
Sein sinnliches Selbst erkunden
Diese somatische Meditation ist eine Einladung, Sinnlichkeit über den Körper zu erkunden. Neben bewussten Atemelementen zu Beginn und sanften Bewegungen am Ende der Meditation fokussierst du dich im Mittelteil der Praxis auf deine verschiedenen Sinnesorgane, um über diese in Kontakt mit Empfindungen zu treten, die sich angenehm und nährend anfühlen. Die Meditation unterstützt dich darin, deine Sinneswahrnehmungen zu schärfen und herauszufinden, welche Empfindungen es sind, die dir ein gutes Gefühl schenken, dein Nervensystem regulieren und zu deinem Wohlbefinden beitragen.
Transkription
In der heutigen Meditation wollen wir in Kontakt treten mit unserem sinnlichen Selbst.
Und aus Erfahrung weiß ich,
Dass alleine das Wort Sinnlichkeit für viele Menschen direkt Assoziationen mit sich bringt.
Das heißt,
Vielleicht m��chtest du hier direkt zu Beginn einmal in deinen Körper rein spüren,
Was dieses Wort Sinnlichkeit in dir auslöst,
Wie dein Körper auf dieses Wort reagiert.
Wir sind alle sinnliche Wesen und gleichzeitig würde ich sagen,
Dass so viele von uns wenig bis gar keinen Kontakt haben zur eigenen sinnlichen Natur.
Sinnlichkeit hängt mit unseren Sinnen zusammen,
Mit der bewussten Verbindung zu unseren Sinnen und dem,
Was wir über unsere verschiedenen Sinne wahrnehmen und aufnehmen und erfahren können.
Demnach wollen wir heute in dieser Meditation eine Verbindung aufbauen zu unseren Sinnen.
Darüber hinaus wollen wir erkunden,
Was sich angenehm anfühlt und wie wir diese angenehmen Empfindungen vielleicht noch etwas ausweiten können.
Beginne dich mit deiner Atmung zu verbinden.
Nimm eine entspannte Haltung ein und dann beginne,
Über die Nase ein und über den Mund auszuatmen.
Wiederhole diese Atmung ein paar Mal.
Über die Nase einatmen,
Vielleicht noch etwas tiefer in den Bauchraum hinein und über den offenen Mund aus.
Vielleicht sogar mit einem wahrnehmbaren H.
Im nächsten Schritt lade ich dich ein,
Noch einmal tief über die Nase einzuatmen und mit einem M auszuatmen.
Wiederhole das Ganze so gerne noch einmal für dich ein und mit einem M aus.
Wir wollen noch einen etwas anderen Atem erkunden und dafür atme einmal über die Nase ein und mit einem Säufzer aus,
Auch wenn es dich vielleicht etwas Überwindung kostet.
Atme ein und aus.
Noch einmal so einatmen und mit einem M aus.
Und dann nimm dir einmal einen Moment Zeit,
Um reinzuspüren,
Welcher dieser Atemzüge sich hier jetzt besonders angenehm für dich angefühlt hat.
Konntest du für dich Unterschiede wahrnehmen?
Du bist ein sinnliches Wesen.
Wir alle sind sinnliche Wesen.
Die Frage ist viel mehr,
Wie bewusst wir mit dieser Sinnlichkeit in Kontakt sind.
Meine Einladung ist es als nächstes,
Dass du dir Zeit nimmst,
Um dich mit deinen verschiedenen Sinnesorganen zu verbinden.
Und wir beginnen bei unserer Haut und unserem Tastsinn.
Und so möchte ich dich dazu einladen,
Einmal für die nächsten Atemzüge deine Aufmerksamkeit aufs Fühlen zu über deine Haut.
Was kannst du gerade spüren?
Vielleicht ist es der Stoff deiner Kleidung,
Vielleicht ist es auch etwas anderes,
Was du gerade über das Tasten,
Über deine Haut spüren kannst.
Von hier kommen wir als nächstes zu den Augen.
Und wenn deine Augen geschlossen sind,
Dann möchtest du sie vielleicht jetzt für einen Augenblick öffnen,
Um bewusst wahrnehmen zu können,
Was du jetzt gerade hier sehen kannst.
Verweile auch hier noch für ein,
Zwei Atemzüge.
Und dann komme als nächstes mit der Aufmerksamkeit zu deiner Nase und verbinde dich bewusst mit deinem Geruchssinn.
Noch ein tiefer Atemzug hier.
Bevor wir weiter wandern zum Schmecken,
Zum Geschmackssinn.
Was kannst du jetzt gerade über den Geschmack wahrnehmen?
Von hier komme zu deinen Ohren,
Zum Hören und lausche noch einmal etwas bewusster,
Was du jetzt gerade hören kannst.
Nimm dir von hier als nächstes noch einen Moment Zeit,
Um dich mit einem der verschiedenen Sinne zu verbinden,
Mit einem Sinn deiner Wahl,
Um dich noch einmal mit der Frage zu verbinden,
Was fühlt sich hier besonders angenehm an,
Welche Empfindungen.
Das heißt,
Wenn du dich beispielsweise mit dem Sehen verbindest,
Mit deinen Augen,
Dann erkunde für einen Augenblick,
Was du jetzt gerade sehen kannst,
Was sich besonders angenehm anfühlt für dich,
Was ein angenehmes Gefühl auslöst.
Und gehe vielleicht noch einen Schritt weiter und frage dich ganz allgemein,
Welcher Anblick gibt mir generell ein gutes Gefühl?
Denn ich was sehe.
Und so verbindest du dich jetzt mit deinem Sinnesorgan,
Deiner Wahl und erkundest einmal,
Was du vielleicht jetzt gerade über diesen Sinn wahrnehmen kannst,
Was angenehm ist,
Warum es angenehm ist.
Und dann verallgemeinere es noch einmal.
Was fühlt sich hier generell angenehm an?
Welche Sinnesempfindungen?
Ganz allgemein gesprochen können wir unsere Sinnlichkeit mehr in unseren Alltag einladen,
Wenn wir bewusst die Aufmerksamkeit auf die Sinnesempfindungen lenken,
Die sich angenehm anfühlen für uns.
Und zum Abschluss möchte ich noch einmal ein paar sinnliche Bewegungen mit dir erkunden,
Auch wenn das vielleicht etwas ganz Neues hier für dich ist.
Beginne einmal irgendeine Bewegung einzuladen und wenn sie noch so klein ist,
Die sich jetzt gerade angenehm für deinen Körper anfühlt,
Sei es ein sanftes Kreisen deiner Handgelenke,
Ein Wiegen deines Körpers.
Vielleicht ist es auch eine angenehme Berührung,
Indem du vielleicht eine Handfläche auf deinem Bauchraum ablegst oder ihn vielleicht auch sanft ausstreichst.
Welche Bewegung oder Berührung fühlt sich gerade angenehm an?
Was fühlt sich gut an?
Und dann bleibe noch kurz hier in dieser Erkundung und spüre auch mal,
Ob es dir gelingt,
Dieses angenehme Gefühl zuzulassen,
Fließen zu lassen,
Zu empfangen.
Vielleicht ist es noch einmal eine andere Bewegung,
Die du ausprobieren möchtest oder noch eine andere Form der Berührung.
Bleibe neugierig und erlaube dir noch einmal bewusst,
Dieses angenehme Gefühl zu empfangen.
Es ist etwas,
Was du dir hier gerade selbst schenkst.
Und was macht das mit dir?
Und dann schließen wir diese Meditation langsam ab mit drei wohltuenden Atemzügen,
Die du auf deine eigene Weise ausgestaltest.
Atme auf deine Weise tief ein und wieder aus.
Noch zweimal so einatmen und ausatmen.
Ein letzter tiefer Atemzug so.
Und dann komme von hier langsam zurück.
Falls die Augen geschlossen waren,
Öffne sie gerne wieder.
Ich bedanke mich bei dir für diese sinnliche Erkundungsreise und vielleicht sehen wir uns ja mal wieder bei einer der anderen Meditationen.
Bis dann.
Tschüss.
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