
Teemeditation
Tee trinken: Diese Tasse Tee in meinen Händen, meine Achtsamkeit ist aufrecht erhalten. Mein Körper und Geist verweilen im Hier und Jetzt. Nothing to do nowhere to go. Der Himmel, die Wolken haben sich in dieser Tasse Tee versammelt.
Transkription
Tee-Meditation.
Ruhe und tiefes Schauen.
Wir können mitten in unserem geschäftigen Alltag beim achtsamen Tee trinken,
Unseren Geist zur Ruhe bringen und mit dem Tee auf eine tiefe Art und Weise in Berührung sein.
Das können wir praktizieren,
Wenn wir alleine sind oder auch zusammen mit einem Freund,
Mit einer Freundin.
Wir können es auch im Café praktizieren oder ganz heimlich,
Wenn wir irgendwo zum Tee eingeladen sind.
Wir spüren,
Wie wir sitzen,
Auf dem Boden oder auf dem Stuhl.
Wir spüren,
Wie die Füße in Kontakt sind mit dem Boden.
Wir spüren,
Wie sich unser Gesäß in die Sitzfläche eindrückt.
Wir spüren,
Wie wir unsere Hände abgelegt haben.
Wir spüren unsere Schultern und wir nehmen wahr,
Wie wir unseren Kopf halten und lösen die Verspannungen im Bereich des Unterkiefes,
Des Kinnes und der Zunge,
Indem wir dort einfach die Empfindungen wahrnehmen,
Mit der Einatmung und mit der Ausatmung.
Ein Halblecheln kann entstehen.
Wir spüren unseren ganzen Körper mit der Ein- und mit der Ausatmung und genießen einfach unser Sitzen.
Nothing to do,
Nowhere to go,
No longer in a hurry.
Nirgendwo hinzugehen und nichts zu tun und nicht mehr in Eile,
Wie es in dem bekannten Plum Village Lied heißt.
Wir sind uns bewusst,
Dass wir jetzt Tee trinken möchten.
Ohne diese Absicht können wir unsere Hand nicht zum Teeglas bringen.
Wir sehen das dampfende Teeglas vor uns und sind uns unserer Hand bewusst,
Mit der wir das Teeglas greifen wollen.
Dann spüren wir den ganzen Weg der Hand,
Bis sie am Teeglas ankommt und es umfasst.
Wir spüren die Wärme des Tees im Glas.
Vielleicht nehmen wir auch die andere Hand dazu,
Sodass wir jetzt das Teeglas mit beiden Händen in Richtung unseres Mundes bringen und wir können erstmal den Duft des Tees riechen und uns dieses Vorganges bewusst sein.
Die Nase,
Unser Riechorgan,
Kommt in Berührung mit dem Duft des Tees und zusammen mit dem Riechbewusstsein entsteht dieser Vorgang des Riechens.
Da steht niemand dahinter.
Wir gehen ganz im Vorgang des Riechens auf.
Wir sammeln unseren Geist im Riechen des Tees.
Dann führen wir das Glas zu unseren Lippen und sind uns der Berührungsempfindungen bewusst und nehmen einen Schluck Tee und halten ihn erstmal im Mund,
Um den Tee wirklich zu schmecken.
Da ist der Gaumen und die Zunge,
Unsere Organe des Schmeckens,
Der Geschmack des Tees und das Schmeckbewusstsein oder Geschmackbewusstsein,
Die diesen Vorgang des Schmeckens ergeben.
Dann spüren wir,
Wie der Tee nach unten läuft und dort unten im Magen ankommt.
Wir können dabei den ganzen Körper spüren und ihm zulächeln,
Wie er sich anfühlt,
Während wir diesen Schluck Tee genießen.
Vor dem nächsten Schluck Tee können wir tiefes Schauen üben,
Indem wir uns der Herkunft des Tees bewusst werden.
Wir sehen das Wasser,
Das bei uns aus dem Wasserhahn kommt und durch Leitungen zu unserem Haus transportiert wird.
Das Wasser kommt aus den großen Wasserreservoirs,
Wo es vorher gereinigt wurde,
Nachdem es als Regen oder als Schnee vom Himmel fiel.
Und da gab es vorher eine Wolke am Himmel,
Die sich aus dem Wasser der Flüsse,
Der Seen und Meere bildete,
Weil die Wärme der Sonne dieses Wasser zum Himmel hochsteigen ließ.
So können wir auch sagen,
Ich trinke eine Wolke,
Ich trinke einen See,
Ich trinke die Sonne,
Ich trinke die Energie des Bauarbeiters,
Der die Wasserleitung in den Boden gelegt hat.
Dann sehen wir die Teeblätter.
Wir sehen die Menschen,
Die die Teeplantagen in Vietnam,
In Japan oder Indien kultiviert haben.
Wir sehen die Erde,
In die der Samen der Teepflanze ausgesät wurde und wir sehen wieder Wasser und Sonne,
Die die Teepflanzen wachsen ließen.
Und natürlich,
Als der Tee dann reif war,
Die Teepflückerinnen und die Teepflücker bei der Ernte des Tees.
So können wir in diesem Teeglas das ganze Universum sehen,
Das dazu beigetragen hat,
Dass wir jetzt diesen Tee genießen können.
Wunderbar,
Vielen Dank,
Liebes Universum,
Für deine unendlichen Geschenke.
Vielen Dank für diesen Tee.
Einatmend spüre ich,
Wie ich auf dem Stuhl oder auf dem Kissen,
Auf dem Boden sitze.
Ausatmend spüre ich,
Wie ich hier sitze.
Einatmend nehme ich meinen ganzen Körper wahr.
Ausatmend lächle ich meinem ganzen Körper zu.
Einatmend genieße ich die ganze Länge der Einatmung.
Ausatmend genieße ich die ganze Länge der Ausatmung.
Einatmend bin ich mir meiner Absicht,
Tee zu trinken,
Bewusst.
Ausatmend lächle ich.
Einatmend spüre ich,
Wie meine Hände das Teeglas umfassen.
Ausatmend spüre ich die Wärme des Teeglases in meinen Händen.
Einatmend bin ich mir des Weges des Teeglases in Richtung meines Mundes bewusst.
Ausatmend genieße ich den Duft des Tees.
Einatmend spüre ich das Teeglas an meinen Lippen.
Ausatmend spüre und schmecke ich den Tee in meinem Mund.
Einatmend spüre ich,
Wie der Tee durch meine Kehle,
Speiseröhre nach unten fließt.
Ausatmend lächle ich dem Tee auf seinem Weg in den Magen zu.
Einatmend bin ich mir all der Energien bewusst,
Aus denen sich der Tee zusammensetzt.
Wolken,
Sonne,
See,
Fluss,
Teeplantage,
Erde,
Teearbeiter und Arbeiterinnen.
Ausatmend freue ich mich über dieses Geschenk des ganzen Universums.
Einatmend genieße ich es,
Tee zu trinken.
Ausatmend lächle ich mir selbst zu.
Untertitel der Amara.
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