
Meditation bei Angst
Eine liebevolle 22-minütige Meditation, um Freundschaft mit deinen Ängsten zu schließen. Wir beginnen mit der Verankerung einer Ressource, fühlen dann liebevoll in die Angst hinein und erlernen Tools, um damit umzugehen, wie z.B. der Atem, das Bewusstsein und die Berührung. Musik von: AlexanderSizonenko
Transkription
Hallo,
Mein Name ist Aurelia und das hier ist eine Meditation,
Freundschaft mit deinen Ängsten zu schließen.
Und für diese Meditation mache es dir gerne bequem,
Nimm dir ein Kissen,
Nimm dir eine Decke,
Was auch immer du brauchst,
Um es dir gemütlich zu machen.
Und ich würde dir empfehlen,
Dich für diese Meditation hinzusetzen,
Nicht hinzulegen,
Denn wenn wir sitzen,
Haben wir mehr Kraft,
Uns unseren Ängsten zu stellen.
Spüre hier deine Füße auf dem Boden,
Dein Becken auf der Sitzfläche,
Vielleicht kannst du sogar deinen Rücken anlehnen und fühle dann in alle Körperteile hinein,
Die auf etwas aufliegen.
Spüre hier die Verbindung und spüre hier,
Dass du gehalten und getragen wirst vom Boden,
Vom Grund,
Unter dir,
Von Mutter Erde.
Atme ein und mache dabei deine Wirbelsäule ganz lang,
Öffne den Mund,
Atme aus,
Atme ein,
Die Kopfkrone Richtung Decke schieben,
Ausatmen,
Loslassen,
Tief einatmen,
Mund öffnen mit einem Säufze ausatmen.
Dann atme noch ein paar Mal weiter so tief ein und aus.
Mit jeder Ausatmung lässt du ein bisschen mehr Anspannung gehen.
Du kannst hier mit jeder Ausatmung deine Stirn entspannen,
Den Bereich zwischen den Augen,
Deinen Kiefern,
Deine Schultern sind locker und weg von den Ohren und dann entspanne auch deinen Bauch und hier halten wir ganz oft ganz viel Spannung.
Also lass ihn hier ganz weich werden,
Ganz locker,
Genauso wie deinen Beckenboden und vielleicht würde sich hier eine Berührung gut anfühlen,
Vielleicht eine Umarmung oder vielleicht magst du deine Hände auf einen ganz bestimmten Bereich in deinem Körper auflegen,
Der sich gerade deine Berührung,
Deine Wärme,
Deine Aufmerksamkeit wünscht und wenn das sich jetzt gut anfühlt,
Kannst du gerne die Augen schließen,
Wenn nicht,
Dann lass sie gerne offen und such dir einen Punkt,
Der sich nicht bewegt,
Der dich nicht ablenkt und bevor wir uns der Angst widmen,
Verankern wir zuerst eine Ressource im Körper,
Ein angenehmes und erdendes Gefühl,
Damit du weißt,
Dass du in jedem Moment zu dieser Ressource,
Zu diesem guten Gefühl zurückkehren kannst,
Die Angst vielleicht zu groß werden sollte und dafür lade ich dich ein,
Dir eine Erinnerung vor dein geistiges Auge zu holen,
Ein Moment vielleicht der letzten Tage oder Wochen,
In dem es dir so richtig richtig gut ging,
Ein Moment,
In dem du dich total entspannt,
Leicht,
Glücklich oder geerdet gefühlt hast,
Eine Erinnerung an einen Moment,
Der ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert im Hier und Jetzt und dann spür da hinein,
Was passiert mit deinem Körper,
Wenn du an diesen Moment denkst,
Wo im Körper spürst du vielleicht Wärme,
Leichtigkeit,
Vielleicht ein Kribbeln,
Vielleicht eine Weite,
Dann nimm das wahr,
Bleib ganz bei dir,
Was passiert in deinem Körper,
Wenn du präsent bleibst mit diesem Gefühl,
Wie verändert es sich vielleicht,
Dann atme in diesen Körperbereich hinein,
Tief ein,
Tief aus,
Vielleicht würde es sich auch gut anfühlen,
Hier eine Hand aufzulegen,
Dann gehe hier deinem intuitiven Gefühl nach und mach das,
Mach genau das und durch deine Präsenz,
Durch deine Wärme,
Durch deinen Atem und deine Berührung verankerst du dieses angenehme Gefühl hier in deinem Körper,
Du weißt,
Du kannst hier immer wieder zurückkehren,
Wenn du es brauchst und dann nimm hier nochmal drei kräftige Atemzüge in deinen Körper hinein,
Die Nase ein und durch den offenen Mund aus,
Jetzt lade ich dich ein,
Kurz die Augen zu öffnen,
Dich in deinem Raum umzusehen,
Dir hier vielleicht noch eine liebevolle Umarmung zu geben,
Wenn sich das gut anfühlt und dann in deinem Tempo kannst du die Augen gerne wieder schließen,
Wenn sich das richtig für dich anfühlt und du weißt auch,
Du kannst sie jederzeit wieder öffnen und zurück in diesen Raum kommen,
Denn aus einem Ort der Stärke,
Der Ressource,
Des Wohlbefindens,
Lässt es sich auch viel leichter der Angst gegenüber treten,
Damit wir die Angst in Liebe umarmen können.
Beobachte hier,
Was mit deinem Körper passiert,
Wenn ich über die Angst spreche.
Wenn du vielleicht an Angst im Allgemeinen denkst,
Vielleicht zieht dein Körper sich zusammen,
Vielleicht empfindest du Anspannung,
Vielleicht spürst du dein klopfendes Herz,
Deinen schneller werdenden Puls,
Dann werde dir einfach nur bewusst,
Dass es da ist,
Ohne es zu werten oder erklären zu wollen.
Wenn wir uns mit unseren Ängsten auseinandersetzen,
Dann können wir einen Teil der Macht loslassen,
Die sie über uns haben und dabei ist es auch egal,
Wie rational oder irrational manche unserer Ängste dabei sind.
Dann nimm hier nochmal einen tiefen Atemzug,
Lass die Ausatmung ganz lange werden,
Deutlich länger als die Einatmung.
Ich werde dich jetzt einladen,
An etwas zu denken,
Was dir Angst macht,
Vielleicht auch weshalb du diese Meditation ausgewählt hast.
Etwas,
Was ein bisschen Angst in dir hervorruft und dann beobachte,
Achte darauf,
Was in deinem Körper passiert,
Wenn du an dieser Angst denkst.
Welche Bereiche deines Körpers kannst du hier vielleicht besonders wahrnehmen,
Weil sie ganz kalt oder ganz heiß werden,
Weil sie sich zusammenziehen,
Weil sie anfangen zu pochen oder zu schmerzen.
Dann atme da hinein,
Atme tief durch die Nase ein,
Öffne den Mund,
Atme langsam aus,
Atme ein,
Als ob du mit deinem Atem genau diesen Körperbereich von innen streicheln könntest und atme tief aus.
Gleich würde sich hier auch eine Berührung oder eine intuitive Bewegung gut anfühlen.
Dann geh dem gerne nach.
Dadurch,
Dass du gerade mit deiner Angst sitzt,
Ohne den Versuch,
Sie zu unterdrücken oder sie zu bekämpfen,
Schenkst du ihr den Raum,
Den sie braucht,
Um gesehen,
Um gehört zu werden.
Und vielleicht wirkt dieses große Monster plötzlich gar nicht mehr so gruselig,
Sondern wie ein kleines,
Flauschiges Tier,
Das eigentlich nur unsere Aufmerksamkeit braucht.
Und sag dieser Angst jetzt,
Dass du verstehst,
Dass sie versucht,
Dich zu beschützen,
Dass du das sehr zu schätzen weißt.
Vielen Dank,
Liebe Angst,
Dass es dich gibt,
Dass du mich schützen möchtest,
Dass du da bist,
Um mich vor Schmerz,
Vor Zurückweisung,
Vor Ablehnung zu schützen.
Und wie gut,
Dass sie da ist.
Wie gut,
Dass die Angst da ist,
Um dich davor bewahren zu wollen.
Du kannst dir hier auch sagen,
Angst,
Du kannst deinen festen Griff lockern.
Du darfst mit auf diese Reise kommen,
Aber du darfst nicht am Steuer sitzen.
Du darfst auf dem Rücksitz mitfahren.
Kannst du spüren,
Dass wenn du der Angst Erlaubnis gibst,
Gefühlt zu werden,
Dass sie dann vielleicht ein klein bisschen leichter wird?
Vielleicht ein Prozent leichter?
Vermutlich ist es auch nicht das erste Mal,
Dass diese Angst da ist.
Vermutlich kennst du sie auch schon länger.
Und jedes Mal,
Wenn der Gedanke und diese Angst diese unangenehmen körperlichen Empfindungen hervorholt,
Sie verstärkt,
Dann wiederhole das hier.
Jedes Mal,
Wenn die Angst da ist,
Spüre deinen Körper.
Nimm die entstehenden Gefühle wahr.
Wo sitzt sie?
Vielleicht im Herzraum,
Vielleicht mitten in der Brust,
Vielleicht spürst du sie auch im Bauch.
Dann atme in diesen Bereich deines Körpers hinein.
Atme hinein,
So als ob du diesen Bereich mit deinem Atem von innen berühren,
Von innen streicheln könntest.
Begegne diesem Körperteil mit Liebe,
Mit Annahme,
Mit Verständnis und öffne für die Ausatmung den Mund.
Atme tief und lange aus.
Vielleicht fühlt sich auch die Berührung gut an,
Wenn du deine Hand auflegst und dadurch mit dir selbst präsent bist.
Dich dann auch bei deiner Angst bedankst.
Sie ist da,
Um dich zu beschützen.
Sag ihr,
Sie darf loslassen.
Es ist okay,
Loszulassen.
Was für ein wunderschönes Geschenk du dir hier gerade machst und wie mutig du bist.
Ich bin so stolz auf dich und wiederhole diese Übungen so oft wie nötig.
Manche Runden sind leichter als andere,
Aber jede Praxis braucht Übungen.
Je häufiger du übst,
Desto leichter wird es sein,
Im Hier und im Jetzt zu bleiben.
Nicht in der Zukunft zu sein,
Nicht in der Vergangenheit zu verweilen,
Sondern im Hier und Jetzt zu bleiben.
Was passiert,
Wenn du an die Angst denkst?
Wie reagiert dein Körper auf diese Bilder?
Beobachte und nimm diese Körperteile wahr,
Die sich zusammenziehen,
Die sich heiß und kalt anfühlen,
Die kribbeln,
Die vielleicht auch schmerzen.
Atme in diese Bereiche hinein,
So als ob du sie von innen streicheln könntest und atme tief aus.
Vielleicht fühlt sich die Wärme einer liebevollen Berührung hier gut an.
Danke Angst,
Dass du da bist,
Um mich zu beschützen und ich weiß das sehr zu schätzen.
Du kannst jetzt deinen Griff lockern und dich auf den Rücksitz setzen.
Danke dir.
Tief ein- und ausatmen und wiederhole das so häufig wie du es brauchst.
Fühlen,
Atmen,
Streicheln,
Bedanken und wir kommen hier langsam zum Ende.
Wenn allerdings noch sehr viel Angst da ist,
Dann packe diese Angst,
Diese Bilder gerne in einen Tresor.
Stell dir hier einen Tresor vor und pack da all diese Bilder,
Die zu der Angst gehören,
Hinein und dann verschließe den Tresor so fest wie du kannst und verstaue,
Verscharre ihn an einem weit entfernten Ort und nur,
Wenn du dich diesem Angstmoment wieder widmen möchtest,
Nur dann holst du den Tresor hervor und öffnest ihn und nur dann.
Dann nimm hier nochmal drei tiefe Atemzüge,
Atme durch die Nase tief ein und dann öffne den Mund,
Atme ganz lange aus und dann nimm dir einen Moment im All diese kleinen Veränderungen wahrzunehmen.
Wie geht es dir jetzt gerade?
Was hat sich in den letzten 20 Minuten in dir verändert?
Und dann öffne in deinem eigenen Tempo langsam deine Augen und schau dich um in deinem Raum.
Wo bist du gerade?
Kannst du etwas sehen,
Was dir Freude bereitet,
Was Entspannung in deinem Körper auslöst?
Und dann nimm deinen Körper wahr,
Spüre hier auch nochmal die Gliedmaßen,
Die die Oberfläche berühren,
Den Boden,
Den Stuhl auf dem du sitzt.
Gib dir hier vielleicht noch mal eine feste Umarmung und erinnere dich an deine Ressource,
Diesen wunderschönen Moment,
Den wir uns am Anfang dieser Meditation in Erinnerung gerufen haben.
Dieser Moment,
Der dich zum Lächeln gebracht hat,
Dein Anker.
Und dann bedanke dich hier gerne bei dir,
Für deinen Mut,
Dich deiner Angst zu stellen,
Sie besser kennen zu lernen und dich vielleicht sogar ein bisschen mit ihr anzufreunden.
Du hast das sehr,
Sehr,
Sehr gut gemacht.
Ich bedanke mich bei dir,
Dass du mir deine Zeit und dein Vertrauen geschenkt hast.
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