
Aus der Arbeitslosigkeit ins eigene Retreat-Center in Peru
Alicia hat mit ihrem Freund in Peru gelebt und dort ein Retreat-Center geleitet, in dem sie Zeremonien mit San Pedro, Kakao und Sananga angeboten hat. Ich habe mit ihr darüber geredet, wie es gekommen ist, dass sie zuerst Business Management studiert, danach sechs Jahre lang bei großen Marketingagenturen arbeitet und von dort aus nach Peru in ein relativ einfaches Leben gekommen ist. Ihr Leben ist wirklich faszinierend! Es zeigt so schön, dass sich alles fügt, wenn du dich darauf einlässt.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen bei SHIFT,
Dem Podcast für Heilung und Transformation.
Alle zwei Wochen bekommst du hier ein inspirierendes Interview oder meine eigenen Erfahrungsberichte,
Um dir die Welt von Psychedelika und schamanischer Pflanzenmedizin näher zu bringen.
Ich bin Linda und ich freue mich,
Dass du hier bist.
Lass uns loslegen.
Alicia lebt eigentlich mit ihrem Freund in Peru und leitet dort ein Retreat-Center,
In dem sie Zeremonien mit San Pedro,
Kakao und Sananga anbietet.
Ich spreche heute mit ihr darüber,
Wie es gekommen ist,
Dass sie zuerst Business Management studiert und danach sechs Jahre lang bei großen Marketingagenturen arbeitet und von dort aus nach Peru geht und jetzt ein relativ einfaches Leben lebt.
Hallo liebe Alicia.
Hallo.
Schön,
Dass du da bist.
Ja,
Es freut mich auch sehr,
Hier zu sein und ich bin gespannt.
Ja,
Ich freue mich.
Also wir erzählen heute mal so den Leuten,
Wie so dein Lebensweg in den letzten Jahren war.
Da will ich eigentlich direkt damit anfangen.
Wenn sich jemand für dein Leben interessiert,
Gibst du so einen PDF raus,
Wo die ganzen wichtigen Stationen sind und da schreibst du,
Dass du so dein spirituelles Erwachen hattest durch intensive Meditation.
Und da wollte ich mal fragen,
Weil ich meditiere auch seit Jahren und ich hatte noch kein spirituelles Erwachen dadurch.
Da wollte ich mal fragen,
Wie lange du da so meditierst und wie und kannst du mal so erzählen,
Wie das da in der Phase so für dich war?
Ja,
Ich glaube ganz wichtig ist,
Wie es dazu kam,
Dass ich angefangen habe zu meditieren und ich war in einer großen Marketingagentur angestellt damals und hatte ein sehr,
Sehr stressiges Leben und habe mich und habe auch zu der Zeit,
Wo es wirklich,
Wirklich schwierig war,
Also wo ich irgendwie erst abends um zwölf Uhr aus dem Büro kam und morgens um acht Uhr schon wieder da war,
Habe ich auch jemanden kennengelernt und ich habe mich auch dazu entschlossen,
Dort zu kündigen und bin in eine Beziehung gekommen,
Die ehrlich gesagt sehr ungesund war und die mich dazu geführt hat,
Dass ich also fast wirklich alles verloren habe.
Ich habe in der Zeit,
Dass mein Auto kaputt gegangen ist,
Konnte es nicht reparieren,
Weil ich eben kein Geld mehr hatte.
Ich konnte meine Miete fast nicht mehr bezahlen und die Beziehung lief auch wirklich,
Wirklich nicht gut.
Und da war ich irgendwie an einem Punkt,
Wo ich ganz leer und mich auch ganz,
Ja so fast wie von einer Depression habe ich mich gefühlt und dann hat,
Dann hat tatsächlich,
Habe ich so ein Gefühl dafür bekommen,
Ich hatte auch wirklich vorher nicht viel mit Meditation zu tun,
Aber ich habe,
Irgendwas hat mir gesagt,
Dass ich für so mindestens sechs Wochen mal gar nichts machen sollte außer atmen und dann habe ich damals,
Also es war wirklich extrem,
Ich habe damals meiner Nachbarin Bescheid gesagt und habe sie gefragt,
Ob sie für mich einkaufen gehen könnte,
Weil ich das Gefühl habe,
Ich sollte meine Wohnungen jetzt für die nächsten Wochen erst mal nicht verlassen.
Ich habe dann am Tag wirklich nichts anderes,
Also so bestimmt sechs bis acht Stunden einfach nur da gelegen,
Natürlich auch immer,
Also ganz viel geschlafen,
Weil am Anfang,
Bis man ja in diese,
In diesen Zustand kommt,
Dass man wirklich in der Meditation ist und nicht davon,
Von der,
Von den Atemübungen einschläft,
Das dauert ja auch ein bisschen,
Aber ich habe das so intensiv jeden Tag gemacht,
Ich konnte mir das in dem Sinne leisten,
Weil ich arbeitslos war und weil ich,
Weil ich einfach hoffnungslos war,
Ich wusste gar nicht mehr,
Wo ich mich gesehen habe,
Weil ich auch gar nicht mehr zurück in den Beruf gehen wollte,
Den ich damals gemacht habe und diese Orientierungslosigkeit hat zu einem völligen Stillstand geführt und da hat sich auch wirklich dann also vieles verändert.
Ich habe,
Ich glaube,
Ich war schon immer ein sehr sozialer Mensch und jemand,
Der andere auffangen konnte oder auch,
Dem es wichtig war,
Dass,
Dass die Leute um mich herum eben lachen und gut gelaunt sind und sich wohlfühlen,
Aber da ist es noch mal irgendwie so richtig stark hervorgekommen,
Dass so dieses Gesetz der Anziehung,
Also dass man anzieht,
Was man ist und ich habe es geschafft,
Dadurch,
Durch diese strikte und sehr intensive Meditation irgendwie an die Wurzel zu kommen,
Dass ich,
Dass ich einfach in meinem,
Das war eigentlich eher auch so,
Was St.
Pedro auch macht,
Dass ich habe zu meinem Herzen gefunden und ich habe dann aus der Meditation,
Ich hatte dann aufgehört zu rauchen,
Ich habe damals geraucht und ich habe aufgehört Fleisch zu essen und ich habe,
Ich habe auf einmal mein Leben irgendwie anders angepackt und daraus hat sich auch wirklich viel ergeben,
Also ich bin dann,
Ich hatte dann das Glück,
Dass ich mitgenommen wurde auf eine Reise nach Indien.
Warte mal kurz,
Wie hast du denn meditiert,
Also was hast du konkret gemacht,
Hast du dich einfach hingesetzt und deinen Atem beobachtet oder was hast du da gemacht?
Also die meiste Zeit habe ich wirklich mich auf mein inneres Auge,
Also auf den Ohr zwischen meinen Augen,
Auf der Stirn zu konzentrieren mit geschlossenen Augen und habe geatmet und zwischendurch habe ich auch schon mal,
Also das wurde nachher wirklich zur Regelmäßigkeit,
Habe ich abends eine geführte Meditation zur Wunscherfüllung gehört,
Die ich sehr empfehlen kann,
Weil ja,
Weil da hat dieses,
Da hat es angefangen,
Dass ich meine Wünsche praktisch schon manifestiert habe,
Dadurch,
Dass ich jeden Abend mir das vorgestellt habe,
Was ich gerne machen würde in meinem Leben und womit ich glücklich wäre und das ist dann auch nachher alles so eingetroffen,
Muss ich sagen,
Also ich kann nur jedem empfehlen,
Der wieder in seine Balance kommen möchte und auch in sein Herz kommen möchte,
Zum Beispiel eine San Pedro Zeremonie kann da sehr helfen,
Aber so für den täglichen Gebrauch und auch um Erkenntnisse,
Egal ob sie jetzt aus der Meditation kommen oder aus einer Zeremonie kommen oder aus anderen Dingen,
Das einfach zu integrieren,
Das ist sehr,
Sehr wichtig,
Dass wir nicht wieder einschlafen sozusagen und vergessen,
Dass wir aus unserem Herzen heraus alles erreichen können,
Sondern Meditation hilft dabei,
Sich zu erinnern,
Obwohl manchmal kriegt man das ja gar nicht mit,
Also es gibt ja diesen Raum,
Sage ich mal,
Wenn man in einer tiefen Meditation ist,
Wo praktisch alles und nichts ist,
Also und man kommt da raus und man hat ja nicht wirklich,
Sage ich mal,
Vision oder jetzt irgendwie ein bestimmtes Gefühl,
Aber man hat das schon das Gefühl,
Dass man da irgendwie was raus mitgenommen hat und ich glaube,
Das ist wichtig,
Also ich kann es nicht wirklich wissenschaftlich erklären,
Was es ist,
Aber vom Gefühl her ist es diese innere Ruhe bewahrt,
Aus der Ruhe kommt die Kraft,
Aus der Ruhe kommt das Verständnis,
Die Geduld und damit man seinen Alltag eben mehr mit dieser Liebe einfach füllen kann und das kommt dann auch auf einen wieder zurück und man kann dann in so einer Schwingung bleiben,
Die wirklich positiv durchweg ist.
Okay und dann hast du gerade schon gesagt,
Hat dich jemand nach Indien eingeladen,
Also du warst ja auch arbeitslos zu dem Zeitpunkt und dann ging dann da so deine Reise,
Sage ich mal,
So los eigentlich dann auch.
Ja genau,
Ich hatte meinen Wunsch,
Also bei dieser Wunscherfüllung,
Das war,
Ich hatte immer so vor mir,
Dass ich mit Leuten aus einer fremden Kultur,
Aber sehr bunten Kultur tanze,
Ich hatte immer so ein Bild vor mir,
Als würde ich mit einer Gruppe tanzen und dann hat meine indische Freundin damals gesagt,
Alisha ich fahre nach,
Ich fliege nach Indien,
Also sie ist inderin,
Mein guter Freund heiratet,
Möchtest du mitkommen?
Dann habe ich gesagt,
Ich habe gerade ja auch gar kein Geld,
Ich weiß gar nicht,
Wie ich das machen soll und dann hat sie so zu mir gesagt,
Ich fände das einfach schön,
Wenn du bei mir wärst und mach dir um da hinten keine Gedanken,
Du brauchst einfach nur den Flug bezahlen.
Dann habe ich mir von meiner Mutter noch Geld geliehen,
Dass ich den Flug zusammengekriegt habe und dann sind wir da rüber und das wirklich schön,
Also das Witzige war auch,
Zwei Wochen bevor der Flug dann nach Indien ging,
Ich bin dann zurück,
Zu der Zeit bin ich zurück zu meiner Mutter gezogen,
Weil ich durch die Meditation gelernt habe,
Dass,
Ich habe damals in Düsseldorf gelebt,
Dass die Stadt mir irgendwie nicht so viel bringt und dass sie mich nervös macht und dass sie irgendwie gegen,
Dass die Energie gegen diese ist,
Die ich eigentlich für mich kreieren möchte und meine Mutter wohnt ländlich und dann bin ich wieder zu ihr gezogen,
Habe aber sehr schnell feststellen müssen,
Dass mich das auch nicht wirklich erfüllt hat,
Weil ich wieder zu meiner Mutter gezogen bin und so und ja und dann wirklich wie aus dem Nichts habe ich dann eine Nachricht bekommen von einem damaligen,
Also guten Freund und der hat bei einer auch großen Firma gearbeitet und hatte einen Arbeitsvertrag für mich und hat mir einen Job vorgeschlagen,
Bin in wirklich guten Konditionen in München und dann hatte ich eigentlich schon einen Job,
Bevor ich dann nach Indien wieder,
Also bevor ich nach Indien geflogen bin und dann in Indien,
Muss ich sagen,
Hatte ich immer wieder das Glück,
Auf Menschen zu treffen,
Die mir so traditionelle Dinge gezeigt haben,
Eben auch so die ayurvedische Lebensweise und die Ernährung und auch die man,
Also Mantras zum Beispiel,
Wie man durch Singen eine bestimmte Frequenz erreichen kann,
Wo man so tief in die Liebe reingehen kann und das war wirklich faszinierend für mich,
Diese anderthalb Monate oder zwei Monate waren wir da und natürlich dann auch die Hochzeit,
Die in der Schild mal sowas mitzuerleben ist,
Wirklich,
Wirklich was ganz Schönes und da fing es an eigentlich schon so,
Dass ich mich so mehr für spirituelle Dinge auch interessiert habe und da so reingerutscht bin irgendwie.
Waren denn von der Freundin,
Die da war,
Hatte deine Freundin so ein spirituelles Umfeld oder kamen jetzt die Leute irgendwie so zufällig,
Sagen wir so in Anführungszeichen,
Dann da auch noch dann so rein?
Also die kamen wirklich zufällig,
Wir haben die Leute kennengelernt,
Zum Beispiel,
Als wir einmal in dem größten Tempel von Mumbai waren,
Das ist der Ganesha-Tempel,
Wirklich wundervoll und da sind wir mit Leuten in Kontakt gekommen,
Weil meine Freundin an sich hat eine spirituelle Seite,
Ist aber nicht,
Sagen wir mal,
Fokussiert darauf,
Also wir haben auch ein paar Freunde von ihr dort besucht und aber diese Insights,
Sage ich mal,
Die Leute,
Die uns da traditionelle Dinge gezeigt haben,
Das kam wirklich eher,
Weil wir auf der Straße waren oder weil wir,
Also wirklich zufällig.
Also sollte wirklich irgendwie so sein,
Dann liegt ja fast so.
Und dann warst du anderthalb,
Zwei Monate dann in Indien,
Also nicht nur zwei Wochen für so einen Kurzurlaub,
Sondern hast ja richtig gelebt dann da auch.
Ja,
Genau.
Also es ist unglaublich,
Wie viele Menschen dort leben.
Aber es war eine superschöne Erfahrung und auch sehr bereichernd und ich glaube,
Da habe ich irgendwie das Gefühl gehabt,
Als wäre da noch mal meine Glücksträhne irgendwie noch mal aktiviert worden,
Weil das hat nachher auch super gut funktioniert,
Als ich nach Hause gekommen bin,
Nach Indien mit dem Job,
Den ich da vorher angenommen habe in München.
Ich hatte danach wirklich noch mal eine richtig,
Richtig schöne Zeit in München.
Wie lange warst du dann in München?
Für neun Monate.
Also das war auch direkt,
Ich bin an einem,
Ich weiß noch,
An einem Donnerstag aus Indien wiedergekommen und an dem Montag musste ich schon in München anfangen zu arbeiten.
Deswegen habe ich nur ganz schnell meine Koffer gewechselt und bin nach München.
Und da auch,
Da hat sich das sehr einfach fortgeführt.
Ich habe eine super,
Super nette Freundin jetzt,
Die ich dort kennengelernt habe,
Die mich aufgenommen hat in ihrer Wohnung und mir viele Dinge ermöglicht hat und erleichtert hat.
Und ich habe wirklich ganz tolle Menschen dort kennengelernt und hatte durch den Job auch,
Der auch dann wieder leider,
Also der auch im Marketingbereich war,
Ich war dann Eventsmanager.
Aber ich konnte dadurch viel reisen und auch viele andere Städte sehen,
Was mir in dem Sinne gefallen hat.
Man muss sich zugeben,
Dass ich nicht meine Bestimmung gefunden habe.
Auch nicht in München,
Obwohl München wirklich einer der schönsten Städte ist,
Die ich jemals gesehen habe und auch erleben durfte.
Auch die Menschen,
Das ist ja sehr gemischt dort jetzt und sehr alternativ und sehr bewusst auch.
Und da freut man sich schon,
Wenn man da noch umgeben von so einer schönen Natur ist.
Aber die richtige Passion,
Das war es halt nicht.
Das war dann eben wieder ein Job,
Den man gemacht hat und man hat schön gelebt,
Aber man hat nicht das gemacht,
Also diesen Sinn des Lebens,
Der hat da so ein bisschen gefehlt.
Und dann habe ich mich dazu entschlossen,
Eine Reise zu machen.
Aber das macht man ja auch dann nicht einfach so,
Sondern hattest du dann schon richtig so das Gefühl,
Ich muss jetzt krass was ändern,
Damit sich mein Leben ändert?
Oder wie war das bei dir?
Und eine Reise kann ja auch sein,
Okay,
Dann fahre ich jetzt mal zwei Wochen nach Mallorca,
Damit ich ein bisschen runterkomme.
So kann man ja auch so machen.
Ja,
Ich habe mich zurückerinnert an die Zeit in Indien und auch ich war immer,
Also ich gerne im Ausland.
Ich habe auch im Studium neun Monate in Shanghai gelebt und war auch so in meinem Leben immer gerne bereit,
Immer wieder ins kalte Wasser zu springen,
Um neue Dinge zu entdecken.
Und die Reise,
Ja also ich wollte Backpacking machen,
Also das war der Grundgedanke.
Ich wollte mit dem Rucksack los und habe mir dann so ein paar Routen rausgesucht,
Australien,
Thailand,
So die Ecke und hatte einen Traum,
Wo ich in dem Traum so ein P gesehen habe,
Vor mir mit so einer Spirale in dem P drin.
Und zu der Zeit war ich so auf Südamerika fokussiert und dann habe ich gedacht,
Das ist Panama und habe mich total auf Panama konzentriert.
Freunde von mir haben mir schon so Reiseführern für Panama geschenkt,
Weil ich wirklich gedacht habe,
Das ist das Land,
Wo ich hin muss.
War das ein Traum,
Den du nachts hattest oder irgendwie so Tagtraum,
So bei deinen Wunscherfüllung?
Nee,
Das war in der Nacht,
Also Nachtraum.
Ja okay.
Und ich bin diesem P gefolgt in meinem Traum und dann habe ich mich eben wie gesagt total auf Panama konzentriert und zu der Zeit,
Das ist auch eine sehr schöne Geschichte,
Als ich angefangen habe,
Also als ich aufgehört habe München zu arbeiten und bin dann wieder zurück zu meiner Mutter gezogen und habe mich dann auf die Reiseplanung fokussiert.
Und da habe ich eine neue Freundin auch hier in Deutschland kennengelernt.
Wir haben uns auch zufällig getroffen durch meine Mutter,
Weil das ihre Oma ist eine Freundin meiner Mutter und dann habe ich sie gesehen und seitdem und dann haben wir sehr sehr viel Zeit miteinander verbracht,
Einfach weil es so gepasst hat.
Und die hat damals dann zu mir gesagt,
Also wenn ich ja nach Südamerika gehen würde,
Dann würde ich nach Peru gehen.
Und dann habe ich gesagt,
Peru hatte ich wirklich gar nicht auf dem Schirm.
Ich wusste auch nichts über Peru und dann habe ich gesagt,
Warum?
Und dann sagt sie,
Ja da sind alle so spirituell.
Und dann habe ich,
Ich habe mich nie wirklich so für für spirituell gesehen,
Weil ich mich nie in irgendeine Schublade gesteckt habe.
Ich bin,
Ich weiß nicht,
Ob das auch in meinem Sternzeichen liegt,
Ich bin vage und ich kann irgendwie immer so,
Ich kann irgendwie mich immer in alles reinversetzen.
Deswegen kann ich mich nicht auch auch nicht entscheiden,
Bin ich jetzt eigentlich links oder rechts,
Weil ich kann irgendwie beide Seiten verstehen und also einfach nur so von der Orientierung her.
Und dann habe ich aber mit dieser Freundin,
Habe ich auch ganz,
Das war so der Anfang auch so,
Wo ich mal,
Wo wir mal so Palo Santo,
So heiliges Holz angezündet haben bei mir oder auch Räucherstäbchen oder wo wir angefangen haben,
So ein bisschen zu beten oder auch die Mantras zu hören.
So Dinge,
Die ich eigentlich vorher nicht wirklich in meinen Tag integriert habe,
Die ich aber immer schön fand mit ihr.
Und das war auch so unsere Verbindung oder wir haben mal irgendwie so Mürre und so oder Salbei verbrannt und ich fand die Atmosphäre immer ganz toll und die hat dann zu mir gesagt,
Ja,
Ich würde gerne,
Ich würde gerne nach Peru.
Und weil ich sie,
Ich wollte,
Ich wollte sie unbedingt mitnehmen und sie hätte auch für drei Wochen Zeit gehabt,
In einem bestimmten Zeitrahmen,
Das war dann so genau zu der Zeit,
Wo ich auch anfangen wollte zu reisen.
Und dann habe ich gesagt,
Guck mal,
Dann fange ich in Peru einfach an und backpacke mich dann hoch nach Panama.
Und du kommst dann in den nächsten zwei Wochen nach und dann verbringen wir drei Wochen zusammen erstmal in Peru und von da aus kann ich dann gucken,
Wo ich hinkomme.
Und deswegen bin ich nach Peru und dann habe ich mein Ticket nach Peru gebucht und bin über Workaway,
Das ist eine Seite,
Die freiwilligen Arbeit auf der ganzen Welt anbietet,
Bin ich dann in einem Yoga-Zentrum gelandet und wollte mehr über Yoga erfahren.
Aber da hat sich das ganz schnell entschieden,
Dass das nicht meine,
Dass das nur ein Sprungbrett sein soll,
Denn da habe ich schon die erste Heilerin kennengelernt,
Die mit Ayahuasca zusammengearbeitet hat.
Und das hat auch gar nicht so lange gedauert,
Bis ich dann meine erste Ayahuasca-Zeremonie hatte.
Und das war,
Glaube ich,
Dann so vielleicht drei Wochen,
Nachdem ich in Peru war,
Bevor meine Freundin kam.
Genau,
Das war so zwei Wochen bevor meine Freundin kam.
Die kam etwas später,
Glaube ich.
Also so,
Da war ich drei Wochen da und da habe ich meine erste Erfahrung mit ihr gemacht.
Wie war die erste Zeremonie für dich,
Weißt du das noch?
Ja,
Also ich weiß,
Dass die,
Ich kann mich noch daran erinnern,
Dass ich am Anfang,
Also man merkt ja dann am Anfang,
Dass sich etwas verändert oder zum Beispiel,
Dass eben,
Wenn man seine Augen zu hat,
Dass es sehr farbenfroh werden kann und viele Muster kommen.
Und ich weiß noch,
Dass ich am Anfang da gesessen habe und dass eine Stimme zu mir gesagt hat,
Alisha,
Was machst du eigentlich hier?
Du sitzt hier wie so ein Junkie und schiebst dir jetzt gerade hier voll die Halluzin.
Also ich hatte,
Das war auch eben das erste Mal,
Dass ich irgendwie so diese sehr,
Sehr starke Halluzinationen gehabt habe,
Visionen gehabt habe.
Und das war für mich alles sehr schnell.
Die Medizin hat wirklich sehr intensiv und sehr schnell bei mir gewirkt.
Und dann weiß ich noch,
Dass ich selber zu mir gesagt habe,
Nein,
Du verurteilst das jetzt hier nicht,
Sondern das ist eine Wunder,
Das ist eine Erfahrung.
Und je mehr du dich dagegen wehrst,
Also je mehr du das verurteilst und abstempelst,
Desto weniger wird dir das bringen.
Also musst du dich öffnen.
Und dann habe ich mich geöffnet und dann hat die Medizin mich in den Unterleib meiner Mutter gebracht,
Wo ich dann auch so wirklich den Herzschlag meiner Mutter gehört habe.
Und ich habe halt so schon eine sehr starke Verbindung zu meiner Mutter.
Aber das war so richtig,
So richtig intensiv.
Und das wirklich Witzige war,
Am nächsten Tag habe ich das meiner Mutter erzählt.
Also bevor ich das meiner Mutter erzählt habe,
Ich habe sie angerufen und dann hat sie zu mir gesagt,
Aljoscha,
Du glaubst gar nicht,
Was ich gestern Nacht geträumt habe.
Und dann sage ich so,
Was denn?
Sagst du ja,
Ich war schwanger mit dir.
Ne?
Ja.
Krass.
Und ich so,
Äh,
Guck mal.
Und die konnte das gar nicht glauben.
Aber das war meine erste Ayahuasca-Zerung.
Das drehte sich hauptsächlich um die Verbindung und um diese Liebe,
Die meine Mutter mir immer gegeben hat.
Und da weiß ich noch,
Das fand ich ganz toll.
Und ja.
Okay.
Und dann hast du ja auch,
Wie lange hast du dann mit Ayahuasca gearbeitet?
Ich bin dann in dieses Haus von der Heilerin,
Also das war eine Community,
In der diese Heilerin gelebt hat,
Bin ich mit eingezogen.
Das muss man sich aber nicht,
Das ist aber nicht,
Das darf man sich jetzt nicht so traditionell vorstellen,
Sondern es war wirklich ein ganz normales Haus in einer Siedlung.
Wir hatten eine geteilte Küche und eben auch,
Da wurden eben die Zeremonien im Küchenbereich,
Also wir hatten da so ein Wohnzimmer daneben abgehalten.
Das war jetzt nicht die traditionelle Ayahuasca-Zeremonie,
Die man aus dem Dschungel kennt und in den Malukas schläft oder in der Hängematte.
Aber ich hatte das Glück,
Dass eben auch ein anderer dort gewohnt hat.
Das war also ein Holländer,
Der schon seit sieben Jahren,
Glaube ich,
Hat er in Iquitos,
Das ist eine Insel,
Eine Dschungelinsel auf dem Amazonas,
Gelebt und auch mit Ayahuasca gearbeitet.
Da das Ganze sehr wissenschaftlich angegangen ist,
War er sehr beliebt in seinen Kochkünsten.
Also der hat immer noch in Urubamba,
Wo ich war,
Also das ist halt diese Stadt im Heiligen Tal,
Und dort aus,
Obwohl er Iquitos eben verlassen hatte,
Hat er immer noch die Medizin gekocht dort,
Um die dann nach Iquitos zu schicken,
Zu dem Retreat,
Wo er vorher gearbeitet hat.
Und da die sehr hohen Bedarf immer hatten,
Hat er immer Leute gesucht,
Die ihm da bei der Produktion helfen.
Und da er selber auch Ayahuasca-Zeremonien gehalten hat,
Habe ich eigentlich dann dort,
Als ich in das Haus eingezogen bin und eben aus dem Yoga-Zentrum,
Wo ich vorher ausgezogen war,
Da habe ich dann mit dem wochenlang Ayahuasca gekocht.
Also wir haben dann die Pflanzen aus dem Dschungel geliefert bekommen und haben die dann in der Stadt produziert,
Um die dann nachher wieder zurück in den Dschungel zu schicken.
Und da konnte ich sehr,
Sehr viel lernen,
Also wirklich sehr,
Sehr viel.
Das war anstrengend und das war eben auch so sehr fokussiert,
Weil es ging nur um Ayahuasca,
Jeden Tag,
Jede Minute,
Man hat nur davon gesprochen.
Und dann haben wir auch wöchentliche Zeremonien eben gemacht,
Weil er immer erst die Medizin,
Die er gekocht hat,
Immer erst selber getestet hat,
Wie potent ist sie,
Um auch natürlich dann Aussagen darüber zu treffen,
Wenn jemand nachfragt.
Und das haben wir dann immer zusammen gemacht und so habe ich die Pflanze kennengelernt.
Also ich fand das ganz gut,
Dass ich auch bei dem Kochprozess dabei war,
So war auch immer ein Teil meiner Energie in der Medizin.
Ich habe das im Laufe der Zeit jetzt gemerkt,
Dass es wirklich,
Wirklich sehr,
Sehr wichtig ist,
Wer die Medizin kocht,
Wie man mit dem Ganzen umgeht,
Ob man mit dem Herzen dabei ist oder ob man aus Profit dabei ist.
Und da habe ich eben viele Dinge gesehen.
Ich habe dann auch in seinen Zeremonien mitgeholfen.
Ich war dann praktisch Assistentin,
Die die Leute dann irgendwie zur Toilette gebracht haben oder eben da waren und aufgepasst haben.
Aber da habe ich schon gemerkt,
Dass das irgendwie nicht das ist,
Wonach ich,
Ich habe ja nach nichts gesucht,
Aber das war nicht so,
Dass ich Ayahuasca-Zeremonien hatte und dass da so etwas richtig,
Richtig Tiefes hängen geblieben ist.
Also das ist natürlich sehr interessant.
Das ist sehr,
Das kann manchmal sehr überwältigend sein.
Das kann,
Wenn man etwas total anderes irgendwie sieht oder wenn man zum Beispiel Zeitreisen kann,
Man ja auch mit Ayahuasca.
Das ist alles sehr faszinierend und das kann auch deine Psyche,
Also Ayahuasca ist ja auch der Reiniger des Geistes übersetzt.
Und das ist das,
Was die Pflanze mit dir macht,
Aber im Herzen und ich bin mir hundertprozentig überzeugt,
Dass die Wahrheit eben nicht in der Psyche sitzt oder im Geist,
Sondern im Herzen.
Und das hat mich irgendwie,
Das hat mir bei Ayahuasca gefehlt.
Das ist sehr,
Sehr große,
Also das Spektrum,
Was Ayahuasca mit sich bringen kann und natürlich auch,
Dass man seine Kräfte erwecken kann durch Ayahuasca und sich ja daran erinnert,
Wer man eigentlich ist.
Na klar,
Aber irgendwie bin ich glaube ich ein anderer Typ einfach.
Ich habe auch gesehen,
Was mir nicht gefallen hat,
Ist eben das viel,
Dass man so viele Türen mit Ayahuasca öffnet,
Dass man nicht mehr sicher sein kann,
Ob es jetzt nur die positiven Türen sind,
Ob es nur die pure Liebe ist,
Sondern da,
Wenn man da so ein bisschen in der Szene ist und gerade da im Heiligen Tal,
Das ist halt so ein Hotspot für Leute,
Die damit arbeiten.
Und das fand ich immer so ein bisschen schade.
Da ist immer mit Ayahuasca eine sehr,
Sehr hohe Verantwortung mit verbunden,
Weil eben auch Negatives umherschwimmen kann und wenn man sich so,
Ich will die Pflanze nicht schlechtreden,
Wirklich ist da so gutes und wunderbares Heilungspotenzial drin.
Aber eben auch,
Man muss da wirklich sich mit auskennen,
Dass man die Leute,
Denen man das gibt,
Beschützen kann und dass die eben geheilt werden und nicht verängstigt werden oder in ein Loch fallen.
Und ja,
Da habe ich dann auch das erste Mal San Pedro getrunken.
Wie hast du den dann getroffen,
Weil du hast ja eigentlich mit Ayahuasca gearbeitet.
Genau,
Also gearbeitet wirklich habe ich nie mit Ayahuasca,
Aber ich habe halt für mich,
Also sage ich mal,
Ich habe das jetzt,
Ich habe nie Ayahuasca Zeremonien gehalten oder ich habe da mitgeholfen,
Aber ich war,
Ja und derselbe Mann,
Der hatte auch einmal San Pedro gekocht.
Also ich hatte auch meine erste San Pedro Zeremonie auch mit ihm in den Bergen,
Da kann ich mich noch sehr gut daran erinnern und ich weiß noch das erste,
Also das Gefühl,
Was ich von dieser Zeremonie bekommen habe,
War,
Dass ich mich das erste Mal wie zu Hause gefühlt habe.
Also es war,
Wir saßen oben auf so einem Hang und wir haben runter geschaut in das Tal und es war wirklich dieses Gefühl von,
Ich bin angekommen.
Und ich muss sagen,
Das hatte ich eben vorher nie in meinem Leben.
Deswegen fiel es mir auch nicht schwer,
Irgendwie von Stadt zu Stadt zu ziehen oder irgendwie in gewisse,
In ganz andere Länder zu gehen.
Aber da habe ich das wirklich gespürt,
Dass ich diese Ruhe,
Dass ich das erste Mal wirklich mich ausgeruht habe und gesagt habe,
Okay,
Das ist jetzt hier,
Das ist total mein Ding.
Und da hat sich auch,
Das ist auch sehr interessant,
Was auch immer wieder auffällt,
San Pedro hat das Talent,
Wirklich etwas zu ändern.
Das ist häufig so,
Dass Leute in einer San Pedro Zeremonie sehr,
Sehr stark und kurz danach schon feststellen,
Dass sich gerade was ändert in ihrem Leben.
Also aber auch manchmal wirklich radikal.
Ich war noch in der Beziehung und habe manchmal gedacht,
Vielleicht passt es nicht so.
Ich habe mich jetzt getrennt.
Also so Dinge,
Die dann irgendwie sehr radikal passieren,
Aber alles zum Guten.
Und das habe ich da auch gemerkt.
Also das war dann so,
Der Kaktus hat das dann irgendwie abgelöst nach der ersten Zeremonie und hat dazu geführt,
Dass die Zeit in dieser Community mit Ayahuasca auch vorbei war.
Also ich habe dann eben den Piruaner,
Den piruanischen Heiler kennengelernt,
Den Francisco und der hat mir dann angeboten,
Mit zu ihm zu kommen und eben über den Kaktus zu lernen.
Kannst du noch mal kurz beschreiben,
Wie so deine erste Zeremonie war?
Was du da so,
Also so ein bisschen mehr noch darüber erzählen?
Hast du da was gesehen oder gespürt?
Ja,
Also ja,
Am Anfang war es so,
Dass ich eben dieses Gefühl hatte von einer Ruhe,
Von angekommen sein.
Und das führte dann dazu,
Dass ich,
Ich habe mich auch nicht in der ersten Zeremonie großartig übergeben oder habe mit meinem tiefen Trauma gearbeitet.
Das muss man dem Kaktus auch noch mal zuschreiben.
Da ist er sehr,
Da kann er sehr sanft sein.
Für jenigen,
Für viele,
Die ihn das erste Mal trinken,
Ist er sehr unterstützend und nicht fordernd,
Sage ich mal.
Und so hatte ich meine Zeremonie auch.
Also für mich,
Ich fing dann an,
Mich mit der Natur zu verbinden und habe in den Bergen oder auch in den Wolken eben verschiedene Nachrichten bekommen,
Die sich so darum drehten,
Eben sich umeinander zu kümmern,
Füreinander da zu sein und eben in der Dankbarkeit auch zu sein,
Wo man ist.
Und gerade,
Ich glaube,
Das ist auch das Schöne an Peru,
Gerade diese Landschaften,
Die man auch dann in Peru hat,
Die können einem das noch mal richtig,
Richtig zeigen,
Dass man sich noch mal da gerade daran erinnert,
Wo man ist.
Aber nichts desto trotz ist das eben ein Gefühl,
Was man,
Egal wo man ist,
Eigentlich öfter hervorbringen sollte,
Um achtsam und bewusst in seinem Alltag zu sein und zu wissen,
Dass das Leben auf unserer Seite ist eigentlich und auch so schön sein kann.
Und das war das Hauptgefühl,
Was ich bekommen habe von St.
Pedro in dieser Zeremonie,
Diese tiefe Verbundenheit mit der,
Mit allem,
Was uns umgibt und dass wir eben auch dafür verantwortlich sind,
Dass es uns gut geht,
Dass es der Erde gut geht,
Dass wir,
Um so auch nicht diese Verbindung zu verlieren,
Zu diesem ganzen alten Wissen,
Zu diesem Urvertrauen,
Zu diesem,
Ich meine,
Wir sind ja jetzt an einem Punkt,
Wo wir also wirklich viel vergessen haben,
Dadurch,
Dass wir Dinge einfach ersetzt haben,
Sei es Tabletten oder eben Essen oder eben bestimmte,
So Entertainment.
Man lenkt uns ja wirklich davon ab,
Uns mit altem,
Guten Wissen zu beschäftigen und das war,
Und ich finde,
So psychedelische Substanzen,
Die verbinden uns wieder damit,
Die erinnern uns,
Dass wir gewisse Sachen eben übertragen müssen,
Ansonsten sterben sie aus.
Ja,
Das gefällt mir auch so an Peru,
Da ist man noch so richtig mit der Erde verbunden,
Man weiß,
Man kann immer noch die Leute dort fragen,
Irgendwie,
Wenn man Kopfschmerzen hat,
Dann sagen die dir irgendwie,
Du musst jetzt hier von dem Kraut,
Musst du zwei Wochen,
Oder musst du jetzt was trinken und dann heute Abend musst du nochmal davon was trinken oder irgendwie.
Und das ist,
Das fasziniert mich so und das wünsche ich mir einfach,
Dass dieses Bewusstsein auch wieder erweckt wird.
Aber das sieht man ja auch überall,
Das freut mich ja echt,
Dass es durch das Internet,
Durch YouTube können wir auf Dinge zugreifen,
Wie mache ich meinen eigenen Garten oder wie mache ich meinen Kompost auf meinem Balkon oder und da gibt es schon so viele Sachen und ja,
Diese Bewegung finde ich wirklich schön.
Und dann kam der,
Nee,
Dann hast du gerade erzählt,
Bist du dann,
Jetzt hattest du deine erste Zeremonie und dann kam wieder ein Mann,
Der sich,
Das war so ein San Pedro Schaman.
Genau,
Also der arbeitet seit vielen Generationen mit San Pedro,
Also wirklich auf die ganz,
Ganz traditionelle Art und Weise und lebt hoch in den Bergen und hat mir eben angeboten,
San Pedro kennenzulernen und mit denen.
Aber wieso eigentlich?
Also ich hatte ja jetzt auch schon ein paar San Pedro Zeremonien,
Mir hat noch niemand angeboten,
Dass ich mit ihm arbeiten kann.
Ja,
Ganz komisch,
Es war,
Den Mann habe ich kennengelernt,
Als wir,
Es gibt eben den Cusco,
Da gibt es den San Pedro Markt,
Da kann man eben auch San Pedros kaufen,
Da haben wir auch unseren Lieferanten und der hat mich mit dem irgendwie verbunden.
Also es war,
Ich glaube,
Ja,
Da haben wir uns das erste Mal kennengelernt und dann hat er mir gesagt,
Möchtest du mehr über San Pedro erfahren,
Weil er uns dabei gesehen hat,
Wie wir San Pedros gekauft haben und er kannte den Mann auch,
Mit dem ich war,
Den Holländer,
Den Ron und wusste,
Dass der eben eigentlich mit Ayahuasca arbeitet und dann hat der Ron auch zu mir gesagt,
Also wenn du was über San Pedro wissen möchtest,
Dann musst du,
Dann ist dieser Mann perfekt.
Also du bist nicht einfach mit einem wildfremden Mann eingezogen?
Nein,
Nein.
Ja und da habe ich dann auch letztendlich ein paar Wochen gelebt.
Ich habe dann wieder eine bestimmte Diät gehabt,
Nahrungsweise und Ernährungsweise würde ich sagen und habe dann auch San Pedro gefastet.
Ich habe täglich San Pedro zu mir genommen und einmal wöchentlich hatten wir Zeremonien,
Wo wir wirklich starke Dosen zu uns genommen haben und so habe ich dann von San Pedro gelernt,
Wirklich.
Also Dinge wurden verarbeitet,
Auch ich.
Ich habe am Anfang,
Habe ich immer in Peru gedacht,
Warum bist du eigentlich hier,
Als ich so Leute gesehen habe,
Die jetzt wirklich da hinkommen,
Um eben Ayahuasca und San Pedro Zeremonien aufzusuchen.
Die kommen,
Die meisten davon haben wirklich tiefes Trauma und ich habe das immer mit meinem Leben verglichen und dachte so,
Du hast das ja gar nicht.
Also du bist ja auch,
Du hattest eine gute Kindheit,
Du wurdest immer beschützt,
Bist aufgewachsen,
Aber dadurch konnte ich irgendwie doch sehen,
Dass da Dinge auch in mir waren,
Die ich gar nicht mehr wusste oder die ich gar nicht so wahrgenommen habe und da bin ich erst mal so richtig in die Selbstheilung gegangen.
Also das war nicht immer einfach,
Aber das war notwendig,
Um eben auch an den Punkt zu kommen,
Um sich sicher zu fühlen,
Dass man mit anderen Leuten in der Zeremonie sitzen möchte oder die Medizin teilen möchte.
Und da geht das eben nicht,
Dass man da in der Zeremonie sitzt und in seinen eigenen Prozess reingeht,
Wenn man eigentlich dafür verantwortlich ist,
Dass es den anderen Leuten gut geht oder eben die anderen Leute zu unterstützen und das hat mir mit dem Fasten von San Pedro eben sehr,
Sehr deutlich gemacht.
War dir das denn da schon klar in diesen ersten Wochen,
Dass du das auch für andere anbieten möchtest?
Nein,
Also es gab nie wirklich diesen Gedanken,
Ich mache das jetzt,
Weil ich irgendwann eine Zeremonie halten will.
Ich bin da irgendwie reingekommen dadurch,
Dass ich,
Also es kam auch in diesen wöchentlichen Zeremonien,
Die wir gemacht haben,
Kamen dann auch natürlich andere Leute und dann bin ich irgendwie auch wieder zu diesem Assistenten,
In diese Assistentenposition gekommen und irgendwann hat der Francisco eben zu mir gesagt,
Dass ich dafür bereit wäre,
Auch selber Zeremonien anzubieten.
Und dann wurde das immer mehr,
Dass ich Dinge in der Zeremonie übernommen habe oder dann habe ich mit ihm Zeremonien gemacht.
Ihm war das immer besonders wichtig,
Dass der niemanden ausbildet,
Der nachher einfach nicht verstanden hat,
Worum es da geht.
Und das sieht man leider immer wieder und dass es Leute gibt,
Die Zeremonien halten und zwar nicht aus dem Grund heraus,
Den anderen Leuten zu helfen,
Sondern weil die das große Business damit sehen.
Und ich glaube,
Ja,
Jeder muss sein Geld damit verdienen.
Also jeder,
Der das hauptberuflich,
Sage ich mal,
Tut,
Der verdient auch sein Geld damit und zahlt seine Miete damit und zahlt sein Essen damit.
Aber die erste Motivation zu denken,
Wie viel kann ich jetzt aus so einer Zeremonie finanziell für mich rausholen und das ist einfach ein Gefühl.
Entweder hat man das oder man hat das nicht und dass man da mit dem Herzen dabei bleibt und das ist mir besonders wichtig.
Deswegen halte ich zum Beispiel,
Halten wir in Peru Gruppen klein.
Wir sind zu zweit,
Also mein Freund und ich machen das ja jetzt und wir sind zu zweit und haben immer nur Gruppen bis zu sechs Leuten.
Weil uns das wichtig ist,
Dass die Leute da verbessert rausgehen und nicht,
Dass sie nicht da sind,
Weil sie unsere Miete bezahlen.
Das ist ein großer Unterschied und man merkt das auch in Peru.
Ich bin ja jetzt in Deutschland gerade und bin jetzt auch mit vielen Leuten,
Die auch schon in Zeremonien gesessen haben,
In Kontakt.
Und wenn ich da höre,
Dass die da teilweise mit 20,
30 Leuten in einem Raum sind,
Wo nur einer auf sie aufpasst,
Dann erschreckt mich das.
Und das kann ich dann auch nicht mehr damit verbinden,
Dass gerade derjenige,
Der den Raum hält,
Da ist,
Um den Menschen zu helfen,
Weil das ist unmöglich bei so einer Anzahl.
Und der hat dann wirklich zu mir gesagt,
Du bist auf jeden Fall bereit.
Was hast du da gedacht,
Als der gesagt hat,
Du bist bereit?
Hast du gesagt,
Oh Gott,
Oder hast du gesagt,
Okay,
Ich bin bereit?
Also für mich stand das ja immer noch nicht auf der Tafel,
Dass ich jetzt Zeremonien anbieten will.
Ich wollte das ja für mich.
Und ich habe dann meinen Freund kennengelernt in der Zeit.
Also ich war dann in einer kleinen Stadt und über eine andere Freundin habe ich ihn kennengelernt.
Und ich wollte dort,
Wo ich gelebt habe,
Franziskus ausziehen und habe nach einer neuen Bleibe gesucht.
Ich habe auch eine neue Bleibe gefunden und habe gleichzeitig meinen Freund kennengelernt.
Und es hat sich dann irgendwie ergeben,
Dass ich diese Bleibe nicht mehr bekommen habe und dass mein Freund dann gesagt hat,
Dann zieh doch zu mir.
Ist der Peruaner?
Der ist Kanadier,
Halb Kanadier,
Halb Deutscher,
Lebt aber auch schon seit vier Jahren in Peru.
Und hat auch sein Leben dem Kaktus,
Also ja,
Genau.
Arbeitet eben auch mit San Pedro und hat einen Retreat,
Eher gesagt,
Also wirklich ein sehr schönes Haus,
Wo wir haben Platz für fünf Leute auf einer Ausgrabungsstätte mit einem wunderschönen See vor der Tür,
Mit Ruinen hinten im Garten.
Und das ist einfach ein wunderschöner Ort.
Und wir haben dann erst angefangen,
Zusammen für uns Zeremonien zu machen.
Und dann war ich mal dabei,
Wenn Leute da waren,
Wo er Zeremonien gehalten hat.
Hat er das dann schon länger vorher alleine gemacht?
Ja,
Er hat das vorher auch schon alleine gemacht,
Ihm zwei Jahre,
Glaube ich.
Und ich bin dann da auch wieder so reingerutscht.
Also ich habe ihm dann geholfen und irgendwann war das dann so weit nach ein paar Monaten,
Dass das wirklich dann so war,
Dass wir zusammen die Zeremonien gehalten haben und er mir da auch voll vertraut hat.
Und das ist auch ein wunderschönes Zusammenspiel,
Weil wir Dinge verschieden machen.
Und diese männliche und weibliche Energie dabei ist eben,
Glaube ich,
Auch für alle Teilnehmer etwas ganz Angenehmes.
Das hat gut geklappt.
Ja,
Dann haben wir das seitdem gemacht.
Und er hat mir Changa gezeigt.
Das ist DMT,
Was man eben raucht.
Und das ist der gleiche Stoff,
Der auch in Ayahuasca drin ist.
Aber hauptsächlich eben auch Sananga und Rape.
Sananga sind Augentropfen,
Mit denen man arbeiten kann,
Die eben das energetische Feld und den Kopf reinigen.
Rape ist Schnupfpulver,
Was hauptsächlich auch aus Brasilien kommt und dafür genutzt wird,
Sich zu zentrieren.
Es regt auch die Zirbeldrüse an.
Es ist ein Prozess,
Wo man sich eben grounded,
Wo man sich erdet,
Wo man nochmal zu sich kommt.
Und so bin ich auch dazu gekommen.
Und dann gab es ja auch noch Kakao.
Kakao war wirklich super schön.
Das habe ich durch eine Gruppe von Frauen kennengelernt,
Die sich zu unterschiedlichen Dingen getroffen haben.
Und unter anderem gibt es Kakao-Zeremonien,
Wo man dabei singt und im Kreis sitzt.
Und so bin ich auch auf Kakao gekommen.
Das war eher so etwas wie eine Freizeitbeschäftigung.
Ich habe mich mit Freundinnen getroffen und wir sind zu einer Kakao-Zeremonie gegangen.
Und ich habe das für mich so als schön empfunden.
Ich habe mich dann sehr viel über Kakao informiert und habe das nicht traditionell gelernt.
Der Kakao kommt ja eigentlich aus Guatemala.
Guatemala war ich noch nicht.
Ich habe auch niemanden bis jetzt kennengelernt,
Auch nicht in Peru,
Der von dieser Tradition gelernt hat.
Aber da Kakao ja auch ein sehr sanftmütiger Geist ist und auch eine wirklich tolle Superfrucht ist,
Gibt es da nicht viel falsch zu machen.
Und dementsprechend hatte ich auch im letzten Jahr viel Zeit,
Denn durch Corona hatten wir ja auch einen strikten Lockdown letztes Jahr,
Wo wir teilweise gar keine Zeremonien halten konnten.
Der ganze Tourismus war auch gar nicht da.
Und da hatte ich eben auch viel Zeit,
Mich mit Kakao auseinanderzusetzen.
Ich habe das dann auch zu meinem täglichen Ritual gemacht,
Sodass ich mich wirklich bewusst mit dem Spirit von Kakao auseinandersetze und mal schaue,
Wie wirkt der überhaupt wirklich auf mich.
Und ich kann das nur jedem empfehlen,
Der zum Beispiel vom Kaffee wegkommen möchte,
Das Ganze zu ersetzen mit Kakao.
Kakao ist wirklich so ein Herzöffner,
Der einem Energie gibt,
Aber eben nicht das Nervensystem angreift.
Und ja,
Das kann ich eben nur jedem empfehlen.
Und da habe ich dann eben beschlossen,
Das auch in die Retreats bei uns einzubauen,
Dass man nochmal zum Schluss,
Nach der Zeremonie am nächsten Tag,
Habe ich dann eingebaut,
Dass man zusammen Kakao trinkt und nochmal in die Ruhe geht und Meditation geht.
Das macht man mit Kakao echt gut und gleichzeitig gibt es so viel Energie,
Dass die Leute,
Die zu uns kommen,
Zum Beispiel für ein Wochenende am Sonntag,
Wieder total energetisch aufgeladen nach Hause gehen und nicht mit einem Gefühl,
Dass sie gerade den Tag davor vielleicht etwas sehr Emotionales und Schwieriges durchgemacht haben.
Und ja,
Ich habe auch Kakao mitgebracht und teile ihn hier unter Freunden und der Familie.
Und das gefällt allen gut,
Das gibt nochmal so ein richtig schönes Gefühl.
Ich finde Kakao auch wahnsinnig schön.
Ich habe nach meinem ersten Ayahuasca-Retreat,
Also 2018,
Auch angefangen,
Mit Kakao zu arbeiten und mache ich auch.
Ich mache jede Woche meine Kakao-Zeremonie zu Hause,
Also mindestens ein Mal pro Woche und gebe das so ins Gefühl rein.
Und herrlich,
Das ist richtig schön.
Ja,
Genieße ich auch immer wieder.
Ich habe peruanischen Kakao hier.
Schön.
Ja.
Das ist ja auch wirklich ein großer Unterschied,
Ob man den Kakao jetzt trinkt oder also kennen wir ja gar nicht aus Deutschland so wirklich.
Ich glaube,
Meine Oma hat früher noch mit richtigem Kakao gebacken,
Aber dass wir irgendwie richtige Schokolade getrunken haben,
Heiße Schokolade,
War eher nicht so.
Ja.
Aber ich finde das auch,
Ich habe mich echt verliebt darin.
Das ist eine schöne Sache.
Ja,
Ich mag das auch gerne.
Wie ist das denn jetzt eigentlich mit dem Lockdown?
Ist da irgendwie was abzusehen,
Wann sich das bei euch dann wieder öffnet?
Weil kann man einreisen im Moment eigentlich überhaupt?
Man könnte einreisen,
Wenn man über Ecuador fliegt.
Also dann könnte man eben reinkommen,
Aber an sich sind die Grenzen zu.
Ja.
Ich glaube,
Zu Brasilien sind die Grenzen auch zu,
Lassen sie auch nicht rein.
Und Europa ja erst recht nicht.
Aber wenn man eben diesen Weg über Ecuador fliegt,
Man muss ja eigentlich sowieso mehrmals umsteigen.
Und ob man das dann in Brasilien macht oder in Quito,
Glaube ich,
Heißt die Stadt,
Dann kommt man da schon rein.
Ich weiß es nicht.
Ich würde ehrlich gesagt sagen,
Ich glaube,
Dass sie nicht mehr lange zu machen können,
Weil Peru,
Ich habe es ja da auch erlebt,
Das war wirklich herzerreißend.
Die leben ja auch von dem Tourismus.
Ja,
Ja.
Und da können Leute wirklich teilweise ihre Familie nicht mehr ernähren,
Weil da alles dicht ist.
Und eigentlich,
Was alles an die Touristen gehen würde,
Bleibt ja jetzt auch alles im Land.
Ja,
Klar,
Das ist nicht so ein Standard,
Wie wir hier haben,
Sondern das ist ja viel dritte Welt.
Also abgesehen von so Cusco und so diese Städte,
Das ist ein super Standard,
Also im Zentrum.
Wir haben das auch viel bei uns in den Dörfern.
Wir haben zwei Dörfer um uns.
Und da leben wirklich noch die Mamitas.
Die gehen am Morgen irgendwie um fünf Uhr auf die Felder und ernten ihr Gemüse.
Und dann gehen die auf den Markt,
Um ihr Gemüse zu verkaufen.
Und wenn aber der Markt geschlossen werden muss,
Weil da so strikte Auflagen herrschen,
Dann wissen die nicht mehr,
Wo die verkaufen können.
Und dann davon leben die.
Die meisten leben wirklich von der Hand in den Mund.
Das ist nicht so,
Dass die sich für den nächsten Tag oder übernächsten Tag viel davon zur Seite legen können.
Ja,
Schon krass.
Na gut,
Aber hoffen wir mal,
Dass dann die Grenzen schnell wieder aufmachen,
Dass sich das alles ein bisschen reguliert und dass man dann auch wieder zu dir kommen kann.
Ja,
Genau.
Was würdest du denn sagen,
Was ich mich noch so gefragt habe?
Also ich habe ja auch schon Erfahrungen mit San Pedro,
Aber noch nicht so die Erfahrung,
Wie ich sie mir erhoffe.
Du hast ja jetzt beides richtig gut kennengelernt.
Wie unterscheiden sich die beiden voneinander?
Ayahuasca und San Pedro?
Genau.
Für jemanden,
Der noch überhaupt keine Erfahrung damit hat.
Wenn der jetzt überlegt,
Vielleicht mache ich Ayahuasca,
Vielleicht San Pedro.
Erstmal,
Da ich wirklich hunderttausendprozentig davon überzeugt bin,
Dass der Kaktus alles heilen kann.
Ich muss sagen,
Ich bin zu einer Kriegerin von ihm geworden und würde ihm jeden einfach nur empfehlen.
Ich würde auf jeden Fall schon mal sagen,
Dass ich San Pedro jedem empfehlen würde.
Aber wenn man mich nach dem Unterschied fragt,
Ayahuasca ist eine Reise,
Die man viel mit seiner Psyche und mit seinem Mind,
Mit seinem Bewusstsein macht.
Auch sehr halluzinogen.
Also sehr visuell kann Ayahuasca sein.
Kann aber auch daraus entstehend sehr abstrakt sein.
Wer wirklich nach Heilung durch die Reinigung seines Geistes,
Die Reinigung seiner Psyche erfahren möchte,
Für den ist Ayahuasca auf jeden Fall etwas.
Es macht ganz viel mit der Bewusstseinserweiterung auf psychischer Ebene.
Man hat das Gefühl oft bei Ayahuasca,
Dass es sich im Kopf abspielt,
Neben dieser Reinigung,
Die man durch Ayahuasca erfahren kann.
Die Liana an sich ist eben dieser Reiniger.
Und die andere Komponente,
Die immer in einem Ayahuasca-Gebräu drin ist,
Ist die visuelle Komponente,
Wo eben DMT drin ist.
Und der DMT-Space ist eben ein ganz eigener,
Ein ganz sehr visueller,
Ein sehr abstrakter.
Man weiß nicht immer aus einer Ayahuasca-Zeremonie nachher,
Was die richtige Message war.
Also es kann durchaus passieren.
Und das Mescalin,
Das in San Pedro drin ist,
Das arbeitet mit unserem Emotionskörper,
Mit dem Herzen.
Also er ist auch kein halluzinogenen Wirkliches,
Weil er ist ein Empathogen.
Er öffnet praktisch dein Herz,
Deine Emotionen,
Sodass du Empathie empfindest,
Dir gegenüber,
Anderen gegenüber.
Es ist sehr,
Obwohl auch San Pedro ein bestimmtes Energiefeld hat,
Das man visuell wahrnehmen kann.
Eben auch gerade bei hoher Dosis,
Wo sich dieses Energiefeld eben auf die Realität,
Diese Realität absetzt.
Und man kann sie durchaus wirklich sehen.
Aber San Pedro bringt die,
Und er kann auch Visionen bringen.
Also wenn du deine Augen geschlossen hast,
Dann ist das wie bei Ayahuasca,
Dass du eben in Räume kommst,
Wo du sehen kannst.
Aber er konzentriert sich auf deine Emotionen und auf dein Herz.
Also Trauma und Blockaden,
Die wir in uns haben,
Diese energetischen Blockaden,
Die werden aufgesprengt,
Und zwar durch deine Emotionen.
Das heißt,
Oft ist mit San Pedro verbunden,
Dass Menschen eben weinen,
Oder dass Menschen sich sehr stark selber wahrnehmen.
Ich sage immer,
Mit Ayahuasca hast du ein Rendezvous mit Ayahuasca,
Aber mit San Pedro hast du ein Rendezvous mit dir selber.
Also du siehst dich praktisch,
Du bist nicht abstrahiert von dir selber,
Sondern du hast eher so einen Spiegel,
Der dir zeigt,
Wo deine Wunden sind,
Wo deine Blockaden liegen,
Und reinigt dich somit emotional und nicht wirklich körperlich.
Das hat man bei Ayahuasca ein bisschen mehr.
Das kann dann sein,
Dass man irgendwie für anderthalb Stunden auf Toilette sein muss,
Und das kommt überall raus.
Das hat man bei San Pedro eher nicht.
Das ist wirklich eher punktuell,
Wo man in Situationen gebracht wird,
Wo man sich zum Beispiel wieder an Trauma erinnert,
Und daraus kann einem schlecht werden,
Und dann übergibt man sich zum Beispiel,
Oder oft,
Und lässt das damit los,
Und dann wird eben dieser Platz gefüllt von Licht,
Von Liebe,
Von Licht,
Von Verständnis.
So kann ich ihn nur beschreiben.
Der Unterschied in den Pflanzen an sich zum Beispiel ist auch,
Dass die Ayahuasca-Liane,
Die wächst im Dschungel,
Die braucht nicht viel Licht,
Die ist unter den Dächern von anderen Pflanzen und sucht praktisch durch die Dunkelheit das Licht.
Und so können auch die Reisen mit Ayahuasca durchaus sein,
Dass man wirklich eher durch die Dunkelheit gehen muss,
Um dann zu verstehen,
Wie dankbar man eigentlich für das schöne Leben ist.
Weil man am Ende von Ayahuasca,
Es ist ja zu 90,
95 Prozent so,
Dass du wirklich mit voller Licht daraus gehst und in Zufriedenheit bist,
In Frieden bist sozusagen.
Aber es kann halt oft vorkommen,
Dass man erst mal da durch einen Tal gehen muss,
Durch einen Tief gehen muss.
Und San Pedro ist eben ein Kaktus,
Der braucht viel Licht,
Erst mal schon mal.
Der braucht richtig,
Richtig,
Richtig viel Sonne,
Das heißt,
Der kennt das Licht.
Und auch diese Eigenschaft,
Die er hat,
Dass er in der Nacht blüht,
Ist ja auch so sehr,
Also ist ja auch schon ein Zeichen.
Also in der Dunkelheit bringt er eigentlich noch die Schönheit und eigentlich auch das Licht,
Weil die Blüten von ihm sind weiß.
Und wenn man die Nacht sieht,
Wenn sie blühen,
Dann sieht man schon den Kaktus.
Also er ist wie so ein Leuchtturm in der Dunkelheit,
So sehe ich ihn.
Und er bringt Licht überall,
Er muss dich nicht durch die Dunkelheit führen,
Sondern der kann dir einfach auf ganz,
Ganz ehrlichen Wegen sagen,
So hier in deinem Herzen tut es weh und das schauen wir uns jetzt an und das lassen wir los.
Und danach müssen wir auch keine Angst mehr haben oder traurig sein.
Das sehe ich immer wieder bei den Leuten,
Die in der San Pedro Zeremonie mitgemacht haben.
Die Arbeit in der Zeremonie liegt wirklich darin,
Das,
Was da so untergedrückt wurde an Emotionen,
Dass man das loslässt.
Da ist es dann die Aufgabe von demjenigen,
Der die Medizin serviert,
Eben dich dabei zu unterstützen,
Dass du eben,
Jetzt ist deine Chance,
Du kannst jetzt loslassen und dich dabei unterstützt,
Um dann eben da Platz zu machen für Verständnis,
Liebe,
Vertrauen,
Dankbarkeit.
Und das kann man bei Ayahuasca,
Also bei Ayahuasca ist es natürlich auch so,
Dass man das erreichen möchte.
Jede Zeremonie will,
Dass die Leute,
Die an einer Zeremonie teilgenommen haben,
Dass die mit Liebe da rausgehen.
Das muss man sich einfach anschauen,
Dass es eben bei Ayahuasca mehrere Tore sind.
Es ist nicht nur dieser Weg der Liebe,
Sondern es ist eben auch der Weg der Angst manchmal und des Schmerzes.
Da empfehle ich einfach jedem,
Sich die Leute,
Mit denen man dann in einer Zeremonie sitzt,
Genau anzuschauen und auch persönlich am besten vorher kennenlernen und auf das Bauchgefühl hören.
Kann ich dem wirklich vertrauen?
Habe ich das Gefühl,
Diese Person kann auf mich aufpassen und ist in der Lage,
Wenn es wirklich hart auf hart kommt,
Dass ich mich da wohlfühlen kann und aufgefangen fühle.
Und dass man sich da informiert.
Aber das ist egal,
Bei welcher Zeremonie man mitmacht.
Man sollte immer wirklich auf sein Bauchgefühl hören.
Nicht einfach bei einer Zeremonie mitmachen,
Weil das andere Leute jetzt auch alle machen und dir das empfohlen haben,
Sondern man schaut sich die Leute an,
Spricht mit den Leuten,
Stellt Fragen und hört auf euer Herz.
Das ist auch die Mission,
Die ich mit dem Cactus habe.
Es ist,
Die Leute in ihr Herz zu bringen und dass sie wieder auf ihre Intuition hören und auf ihr Bauchgefühl.
Aber dann,
Wenn man jemanden gefunden hat und wenn er sich damit auskennt,
Können beide Pflanzen eine wunderschöne Erfahrung sein.
Sehr erleuchtend,
Sehr viel Liebe,
Sehr bewusstseinserweiternd.
Ich freue mich,
Dass es hier überall diese Renaissance der psychedelischen Substanzen gibt.
Egal,
Ob es Psilocybin,
DMT oder Mescalin ist.
Die Pflanzen haben ihr eigenes Bewusstsein und die sind auf so einer Mission,
Die Leute aufzuwecken.
Man muss da wirklich aufpassen,
Dass man das alles mit Respekt behandelt.
Man weiß jetzt zum Beispiel,
Ayahuasca,
Das wächst,
Das braucht eine Zeit lang,
Um zu wachsen.
Viele Leute ernten nur,
Was da ist,
Aber setzen sich nicht dafür ein,
Dass es wieder angebaut wird.
Wir dürfen da nicht den Fehler machen,
Wie Großkonzerne,
Die auf Nachhaltigkeit nicht schauen,
Sondern wir müssen uns da allumfassend damit beschäftigen und sagen,
Wenn es unsere Mission ist,
Diese Pflanzen nach draußen zu bringen,
Um so viele wie möglich in das Boot der Liebe zu holen und der Heilung zu holen,
Dann ist es auch unsere Aufgabe,
Die Pflanzen mit Respekt zu behandeln,
Uns auch für die Pflanzen einzusetzen und für unsere Erde einzusetzen und dann Gleichgewicht zu finden.
Ich hätte jetzt noch eine letzte Frage.
Eigentlich ist es ein Spiel,
Eine Art Spiel.
Ich nenne dir jetzt zwölf Begriffe und du sagst mir zu jedem Begriff spontan,
Was dir einfällt.
Das kann einfach ein Wort sein,
Was du sagst oder du kannst auch immer mehr dazu sagen.
Wichtig ist,
Dass du spontan sagst,
Ohne zu überlegen.
Erster Begriff,
Pflanzenmedizin.
Lehrer.
Peru.
Freiheit.
Realität.
Austauschbar.
Ayahuasca.
Die Großmutter aus dem Dschungel.
San Pedro.
Mein Lehrer,
Mein Heiler,
Mein Verbündeter,
Mein Bruder und der Bringer des Lichts.
Heilung.
Loslassen.
Liebe.
Bedingungslos.
Bewusstsein.
Erweiternd.
Herz.
Die Wahrheit.
Stärke.
Und der Schwäche.
Ich.
Ist das Ego.
Okay.
Cool.
Ja.
War's schon.
Cool.
Das war ein schönes Interview.
Ja,
Danke.
Das fand ich auch.
Ich danke dir,
Dass du da bist und da warst.
Ja,
Ich danke dir auch.
Danke,
Dass du die Möglichkeit gegeben hast.
Ich finde es wirklich gut.
Wir müssen dieses Bewusstsein einfach streuen.
Wir müssen die anderen Leute aufwecken.
Denn es gibt so viele noch,
Die das nicht wissen.
Dass man erfüllt leben kann.
Dass man in seinem Herzen mit der Liebe erfüllt leben kann.
Das ist meine Mission.
Jedes Mal,
Wenn ich mich in der Zeremonie auf San Pedro konzentriere,
Sehe ich immer eine kleine Comic-Figur,
Die einen Kaktus auf der Schulter hat.
Ja,
Es ist wichtig.
Derjenige,
Der die Zeremonie hält,
Ist wirklich wichtig.
Aber ich habe 100%iges Vertrauen zu der Medizin.
Es ist wichtig,
Dass wir ihn raus in die Welt tragen.
Und den Leuten den Weg ins Herz ermöglichen.
Da danke ich dir,
Dass du durch einen Podcast wie diesen ermöglichst,
Dass die Leute sich die Informationen holen können.
Da bin ich immer wieder gerne dabei.
Wenn dir diese Episode von SHIFT deinem Podcast gefallen hat,
Dann freue ich mich total,
Wenn du den Podcast abonnierst.
Und mir auch gerne eine Bewertung bei iTunes dalässt.
Tschüss.
Treffen Sie Ihren Lehrer
5.0 (3)
