
Den Persönlichen Ankerpunkt finden
In dieser Achtsamkeitsmeditation lernst du verschiedene Atemanker kennen. Diese Anker helfen dir, deine Konzentration auf einen einzigen Punkt zu lenken und so mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei deiner Meditation zu bleiben. Ich leite dich an, deinen persönlichen Lieblingsanker über den Atem zu finden. Dabei bist du geerdet und hörst im Hintergrund Meereswellen. Diese Meditation eignet sich sehr gut für Anfänger, da die einleitenden Worte es erleichtern, in einen meditativen Zustand zu kommen.
Transkription
Setze Dich hin und schließe Deine Augen,
Spüre hinein in Deine Füße,
Wie sie auf der Erde stehen,
Spüre den Kontakt zur Erde über Deine Füße und spüre,
Wie Du sitzt und spüre über Deinen Po ebenfalls den Kontakt zur Erde.
Wenn Du jetzt dabei merkst,
Dass Dein Rücken nicht gerade ist,
Dann ändere Deine Position noch einmal,
Sodass Du in eine aufrechte Haltung kommst.
Das ist nämlich wichtig für die Atmung.
Du kannst länger schmerzfrei sitzen als in einer gekrümmten Haltung,
Du schließt dann auch nicht so leicht ein und Dein Herzzentrum öffnet sich weiter und Du bist besser geerdet.
Du kannst Dich zum Beispiel mit den Sitzbeinhöckern auf die Vorderkante eines Stuhls setzen,
Dann ist Dein Rücken automatisch gerade,
Oder Du setzt Dich in den Schneidersitz,
Wenn Du das kannst,
Oder wenn Du Dich lieber anlehnen möchtest,
Dann lege Dir gegebenenfalls ein Kissen in den Rücken.
Aufrecht sitzen,
Aber trotzdem bequem sitzen,
Denn wenn man sich nicht wohl fühlt,
Lässt man sich viel leichter ablenken.
Und nun suche Dir einen Atemanker.
Das ist ein bestimmter Körperbereich,
An dem Du Deinen Atem deutlich spüren kannst,
Sodass Du immer wieder Deine Aufmerksamkeit darauf lenken kannst.
Du kannst Deine Aufmerksamkeit also jedes Mal,
Wenn Du merkst,
Dass Deine Gedanken abschweifen wollen oder schon abgeschweift sind,
Auf Deinen Atemanker zurück lenken und so die Gedanken einfach weiterziehen lassen,
Ohne ihnen zu folgen,
Weil Du ja einen Ankerpunkt hast,
Auf den Du Dich konzentrieren kannst.
Ich nenne Dir hier mal vier mögliche Ankerpunkte für den Atem,
Und davon kannst Du Dir einfach einen aussuchen.
Du kannst dem Luftstrom in Deiner Nase nachspüren,
Bzw.
Dich auf den Luftstrom in Deiner Nase konzentrieren,
Wie die Luft kühl beim Einatmen in Dich hineinströmt und beim Ausatmen angewärmt wieder hinausströmt.
Du kannst Dich auch auf Deine Bauchdecke konzentrieren und dann auf nichts anderes achten als darauf,
Wie sich Dein Bauch hebt und senkt,
Oder Dein Brustkorb,
Wenn Du dort die Atmung deutlicher merkst,
Dann achte auf das Heben und Senken Deines Brustkorbs.
Oder Du kannst Dich auf den Luftstrom auf Deiner Oberlippe konzentrieren,
Das merkt man besonders deutlich beim Ausatmen,
Wenn man durch die Nase atmet,
Wie die Luft beim Ausatmen über die Oberlippe strömt,
Und dann versuche einfach immer nur zu beobachten,
Was während der Meditation passiert.
Versuche es nicht zu bewerten,
Es wirklich nur zu beobachten.
Und damit dann eine beobachtende Distanz zu Deinen Gedanken,
Gefühlen und Wahrnehmungen einzunehmen.
Und nun lausche den Wellen und lenke Deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück auf Deinen Atemanker,
Wenn Deine Gedanken abschweifen.
Ich werde jetzt schweigen.
Wecke und strecke Dich und öffne Deine Augen.
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