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Lara Und Das Leuchten Der Tiefe | Einschlafgarantie

by Wolkenzauber - Traumreisen für Kinder | Nina Heck

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5
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Aktivität
Meditation
Geeignet für
Kinder
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Der Abend ist warm, und Lara sitzt noch auf dem alten Holzsteg am Meer. Ein geheimnisvolles Leuchten tief im Wasser zieht sie in ihren Bann und plötzlich gleitet sie hinein in eine funkelnde Weltvoller Wunder. Eine Traumreise in die Tiefe des Wassers – für alle, die das Meer lieben und sich gerne verzaubern lassen. Besonders geeignet für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren als Einschlafhilfe. Die Geschichte dauert rund 11 Minuten, danach läuft zarte Einschlafmusik leise weiter und blendet langsam aus, um einen sanften Übergang in den Schlaf zu gewährleisten. Musik und Geräusche via Pixabay von RelaxingTime, Freesound Community und Light_Music

Transkription

Lara ist müde.

Aber sie kann nicht einschlafen.

Sie ist so aufgeregt,

Weil sie morgen in die Ferien fährt.

Zum ersten Mal in ihrem Leben ans Meer.

Dort soll die Luft salzig schmecken,

Hatte ihr Vater gesagt.

Aber sie verstand nicht,

Wie das gehen soll.

Luft schmeckt doch nicht.

Ihr Vater aber hatte nur gelacht und gemeint,

Sie solle abwarten.

Er sei sich sicher,

Dass die Luft am Meer nicht nur anders riecht,

Sondern auch anders schmeckt.

Luft,

Die salzig schmeckt.

Lara versuchte es sich vorzustellen und saß dabei in Gedanken auf einem alten Holzsteg,

Der ins Meer führte.

Die Beine baumelten über dem Wasser.

Ihre Sandalen hatte sie längst ausgezogen.

Die Bretter waren noch warm von der Sonne des Tages,

Die langsam hinter dem Horizont versank.

Über Lara blinzelten die ersten Sterne.

Unter ihr schaukelte das Meer.

Lara schaute hinunter ins Wasser.

Die Wellen zeichneten kleine Muster unter ihr.

Sie kamen und gingen wieder.

Und dann plötzlich sah sie es.

Ein kleines Leuchten.

Tief unten.

Ganz zart.

Wie ein Blühwürmchen,

Das sich verirrt hatte.

Sie blinzelte.

Das Leuchten wurde größer und größer.

Und es kam näher und näher.

Ganz langsam stieg es aus der Tiefe herauf.

Und dann erkannte Lara,

Es war eine Qualle.

Aber keine gewöhnliche Qualle.

Sie war so groß wie ein Sonnenschirm.

Und leuchtete in den sanftesten Farben,

Die Lara je gesehen hatte.

Lila,

Türkis,

Ein warmes goldenes Rosa.

Ihre Tentakel tanzten zart im Wasser,

Wie der lange Faden einer Spinne im Wind.

Die Qualle trieb geradewegs auf Lara zu und hielt direkt unter dem Steg an.

Lara wusste,

Ohne dass jemand es ihr hätte sagen müssen,

Dass die Qualle auf sie wartete.

Das Mädchen streckte die Hand aus.

Das Wasser war warm.

Und dann ließ sich Lara einfach ins Meer gleiten.

Es platzte noch nicht einmal.

Es spritzte auch nicht,

Sie glitt einfach nur hinein,

Als wäre sie schon immer ein Teil des Meeres gewesen.

Die Qualle leuchtete zart neben ihr.

Ihre Farben hüllten Lara ein und zogen sie mit hinunter,

Immer tiefer ins Meer hinein.

Und Lara merkte,

Unter Wasser war es ganz still.

Anders still,

Als auf der Erde.

Es war hier unten,

Als ob alles Laute einfach vom Wasser verschluckt würde.

So,

Als hätte sie eine dicke,

Weiche Decke über ihrem Kopf.

Ganz langsam sanken sie noch ein bisschen tiefer und tiefer und tiefer.

Und um sie herum erwachte die Unterwasserwelt.

Kleine silberne Fische huschten in Schwärmen vorbei.

So viele,

Dass sie wie ein einziges glitzerndes Band aussahen.

Sie stoben auseinander,

Wenn Lara die Hand ausstreckte und schlossen sich wieder zusammen,

Wenn sie ihre Hand wegzog.

Ein Tintenfischer schien.

Er schaute Lara aus großen,

Freundlichen Augen an und vollführte einen kurzen,

Beeindruckenden Tanz mit seinen acht Armen.

Dann,

Puff,

Eine schwarze Wolke und weg war er.

Lara lachte.

Sie lachte Blasen.

Und die Lachblasen stiegen wie kleine Perlen nach oben.

Ein bunter,

Runder Fisch schwamm an ihr vorbei und nickte ihr lächelnd zu.

Lara nickte zurück.

Die Qualle führte sie tiefer dorthin,

Wo das Licht des Abendhimmels kaum noch hinreichte.

Aber hier unten,

Da brauchte es kein Licht von oben,

Denn der Meeresboden selbst leuchtete.

Korallen in allen Farben,

Die man sich vorstellen kann,

Und noch viele mehr,

Für die es keinen Namen gab.

Ein sanftes Glühen,

Das pulsierte wie ein Herzschlag,

Als würde die Erde hier unten atmen.

Lara ließ sich auf einen großen,

Moosweichen Stein gleiten.

Die Qualle schien neben ihr zu schweben im Wasser und leuchtete weiter in den schönsten Farben.

Lila,

Türkis,

Gold,

Rosé.

Kleine,

Diamantene,

Leuchtende Fische kamen neugierig näher.

Sie stupsten Lara sanft mit ihren Nasen an.

Das kitzelte so sehr,

Dass Lara leise kicherte.

Und dann,

Ganz leise,

Begann das Meer zu singen.

Nein,

Es war kein richtiges Lied,

Es war mehr ein Summen,

Ja,

Eine warme Melodie.

Es kam von überall,

Von den Korallen,

Vom Sand,

Vom Wasser selbst.

Laras Augen wurden schwer.

Die Qualle leuchtete.

Lila,

Türkis,

Gold,

Rosé.

Die kleinen Fische tanzten langsam im Kreis.

Lara ließ sich tiefer in ihre Matratze sinken.

Sie lächelte im Schlaf,

Zog in ihrem Bett die Decke noch ein bisschen höher und ließ sich von ihrem Traum noch tiefer ins Meer hineinziehen.

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