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Lara und die Sternschnuppennacht | Einschlafgarantie

by Wolkenzauber - Traumreisen für Kinder | Nina Heck

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5
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Aktivität
Meditation
Geeignet für
Kinder
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Als Lara eine Sternschnuppe am Nachthimmel entdeckt, hält es sie nicht mehr im Bett. Barfuß schleicht sie hinaus in den Garten und legt sich mitten ins hohe Gras der Wiese – und ist nicht lange allein. Ihr kleiner Freund Motte, der Igel, erklärt ihr, woher die leuchtenden Streifen am Himmel wirklich kommen. Die eigentliche Geschichte dauert rund 17 Minuten, danach läuft die Musik leise weiter und klingt zart aus, um einen sanften Übergang in den Schlaf zu gewährleisten. Eine ruhige, meditative Einschlafgeschichte über Sternschnuppen, Freundschaft und einen Wunsch, der geheim bleiben darf – für Kinder ab 5 Jahren und alle, die sich gerne verzaubern lassen. Musik via Pixabay von Light_Music und Relaxing_Time. Die Coverbilders dieses Kanals werden teilweise mit Hilfe von KI erstellt.

Transkription

Der Abend hatte sich warm über das kleine Dorf gelegt.

Die Fenster standen noch einen Spalt offen,

Weil die Luft nach dem heißen Tag kaum abkühlen wollte.

Und irgendwo in einem Zimmer mit einem solchen Fenster lag Lara wach in ihrem Bett und schaute die Decke an.

Sie war müde.

Aber sie konnte einfach nicht einschlafen.

Ihre Gedanken sprangen hin und her.

Aber sobald sie einen davon zu Ende denken wollte,

War er auch schon wieder weg.

So ging es eine ganze Weile und immer wieder fielen Lara die Augen zu.

Und immer wieder fielen Lara die Augen zu.

Aber immer nur kurz.

Als sie plötzlich durch das Fenster hindurch etwas wahrnahm.

Ein kurzer,

Heller Strich am Himmel.

Sie blinzelte.

Aber da war er auch schon wieder weg,

Bevor sie sich überhaupt sicher sein konnte,

Dass sie ihn wirklich gesehen hatte.

Lara war jetzt hellwach.

Sie setzte sich auf und starrte nach draußen.

Aber da war nichts.

Nur der Himmel,

Dunkel und mit Sternen übersät,

So viele,

Dass man sie gar nicht zählen konnte.

Und dann plötzlich.

.

.

Wieder ein Strich.

Diesmal länger.

Er düste von einer Seite des Fensterrahmens zur anderen.

Und irgendwo hinter dem Dach des Nachbarhauses verschwand er wieder.

Und dann war Lara plötzlich klar,

Was sie dort gesehen hatte.

Sie kannte diese Streifen.

Ihr Vater hatte einmal von Sternschnuppen erzählt.

Im August im letzten Jahr,

Als sie im Garten gesessen hatten und er ihr den Himmel gezeigt hatte.

Aber damals hatte sie keine gesehen,

Obwohl es im August immer so viele geben soll.

Heute Nacht schien das anders zu sein.

Lara schlüpfte in ihre Hausschuhe.

Zog die Strickjacke über den Schlafanzug und schlich die Treppe hinunter.

Stufe für Stufe so leise sie konnte.

Die Haustüre öffnete sie ganz vorsichtig,

Damit das Knarren nicht durchs ganze Haus halte.

Draußen war die Luft deutlich kühler als am Tag.

Und Lara war froh,

Ihre Jacke angezogen zu haben.

Es roch nach Gras.

Und ein bisschen nach den Tomaten,

Die im Beet neben der Terrasse reiften.

Irgendwo zirpte eine Grelle.

Verstummte und zirpte wieder.

Lara ging über den Rasen zu der Wiese hinter dem Haus.

Dorthin,

Wo das Gras höher stand.

Weil niemand es im Sommer mähte.

Sie legte sich mitten hinein.

Und spürte,

Wie die Halme sie an den Armen kitzelten.

Ihr Blick ging nach oben.

Der Himmel war weit und schwarz und voller Sterne,

Mehr als sie je an einem Ort gesehen hatte.

Manche blinkten,

Andere leuchteten einfach nur ganz still.

Und dann plötzlich wieder.

Ein Strich,

Diesmal ganz in ihrer Nähe,

Fast über ihr,

Mit einem winzigen funkelnden Schweif,

Der einen Moment lang in der Luft hängen zu bleiben schien.

»Hast du das gesehen?

« flüsterte Lara in die Nacht,

Obwohl niemand da war,

Der antworten konnte.

»Natürlich«,

Sagte da eine Stämme neben ihr.

Laha zuckte zusammen und drehte den Kopf.

Auf einem flachen Stein am Wiesenrand saß Motte,

Klein und rund,

Die schwarzen Knopfaugen fest zum Himmel gerichtet,

Als hätte er sie schon eine Weile beobachtet.

Motte,

Was machst du denn hier?

»Das Gleiche wie du,

« sagte der Igel,

Ohne den Blick zu senken.

»Ich schaue,

So etwas passiert nicht jede Nacht.

« Lara rückte im Gras zur Seite,

Damit Motte näher kommen konnte.

Der Igel trottete gemächlich heran,

Ließ sich neben ihr nieder und schnaubte zufrieden.

Was sind das für Sterne,

Die da einfach vom Himmel fallen und so einen hellen Strich hinter sich herziehen?

Fragte Lara.

Das sind gar keine richtigen Sterne,

Sagte Motte.

Sterne fallen nicht.

Die bleiben,

Wo sie sind Seit Ewigkeiten schon.

Ja,

Aber was ist es dann?

Motte legte den Kopf schief und dachte lange nach.

So lange,

Dass Lara schon glaubte,

Er sei eingeschlafen.

Steine",

Sagte er dann,

Fünzige Steine.

Viel kleiner als der,

Auf dem ich sitze.

Manche nur so groß wie ein Staubkorn.

Sie fliegen schon sehr,

Sehr lange durchs Weltall,

Ganz allein,

Ohne Ziel.

Und wenn sie zufällig hier vorbeikommen,

Zu nah an die Erde,

Dann leuchten sie kurz auf und dann sind sie weg.

Für immer weg.

Für immer",

Sagte Motte.

Aber das macht nichts.

Sie waren ja da.

Du hast sie gesehen.

Auch wenn es nur für einen einzigen Wimpernschlag war.

Lara tat darüber nach.

Während über ihnen ein weiterer heller Strich vorbeizog,

Kürzer diesmal kaum mehr als ein Blinzeln,

Sie fragte sich.

Wie das sich für den Stein wohl anfühlte,

Wenn er durch das ganze schwarze Nichts flog,

Ganz allein,

Bis er plötzlich anfing zu leuchten.

Tut das weh?

Fragte sie leise.

Wenn sie verglühen.

Malte schüttelt den Kopf.

Ich glaube nicht.

Ich glaube,

Es fühlt sich an wie ein letztes großes Lachen,

Bevor man geht.

Man kann sich was wünschen,

Wenn man eine sieht,

Sagte Lara nach einer Weile.

Das hat mir mal jemand erzählt.

Hast du dir denn schon was gewünscht?

Lara schüttelte den Kopf.

Ich habe so schnell noch gar nicht nachdenken können.

Immer wenn ich eine Sternschnuppe sehe,

Ist sie schon weg,

Bevor ich überhaupt was denken kann.

Motte schnaubte leise,

Was bei ihm ein Lachen war.

Hohohoho.

Dann überleg dir jetzt einen Wunsch und pass besonders gut auf.

Ich sag dir Bescheid.

Sie warteten.

Die Wiese unter Laras Rücken war kühl geworden.

Aber sie fror nicht.

Dafür war die Nacht zu mild.

Irgendwo weit weg bellte ein Hund.

Nur einmal kurz und ganz dumpf.

Dann war wieder Stille.

Bis auf das leise Zirpen der Grillen im Gras.

Lara fielen schon fast die Augen zu,

So wohlig lag sie da.

Dann plötzlich ein heller Strich,

Der fast den ganzen Himmel durchquerte.

Goldengelb,

Als würde jemand mit einem Streichholz über den dunklen Stoff der Nacht fahren.

Hürzt.

Briefmutter.

Lara kniff die Augen fest zusammen und wünschte sich etwas ganz schnell,

Ganz leise nur für sich,

Bevor der Gedanke wieder verschwinden konnte.

Als sie die Augen wieder öffnete,

Lächelte sie in den Himmel hinein.

Was hast du dir gewünscht?

Fragte Motte.

Das sage ich nicht,

Sonst geht es nicht in Erfüllung.

Kluges Mädchen.

Sorgte Mutter und gehähnte,

Sein kleines,

Spitzes Maul weit aufgerissen,

Sodass Lara einen Moment lang seine winzigen Zähne sehen konnte.

Da gähnte auch Lara fast im selben Augeblick und musste darüber kichern.

»Wir sollten wahrscheinlich beide schlafen«,

Sagte sie und setzte sich auf.

»Wahrscheinlich«,

Sagte Motte müde.

Machte aber keine Anstatten,

Sich zu bewegen.

Sie blieben noch eine ganze Weile so,

Nebeneinander schweigend im hohen Gras,

Und sahen zwei weitere Sternschnuppen.

Eine war kurz und schnell,

Die andere so langsam,

Daß es fast so schien,

Als wolle sie Lara und Motte grüßen.

Irgendwann stand Lara auf,

Zupfte ein paar Grashalme aus ihrer Strickjacke und sah zu Motte hinunter.

Kommst du mit?

Schlafen?

Ich bleibe noch,

Sagte Motte.

Für mich ist es noch nicht spät genug.

Lara nickte.

Sie verstand zwar nicht,

Wie man die ganze Nacht durch den Garten spazieren und Unfug machen konnte,

Sie dachte an die umgeschmissenen Mülltonnen,

Aber sie verstand,

Dass Motte noch bleiben wollte.

Sie selbst wäre ja gerne bei ihm geblieben,

Aber sie war inzwischen viel zu müde.

Und außerdem wollte sie von ihrem Wunsch träumen,

Das hatte sie sich fest vorgenommen.

Quer über den Rasen ging sie zurück zum Haus.

An der Tür drehte sie sich noch einmal um.

Motte saß noch immer auf seinem Stein,

Den Blick unverändert nach oben gerichtet.

Klein und rund saß er da Vor dem großen,

Weiten Himmel.

Lara schlicht die Treppe hinauf.

So leise wie zuvor hinunter.

Legte sich ins Bett und zog die Decke bis zum Kinn.

Durch.

Offene Fenster schaute sie in den Himmel.

Weit und dunkel war er.

Und voller kleiner Lichter.

Die manchmal blinkten und manchmal ganz still standen.

Ihre Augen wurden schwer.

Und irgendwo zwischen Wachsein und Traum.

Gerade als sie die Augen schon fast geschlossen hatte.

Zog noch eine letzte kleine Sternschnuppe über den Himmel.

Clara lächelte.

Und dachte an ihren Wunsch.

Und war schon bald in einem wunderschönen Traum.

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