
Sicherer Ort Meditation
Diese kurze Übung hilft dir, dein Nervensystem zu beruhigen und innere Sicherheit zu spüren, wenn du mit belastenden Geschichten oder Erzählungen in Kontakt gekommen bist. Durch bewussten Atem, Körperwahrnehmung und eine einfache Visualisierung aktivierst du den Vagusnerv, reduzierst Stresshormone und findest zurück in deine Mitte.
Transkription
Hallo und willkommen zu dieser kleinen Übung,
Die dir dabei helfen soll,
Dein Nervensystem zu beruhigen,
Wenn du mit belastenden Geschichten oder Erzählungen in den Kontakt gekommen bist.
Das können Geschichten sein,
Die du in den Nachrichten gelesen oder gesehen hast,
Das können aber auch Geschichten oder Erzählungen sein von Freunden,
Bekannten oder anderen Menschen aus deinem Umfeld.
Manchmal können wir solche Geschichten einfach hören,
Ohne uns damit zu identifizieren.
Manchmal erleben wir eine solche Geschichte aber auch im Nachhinein so,
Als sei es unsere eigene gewesen.
Und wir spüren die Angst,
Die Sorge,
Die Trauer,
Die in dieser Geschichte liegt,
Ganz real in unserem Körper.
Das liegt an der Funktionsweise unseres Gehirns,
Das auf Erzähltes fast genauso stark reagiert wie auf Selbsterlebtes.
Mit dieser Übung möchte ich dir nun dabei helfen,
Diese Geschichte,
Die dich belastet,
Loszulassen und wieder ganz bei dir und im Hier und Jetzt anzukommen.
Für diese Übung benötigst du keine Hilfsmittel,
Lediglich einen ruhigen Ort,
An dem du dich sicher fühlst und für die Zeit dieser Übung nicht gestört wirst.
Dann lass uns beginnen.
Begib dich nun an den Ort deiner Wahl und schaue,
Ob du diese Übung im Sitzen oder lieber im Liegen praktizieren möchtest.
Beides ist genau gleich gut.
Und wenn du deine Position gewählt hast,
Atme erst einmal ganz entspannt ein und wieder aus.
Du kannst entscheiden,
Ob du diese Übung mit leicht geöffneten Augen praktizieren möchtest oder ob du die Augen schließen möchtest.
Auch hier ist beides genau gleich gut.
Dann beginne nun in einem ersten Schritt,
Den Kontakt deines Körpers mit der Unterlage zu fühlen.
Du kannst dich auf die Punkte deines Körpers konzentrieren,
Die Bodenkontakt haben,
Wenn du liegst oder zum Beispiel auf deine Füße,
Wenn du sitzt.
Dann kannst du die Füße auch einmal ganz bewusst in den Boden drücken.
Spüre den Boden unter dir,
Der dich hält und trägt.
Du bist gehalten und getragen.
Und dann beginne nun,
Ganz ruhige Atemzüge zu nehmen.
Die müssen nicht besonders tief sein.
Es geht nur darum,
Bewusst einzuatmen und bewusst auszuatmen und dabei den Ausatem etwas länger werden zu lassen als den Einatem.
Du kannst zum Beispiel auf vier Zellzeiten einatmen,
1,
2,
3,
4 und auf sechs Zellzeiten wieder aus.
1,
2,
3,
4,
5,
6.
Wiederhole das.
Atme ein,
1,
2,
3,
4 und atme wieder aus.
1,
2,
3,
4,
5,
6.
Mach das noch ein paar Mal in deinem Rhythmus,
In deinem Tempo und du kannst dabei auch gerne einen anderen Zellrhythmus wählen.
Zum Beispiel auf drei Zellzeiten einatmen und auf fünf Zellzeiten ausatmen.
Wichtig ist nur,
Dass der Ausatmen ein klein wenig länger ist als der Einatmen.
Und wenn du so für einen Moment geatmet hast,
Dann lass vor deinem geistigen Auge nun einen Ort erscheinen,
An dem du dich absolut sicher fühlst.
Das kann ein ganz realer Ort sein,
Ein Ort,
Den du kennst oder auch ein Fantasieort,
Den du dir vorstellst.
Schau dich um.
Was siehst du an diesem Ort?
Ist es hell oder dunkel?
Wo genau befindest du dich?
Bist du allein oder sind vielleicht Tiere da oder gar andere Menschen?
Aber lass diesen Ort wirklich dein Ort sein,
Dein Ort,
An dem du dich gut und sicher fühlst.
Nimm Gerüche wahr,
Die es an diesem Ort gibt und Geräusche.
Tauche ein in diesen Ort,
An dem dir nichts passieren kann,
An dem du absolut sicher bist.
Gehalten und getragen von der Erde,
Von dem Boden unter dir.
Versuche diesen Ort ganz plastisch erscheinen zu lassen in deinem Geiste und die Gefühle von Sicherheit,
Geborgenheit und vielleicht auch Vertrauen wahrzunehmen in deinem Körper,
Die jetzt hochkommen,
Wenn du diesen Ort vor dir siehst.
Und dieser Ort ist dein Ort.
Du kannst jederzeit an ihn zurückkehren,
Nicht nur im Rahmen dieser Übung.
Auch im Alltag,
Wenn du das Gefühl hast,
Du brauchst einen sicheren Ort,
Kannst du im Geiste dorthin navigieren und die Gefühle,
Die mit diesem Ort verbunden sind,
Durch den Körper fließen lassen.
Liege nun deine eine Hand auf dein Herz und deine andere Hand auf deinen Bauch und bleibe ganz ruhig weiter atmend noch für ein bis zwei Minuten oder so lange wie du möchtest an diesem Ort.
Ich werde nun für eine Zeit schweigen,
Sodass du ganz eintauchen kannst in die Gefühle von Sicherheit und Geborgenheit.
Und mit diesem Gefühl von Erdung und Sicherheit sage dir nun entweder leise oder laut,
Ich bin sicher,
Das ist nicht meine Geschichte.
Ich bin sicher,
Das ist nicht meine Geschichte.
Ich bin sicher,
Das ist nicht meine Geschichte.
Wenn du bereit bist,
Kannst du nun langsam wieder Bewegung in den Körper bringen,
Deine Augen öffnen,
Dich strecken und dann diese Übung beenden,
Indem du dich bei dir selbst bedankst,
Dass du dir die Zeit genommen hast für dich und für dein Nervensystem.
Und ich bedanke mich bei dir,
Dass du mit mir geübt hast und wünsche dir noch einen schönen Tag.
Treffen Sie Ihren Lehrer
Ähnliche Meditationen
Trusted by 34 million people. It's free.

Get the app
