
Die Wohlwollende Stimme
Um unsere Selbstakzeptanz zu verbessern, dürfen wir auf unsere innere, wohlwollende Stimme hören. Sie ist die Gegenspielerin zur kritischen Stimme, die oftmals lauter und stärker auftritt. Durch regelmäßige Übung kann die wohlwollende Stimme in den Vordergrund treten und eine ständige Begleiterin werden. Sie lobt unsere Leistung, anerkennt unsere Bedürfnisse und begleitet uns durch tiefe Täler.
Transkription
Die wohlwollende Stimme in mir.
Für die folgende Übung darf ich meinen eigenen Weg nach innen finden,
Wie vielleicht schon zuvor.
Dabei kann mein Blick zur Ruhe kommen,
Auf einen Punkt am Boden oder hinter den geschlossenen Augenlidern.
Und mit jedem Ausatmen kann ich einen Schritt weiter nach innen gehen und die Dinge hinter mir zurücklassen,
Die mich nun nicht weiter begleiten mögen.
Geräusche können kommen und gehen und ich lasse sie vorbeistreichen.
Und Gedanken können kommen und gehen.
Das ist ganz normal.
Ich lasse sie mit dem nächsten Ausatmen vorbeistreichen.
Und mit jedem Ausatmen kann ich einen Schritt weiter nach innen gehen,
In jenen Zustand,
Der heute für diese Übung genau der richtige ist.
Ich kann mich der Weisheit meines Körpers anvertrauen.
Ich nehme mir noch ein paar Atemzüge Zeit,
Um in diesem Moment anzukommen.
Und vor meinem inneren Auge kann ich nun Kontakt aufnehmen mit meiner wohlwollenden Stimme oder auch meine wohlwollende Begleiterin,
Mein wohlwollender Begleiter.
Ich kann mich überraschen lassen von dem inneren Bild,
Das auftaucht.
Ich kann mir bewusst werden,
Wie mir dieses Wesen begegnet,
Wie es auf mich zukommt und wie es mit mir interagiert.
In dieser Begegnung kann ich spüren,
Wie es mir gegenüber liebevoll zugewandt ist,
Wertschätzend für meine Situation und mit einem tiefen Verständnis für mich.
Ich kann diese Begegnung zulassen.
Auch ich wende mich meiner wohlwollenden Stimme zu.
Auch ich gehe offen und wertschätzend darauf zu.
Ich kann mir bewusst werden,
Welche Stärken meine wohlwollende Stimme in mir sieht,
Welche guten Seiten.
Vielleicht lobt meine wohlwollende Stimme auch etwas in mir.
Irgendetwas,
Das ich vielleicht auch selbst an mir schätze.
Das kann lauten,
Du kannst manchmal echt witzig sein.
Oder auch,
Du bist eine treue Seele,
Auf dich kann man sich verlassen.
Oder die Stimme lobt Fertigkeiten oder Fähigkeiten in mir,
Vielleicht auch ganz alltägliche Dinge,
Wie du kannst gut dieses oder jenes.
Ich kann mich davon überraschen lassen,
Welche ermutigenden,
Wohlwollenden oder auch tröstenden Worte diese Stimme zu mir sagt.
Vielleicht sagt sie auch Dinge wie,
Du bist ein wertvoller Mensch.
Oder auch,
Du bist gut so,
Wie du bist.
Gemeinsam schauen wir auf mein vergangenes Leben zurück und welche Erfolge dort in der Vergangenheit zu finden sind.
Vielleicht auch schöne Momente.
Das können große Erfolge,
Aber auch ganz kleine Situationen sein,
Die ich viel zu schnell als selbstverständlich ansehe.
Meine wohlwollende Stimme kann zu mir sagen,
Ich freue mich für dich,
Dass du diesen schönen Moment erlebt hast.
Das hast du wirklich gut gemacht.
Oder auch,
Ich bin stolz auf dich.
Das war bestimmt nicht leicht,
Aber du hast es doch hinbekommen.
Ich kann ab jetzt regelmäßig Kontakt zu meiner wohlwollenden Stimme aufnehmen,
Wenn immer ich es brauchen kann.
Zum Beispiel lasse ich sie ein paar stärkende Worte zu mir sagen,
Wenn ich morgens in den Tag starte.
Oder ich wende mich an meine wohlwollende Stimme,
Wenn eine unangenehme Situation ansteht oder eine unliebsame oder schwierige Aufgabe.
Ich darf mir erlauben,
Diese innere liebevolle Haltung meiner wohlwollenden Seite in den Rest des Tages mitzunehmen.
Ich kann auf meine innere Stimme hören,
Wenn ich Trost oder Mut gebrauchen kann.
Wir können innerlich verbunden bleiben.
Und in der Gewissheit,
Dass diese Verbundenheit bestehen bleiben wird,
Kann ich mich nun dankbar und sicher von den inneren Bildern verabschieden,
Indem ich all das Gute mit mir nehme,
Das ich erfahren habe.
Und so kann ich nun nochmal auf meine Atmung achten und nun mit jedem Einatmen einen kleinen Schritt weiter zurückkehren in die Wachaufmerksamkeit,
Indem ich zunehmend wieder die Geräusche um mich herum wahrnehmen kann.
Ich kann wieder die Fläche spüren,
Auf der ich sitze oder liege.
Ich kann anfangen,
Finger und Sehen zu bewegen,
Spüre mir das Gefühl und die Kraft zurückkehrt,
Wenn ich Hände und Füße bewege,
Arme und Beine,
Kann mich etwas recken und strecken,
Regeln,
Tief durchatmen und in meiner eigenen Geschwindigkeit die Augen aufschlagen,
Sodass ich wieder frisch,
Wach und klar zurück bin im Hier und Jetzt.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.7 (22)
