
Entschleunigen, Spüren, Sein - Yoga Nidra zum Ankommen
Dieses Yoga Nidra lädt dich ein, aus dem inneren Tempo auszusteigen und wieder bei dir anzukommen. In der Visualisierung darfst du dich von einem Bach tragen lassen und spüren, wie Entschleunigung im Körper erfahrbar wird. Du musst nichts festhalten, nichts erreichen und nichts beschleunigen. Für Momente, in denen du dich nach mehr Weite, Vertrauen und einfachem Sein sehnst.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu deinem Yoganidra.
Dieses Yoga Nidra erwartet nichts von dir.
Du darfst es als Einladung betrachten,
Ruhig zu werden,
Im Körper anzukommen.
Und zu spüren,
Was da ist.
Dabei ist es ganz egal,
Was da ist.
Alles an Dir ist willkommen.
Du bist willkommen!
Du kannst hier nichts falsch machen und brauchst nichts bewerten,
Nichts verbessern.
Nichts verändern.
Du lädst dich ein,
Zu sein.
Und in diesem Sinne lade ich Dich ein,
Die Augen zu schließen.
Oder deinen Blick weich werden zu lassen.
Deine Aufmerksamkeit ein erstes Mal und in einem ersten Impuls nicht perfekt nach innen zu richten.
In deinen Brustkorb hinein und hinzuspüren,
Zu erleben,
Wie er sich hebt und senkt.
Immer wieder.
Und sinkt.
Immer wieder für dich.
Und hier hinein schenk dir ein Lächeln und heiße dich ganz bewusst willkommen.
Hier in deiner Zeit für dich.
Hier in deinem Körper.
Willkommen!
Schön,
Dass du da bist!
So wie du bist.
Lass nun deine Aufmerksamkeit noch tiefer in deinen Brustraum hinein sinken.
Sinke bis in dein Herz.
Vielleicht kannst du hören,
Wie es schlägt.
Immer wieder.
Unermüdlich.
Immer wieder für Dich!
Schenke auch deinem Herzen ein Lächeln.
Wie ein Sonnenstrahl.
Dass hier Wärme entstehen.
Verbindung.
Geborgenheit.
Und hier im Licht des Sonnenstrahls,
In dieser Wärme.
Verbindung,
Geborgenheit.
Lässt du einen Herzenswunsch,
Dein Sankalpa,
Aufsteigen.
Präsent werden.
Gestalt annehmen.
Zum Beispiel Ich darf mich treiben lassen.
Oder?
Ich lebe mein eigenes Tempo.
Oder?
Ich spüre.
Meine Bedürfnisse.
Oder Heinz van Kuyper,
Deiner Wahl.
Eines,
Das Du selbst formulierst,
Ganz konkret und schon erfüllt.
Sprich es dreimal hinein in dein Herz,
In dieses Licht,
In diese Wärme.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und sanfter innerer Stimme.
Dreimal.
Lass diesen Sonnenstrahl weiter in dein Herz hineinscheinen und von dort aus lass ihn sich ausbreiten,
Hinein in deinen ganzen Körper.
Wandere mit deiner Aufmerksamkeit von Körperstelle zu Körperstelle.
Und lass den Sonnenstrahl genau dorthin folgen.
Von deinem Herzen aus.
In alle Richtungen.
Lässt du Sonnenstrahlen leuchten.
Beginne mit deinem rechten Daumen.
Rechter Zeigefinger.
Rechter Mittelfinger.
Rechter Ringfinger.
Rechter kleiner Finger.
Dann dein rechtes Handgelenk.
Dann rechter Ellenbogen.
Deine rechte Schulter.
Wandere weiter zu deinem rechten großen Zeh.
Rechter zweiter Zeh.
Rechter,
Dritter Zeh.
Rechter,
4.
C rechter kleiner Zeh.
Dann dein rechter Knöchel.
Dein rechtes Knie.
Deine rechte Hüfte.
Wandere weiter zu deinem linken Daumen.
Linker Zeigefinger linker Mittelfinger linker Ringfinger linker kleiner Finger.
Dann dein linkes Handgelenk.
Dann den Keilenbogen.
Deine linke Schulter.
Beleuchte jetzt deinen linken großen Zeh.
Ich denke,
Zeit hat sie.
Linker Drittatsee.
Linke 4.
C.
Linker kleiner zähler Dann dein linker Knöchel.
Der nächste Knie.
Deine linke Hüfte.
Und dann wieder zurück in dein Herz.
Richte den Sonnenstrahl genau auf dein Herz und lass ihn dann langsam größer werden.
Bis er deinen ganzen Körper erstrahlt.
In dem Strahlen spürst du eine sanfte,
Regelmäßige Bewegung.
Du spürst,
Wie sich dein Brustkorb hebt und senkt.
Immer wieder.
Immer für dich.
Ohne dein Zutun wirst du geatmet.
In genau dem richtigen Tempo.
In genau dem richtigen Rhythmus.
Du lässt dich mittragen von dem Rhythmus.
Ein und aus.
EIN und aus.
Immer wieder.
Immer für Dich.
Folge dem Fluss deines Atems,
Einatmend hinein in deinen Brustkorb als Fluss und von dort weiter als Wassertropfen in alle Richtungen,
In alle Winkel deines Körpers.
Dann zurück,
Ausatmend,
Tropfen fließen im Brustkorb zusammen und von dort als Fluss hinaus.
Einatmend,
Ausatmend im stetigen Fluss,
Hinein und hinaus,
Bis in alle Winkel deines Körpers.
Lass dich treiben mit dem Fluss nun tief hinein in deinen Körper.
Bis in die tiefsten Winkel Deines Körpers.
Und dann schau,
Wo vielleicht Kälte geblieben ist in deinem Körper.
Wo kannst du Kälte wahrnehmen?
Wie fühlt sich die Kälte in dir an?
Dann suche in deinem Körper nach Wärme.
Wo kannst du Wärme wahrnehmen?
Welche Körperstelle ist gerade warm?
Auch wenn du gar nichts machst.
Wie fühlt sich Wärme an in deinem Körper?
Suche jetzt eine Stelle in Deinem Körper,
Die sich neutral anfühlt.
Wieder warm.
Noch kalt.
Die Mitte.
Wie fühlt sich das an?
Lade nun ein Gefühl von Schnelligkeit ein.
Wie fühlt sich Schnelligkeit an in deinem Körper?
Wie kannst du sie wahrnehmen?
Jetzt lade Langsamkeit ein.
Die Vorstellung von langsamen Bewegungen.
Langsames Sprechen,
Langsames Denken.
Wie fühlt sich das an für dich in deinem Körper?
Ich kreiere dann wieder Neutralität.
Weder schnell noch langsam.
Lasse deinen Körper neutral werden.
Lade nun ein Gefühl von Aktivität ein.
Wie fühlt sich Aktivität an in deinem Körper?
Wie kannst du sie wahrnehmen?
Jetzt lade Passivität ein.
Die Vorstellung,
Passiv zu sein.
Wie fühlt sich das an für Dich?
In deinem Körper.
Kreiere dann wieder Neutralität,
Weder aktiv noch passiv.
Lasse deinen Körper neutral werden.
Aus dieser Neutralität heraus,
Lass dich weiter treiben.
Hinaus aus deinem Körper.
Hinein in einen Wald.
Stell dir vor,
Du gehst durch diesen Wald.
Quer fällt ein,
Barfuß über den weichen Waldboden.
Um dich herum stehen Bäume.
Über den Bäumen ahnst du die Sonne scheinen.
Es riecht nach Blättern,
Nach Moos und feuchter Erde.
Um dich herum hörst du das sanfte Rauschen der Baumkronen.
Die langsam hin und her wiegen.
Über den Baumkronen scheint die Sonne.
Sonnenstrahlen,
Die bis zum Boden reichen,
Siehst du,
Denn unterwegs tanzen Insekten und kleinste Samen in ihrem Licht.
Auf dem Boden malen sie ein ganz eigenes Muster.
Auch das Mustertanz.
Tanzt auf dem Boden in dem sanften Rhythmus,
In dem oben die Baumkronen tanzen.
Untersuchst deinen Weg zwischen den Bäumen.
Weißt,
In welche Richtung du möchtest und doch kannst du nicht geradeaus gehen.
Nicht geradeaus sehen.
Immer wieder steht ein Baum direkt vor dir.
Du änderst deine Richtung.
Hin zu dem nächsten Baum und biegst wieder ab.
Jeder Baum lenkt dich ab.
Erinnert dich an etwas,
Hält dich auf und lässt dich anders weitergehen.
Dennoch gehst du beharrlich weiter.
Weiter auf deinem Weg.
Bis du an einen Bach kommst.
Still und ruhig fließt er vor dir.
Er ist breit.
Die Bäume an seinen Rändern berühren sich nur an ihren Astspitzen.
Sein Wasser ist glasklar und seine Oberfläche fast unberührt.
So spiegeln sich in ihr die Kronen der Bäume ringsumher.
Und sie malen auch hier ihr ganz eigenes Kunstwerk auf die Wasseroberfläche.
Schatten,
Tanzen,
Zueinander,
Wieder weg voneinander,
In ihrer ganz eigenen Choreografie.
Dazwischen Sonnenstrahlen,
Glänzende Wasseroberfläche,
Sanfte Wellen.
Nur dort,
Wo ein Ast so tief hängt,
Ins Wasser hineinragt,
Dort teilt sich das Wasser.
Nur dort,
Wo ein Ast so tief hängt,
Ins Wasser hineinragt,
Dort teilt sich das Wasser,
Bildet eine Welle,
Um hinter dem Ast wieder zusammen zu fließen.
Das Geräusch erinnert dich daran,
Dass der Bach lebt.
So still er auch fließt.
Hier und da nimmst du einen Plätschern wahr.
Während du dem fließenden Wasser zusehst,
Treiben Blätter vorbei.
Blätter der Bäume,
Die dich vorhin so abgelenkt haben.
Blätter in allen Tönen von grün bis braun.
Unterschiedlichen Größen.
Jedes für sich einzigartig.
Vielleicht.
Trägt jedes ein To-Do oder eine Erinnerung an etwas.
Dass du noch bedenken musst.
Sie alle fließen an dir vorbei im Tempo des Bachs.
Sie treiben mal hier hin.
Mal dorthin.
Vielleicht drehen sie sich unterwegs?
Vielleicht bleiben sie kurz hängen an einem tief hängenden Ast.
Doch dann machen sie sich frei und fließen weiter.
Alles ohne dich zu beachten.
Beachte auch du sie nicht weiter.
Dass sie schließen.
Jetzt siehst du ein großes Blatt herankommen.
Es kommt genau auf dich zu und du erkennst es.
Dass es groß ist und stabil.
Fast wie ein Floß.
Sanfte Wellen lassen es genau dorthin treiben,
Wo du am Ufer stehst.
Es wirkt wie eine Einladung und der Bach fließt so ruhig und stetig.
Du steigst ein,
Setzt dich auf dieses Blatt.
Getragen,
Sicher lässt du dich mit dem Bach fließen,
Wie all die anderen Blätter auch.
Das eine oder andere überholst du,
Noch andere sind weit vor dir verschwunden.
Du genießt die ruhige Fahrt.
Das Dich treiben lassen auf diesem sanften Bach.
Vielleicht hältst du eine Hand ins Wasser.
Fäustig über die Kühle und das Plätschern,
Das so entsteht.
Und dort,
Wo das Wasser aufspritzt,
Entsteht ein ganz pastellner Regenbogen.
Du treibst vorbei an tiefhängenden Ästen,
An schön geformten Steinen.
Hier und da fliegt ein Vogel auf,
Der dich kommen sieht.
Aber du brauchst nichts zu tun.
Kannst das Ufer vorbeiziehen sehen.
Kannst die Farben beobachten,
Die sich immer wieder verändern.
Kannst das Spiel der Schatten auf dem Wasser beobachten und dabei immer weiter die frische Waldluft einatmen.
Dein Blatt trägt dich dabei mal weiter Richtung Ufer,
Mal weiter Richtung Bachmitte.
Du folgst dem Lauf des Baches auch dort,
Wo er eine Kurve beschreibt.
Einmal dreht sich dein Blatt im Kreis und du kannst in alle Richtungen den Blick in die Natur genießen.
Sanft schaukelnd trägt es dich weiter um die nächste Kurve.
Und um die nächste Kurve.
Über allem das Rascheln der Blätter im Wind über dir.
Hinter der nächsten Kurve öffnet sich der Wald.
Die Bäume treten wie auseinander und machen eine Wiese Platz.
Im Vorbeigleiten erkennst du verschiedene Arten Gräser und Blüten.
Darin ein Gesumm von vielen,
Vielen Insekten.
Darüber flattern Schmetterlinge.
Darüber ein blauer Himmel.
Wie bei dir ein blauer Himmel so weit dein Auge reicht.
Du spürst die Sonne auf deiner Haut,
In deinem Gesicht.
Intuitiv rägst du dein Gesicht der Sonne entgegen.
Ihrem Strahlen entgegen.
Die Welt um dich herum wird hell und immer heller in diesem Sonnenschein.
Vor dir der Bachlauf,
Die Wiesen zu beiden Ufern,
Alles erstrahlt hell und immer heller im Sonnenschein.
Dein Blatt trägt dich genau dorthin,
Dem Horizont,
Dem Strahlen entgegen,
Bis du eins bist mit dem Sonnenschein.
Verbinde dich mit dem Strahlen,
Öffne dein Herz,
Lass es strahlen,
Den Sonnenschein auch hier hineinscheinen.
Oder dieses Strahlen in deinem Herz hinein,
Hol noch einmal dein Samkalpa.
Lass auch dein Sankalpa aufgehen In purem Sonnenschein.
Ich darf mich treiben lassen.
Ich lebe mein eigenes Tempo.
Ich spüre meine Bedürfnisse.
Oder das Sankalpa deiner Wahl.
Sprich wieder mit heller,
Klarer,
Innerer Stimme dreimal.
Schließe nun sanft dein Herz,
Schließe dein Strahlen und dein Sankalpa hier ein.
Und lege eine Hand auf dein Herz,
Physisch oder in deiner Vorstellung.
Spüre deine Wärme,
Spüre deine Nähe.
Spüre,
Wie du immer noch getragen bist Vom Boden,
Auf dem du liegst.
Und spüre,
Wie dein Atem immer noch geht für dich.
Atemzug für Atemzug.
Immer wieder.
Immer für Dich!
Dann vertiefe deinen Atem wieder.
Lade ein Genen ein und beginne in aller Sanftheit,
In aller Langsamkeit deinen Körper zu wecken.
Beginne dort,
Wo dein Körper jetzt geweckt werden möchte.
Und dann recke Dich,
Strecke Dich,
Ganz genussvoll.
Du darfst Dich ganz groß machen,
Raum einnehmen für Dich und Deine Bedürfnisse.
Mit deinem Strahlen im Herzen.
Erinnere dich daran,
Dass du das mit dir in deinen Tag nimmst.
Du soweit bist,
Öffne ganz langsam,
Blinzelnd deine Augen.
Danke,
Dass du heute mit mir auf diese Reise gegangen bist.
Dass du dich hast treiben lassen.
Ich wünsche dir,
Dass du heute in deinem ganz eigenen Tempo weitergehst.
Mit einem Strahlen im Herzen.
Deine Christina
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