
Christliche Meditation: Ich in Dir und Du in mir
Dies ist eine christliche Meditation mit dem wiederkehrenden Satz / Gebet "Ich in Dir — Du in mir", um Verbindung zu schaffen, mit dem nährenden Urgrund allen Seins. Zum Bibelwort: "Jesus sagt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun." Joh 15,5
Transkription
Herzlich Willkommen zur christlichen Meditation mit Henning Pormann.
Jesus sagt,
Ich bin der Weinstock,
Ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und ich in ihm,
Der bringt viel Frucht,
Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Aus dem Johannesevangelium im 15.
Kapitel.
Die Verbindung mit Gott als der Quelle des Lebens,
Als der Weinstock,
Der jeder Rebe immer wieder Kraft und Nahrung gibt,
Ist das Thema der heutigen Meditation.
Wir können uns immer wieder bewusst machen,
Dass wir im Urgrund des Lebens verwurzelt sind und unsere Energie und Kraft daraus beziehen.
Der Satz,
Zu dem ich dabei immer zurückkommen werde,
Ist ganz einfach.
Beim Einatmen sage ich mir du in mir und beim Ausatmen ich in dir.
Gott in mir und ich in ihm,
Aber ich spreche ihn direkt an und sage du in mir,
Ich in dir.
So nehme ich in jedem Moment der Meditation wahr,
Dass ich verwurzelt bin,
Im Grund allen Seins,
Mittendrin in Gott,
Im Leben.
Für die Meditation bitte ich dich jetzt eine gute Haltung im Sitzen einzunehmen,
Entweder aufrecht auf einem Stuhl oder auf einem Kissen oder Bänkchen.
Ich beginne die Meditation mit dem Klang der Klangschale.
Um jetzt gut auf meinem Platz anzukommen,
Spüre ich als erstes noch einmal die Erde unter meinen Füßen und auf der Unterlage,
Auf der ich sitze.
Ich nehme die Erde wahr,
Wie sie mich trägt und lasse mich tragen von der Erde.
So bin ich gehalten und aus diesem Halt heraus richte ich meinen Oberkörper gut auf,
Sodass die Wirbelsäule in ihrer ganz natürlichen Schwingung bis nach oben strebt,
Bis zu den Schultern,
Die jetzt gerne noch mal 2-3 Mal nach hinten abgerollt werden können,
Sodass sie dann ganz entspannt neben dem Körper sein können.
Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln,
Entweder geöffnet oder mit den Handflächen nach unten.
Über meinen höchsten Punkt,
Meinem Scheitelpunkt,
Meinem Kronenpunkt,
Verbinde ich mich mit dem Himmel.
So nehme ich jetzt meinen Platz ein,
Gehalten und getragen von der Erde und aufgerichtet in meiner ganzen Würde in den Himmel.
Um jetzt noch mehr im Innen anzukommen,
Nehme ich alles wahr,
Was ich im Außen hören kann.
Nun lasse ich alles,
Was ich hören kann und richte mein Hören,
Fühlen und Sehen ganz nach innen.
Ich finde mich ein in meinem Körper hier an diesem Ort.
Ich beginne bei meinen Füßen,
Nehme sie einfach nur wahr,
Ohne etwas zu verändern.
Ich spüre meine Unterschenkel und meine Knie,
Meine Oberschenkel,
Spüre meine Hüftgelenke und lasse von dort aus meine ganze Aufmerksamkeit in meinen Bauch- und Beckenbereich wandern.
Ich nehme einfach nur wahr.
Ich verweile bei meinem Becken,
Mitte meines Körpers.
Ich spüre mein Kreuzbein,
Das meine Mitte mit meiner Aufrichtung verbindet und ich spüre meine Wirbelsäule,
Indem ich Wirbel für Wirbel nach oben gehe.
Ich nehme dabei auch die einzelnen Zwischenräume zwischen den Wirbeln wahr.
Von meiner oberen Wirbelsäule aus erspüre ich auch meinen Brustbereich,
Weiter Raum in mir,
In dem mein Atem fließt und mein Herz schlägt.
Ich erspüre meine Schultern,
Die jetzt in dieser Meditation nichts zu tragen haben.
Meine Oberarme erspüre ich,
Die Ellenbogen,
Die Unterarme und meine Hände.
Jetzt können sie ruhen.
Sie haben nichts zu tun,
Können empfangen.
Ich lasse meine Hände,
Gehe über die Arme zurück zu meinen Schultern,
Nehme auch noch die letzten Wirbel,
Meine Halswirbel wahr,
Spüre meinen Hinterkopf und sammle meine Aufmerksamkeit schließlich bei meinem Scheitelpunkt,
Meinem höchsten Punkt.
Von dort aus spüre ich hinein in den weiten Raum über mir.
Mit der Weite dieses Raumes kehre ich zurück zu meinem Körper und nehme auch noch mein Gesicht wahr.
Ich beginne bei meiner Stirn,
Spüre meine Augen,
Die jetzt ruhen,
Und den Raum hinter meinen Augen,
Streiche sanft mit meiner liebevollen Aufmerksamkeit über meine Wangen,
Nehme meine Ohren wahr und meine Kiefergelenke.
Von dort aus nehme ich auch meine Lippen wahr,
Die jetzt ganz leicht aufeinander liegen,
So dass Raum entsteht in meinem Mund,
In dem die Zunge ruhen kann.
Und nun nehme ich meinen Körper noch einmal im Ganzen wahr,
So wie er jetzt hier ist.
Ich richte nun meine Aufmerksamkeit auf meinen Atem.
Ich nehme einfach nur wahr,
Wie er in meinem ganz eigenen Rhythmus einströmt und wieder ausströmt.
All meine Aufmerksamkeit gilt meinem Atem.
Interessiert beobachte ich,
Wie ein Atemzug anfängt,
Wie sich mein Körper mit neuer Luft füllt.
Ich beobachte die Pausen zwischen den einzelnen Atemzügen und wie der Atem meinen Körper wieder verlässt,
Verbraucht es mit sich nimmt.
Um wieder Platz zu machen für neue Energie.
Und nun lasse ich meinen Atem so sein,
Wie er ist und wende mich an den größeren Atem,
Dem ich mich verdanke.
Gott,
Atem und Geist dieser Welt,
Atem des Lebens,
Mit dir bin ich verbunden durch meinen Atem.
Atme du selbst in mir und verbinde mich mit allem,
Was lebt.
Aus dir gewinne ich Kraft,
Kraft für mich selbst und Kraft,
Frucht zu bringen,
Kraft für andere.
Versorge mich,
Wie ein Weinstock seine Rebe versorgt,
Sodass sie Frucht bringen kann.
So bin ich in dir und du in mir.
Einatmend denke ich du in mir und ausatmend ich in dir.
Du in mir,
Ich in dir.
Zu diesem Wort,
Das ich mit dem Atem verbinde,
Kehre ich immer wieder zurück.
Einatmend du in mir,
Ausatmend ich in dir.
Wenn Gedanken kommen und mich ablenken,
Dann ist dies ganz normal.
Ich nehme meine Gedanken wahr und ernst und nehme sie dann einfach mit hinein in das Gebet,
Wenn ich zurückkehre zu den Worten,
Ich in dir und du in mir.
Im Raum der Liebe Gottes haben auch meine Gedanken,
Meine Ängste und meine Sorgen Platz.
Immer wieder beziehe ich meine Kraft aus diesem Wort,
Ich in dir,
Du in mir.
Ich in dir und du in mir.
Dieses Wort,
Dieses Gebet kann mich auch begleiten im Laufe der nächsten Stunden oder Tage.
Ich in dir und du in mir.
So kann ich mich immer wieder verwurzelt sehen im Grund allen Seins.
Ich in dir und du in mir.
Für den Segen nehme ich jetzt eine aufrechte Haltung noch einmal ganz bewusst ein,
Öffne meine Hände oder forme sie als Schale vor meinem Körper.
Ich spüre noch einmal die Erde,
Die mich trägt und hält,
Als Grund allen Seins,
So wie Gott mich trägt und hält.
Ich spüre meine Verbundenheit mit anderen durch die menschgewordene Liebe Gottes mit den Menschen,
Die jetzt mit mir meditieren,
Die mit mir zusammen leben.
Ich spüre in meiner Aufrichtung,
In meiner ganzen Würde in den Himmel hinein,
Von dem mir Segen kommt.
So segne uns jetzt der Eine,
Die schöpferische Kraft allen Lebens,
Die verschwenderische Liebe und die helle,
Klare Weisheit.
Gott,
Vater,
Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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