmer Luftstrom durch die Nasenflügel hinaus.
Bleibe für einige Augenblicke ganz bei dieser Sinneserfahrung,
Die sich gerade auftaucht,
Ohne sie zu beschreiben,
Zu benennen.
Spüre einfach nur,
Nacht,
Erlebe sie,
Wie Wellen am Meer.
So folgt die Einatmung auf die Ausatmung,
Und zwischen beidem kann es scheinbar eine kleine Pause geben.
Die Einatmung kommt und geht.
Die Ausatmung kommt und geht.
Jeder Atemzug ist neu und unwiederbringlich.
Lass den Atem einfach so,
Wie er gerade ist,
Und verweile einige Augenblicke dabei,
So gut es Dir heute gelingt.
Und wenn Du magst,
Kannst Du Dich darauf einstellen,
Die Übung langsam zu beenden,
Und in Deinem Tempo weitest Du Deine Aufmerksamkeit wieder,
Lässt vom Meditationsobjekt Atem ab,
Und machst Deinen Aufmerksamkeitsfokus wieder weit.
Und wenn Du magst,
Dann nimm einfach diese Erfahrung aus der Meditation mit in Deinen Alltag.
Nimm mit,
Wie Du erfahren hast,
Dass Du Dich entscheiden kannst,
Worauf Du Deine Aufmerksamkeit legst,
Bei all dem,
Was erscheint und vergeht im Hier und Jetzt.
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