
Bodyscan „Liebevolle Zuwendung“
by Eva Linnartz
Mit diesem Achtsamkeitsübung wendest du dich liebevoll deinem Körper zu und schenkst den unterschiedlichen Bereichen deine Wertschätzung und Dankbarkeit. Dies unterstützt dich, für deinen Körper auch dann liebevolle Gedanken zu hegen, wenn Schmerzen und Krankheiten auftreten.
Transkription
Suche dir einen Platz,
An dem du dich wohl fühlst und du für die Dauer der Übung ungestört bist.
Vielleicht möchtest du dir ein Kissen für die Kniekehlen oder den Kopf und eventuell eine Decke organisieren.
Finde eine bequeme Position im Liegen oder im Sitzen.
Du kannst eine Hand auf Bauch oder Herz legen.
Mit dieser Geste bist du ganz nahe bei der inneren Haltung,
Dem Körper Wertschätzung und liebevolle Zuwendung zu schenken.
Nun in der Position,
Die du für dich gewählt hast,
Ankommen.
In diesem Raum,
In diesem Moment.
Die Kontaktpunkte des Körpers zur Unterlage oder zum Stuhl wahrnehmen.
Dich tragen lassen vom Boden,
Von der Erde.
Mit einem tiefen Ein- und Ausatmen alle Anspannungen loslassen.
Nun die Empfindungen,
Die der Atem im Körper auslöst,
Wahrnehmen.
Das Heben und Senken im Bauchbereich oder ein sich weiten und zusammenziehen im Brustraum.
Vielleicht den Luftstrom in Nase oder Rachen.
Spüren,
Wie der Körper atmet,
Ohne jedes Zutun von dir.
Ganz nahe bei diesem Rhythmus sein.
Es gibt nichts für dich zu tun,
Nichts zu erreichen oder zu schaffen.
Einfach im jetzigen Moment sein.
Mit dir,
Mit dem Körper.
Nun mit der Aufmerksamkeit zu den Füßen gehen.
Zu beiden Füßen gleichzeitig.
Neugierig sein,
Was es wahrzunehmen gibt.
Sanft und freundlich sein.
Ohne Erwartungen,
Ohne Vorstellungen.
Jedes Signal wahrnehmen.
Vielleicht eine Temperatur,
Ein Pulsieren oder Strömen.
Den Kontakt zu strümpfen,
Das Gewicht der Decke und wenn du gerade nichts wahrnimmst,
Dann ist das so.
Dir bewusst machen,
Was die Füße ständig leisten.
Sie tragen dich durch den Tag.
Von einem Ort zum anderen.
Sende ihnen ein Lächeln.
Nun zu den Knöcheln wandern.
Zu den Waden.
Die Empfindungen,
Die da sind,
Wahrnehmen.
Schienbeine,
Knie und die Knie,
Die sich so oft beugen.
Sende ihnen deine Dankbarkeit mit einem Lächeln.
Nun beide Oberschenkel wahrnehmen.
Welche Empfindungen gibt es da?
Vielleicht spürst du Kontakt zur Kleidung.
Vielleicht die Muskeln,
Knochen oder die Haut.
Die Beine im Ganzen wahrnehmen.
Von den Zehen bis zu den Leisten.
Die Arbeit anerkennen,
Die die Beine tagtäglich vollbringen.
Gehen,
Stehen,
Treppensteigen,
Vielleicht Joggen,
Tanzen,
Fahrradfahren.
Manchmal sind sie abends müde und schwer.
Ein andermal spürst du sie gar nicht.
Schenke ihnen ein Lächeln.
Weiter wandern zum Bereich des Beckens.
Vielleicht die Beckenknochen wahrnehmen.
Und wenn du sitzt,
Vielleicht die Sitzhöcker.
Mit der Aufmerksamkeit nun zur Rückseite des Körpers gehen.
Die Kontaktpunkte zum Boden spüren.
Vielleicht gibt es auch irgendwo einen Abstand zum Boden.
Die Wirbelsäule wahrnehmen.
Vom Steißbein an der Wirbelsäule entlang nach oben zu den Schultern wandern.
Die Empfindungen,
Die da sind,
Spüren.
Wenn es Verspannungen gibt,
Kannst du sie,
Wenn du möchtest,
Mit dem Ausatmen,
Durch eine bewusste Bewegung oder mit einem Lächeln loslassen.
Wertschätzen,
Was der Rückentag täglich leistet.
Wie er dich aufrecht hält.
Wer sich nach vorne bewegt und zu den Seiten.
Dich in deinen Tätigkeiten unterstützt.
Dankbar sein.
Wenn du jedoch gerade Schmerz spürst oder Erinnerungen an Schmerzen auftauchen,
Ist es nicht so leicht mit der Dankbarkeit.
Vielleicht sind da gerade eher Gedanken und Gefühle im Stich gelassen zu sein.
All dies wahrnehmen,
Zulassen und annehmen.
Der menschliche Körper ist nicht perfekt,
Verändert sich stetig,
Wie alles im Leben.
Mal funktioniert er reibungslos,
Dann wieder gibt es Probleme.
Spüren,
Wie es jetzt in diesem Moment ist.
Gerade in Bereichen,
In denen es Schmerzen,
Verspannungen oder Krankheiten gibt,
Braucht es liebevolle Gedanken und Zuwendung.
Schenke diesen Bereichen ein Lächeln.
Streichle sie mit mitfühlenden Gedanken.
Die Aufmerksamkeit zur Vorderseite des Körpers lenken.
Brustkorb und Bauch wahrnehmen.
Den Atem.
Die Bewegungen,
Die durch ihn im Körper entstehen.
Alle Empfindungen registrieren.
Dir bewusst machen,
Welche Organe sich im unteren und mittleren Bereich des Körpers befinden.
Geschlechtsorgane,
Verdauungsorgane,
Lungen,
Leber,
Nieren.
Die Arbeit,
Die sie jedes für sich und miteinander für dich leisten.
Von morgens bis abends,
Selbst wenn du schläfst.
Lächle ihnen zu.
Und das Herz,
Wie der menschliche Körper,
Ein Wunderwerk der Natur.
Auch Symbol für Liebe und Emotionen.
Es schlägt Tag und Nacht.
Vielleicht kannst du den Herzschlag spüren.
Schenke ihm ein Lächeln.
Mit der Aufmerksamkeit nun zu den Schultern wandern.
Bemerken,
Ob es dort Spannungen gibt.
Kontaktpunkte zu Kleidung oder zum Boden wahrnehmen.
All das,
Was gerade an Empfindungen da ist.
Den Schultern zulächeln.
Nun beide Arme gleichzeitig wahrnehmen.
Die Oberarme,
Ellbogen,
Handgelenke.
Vielleicht kannst du Schmuck spüren,
Den du trägst.
Die Arme,
Sie ermöglichen dir,
Dinge zu tragen,
Zu halten,
Männchen zu umarmen.
Lächle ihnen zu.
Nun Hände und Finger.
Mache dir ihre Bedeutung und Fertigkeiten bewusst.
Ohne sie könntest du kein Essen zubereiten,
Nicht schreiben,
Keine anderen Männchen berühren,
Keine Zärtlichkeit schenken,
Keine Beschaffenheiten und Texturen spüren.
Auch die Hände ein Wunderwerk der Natur.
Schenke ihnen ein Lächeln.
Nun die Aufmerksamkeit über Arme und Schultern zum Nacken wandern lassen.
Anspannung oder Schmerz bemerken.
Vielleicht einen Abstand zum Boden.
Weiter wandern zum Hals,
Zur Kehle.
Vielleicht dort durch einen Lufttauch den Atem wahrnehmen,
Dir das Stimmbänderbewusstsein,
Der Fähigkeit sprechen zu können,
Sich mitteilen,
Bedürfnisse und Wünsche äußern,
Singen,
Lachen,
Ein Lächeln in diesen Bereich senden.
Nun den Kopf im Ganzen wahrnehmen,
Den Kontakt zur Unterlage,
Die Kopfhaut,
Vielleicht die Haare,
Das Gehirn.
Ein weiteres Wunderwerk der Natur.
Die Schaltzentrale des Körpers.
Es steuert komplexe Vorgänge und Prozesse.
Es ermöglicht dir bestimmte Fähigkeiten auszubilden,
Die Dinge merken zu können,
Analysieren,
Planen,
Lesen,
Gefühle empfinden,
Freude,
Schmerz,
Berührungen spüren,
Bedürfnisse wahrnehmen,
Sende dem Gehirn ein Lächeln.
Weiter wandern zur Stirn,
Schläfen,
Die Ohren spüren,
Dankbar sein,
Hören zu können,
Das Rauschen des Windes,
Musik,
Die Stimme eines geliebten Menschen,
Das Lachen der Kinder,
Die unterschiedlichen Sprachen in der Welt und verstehen,
Dass Geräusche nur Geräusche sind.
Unser Geist,
Die als Lärm und unangenehm betitelt.
Den Ohren ein Lächeln schenken und die Augen die Fähigkeit wertschätzen sehen zu können.
Formen,
Farben,
Menschen,
Die Natur,
Die Vielfältigkeit der Welt.
Schenke den Augen ein Lächeln,
Die Nase,
Gerüche wahrnehmen,
Den Duft einer Rose,
Eines geliebten Menschen schmecken können,
Dankbar sein.
Nun zum Mund wandern,
Zu den Lippen,
Zum Innenraum des Mundes,
Zähne und Gaumen spüren,
Wertschätzen,
Kauen,
Schlucken und schmecken zu können,
In den Kiefer spüren,
Anspannung mit einem Lächeln lockern,
Zum Ende der Übung den Körper im Ganzen wahrnehmen,
Wie er hier liegt oder sitzt.
Dankbarkeit für den Körper ganz groß werden lassen,
Für den Körper,
Der atmet,
Der immer das leistet,
Was ihm möglich ist,
Der mit Signalen,
Die er aussendet,
Mit dir in Kontakt tritt,
Zu dir spricht,
Kreative Ideen zulassen,
Wie du ihn durch Veränderungen deines Lebens unterstützen kannst.
Vielleicht magst du noch einmal eine Hand auf Herz oder Bauch legen,
Den Atem spüren,
Den Körper,
Dich und dich liebevoll und dankbar mit all deinen Empfindungen wahrnehmen,
Getragen vom Boden,
Von der Erde,
Lebendig und wach.
Werde dir nun in deinem Tempo des Raumes bewusst,
In dem du dich befindest.
Spüren,
Was der Körper nun braucht.
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