
#12 Buddhistische Psychologie
Was ist eigentlich Buddhistische Psychologie? In dieser Folge erkläre ich dir die Schnittstellen von Buddhismus und Psychologie, was Buddhismus ist und was Buddhistische Psychologie ist.
Transkription
Herzlich Willkommen zu Achtsamkeit mit Anna,
Deinem Podcast für die beste Freundschaft mit dir selbst.
Heute geht es um eine spannende Methode,
Der ich mich hier im Podcast schon oftmals bedient habe und mit der ich euch auch noch ein paar Mal in Verbindung bringen werde.
Es geht um die buddhistische Psychologie.
Was ist das und wieso kann es dir auf dem Weg zur Selbstfreundschaft helfen,
Ohne dass du religiös oder spirituell sein musst?
Diese Fragen will ich heute beantworten.
Los geht's!
Heute spreche ich also mal um etwas Grundlegenderes in Bezug auf die Methoden,
Mit denen ich hier arbeite.
Wie du ja vielleicht schon weißt,
Bin ich Buddhistin und das auch schon fast mein ganzes Leben lang.
Ich bin über meine Eltern mit dem Buddhismus in Kontakt gekommen,
Als ich sechs Jahre alt war.
Heute bin ich 29,
Das sind 23 Jahre,
Also schon,
Man könnte sagen,
Die meiste und auch die prägendste Zeit meines Lebens habe ich buddhistische Lehren kennengelernt,
Habe meditiert und weiß daher einiges über den Buddhismus.
Deshalb sind auch die grundlegenden buddhistischen Gedanken,
Die mittlerweile immer mehr auch in unserer Gesellschaft prominent werden,
Ganz natürlich für mich.
Und alles,
Was ich in meinem Studium,
Ich habe ja Kommunikationswissenschaften studiert und in meiner Ausbildung zur systemischen Beraterin,
Was ja sehr psychologisch ist,
Über die menschliche Psyche bisher gelernt habe,
Wenn es um die Behandlung diverser Problemfelder geht,
Dann war für mich aufgrund einfach dieses buddhistischen Vorwissens ganz viel schon selbstverständlich.
Ich habe also immer gedacht,
Ja,
Das ist doch logisch,
Dafür braucht es doch keine neuen Konzepte,
Wenn Buddha sowas schon vor 2500 Jahren gesagt hat.
Und dann ist mir aber auch irgendwann aufgefallen,
Dass für ganz viele Menschen Buddhismus noch ein großes Fragezeichen ist und dadurch gar nicht so praktisch erscheint,
Wie ich es immer verstanden habe.
Das habe ich auch daran gemerkt,
Dass ich gerne Freunden davon erzählt habe,
Dass sie aber viel offener dafür und auch begeisterter von meinen Ratschlägen waren,
Wenn ich es losgelöst vom Buddhismus vermittelt habe.
Deswegen weiß ich also,
Wie wirksam buddhistische Methoden sind,
Dass es aber einfach für viele Menschen gar nicht so greifbar ist und auch so ein bisschen für viele der wissenschaftliche,
Psychologische Bezug fehlt,
Wenn man das jetzt nur aus dem Buddhismus heraus erzählt.
Deshalb habe ich mich jetzt mal bewusst mit der buddhistischen Psychologie beschäftigt,
Die beide Ansätze,
Also buddhistische Geistesarbeit und Weisheiten und die westliche Psychologie verbindet.
Das ist mir deshalb so wichtig,
Dir diesen Ansatz heute mal vorzustellen,
Dass du weißt,
Dass alles,
Was ich hier im Podcast zum Besten gebe,
Hand und Fuß hat und auch aus wissenschaftlich-psychologischer Sicht sinnvoll ist.
Denn ich habe einfach hier ganz natürlich viel buddhistisches Wissen drin,
Aber ich will dir auch zeigen,
Dass das gar nicht so abstrakt oder gar esoterisch ist,
Wie viele denken und dass du absolut nicht religiös sein musst,
Um von diesen buddhistischen Weisheiten profitieren zu können.
Deshalb soll es jetzt erstmal kurz darum gehen,
Wie Buddhismus und Psychologie zueinander stehen,
Bevor ich dann das Konzept buddhistische Psychologie nochmal vorstellen werde.
Psychologie,
Das wissen wir ja eigentlich alle,
Beschäftigt sich schon,
Sogar schon spätestens seit Platon,
Also schon sehr sehr lange,
Mit dem Erleben und Verhalten der Menschen und mit Hilfestellungen,
Die das Leben leichter machen.
Jeder,
Der an sich und seinen Einstellungen,
Seinen Verhaltensweisen arbeitet,
Ist so gesehen also schon Hobbypsychologe.
Spannenderweise entwickelt sich die Psychologie aber gerade dahin,
Wo der Buddhismus schon seit über 2500 Jahren steht.
Beispielsweise insofern,
Als dass man heutzutage mehr mit den Fähigkeiten und Stärken der Patienten arbeitet,
Um ihre Schwierigkeiten aufzulösen.
Auch geht man davon weg,
Traumatische Erfahrungen und Probleme so intensiv zu betrachten,
Weil diese dadurch nur verstärkt werden.
Deshalb wird die Energie jetzt mehr auf die Möglichkeiten und das Positive gelenkt.
Und auch setzt man heute unterhalb der schlechten Gefühle an und arbeitet an den Ursachen,
Als daran den Gefühlen freien Lauf zu lassen,
In der Hoffnung,
Sie würden sich dadurch auflösen.
Das sind also so ein bisschen die Grundzüge der Psychologie heute.
Also alles,
Was die Geistesgesundheit trifft,
Dafür ist die Psychologie zuständig.
Und es ist heute auch nichts Dramatisches mehr,
Zum Psychologen zu gehen.
Das ist in etwa schon fast so wie ein Arztbesuch.
Und wenn man leidet oder seine Verhaltensweisen,
Seine Einstellungen,
Seine Sichtweise ändern möchte,
Ist die Psychologie was ganz Wertvolles und auch was ganz Effektives.
Buddhismus beschreibt die Lehren Buddhas,
Der vor 2500 Jahren gelebt hat.
Buddha hat Zeit seines Lebens 84.
000 Belehrungen dazu gegeben,
Wie man das volle Potenzial des Geistes entfalten kann und hat daher sehr viele unterschiedliche Hilfestellungen zur Arbeit mit dem Geist gegeben.
Und daraus haben sich verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Zielgruppen,
Also verschiedene Arten von Menschen,
Die da angesprochen werden und unterschiedlichen Zielen auch entwickelt.
Alle gemeinsam bedienen sich aber dieser wertvollen Lehren,
Die oftmals auch als Apotheke bezeichnet werden,
Weil 84.
000 Belehrungen,
Da ist für jede Situation und jedes noch so blöde Gefühl natürlich was dabei.
Und alle haben die ganzheitliche Entwicklung der Menschen zum Ziel.
Und dabei werden immer Körperrede und Geist sinnvoll eingesetzt,
So wie Buddha es eben in seinen Lehren empfohlen hat.
Etwas ganz Wichtiges,
Was du wahrscheinlich noch gar nicht weißt,
Ist,
Was ich dir heute erzählen möchte.
Buddhismus ist gar keine Religion,
Denn alleine das Wort zeigt das auch schon.
Religion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet sich mit etwas zurückverbinden.
Allerdings ist es im Buddhismus anders als in anderen Religionen beziehungsweise in Religionen überhaupt nicht so,
Dass irgendein bestimmter Zustand wiederhergestellt werden muss.
Also es gibt gar kein Paradies,
Aus dem wir alle herausgefallen sind und es gibt auch keinen außenstehenden Gott,
Der uns bestraft oder der über uns richtet.
Auch Buddha war kein Gott,
Sondern Buddha ist einfach ein Mensch,
Der das geschafft hat,
Was wir alle schaffen können,
Nämlich zu erkennen,
Wer wir wirklich sind und dauerhaft glücklich sein zu können.
Es geht im Buddhismus auch gar nicht darum zu glauben.
Also man muss nicht glauben,
Was Buddha gesagt hat,
Sondern man kann alles nachvollziehen und auch überprüfen.
Und aufgrund dieser Klarheit der Theorie und auch der Nachvollziehbarkeit der Lehre,
Könnte man dann denken,
Naja,
Vielleicht ist Buddhismus ja eine Philosophie.
Das stimmt aber auch nicht,
Weil sie eben anwendbar ist und auch einen positiv verändert.
Es bleibt also nicht bei der Theorie.
Und somit könnte man meinen,
Buddhismus wäre dann Psychologie.
Das ist er teilweise auch,
Allerdings ergänzt um Weisheiten,
Die über das jetzige Leben hinausgehen und damit auch Tod und Vergänglichkeit mit einbeziehen,
Was die westliche aktuelle Psychologie eben nicht macht.
Also die Psychologie,
Könnte man sagen,
Arbeitet noch eher auch an den Symptomen,
Währenddessen die buddhistische Lehre dann am Geist direkt arbeitet,
An den Ursachen für unser Leid und auch über das,
Was über unser jetziges Leben hinausgeht.
Und somit kann man sagen oder einige sagen,
Dass auch das Buddhismus da anfängt,
Wo Psychologie aufhört.
Denn er zeigt auf das,
Was nochmal hinter unserer Psyche liegt,
Also das,
Was alles einordnet,
Was so diese ganzen kognitiven Abläufe bestimmt.
Also das,
Was schon immer da war,
Das da ist und das auch da bleibt.
Das,
Was einfach alles wahrnimmt und erlebt.
Und was ist jetzt die buddhistische Psychologie?
Die buddhistische Psychologie macht sogar gerade das,
Die Vergänglichkeit,
Von der ich gerade gesprochen habe,
Zu ihrer Grundlage.
Die buddhistische Psychologie arbeitet an den Ursachen der Probleme und bietet Hilfestellungen mit negativen Gefühlen,
Leidvollen Erfahrungen und so weiter umzugehen.
Und außerdem gibt es Weisheiten und Anregungen zum sinnvollen Leben,
Sodass wir Leid vermeiden können und unser Leben auch mit Sinn erfüllt wird.
Die buddhistische Psychologie verbindet daher Methoden wie Meditation und Achtsamkeitsschulung mit der Emotionsarbeit,
Die auch die aktuelle Psychologie macht,
Und dem sinnvollen Verhalten,
Was dann langfristig auch zu einem besseren Leben führt.
Das,
Was theoretisch gelernt wird,
Durch die buddhistischen Lehren,
Wird dann auch durch konkrete Übungen erfahrbar gemacht.
Und dabei ist das wichtigste Mittel immer die Meditation.
Auf das Studieren und Nachvollziehen der Lehren folgt also dann immer die Anwendung und Erfahrung.
Und durch Meditation wird der Geist eben beobachtet und die Meditation hilft dabei,
Sich selbst zu erkennen und zu verstehen.
Man arbeitet also an der Ursache direkt,
Am Geist,
Der alles wahrnimmt,
Und nicht nur an den Symptomen,
Die sich in Gefühlen oder Verhaltensweisen zeigen.
Das war jetzt einfach mal eine ganz kurze Einführung in die buddhistische Psychologie.
Das sollte jetzt hier kein langer Vortrag werden und du wirst von mir in diesem Podcast noch sehr viel darüber hören.
Aber ich wollte einfach mal,
Dass dieses Wort,
Ja,
Das öfter noch fallen wird,
Mal ein bisschen entmystifiziert wird,
Damit du dich hier auch wohlfühlst und weißt,
Worum es bei mir geht,
Wenn ich von buddhistischer Psychologie spreche.
Es ist wie gesagt auch nicht alles hier aus der buddhistischen Psychologie,
Denn ich habe ja auch psychologisches Wissen,
Ich habe anderes Wissen,
Aber mein wichtigstes Ziel ist,
Dir auf dem Weg zu deiner Selbstfreundschaft zu helfen und dass du da möglichst nachvollziehbare,
Praktische Tipps bekommst,
Die dir helfen,
Dich mehr und mehr als Freundin kennen und lieben zu lernen oder auch als Freund.
Vielleicht hören ja hier auch Männer zu.
Und da bediene ich mich sowohl meines psychologischen und therapeutischen Wissens,
Aber auch natürlicherweise aufgrund meiner Prägung ganz viel aus dem buddhistischen Wissen,
Die sich aber,
Wie ich dir gerade gesagt habe,
Gar nicht ausschließen,
Sondern im Gegenteil ganz toll ergänzen.
Außerdem geht es hier ja auch sehr viel um Achtsamkeit und das ist ja eine Sache,
Die aus dem Buddhismus kommt.
Und mir ist wichtig,
Dass du da auch ein bisschen Stück für Stück Wissen von mir mit auf den Weg bekommst,
Dass du weißt,
Was du machst.
Und ich denke,
Es interessiert dich wahrscheinlich auch,
Ein bisschen mehr über die verschiedenen Methoden und Sichtweisen zu erfahren.
Falls du jetzt noch Fragen zu mir,
Meinem Hintergrund,
Zum Buddhismus oder zur buddhistischen Psychologie hast,
Dann stell doch deine Fragen gerne in unserer Facebook-Gruppe.
Den Link dazu findest du in den Shownotes.
Und ich freue mich,
Dich dort oder auf Instagram wiederzusehen und wünsche dir eine ganz tolle Woche.
Bis nächsten Montag,
Ich freue mich auf dich,
Hab es gut und hab dich lieb,
Deine Anna.
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