
In einem Stollen
Eine weitere Originalaufnahme von einem ganz besonderen Platz: In einem Stollen, in dem einst Baumaterial gewonnen wurde, ist die Stille fast zu spüren. Hier entstand diese Aufnahme. Die Worte leiten sanft durch die Übung, und erlauben Dir, Dich ganz auf diese Umgebung einzulassen.
Transkription
Schön,
Dass Du bereit bist,
Dir etwas Zeit für die Stille zu nehmen.
Geh dafür an einen ruhigen Ort,
An dem Du Dich wohlfühlst,
Und wo Du in der nächsten Viertelstunde möglichst nicht gestört wirst.
Setz Dich dorthin,
Mit aufrechtem Rücken,
Nicht angelehnt,
In einer geraden Haltung,
So als wärst Du im Scheitelpunkt einen umunsichtbaren Faden fixiert,
Der Dich nach oben zieht und so dafür sorgt,
Dass Du gerade sitzt und trotzdem entspannt.
Während Du Dich auf diese Haltung einlässt,
Lausche auf die wenigen Geräusche,
Die Du hier hören kannst und wandere dann mit Deiner Aufmerksamkeit durch Deinen Körper.
Beginne bei Deinen Füßen,
Einfach spüren,
Wie fühlt es sich an,
Nichts bewerten oder beurteilen,
Nur die Aufmerksamkeit dorthin lenken und wandere dann in Deiner eigenen Geschwindigkeit mit Deiner Aufmerksamkeit von den Füßen über die Beine,
Den Unterleib,
Den Rumpf,
Die Brust,
Die Arme,
Den Hals,
Später zum Kopf,
Alles in Deiner Geschwindigkeit.
Begleite mich jetzt in Deiner Vorstellung an den Ort,
An dem ich diese Aufnahme mache.
Ein außergewöhnlicher Ort im Tal eines kleinen Baches im Mittelgebirge.
Hier wurde ein Stollen in den Felsen gegraben,
Um Baumaterial abzubauen.
Die Öffnung,
Durch die man eintreten kann,
Ist so niedrig,
Dass man sich bücken muss und sie hat die Form eines weit aufgerissenen Auges.
Nach wenigen Schritten ist der Rest des Stollens durch ein Gitter gesperrt,
Aber die ersten Meter kann man betreten und hier habe ich mich hingesetzt.
Ringsherum,
Umgeben von Felsen,
Vor mir die Öffnung,
Durch die ich hinaus in den Wald blicken kann,
Wenn ich die Augen öffne.
Es ist hier drin kühl,
Ruhig,
Nicht ganz dunkel.
Lass Dich auf diese Vorstellung ein,
Versuche in Dir das Gefühl zu erzeugen,
Selbst an einem solchen Ort zu sitzen.
Am Boden altes Laub,
Die Decke gerade so hoch,
Dass man aufrecht hier stehen könnte,
Die Wände rechts und links so nah,
Dass es nur ein,
Zwei Schritte brauchen würde,
Um sie zu erreichen.
Ein Ort,
Der einlädt,
Die Ruhe zu genießen.
Gefühle oder Gedanken,
Die davon ablenken,
Das geschilderte Bild in Dir lebendig werden zu lassen,
Nimm sie wahr,
Nimm sie an,
Lass sie zu und lass sie dann mit Vielfreundlichkeit wieder gehen und bleib bei der Vorstellung in Dir,
Am Eingang eines Stollens,
Umgeben von Felsen,
Zu sitzen.
Versuche auch die Geräusche einer nahegelegenen Straße,
Die leise auch hier hindurch dringen,
Nicht als Störung wahrzunehmen,
Sondern als Teil des Erlebnisses.
Versuche das Bild zu ergänzen durch das Gefühl der kühlen,
Nicht bewegten Luft aus Deiner Haut.
Lass Dich ganz auf diese Vorstellung ein.
Löse Dich jetzt langsam wieder von dem Bild,
Das Du generiert hast und nimm wieder die Umgebung wahr,
An der Du Dich gerade befindest.
Wenn Du die Augen geschlossen hattest,
Kannst Du sie zu dem Zeitpunkt,
Wo es sich für Dich richtig anfühlt,
Wieder öffnen.
Ich jetzt auch wieder bewegen.
Dieser Ort hier wurde mit einer ganz anderen Absicht geschaffen.
Es ging darum,
Hier Steine abzubauen und Menschen haben sehr,
Sehr viel Arbeit und Energie darin investiert.
Das Interessante heute für mich dabei ist,
Dass dabei nebenher etwas ganz anderes entstanden ist.
Ein Ort,
Der dazu einlädt,
In Stille zu sitzen.
Und Du magst nämlich diesen Gedanken mit in den Alltag,
Dass bei vielem von dem,
Was auch Du tust und schaffst,
Noch ganz andere Resultate herauskommen,
Außer Dingen,
Die dabei in Deiner Absicht lagen.
Danke,
Dass Du diese Zeit der Stille mit mir hast teilen mögen.
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