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Dein inneres Kind braucht Deinen Trost (Teil 2)

by Claudia Bechert-Möckel

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Meditation
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Von Deinem inneren Kind hast Du sicher schon einiges gehört oder gelesen. Dieser Persönlichkeitsanteil symbolisiert die in Deinem Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der Kindheit, die guten ebenso wie die schwierigen, verletzenden und belastenden. Aber kennst Du auch Dein Eltern-Ich und Dein Erwachsen-Ich? Um diese Persönlichkeitsanteile geht es in diesem Podcast. Du erfährst, wie Du mit Ihnen arbeiten kannst, um Dein inneres Kind zu heilen und zu trösten.

Transkription

Hallo und herzlich Willkommen zum Leben lieben lassen Podcast.

Hier geht es um Themen rund um Beziehung und Persönlichkeit.

Und ich bin Claudia Bechert-Möckel.

Ich unterstütze Menschen dabei,

Gelingende Beziehungen zu führen,

Zu sich selbst und zu anderen.

Ich bin also Persönlichkeitsschatzgräberin,

Wie ich gerne sage,

Und Beziehungscoach.

In dieser Podcast Folge geht es,

Wie ich das im letzten Podcast schon versprochen habe,

Um die Fortsetzung des Themas Unsere Ich-Anteile und wie sie unser Leben beeinflussen.

Ich habe sehr ausführlich über unser Kind Ich oder das innere Kind,

Wie es auch genannt wird,

Gesprochen.

Und heute soll es um zwei weitere Anteile gehen,

Das Eltern-Ich und das Erwachsene-Ich.

Und natürlich freue ich mich wie immer,

Dass du mit dabei bist.

Leben lieben lassen.

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Ja,

Und ich habe gemerkt,

Das Thema inneres Kind,

Um das es in der letzten Podcast-Folge ging,

Das hat offenbar einen Nerv getroffen.

Es haben mich einige meiner Klienten,

Mit denen ich arbeite,

Aber auch Podcast-Hörer angeschrieben und mir erzählt,

Wie dieses innere Kind ihr Leben heute noch beeinflusst und welche Erfahrungen sie damit machen.

Und etwas davon möchte ich euch heute erzählen.

Da ist zum Beispiel Vera,

Eine Klientin,

Mit der ich schon längere Zeit arbeite.

Und Vera ist wirklich das,

Was man eine beneidenswerte Frau nennen kann.

Sie ist Anfang 40,

Wunderschön,

Beruflich sehr erfolgreich,

Ein sehr angenehmer Mensch.

Und ja,

Von außen denkt man einfach nur,

Wow.

In Vera selbst sieht es allerdings manchmal ganz anders aus.

Obwohl sie sehr tough ist und weiß,

Wer sie ist und was sie kann,

Kippt sie ab und zu in einen Zustand von Hilflosigkeit und Kleinheit.

Dann hat sie Angst,

In Meetings etwas zu sagen.

Die Sprache ist blockiert,

Das Denken auch.

Und sie hofft einfach nur,

Dass niemand sieht,

Dass sie eigentlich gar nichts kann.

Was niemand von außen sehen kann,

Ist,

Dass Veras Kind ich immer mal wieder das Steuer übernimmt und dieser kindliche Anteil von ihr,

Der schleppt einen schrecklichen Glaubenssatz mit sich herum.

Ich bin nicht gut genug.

Und wenn Veras Kind ich die innere Führung übernimmt,

Dann ist sie nicht mehr die toughe,

Erfolgreiche Frau.

Dann ist sie einfach nur klein und überfordert,

Wie ein kleines Mädchen,

Das mitten in einem Meeting steht und irgendetwas sagen soll.

Und weil Vera dann die Welt aus der Perspektive des Ich bin nicht gut genug sieht,

Wie durch eine dunkle Brille,

Glaubt sie auch,

Dass andere Menschen das gleiche in ihr sehen,

Sie also für nicht lebenswert und nicht gut genug,

Nicht schön genug und überhaupt für unwürdig befinden.

Das sorgt dann immer wieder in Veras Beziehungen,

Aber auch im Job für Erfahrungen,

Unter denen sie entsetzlich leidet.

Und was sie dann zusammen gemacht haben,

Ist,

Dass Vera gelernt hat zu beobachten,

Wann es in ihr kippt,

Also wann das innere Kind das Ruder in ihr übernimmt und was da genau passiert.

Wir haben also ihre Wahrnehmung aktiviert und wir haben zusammen daran gearbeitet,

Dass ihr inneres Kind sich beruhigen kann,

Aber auch,

Dass Vera mit ihrem Erwachsenen Ich die Führung übernehmen kann,

Um ihre Wahrnehmung von sich selbst und anderen wieder gerade zu rücken.

Veras neue Haltung lautet Ich bin gut genug,

So wie ich bin und inzwischen ist sie richtig gut in ihrer Selbstregulation,

Hat wieder viel mehr Lebensfreude und ihr Leben hat sich komplett verändert,

Weil sie gelernt hat,

Selbst die Führung zu übernehmen und nicht das innere Kind immer wieder einer überfordernden Erfahrung auszusetzen.

Und im Grunde geht es darum immer,

Dass wir Selbstmanagement lernen,

Dass wir,

Wie ich gerne sage,

Verstehen,

Wie wir so geworden sind,

Um es verändern zu können.

Und das ist das Gegenteil von automatisch unseren Ängsten und Emotionen ausgeliefert zu sein und von ihnen gesteuert zu werden.

Und eine andere Klientin,

Sabine,

Hat mir erzählt,

Dass sie beim Hören des Podcastes an bestimmten Stellen überrascht wurde von plötzlichen Erinnerungen aus ihrer Kindheit.

Ihr Vater und ihre Mutter hatten schrecklich gestritten und die kleine Sabine hatte furchtbare Angst.

Sie wollte alles wieder gut machen und hat gelernt,

Ein ganzartiges Mädchen zu sein,

Den Eltern Freude zu machen und so eben aus der kindlichen Sicht heraus den Versuch gestartet,

Die Familie zusammenzuhalten.

Sabines Eltern sind heute alt und streiten immer noch.

Und die erwachsene Sabine leidet in Beziehungen immer wieder darunter,

Dass sie sich übermäßig anpasst,

Alles versucht,

Richtig zu machen und damit leider immer wieder Partner anzieht,

Um die sie sich mehr kümmert als um sich selbst.

Und genauso wie Vera oder Sabine hat jeder von uns Situationen in seinem Leben,

In denen alte Überlebensstrategien aktiviert werden,

Wo quasi ein verängstigtes Kind in uns die Steuerung übernimmt und sich immer wieder ausgeliefert und überfordert fühlt und wir damit auch.

Was dieser kindliche Aspekt,

Der in jedem von uns lebt,

Braucht,

Ist,

Beschützt und behütet zu werden.

Getröstet und liebgehabt und unser inneres Kind braucht Führung.

Es gibt zahlreiche Konzepte und auch wunderbare Bücher,

Die sich mit dem inneren Kind beschäftigen.

Vielleicht kennst du einige.

Und all diese Methoden können einem helfen,

Diesen Teil unserer Persönlichkeit,

Also das innere Kind,

Zu behüten und nachzubeeltern.

Ein schönes Wort.

Auch ich arbeite mit sehr vielen dieser Methoden und dazu gehören für mich auch Meditations- und Visualisierungsübungen,

Die ich im Studio produziert habe und die sehr gut für die regelmäßige Arbeit mit dir selbst geeignet sind.

Bei mir geht es,

Das weißt du schon,

Immer um die Aktivierung von Selbstwirksamkeit.

Also wie du lernen kannst,

Dich selbst besser zu verstehen,

Um kompetent für deine gewünschte Veränderung zu werden.

Es geht also um Hilfe zur Selbsthilfe.

Wenn du dich dafür interessierst,

Findest du meine geführte Meditation zur Heilung des inneren Kindes in meinem Audioshop auf www.

Leben-lieben-lassen.

De zum Download.

So und eine kleine Überraschung habe ich auch für meine Podcast-Hörer und Blogleser.

Zur Eröffnung meines Audioshops gibt es nämlich speziell nur für meine treuen Hörer und Leser ab sofort einen 30% Rabatt auf alle geführten Meditationen.

Und dein Rabattcode lautet leben-lieben-lassen 30.

Leben-lieben-lassen vorne jeweils groß,

Dazwischen ein Minus und die 30 hinten angefügt ohne Leerzeichen.

Und natürlich verlinke ich den Rabattcode auch nochmal in den Shownotes und im Blog.

Die Aktion ist allerdings begrenzt bis zum 30.

November.

Die ganze Folge zum inneren Kind kannst du dir auch gerne noch mal im letzten Podcast anhören.

Heute aber soll es ja um weitere Persönlichkeitsanteile in uns gehen,

Die in uns aktiv werden.

Und das sind neben deinem Kind-Ich,

Dein Eltern-Ich und dein Erwachsenen-Ich.

In deinem Eltern-Ich sind alle Regeln,

Gebote und Werte gespeichert,

Die dir früher einmal vermittelt worden sind.

Also all die Vorstellungen darüber,

Wie man es macht in der Welt,

Was du darfst und nicht darfst,

Was erlaubt und verboten ist und so weiter.

Unser aller Leben basiert ja auf einem regelrechten Fundament von ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln und Gesetzmäßigkeiten,

Die wir so gut wie nie überprüfen,

Nach denen wir aber unser Leben gestalten.

Wir haben sie ganz einfach früher gelernt.

An Weihnachten feiert man unterm Weihnachtsbaum,

Ist zum Beispiel hierzulande eine geläufige Regel unserer Kultur,

Gegen die ich ehrlich gesagt nichts einzuwenden habe.

Ganz anders sieht es aus bei Es gehört sich nicht,

Als Frau allein in ein Restaurant zu gehen.

Oder bei Kinder haben den Mund zu halten,

Wenn Erwachsene reden oder Mädchen sind schlecht in Mathe und so weiter.

Wenn du das einmal bei dir selbst überprüfst,

Wirst du feststellen,

Dass viele deiner Verhaltensmuster und Grundannahmen über die Welt und wie man es in der Welt macht,

Auf eben solchen Lebensregeln basieren.

Und vielleicht auch,

Dass du viele davon eigentlich gar nicht magst und du sie eigentlich abwählen kannst.

Sie behindern dich vielleicht sogar.

Und oft stammen sie von Leuten,

Deren Leben weit vor deinem war und oft passen die in uns verinnerlichten,

Weil eben gelernten Regeln,

Gar nichts zu unserem derzeitigen eigenen Leben.

Solange sie aber unbewusst in uns aktiv sind und wir sie nicht überprüfen,

Steuern sie uns auch und haben Einfluss auf unser Leben.

Sobald wir sie aber in das helle Licht unseres Bewusstseins rücken und sie hinterfragen,

Können wir unser Fundament für unser Leben selbst wählen und werden selbstbestimmter.

Wenn du also mal dein Leben nach solchen Do's und Don'ts durchforstest,

Die unbewusst ihr Werk in dir tun,

Dann frag dich immer,

Wer sagt das?

Zu welchen Ergebnissen hat das denn in meinem Leben geführt?

Und wie müsste eine Lebensregel lauten,

Die zu meinem gelingenden Leben passt?

Okay,

Also zurück zu den in unserer Kindheit verinnerlichten Lebensregeln und Werten.

Die stammen zum großen Teil aus deiner Herkunftsfamilie,

Also von deinen Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen.

Aber Achtung,

Auch Lehrer zum Beispiel haben einen unglaublichen Einfluss auf uns und ich bin mir gar nicht sicher,

Ob die immer so genau wissen,

Wie groß dieser Einfluss tatsächlich ist.

Als Kind sind wir jedenfalls wie ein Schwamm.

Wir nehmen unser gesamtes Umfeld in uns auf und so eben auch ungefiltert all die Lebensregeln,

Die in unserer Familie vorkommen.

Gespeichert werden diese im Eltern-Ich,

Einer inneren Instanz,

Die sich in der Kindheit bildet und die fortan über die Einhaltung der erlernten Lebensregeln wacht.

Du kannst dein Eltern-Ich ganz einfach erkennen,

Nämlich daran,

Dass du wie mit einem imaginären Zeigefinger winkst,

Wenn du redest.

Zu dir selbst und zu anderen.

Wenn du etwa sagst,

Das macht man nicht,

Reiß dich zusammen,

Streng dich an.

Ganz egal,

Ob du das sagst oder denkst.

Zu dir selbst oder zu anderen.

Das sind klassische Eltern-Ich-Botschaften,

Mit denen du auf andere,

Etwa deine Kinder oder auch auf dich selbst,

Einredest.

Und es ist wirklich unfassbar,

Wie wir manchmal mit uns reden.

Wenn ich mit meinen Klienten analysiere,

Was es in uns selbst zu uns sagt,

Dann gibt es regelmäßig große Stauneaugen.

Du bist doch auch zu blöd.

Du kannst nichts und du wirst es nie schaffen.

Du bist doch nur ein Mädchen.

Nicht gut genug,

Nicht schön genug und vieles andere mehr.

Wenn du auch manchmal solche unbewussten Selbstgespräche führst,

Dann weißt du nun,

Dass es dein strafendes Eltern-Ich ist,

Das dir diese Botschaften sendet und dich kritisiert,

Dich runtermacht.

Das strafende Eltern-Ich in uns ist sehr kritisch,

Ist davon überzeugt,

Dass es Recht hat und dieser Ich-Anteil will einfach immer bestimmen und die Führung übernehmen.

Übrigens wird das Eltern-Ich auch aktiv,

Wenn du mit deinem Partner streitest und ihm oder ihr sagst,

Was sie oder er alles so falsch macht.

Und besonders krass wird es,

Wenn das strafende Eltern-Ich im inneren Dialog mit dem erhobenen Zeigefinger auf dem hilflosen Kind-Ich herumreitet.

Ein Beispiel?

Okay.

Stell dir vor,

Du wirst in deinem Job für einen Fehler verantwortlich gemacht,

Den du gar nicht verursacht hast.

Ein Kollege hat dir die Schulter für in die Schuhe geschoben,

Um selbst ganz,

Um selbst besser dazustehen.

Aber du hast es gar nicht gecheckt,

Was eigentlich passiert ist.

Als du im Meeting öffentlich dafür kritisiert wirst,

Bist du so erschrocken und überfordert,

Dass du gar kein Wort mehr rausbringst.

Dein inneres Kind ist jetzt am Ruder und ist so hilflos mit all der Schuld und der Ungerechtigkeit,

Dass es erstarrt und einfach alles über sich ergehen lässt.

Du kannst dich in diesem Moment nicht wehren und auch die Dinge nicht richtig stellen.

Als du endlich zu Hause bist und dir die Sache immer wieder durch den Kopf gehen lässt,

Beginnt eine wahre Tierade der Selbstkritik.

Du bist doch auch zu blöd,

Dass du einfach nicht den Mund aufmachst.

Du bist ein Idiot.

Du wirst es nie lernen,

Oder?

Du bist für den Job einfach nicht geeignet.

Das ist das Strafen der Eltern,

Ich,

Das dir jetzt noch den Rest gibt.

Ganz schön fies,

Oder?

Was wir da mit uns selber machen und auch wenn es dir vielleicht sogar normal vorkommt,

Weil du solche inneren Dialoge von dir kennst.

Aber jetzt frage ich dich,

Machst du das mit deinem eigenen Kind auch so?

Wenn dein kleines Mädchen oder dein kleiner Junge die Mathearbeit vergeigt haben,

Stehst du dann noch da und meckerst mit erhobenem Zeigefinger auf sie oder ihn runter?

Und wenn ja,

Meinst du,

Dass es davon besser wird?

Zum Glück hat das Eltern-Ich in uns auch zwei Seiten,

Genau wie das Kind-Ich.

Neben dem kritischen Eltern-Ich gibt es noch ein fürsorgliches Eltern-Ich.

Dieser Teil in uns ist wirklich sehr hilfreich,

Verantwortungsbewusst,

Kümmert sich gerne,

Ist verständnisvoll und behütend,

Er kann also Schutz und Geborgenheit bieten.

Das fürsorgliche Eltern-Ich übernimmt die Führung,

Wenn du dich liebevoll um deine Kinder kümmerst,

Aber auch wenn du für Familie und Freunde sorgst,

Dich für eine Gemeinschaft engagierst,

Kurz und gut,

Wenn du im Wir denkst.

Ich liebe es,

Das fürsorgliche Eltern-Ich in meinen Klienten zu wecken,

Denn es hat einen starken Willen und viel Kraft.

Das Eltern-Ich packt die Dinge an,

Es ist groß und deshalb ist es sehr gut geeignet,

Sich um das verletzte Kind-Ich in uns zu kümmern.

Wenn etwas schiefgeht,

Können wir selbstfürsorglich mit Verständnis auf uns selbst reagieren,

Hilfe und Unterstützung suchen oder uns eben selbst geben.

Es geht eben immer darum,

Sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern und sich selber aufzumuntern.

Das wird schon wieder.

Bis jetzt hast du doch alles geschafft.

Beruhige dich erst einmal,

Mach dir einen schönen Tee und dann überleg dir in Ruhe,

Was zu tun ist.

Das kann doch jedem mal passieren.

Du bist eine großartige,

Erfolgreiche Person und auch dieser Fehler ändert nichts daran.

Na,

Wie hört sich das in deinen Ohren an?

Das fürsorgliche Eltern-Ich zu aktivieren bedeutet,

Auf unserer Seite zu sein und uns das zu geben,

Was wir wirklich brauchen.

Aufmunterung,

Trost.

Kurz und gut,

Es geht darum,

Uns selbst zu beältern,

Anstatt uns selbst fertig zu machen.

Ich denke,

Der Unterschied ist mehr als deutlich.

Und damit du die Übersicht behältst,

Bevor wir zum nächsten wichtigen Anteil unserer Persönlichkeit kommen,

Hier nochmal eine Zusammenfassung.

Das Eltern-Ich ist der Anteil unserer Persönlichkeit,

Der die innere Präsenz der wichtigsten Bezugspersonen unserer Kindheit darstellt.

Was uns unsere Eltern über uns selbst,

Die Welt,

Die anderen und vor allem darüber,

Wie man es in der Welt macht,

Beigebracht haben,

Verbal oder auch durch ihr eigenes Verhalten,

Das ist im Eltern-Ich in Form eines moralischen Welt- und Selbstbildes gespeichert.

Dazu zählen gelingende und hinderliche Lebensregeln und Werte,

Die uns und unser Leben heute noch beeinflussen.

Wie das Kind-Ich in uns besteht auch das Eltern-Ich aus zwei Teilen.

Es gibt das kritische oder strafende Eltern-Ich,

Das wie mit einem erhobenen Zeigefinger mit uns selbst und anderen spricht.

Und es gibt das fürsorgliche Eltern-Ich.

Dieser Anteil befähigt uns,

Liebevoll und fürsorglich zu sein,

Verständnisvoll und warmherzig zu uns selbst und anderen.

Erst wenn wir uns die im Eltern-Ich verankerten Lebensregeln bewusst gemacht haben,

Haben wir einen Einfluss darauf.

Dieser Ich-Anteil bildet sich in der Kindheit durch ungefilterte Übernahme äußerer Urteile.

Wenn dich dieses Thema noch tiefer interessiert,

Vor allem auch unter dem Aspekt,

Wie diese inneren Anteile miteinander interagieren,

Findest du in der Transaktionsanalyse einen Bereich der Psychologie,

Der sich explizit damit beschäftigt,

Welche Kommunikationsmuster auftreten,

Wenn die verschiedenen Ich-Anteile in die Kommunikation mit anderen verwickelt werden,

Weitere Informationen.

Außerdem kann ich dir den großen und wunderbaren Kommunikationspsychologen Friedemann-Schulz von Thun wärmstens empfehlen und hier das Buch Miteinander reden Teil 1.

Ich werde die zwei Hinweise in den Shownotes am Ende dieses Podcasts verlinken.

So und damit tata zu dem Ich-Anteil,

Den wir praktisch in Eigenregie geformt haben und der einen wesentlichen Anteil unserer gesunden Selbststeuerung übernehmen kann,

Wenn wir uns unserer selbst bewusst werden.

Jetzt kommen wir zum Erwachsenen-Ich.

Das Erwachsenen-Ich in uns ist der Anteil,

Der es schafft,

Die Dinge mit Abstand zu betrachten und zu analysieren,

Die Metaebene einzunehmen.

Das Erwachsenen-Ich kann sehr gut reflektieren und wenn es in uns die Steuerung übernimmt,

Dann können wir nach Lösungen suchen,

Können verschiedene Positionen einnehmen und Perspektiven,

Wir können abwägen und rationalisieren und vor allem können wir dann die Dinge wieder ins richtige Licht rücken.

Was meine ich damit?

Das verletzte Kind-Ich sieht ja die Welt aus der verzerrten Perspektive der Hilflosigkeit und der Kleinheit,

Es erstarrt oder rebelliert,

Es bockt oder stampft mit dem Fuß auf oder fühlt sich schuldig.

Das strafende Eltern-Ich in uns weiß es besser und schimpft,

Weist Schuld zu und will Recht haben.

Doch das Erwachsenen-Ich sieht die Sache viel neutraler,

Entspannter und es ist auf Augenhöhe,

Also weder kleiner noch größer als andere.

Unser Erwachsenen-Ich ist vernünftig.

Es lässt Argumente gelten.

Es ist nie emotional verstrickt,

Das ist ganz,

Ganz wichtig.

Das Erwachsenen-Ich reagiert sach- und situationsbezogen anstatt dramatisch.

Dieser Persönlichkeitsanteil,

Du merkst schon,

Ich liebe ihn,

Entsteht erst später im Leben,

Ungefähr ab sieben Jahren.

Wir erschaffen das Erwachsenen-Ich selbst,

Indem wir anhand dessen,

Was das Kind-Ich erlebt und gespeichert hat aus seiner kindlichen Sicht und dem,

Was im Eltern-Ich an Regeln und Geboten gespeichert ist,

Den Bezug zur erlebten Realität herstellen und überprüfen,

Was für uns stimmt und was nicht.

Und weil das so wichtig ist,

Gleich noch mal.

Das Erwachsenen-Ich prüft immer wieder neu,

Wie die erlebte Realität zu dem passt,

Was im Eltern-Ich und im Kindheits-Ich gespeichert ist und schafft so ein eigenes,

Stimmiges Bild von der Welt.

Das Erwachsenen-Ich ist lernfähig und erkenntnisorientiert.

Es will verstehen und ist auf der Suche nach Lösungen.

So können in der Kindheit unfreiwillig erlernte Lebensregeln ausgetauscht und verändert werden.

Wir können also alte Erfahrungen des Kind-Ichs überschreiben und neu lernen.

Und das bedeutet,

Wir können unser Leben gestalten und verändern.

Ich bin so dankbar,

Dass wir diese Fähigkeit haben,

Denn damit erschaffen wir unser eigenes,

Selbstbestimmtes Leben ganz einfach,

Indem wir uns bewusst werden,

Anstatt,

Und das ist der Unterschied,

Im Automatikmodus durchs Leben zu fahren.

Und da Du diesen Podcast hörst,

Also Dich für Themen wie Veränderung und Selbstbestimmtheit interessierst,

Kannst Du sicher sein,

Dass Dein Erwachsenen-Ich aktiviert ist.

Allein,

Dass Du Dich auf die Suche nach Lösungen für Deine Probleme begibst,

Ist ein Signal Deines Erwachsenen-Ichs.

Je mehr Du das stärkst,

Je mehr Du lernst und Dich selbst verstehst,

Umso bewusster erkennst Du Dich und umso mehr wird das Erwachsenen-Ich in Dir die Führung übernehmen.

Das kann ich Dir wirklich versprechen.

Und je nach einer wunderbaren Methode,

Wie Du die Position des Erwachsenen-Ichs bewusst einnehmen kannst.

Stell Dir einfach einmal ein Problem vor,

Unter dem Du gerade leidest.

Etwas,

Das Dich verletzt,

Traurig,

Klein oder hilflos macht.

Vielleicht ist es eine Sache,

Die Dir noch nicht gut gelungen ist oder auch ein Problem mit einem anderen Menschen.

Wie fühlst Du Dich genau,

Wenn Du an diesen Mensch oder diese Sache denkst?

Benenne drei Gefühle für Dich,

Etwa Ich fühle mich dann ausgeliefert,

Machtlos,

Schuldig.

Und jetzt Du.

Das,

Was Du jetzt wahrnimmst,

An negativen Gefühlen,

Das ist die Position des hilflosen Kindes in Dir.

Das ist wie eine Maus,

Wo der Schlange steht und keine Lösung sieht.

Und jetzt steh bitte einmal auf.

Tu es einfach.

Schüttel mal bitte kurz Deine Arme und Deine Beine.

So richtig heftig.

Genauso,

Als könnte alles von Dir abfallen.

Und dann setz Dich wieder hin.

Schließe Deine Augen und stell Dir jetzt einmal vor,

Du sitzt in einem Kino und auf der Leinwand läuft genau diese Szene ab,

In der Du gerade noch gefangen warst.

Nur,

Dass Du jetzt die Außenperspektive hast.

Du erlebst also die Sache aus einer ganz anderen Position,

Von außen.

Von dort aus kannst Du nicht nur Dich,

Sondern auch den oder die anderen und die Umstände im Ganzen wahrnehmen.

Als würdest Du einen Film betrachten.

Stell Dir jetzt die Situation einmal ganz real vor.

Lass den Film mit Deinem Problem ablaufen und schau aus der Sicht des Zuschauers zu.

Was geschieht wirklich in dieser Szene?

Was erkennst Du,

Wenn Du von außen drauf schaust?

Wie verhinderst Du Dein Ich,

Das Du in der Filmszene beobachtest,

Selbst?

Was könnte Dein Ich in der Filmszene noch tun?

Was bräuchte es,

Um eine Lösung zu finden?

Wenn Du Dich auf diese kleine Übung einlassen konntest,

Dann hast Du nun ganz deutlich gespürt,

Wie es sich anfühlt,

Aus dem verletzten Kind Ich ins Erwachsenen Ich umzuschalten.

Wenn nicht,

Versuche es gleich noch einmal.

Ich weiß,

Es klingt nicht ganz einfach,

Aber ich kann es.

Meine Klienten können es und Du kannst es auch.

Übrigens ist auch die Meditation eine wunderbare Methode,

Um in den Beobachtungsmodus zu gehen und aus der emotionalen Verstrickung auszusteigen.

Ich arbeite sehr viel mit Visualisierungsübungen und angeleiteten Meditationen.

Du findest sie unterlegt mit wunderschöner Entspannungsmusik in meinem Audioshop auf www.

Leben-lieben-lassen.

De.

Und in der Zukunft,

Das kann ich schon mal verraten,

Wird es dort unter dem Stichwort Audio-Coaching noch mehr Selbstcoaching-Tools zum Download geben.

Also nicht nur geführte Meditationen und Visualisierungsübungen,

Sondern auch sehr direkte Anleitungen zu Tools,

Mit denen ich mit meinen Klienten arbeite.

Und wenn Du persönlich mehr möchtest,

Als die Inspirationen aus meinem Podcast oder die Tools aus dem Audioshop auf www.

Leben-lieben-lassen.

De,

Also wenn Du Dich für ein Coaching mit mir interessierst,

Dann hier noch ein paar wichtige Infos.

Ich arbeite generell mit allen Klienten mit einem kostenfreien Kennenlerngespräch von ca.

30 Minuten per Skype,

Telefon oder eben persönlich.

Und das hat folgenden Grund.

Der Beratungserfolg hängt,

Und darüber gibt es wirklich zahlreiche Studien,

Nicht nur von der Methodik ab,

Mit der ich arbeite,

Sondern auch und vor allem davon,

Ob die Chemie zwischen uns stimmt.

Und da ich nicht für jeden passend sein kann und das auch nicht möchte,

Finde ich es gut und richtig,

Dass man in einem Kennenlerngespräch von beiden Seiten schauen kann,

Ob man sich so eine Zusammenarbeit vorstellen kann,

Wie die aussehen könnte und so weiter.

Und natürlich werden da auch alle offenen Fragen geklärt.

Und wenn es von beiden Seiten stimmt,

Dann steht einer Zusammenarbeit nichts im Wege.

Schreib mir also am besten über das Kontaktformular.

Ich freue mich,

Von Dir zu hören.

Und natürlich freue ich mich auch,

Wenn Du meinen Podcast hörst.

Du findest mich auf iTunes,

Spotify und allen anderen Podcastportalen.

Und bevor ich es vergesse,

Fällt mir jetzt gerade noch ein etwas Wichtiges,

Was ich noch sagen wollte.

Vielen Dank für die netten Bewertungen auf iTunes.

Ich freue mich sehr,

Sehr,

Sehr darüber,

Weil alle Leute,

Die da etwas schreiben oder liken,

Das von selbst getan haben.

Also ganz einfach aus ihrem Herzen heraus,

Weil ich es ehrlich gesagt ein bisschen anstrengend finde und nicht so mag,

Immer wieder darum zu bitten.

Deswegen freut es mich umso mehr,

So ehrliche Statements zu bekommen.

Das sind zwar keine Tausenden,

Aber dafür kommen sie wirklich vom Herzen.

Also vielen Dank.

Bis zum nächsten Mal bei Leben lieben lassen.

Deine Claudia.

Lass es dir gut gehen.

4.8 (140)

Neueste Bewertungen

Mic

October 1, 2025

Danke! Klasse!

Mike

November 22, 2024

Gut erklärt und schön gesprochen🙏 Etwas zuviel (Eigen)-Werbung für ihren Shop etc. für meinen, ganz persönlichen Geschmack… 😉

Jasmin

November 21, 2024

Sehr interessant und aufschlussreich, danke 🌸

Kerstin

June 10, 2023

Du machst das super… Teil 1 war schon mega interessant 👍🏻👍🏻👍🏻. Vielen Dank 😊

Ulrike

January 29, 2023

Ach Claudia, du tust so gut!Danke

Laila

October 16, 2022

Liebe Claudia, was soll ich sagen, deine Vorträge und Erklärungen sind einfach wunderbar verständlich und hilfreich, tausend Dank❤️❤️❤️

Sina

May 17, 2022

Auch in diesem Teil hat Claudia das Konzept von Kind-Ich, Eltern-Ich und Erwachsenen-Ich wieder ganz wunderbar erklärt und für mich gut nachvollziehbar gemacht. Was für eine wundervolle Hilfestellung :-) Ich empfinde auch Claudias Stimme als sehr angenehm. Dadurch wird das Zuhören noch schöner :-) Vielen, lieben Dank :-)

Claire

February 8, 2022

Echt gut erklärt

Marion

January 29, 2022

Liebe Claudia, du inspirierst und gibst Hoffnung zugleich. Ich bin froh und dankbar, dass ich dich gefunden habe.

Vanessa

October 20, 2020

Tolle Stimme

© 2026 Claudia Bechert-Möckel. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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