
Wie du ein Gefühl wirklich fühlst
Gefühle sind in der Psychologie sowie auch in der Spiritualität ein zentrales Thema. Einem Gefühl vollkommen zu begegnen und es zuzulassen, kann viele innere Knoten lösen. Häufig wird ein Gefühl jedoch gedanklich bearbeitet, obwohl das Spüren der Körperempfindungen wesentlich ist. Aus was sich ein Gefühl eigentlich zusammensetzt und wie du es genau fühlst, erfährst du in dieser Folge.
Transkription
Ich begrüße dich wieder ganz herzlich zu einer neuen Podcast-Folge.
Schön,
Dass du eingeschalten hast.
Heute das Thema,
Wie du ein Gefühl wirklich fühlst.
Und bei diesem Titel denkst du vielleicht schnell,
Hey,
Ist doch gar kein Problem.
Ich weiß,
Wenn ich traurig bin,
Ich weiß,
Wenn ich zufrieden bin,
Wenn ich Freude habe,
Ich weiß,
Wie sich das anfühlt.
Also,
Wieso sollte ich mich damit beschäftigen?
Und vor allem,
Wieso sollte ich mir das genauer anschauen?
Die Themen sind deswegen so interessant,
Weil es einmal im Bereich Psychologie auch sehr stark in den Fokus gerückt ist,
Das Gefühlsleben,
Ja,
Dieses innere Klima,
Was man so mit sich trägt,
Aber auch in der Spiritualität.
In der Spiritualität geht es oft darum,
Einfach den Moment so zu akzeptieren,
Wie er ist.
Das heißt,
Nicht sich an irgendwas festzuklammern oder an irgendetwas zu ziehen,
Sondern erstmal zunächst den Moment,
Das jetzt so anzunehmen,
Wie es ist.
Und da ist ein ganz großer Part davon,
Das Gefühlsleben,
Dein inneres Erleben,
Deine Stimmung,
So anzunehmen,
Wie sie eben gerade ist.
Und in der Psychologie hat es auch den Effekt,
Wenn du das dann schaffst,
Bei dem Gefühl zu sein,
Es zu fühlen,
Dann können sich verschiedene Themen lösen in dir.
Also,
Es hat auch einen sehr therapeutischen Zweck und einen sehr großen Nutzen in dem Bereich.
Also,
Du kommst dort im Bereich inneren Wicklung einfach sehr stark weiter,
Nennen wir es jetzt mal so.
Und deswegen lohnt es sich einfach,
Das Thema Gefühle genauer zu betrachten.
Und warum ist das so?
Weil das Gefühl häufig auch mit einem Gedanken verwechselt wird.
Und das kannst du jetzt mal leicht prüfen,
Wenn du dir irgendeine Situation vielleicht von dem heutigen Tag hervorholst,
Wenn du in Erinnerung vielleicht gerade eine Situation hast,
Wo einfach ein Gefühl entstanden ist oder eine Stimmung,
Vielleicht ein bisschen Ärger oder Wut oder auch starke Freude,
Das ist auch möglich.
Und wenn du dich da mal kurz hineinversetzt,
Wie das ist,
Also wie das war,
Kannst du das Erleben jetzt noch mal haben.
Und mit den Gedanken kommen auch die Gefühle wieder,
Das ist eine Art ein bisschen verknüpft.
Der Gedanke ist mit dem Gefühl verknüpft.
Und das Gefühl kannst du wieder erleben.
Und jetzt ist es ganz häufig so,
Dass wir dann eher in dieser Vorstellung sind,
Was zu der Gedankenwelt gehört.
Und genauso ist es ganz häufig,
Wenn du irgendeine Situation erlebst,
Wo Traurigkeit ausgelöst wird in dir zum Beispiel oder irgendein anderes Gefühl,
Dass man dort ganz schnell in den Kopf wandert mit Vorstellung,
Weiteren Gedanken,
Vielleicht anderen Situationen,
Wo das ähnlich so war.
Dann kommen Gedankenschleifen.
Wieso bist du so?
Warum hast du das gemacht?
Hättest du es anders machen sollen?
Das heißt,
Dann vermischen sich die Gedanken,
Triggern ähnliche Gedanken an,
Die wiederum lösen ähnliche Gefühle aus.
Doch interessant ist,
Dass man ganz häufig einfach nur im Kopf bleibt und dieses eigentliche Erleben im Körper gar nicht spürt.
Und das ist ein entscheidender Unterschied.
Das Gefühl ist eigentlich ein Label für deinen körperlichen Zustand.
Wie kann das sein und wie ist das genau aufgebaut?
Wenn du dir jetzt ein Gefühl wieder vorrufst im Körper,
Es kann auch Freude sein,
Dann schau mal,
Wie das im Körper ist,
Das Körperempfinden,
Wie du das spürst.
Was sofort leicht auffällt,
Sind grobe Körperempfindungen,
Könnte man sagen.
Also das,
Was hervorsticht und einfach ist.
Das kann sein ein starkes Kribbeln im Körper,
Etwas zieht,
Drückt,
Der Brustraum ist eng oder ganz weit,
Hitze,
Pochen,
Stechen,
Also alles,
Was dir sofort auffällt.
Das sind grobe Körperempfindungen,
Die ausgelöst werden.
Dann gibt es auch noch feine Körperempfindungen.
Das ist etwas subtil.
Das fällt auch erst auf,
Wenn man ein bisschen näher innerlich hinschaut.
Das kann sowas sein wie ein leichtes Strömen durch den Körper oder auch eine tiefe Schwere bei Traurigkeit oder auch eine starke Leichtigkeit.
Das kann auch sein bei Glück,
Bei Glücksempfinden.
Es kann auch ein Herunterziehen sein,
Wenn man eine Art deprimiert ist über irgendetwas.
Es kann auch etwas sein wie,
Dass man wie ganz nach innen gezogen wird,
Ganz klein wird bei Scham.
Also alles,
Was erst beim näheren Hinschauen auffällt.
Und diese groben Körperempfindungen und die feinen Körperempfindungen zusammen interpretierst du dann gedanklich als das Gefühl.
Das Gefühl ist im Prinzip nur eine Zusammenfassung,
Eine schnellere,
Von deinem körperlichen Erleben.
Und das ist sehr wichtig,
Weil viele denken,
Wenn ich ein Gefühl fühle,
Was ja so wichtig im Prinzip ist,
Dass es mehr so ist wie,
Ah,
Da ist Traurigkeit und das bearbeite ich mehr oder minder in meinem Kopf.
Und das ist die Verwechslungsgefahr,
Weil dann kann das Gefühl sich nicht lösen.
Und es löst sich,
Wenn du innerlich dem Gefühl gegenüberstehen kannst,
Ohne es zu verurteilen,
Ohne zu werten,
Sondern einfach bei dem Gefühl sein kannst,
Mit dem Gefühl sein kannst,
Es so sein lassen kannst,
Wie es eben ist.
Und wenn du das nur in Gedanken machst,
Dann sagst du vielleicht kurz,
Du bist traurig,
Weil du fast schon instinktiv einfach diese Körperempfindung zusammenfasst für dich.
Viel wichtiger ist es jedoch,
Es wirklich zu spüren,
Die Körperempfindungen zu spüren.
Ein Gefühl kann nie ohne eine Körperempfindung sein.
Das Gefühl ist lediglich eine Zusammenfassung.
Das möchte ich dir hiermit auf den Weg geben und du kannst es jetzt nochmal live für dich überprüfen.
Indem du einfach mal kurz in dich hinein spürst und dich fragst,
Was da ist,
Vielleicht durch eine kurzinnerliche Frage,
Ist da eher Ruhe oder Unruhe in mir?
Du musst es gar nicht verbal beantworten,
Sondern denk einfach deine Aufmerksamkeit in deinen Körper hinein.
Die Augen zu schließen hilft.
Und jetzt frage dich einfach,
Was spüre ich für grobe Körperempfindungen?
Du musst es gar nicht verbal beantworten.
Wenn es dir hilft,
Dabei zu bleiben,
Kannst du gerne kurz sagen,
Das ist ein Pochen,
Ein Drücken.
Wichtig ist jedoch,
Es mit deiner Aufmerksamkeit in deinem Körper zu bemerken,
Ohne es anders haben zu wollen.
Und dann frage dich auch gerne noch,
Was für feine Körperempfindungen erlebe ich?
Spüre genauer hin und erlebe deinen Körper genauso,
Wie er eben jetzt ist.
Und dieses Erleben,
Das fasst du gedanklich einfach zu einem Gefühl zusammen,
Generell.
Das brauchst du letztendlich eigentlich gar nicht zu tun.
Wichtig ist,
Das innerlich zu erleben,
Im Körper,
Über die Körperempfindungen,
Was wirklich gerade da ist,
Und dich eben nicht in Gedanken zu verlieren.
Dann hoffe ich,
Dass dir diese Folge wieder ein Stück weiter geholfen hat und freue mich,
Wenn du das nächste Mal wieder einschaltest.
Bis dahin.
Treffen Sie Ihren Lehrer
5.0 (2)
Neueste Bewertungen
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
