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Mitfühlend Mit Verlangen Umgehen (MBCL)

by Alexa List-Perpeet

Aktivität
Meditation
Geeignet für
Erfahrene

Kennst du diesen Sog, wenn etwas sofort sein soll: noch eine Folge, etwas Süßes, kurz aufs Handy schauen? Verlangen ist zutiefst menschlich. Diese geführte Meditation aus dem Programm Mindfulness-Based Compassionate Living (MBCL) lädt dich ein, solchen Impulsen mit Neugier und Freundlichkeit zu begegnen. Du musst weder automatisch nachgeben noch gegen dich selbst ankämpfen. Du nimmst wahr, wie sich Verlangen im Körper zeigt und wie es sich von Moment zu Moment verändert. Dabei bringst du dir selbst Wärme entgegen, gerade dann, wenn es schwerfällt. So entsteht ein kleiner Raum zwischen Impuls und Handlung, in dem du freier wählen kannst.

Transkription

Mitfühlend mit Verlangen umgehen.

Eine bequeme Haltung wählen,

Die Achtsamkeit einladen und Pause machen dürfen vom Ton.

Mit offenem Herzen wahrnehmen,

Was sich jetzt zeigt.

Und damit Entspannung zulassen und dem Atem erlauben,

Einen beruhigenden Rhythmus zu finden.

In dieser Übung bist du eingeladen zu etwas,

Das einigen Mut braucht und Freundlichkeit.

Eine Einladung,

Einen Bereich in deinem Leben zu erkunden,

In dem Verlangen eine Rolle spielt.

Verlangen im Sinne von festhalten wollen oder haben wollen.

Etwas,

Das du gut kennst,

Das du täglich erlebst und das dich immer wieder dazu verleitet,

Etwas zu tun,

Zu dem du eigentlich Nein sagen willst.

Eine leidvolle Gewohnheit sozusagen.

Und wie immer musst du nicht das Allerschwerste wählen,

Etwas Leichtes genügt.

Ein Gebiet,

In dem du Raum fühlst,

Es jetzt ein bisschen besser kennenzulernen.

Es geht hier nicht darum,

Uns für unsere Verlangen zu verurteilen,

Sondern bewusster wahrzunehmen,

Wann und wie wir uns daran verstricken und herauszufinden,

Was in diesen Momenten Weise und Mitfühlen sein könnte.

Vielleicht zeigt sich ein Bereich von Verlangen.

Und wenn sich nichts zeigt,

Kann ich dir ein paar Beispiele geben.

Vielleicht das Verlangen,

Ungesunde Dinge zu essen.

Das Verlangen zu rauchen oder Alkohol zu trinken.

Vielleicht ein Verlangen,

Dinge zu kaufen,

Die du nicht wirklich brauchst.

Spiele zu spielen oder deine Mails abzurufen.

Im Internet zu surfen,

Dein Smartphone in die Hand zu nehmen,

Um soziale Medien zu nutzen.

Es kann auch ein sexuelles Verlangen sein oder ein Verlangen beachtet zu werden oder Recht zu haben oder die Schlauste zu sein oder der Lustigste.

Ein Verlangen,

Das du regelmäßig im Alltag erlebst und dem du nur schwer widerstehen kannst.

Etwas,

Das leicht Frust oder Vorwurf hervorruft oder Gefühle von Scham,

Schuld oder Reue.

Wenn du ein Gebiet gefunden hast,

Es innerlich lebendig werden lassen,

Indem du dich an eine Situation erinnerst,

Die noch nicht so lange her ist.

In der das Verlangen deutlich spürbar war.

Dir vorstellen,

Dass du dieses Verlangen jetzt wieder spürst.

Dass du jetzt wieder in dieser Situation bist.

Und jetzt erlebst,

Was du damals erlebt hast.

Die Umstände erinnern.

Und spüren,

Was im Körper und Geist geschieht.

Du kannst dir jetzt vorstellen,

Dass das Objekt deines Verlangens ganz nah ist.

Dass das Verlangen stärker und stärker wird.

Und du spürst diesen Drang,

Dem Verlangen nachzugeben,

Aber du tust es noch nicht.

Sondern bewusst innehalten und spüren,

Was geschieht.

Die innere Landschaft des Verlangens erkunden,

Mit der Neugier eines Entdeckers oder einer Entdeckerin,

Offen für alle Details.

Wie beeinflusst dieses Verlangen deinen Körper und deine Haltung?

Was geschieht im Gesicht,

In der Brust,

Im Bauchraum?

Was geschieht in den Muskeln?

Wie beeinflusst dieses Verlangen deine Stimmung und deinen Geist?

Kontakt bleiben mit dieser Welle des Verlangens,

Ohne dich mitreißen zu lassen und spüren?

Verändert sich etwas,

Wenn du so in Kontakt bleibst mit dem Verlangen,

Ohne ihm nachzugeben?

Du kannst dabei einige Fragen einsinken lassen und dich überraschen lassen von dem,

Was ich vielleicht als Antwort zeigen möchte.

Vielleicht auch mehrere Antworten oder gar keine Antwort.

Dann einfach mit der Frage verbeilen.

So oder so ist es okay.

Die erste Frage,

Gibt es etwas unter diesem Verlangen?

Vielleicht eine Emotion,

Die schnell überwältigt wird von dem Verlangen?

Oder ein tieferes Bedürfnis,

Das leicht vergessen wird?

Was ist es,

Das dir eigentlich fehlt?

Mit dem Herzen lauschen auf Antworten,

Die sich vielleicht zeigen möchten,

Wenn die Frage tiefer und tiefer einsinkt.

Was liegt vielleicht unter diesem Verlangen?

Und wenn sich nichts zeigt,

Einfach weiter die Natur dieses Verlangens erkunden.

Wenn sich etwas zeigt,

Spüren.

Gibt es einen Wunsch,

Der sich verbinden kann mit der darunterliegenden Emotion?

Der das tiefere Bedürfnis,

Das unter dem Verlangen liegt,

Berühren kann?

Das zeigt sich.

Vielleicht ein Wunsch für Ruhe oder Geduld?

Ein Wunsch für Verstehen oder Verbundenheit.

Oder der Wunsch dem,

Was sich jetzt zeigt,

Einfach Raum geben zu können.

Deine Worte finden und sanft innerlich wiederholen.

Wenn du möchtest,

Im beruhigenden Rhythmus des Atems.

Dir selbst diesen Wunsch schenken,

Vielleicht mit einer Hand auf dem Herzen und spüren,

Wie er empfangen werden kann.

Und noch eine Frage.

Was denkst du?

Bist du der einzige Mensch mit diesem Verlangen?

Wenn du möchtest,

Noch eine letzte Frage.

Was wäre jetzt ein mitfühlender Umgang mit diesem Verlangen?

Vielleicht achtsam die Welle des Verlangens reiten.

Vielleicht auch nachgeben,

Aber dann mit Achtsamkeit.

Also ganz bewusst anstatt im Autopiloten.

Es ist nie das Gleiche mit dem Verlangen.

An einem Tag ist es vielleicht mitfühlend,

Ihm nachzugeben,

Am nächsten vielleicht die Welle zu reiten.

Was ist jetzt mitfühlend?

Die Übung dann in deiner eigenen Zeit beenden.

Und dich selbst wertschätzen dafür,

Dass du dir Zeit genommen hast,

Die Natur von Verlangen zu erkunden.

Und was es bedeutet,

Mitfühlend damit umzugehen.

© 2026 Alexa List-Perpeet. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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