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Raus aus der Reizbarkeit – Praxis für die Wechseljahre

by Claire Oberwinter

Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle

Wenn die Reizbarkeit steigt und alles zu viel wird, hilft kein Stillsitzen. Diese kurze Praxis gibt dir etwas anderes: aktive Entladung für dein Nervensystem. In zwei Teilen – Schütteln und Löwenatmung – lässt du raus, was raus will, und schaffst dir wieder Luft und Raum. Ideal für gereizte Momente in den Wechseljahren, wenn der Körper nach Bewegung schreit statt nach Ruhe. Beide Teile sind mit passender Musik unterlegt, damit du dich ganz der Praxis hingeben kannst.

Transkription

Wenn die Reizbarkeit steigt und alles irgendwie zu viel wird,

Ist Stillsitzen oft das Letzte,

Wonach sich dein Körper sehnt.

Deswegen gibt dir diese kurze Praxis bei akuter Reizbarkeit etwas anderes,

Nämlich Bewegung,

Entladung und Raum.

Du brauchst nur ein paar Minuten und einen Ort,

An dem du dich frei bewegen kannst.

Stell dich jetzt gerne aufrecht hin,

Füße hüftbreit,

Knie leicht gebeugt.

Wenn du magst,

Schließe deine Augen.

Dass die Arme locker hängen.

Ich nehme meinen tiefen Atemzug.

Und dann fangen wir an.

Wir fangen an,

Uns zu schütteln.

Beginne damit,

Deine Hände zu schütteln.

Einfach locker,

Als ob du Wasser von den Fingerspitzen abschüttelst.

Dann lass das Schütteln langsam die Handgelenke erfassen.

Dann auch die Unterarme.

Die Ellenbogen.

Die Schultern.

Lasst die Bewegung sich auf den ganzen Oberkörper auspacken.

Jetzt kommen die Beine dazu.

Schüttle ein Bein aus.

Dann das andere.

Dass die Knie weich werden.

Und jetzt schüttle alles auf einmal.

Den ganzen Körper.

Kopf,

Arme,

Rumpf,

Beine.

Lass es raus,

Alles was da ist,

Lass es einfach raus.

Und das muss nicht schön aussehen.

Es geht nur darum,

Alles auszuschütteln,

Was da ist.

Wenn Geräusche kommen wollen,

Lass sie kommen.

Ein Seufzer,

Ein Stöhnen,

Ein Grunzen,

Was auch immer vielleicht kommt.

Alles darf raus.

Schüttle weiter und weiter.

Und vielleicht noch ein bisschen mehr,

Als du denkst,

Dass du es brauchst.

Und jetzt komme langsam wieder zur Ruhe.

Das Schütteln wird kleiner und kleiner,

Bis du wieder stillstehst.

Ich spüre kurz nach.

Was sich hier verändert hat.

Jetzt kommen wir zur Löwenatmung.

Für mich ist sie eine der kraftvollsten Atemübungen,

Die ich kenne,

Wenn Frustration oder Reizbarkeit im Körper verentschätzt werden.

Komm in einen bequemen Stand oder wenn du magst,

Setz dich auf die Ferse.

Atme tief durch die Nase ein.

Und beim Ausatmen machst du den Mund weit auf,

Streckst die Zunge so weit wie möglich raus.

Du öffnest die Augen weit und machst einen ganz kräftigen HALT!

Laut.

So laut du kannst und so kraftvoll wie du magst.

Nochmal tief ein durch die Nase.

Und.

.

.

Haaa!

Noch mal ein.

Mache hier noch ein paar Runden und spüre,

Wie sich die Anspannung mit jedem Ausatmen löst.

Der Löwe braucht keine Kontenance,

Denn er lässt einfach raus,

Was rauskommt.

Ich mache noch eine letzte Runde.

Komm jetzt langsam zur Ruhe.

Steh oder Sitz,

Einfach einen Moment still da.

Lege eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Bauch.

Spür den Kontakt deiner Hände.

Und spüre,

Wie dein Atem sich von alleine reguliert.

Kein Druck.

Nichts zu tun.

Einfach ankommen.

Und vielleicht merkst du,

Es ist noch nicht alles weg.

Und das muss es auch nicht.

Aber vielleicht ist dir etwas Luft entstanden,

Ein bisschen mehr Raum zwischen dir und dem,

Was dich gerade aufgeregt hat.

Und das ist genug für den Moment.

Vielen Dank fürs Mitmachen.

Namaste Deine Klär

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