
Jakob Humbel | Meditation & Märchen
Meditatives Abendritual und eine entspannende Einschlafgeschichte frei nach Johann Peter Hebel (1760-1826). Für innere Ruhe und besseren Schlaf. Was im Märchen passiert: Jakob Humbel, ein armer Bauernsohn aus der Schweiz, träumt davon, Tierarzt zu werden, doch seine Lehrmeister bringen ihm kaum ausreichendes Wissen bei. Trotz zahlreicher Rückschläge, Geldmangel und unerwarteter Hindernisse hält er unbeirrbar an seinem Ziel fest. Wie es bei meinen Einschlafgeschichten üblich ist, so kannst Du sicher sein, dass es auch diesmal gut ausgeht, so dass Du jederzeit beruhigt einschlafen kannst. Lasse den Tag ruhig und entspannt ausklingen und komme mit den Geschichten der Märchentante auf positive Gedanken.
Transkription
Jakob Hummel meditative Abendentspannung und ein Märchen frei nach Johann Peter Hebel.
Nimm dir einen Moment Zeit,
Um es dir so richtig gemütlich zu machen.
Rückel und regel dich zurecht.
Nimm dazu ein paar tiefe und bewusste Atemzüge.
Und gib dir die Bewegungen.
Die sich gerade für dich gut anfühlen.
Wenn du dann soweit bist und noch nicht getan.
Dann schließe deine Augen.
Nimm nochmal einen tiefen Atemzug ein.
Lass mit dem Ausatmen los.
Komm an!
In deinem Bett.
Am Ende.
Dieses einmaligen Tages.
Es gibt jetzt nichts mehr zu tun.
Aussehen.
Zu entspannen.
Gemütlich geborgen.
Geborgen und gemütlich.
Schläfst du immer schwerer und immer entspannter.
In deine Matratze sinken.
Spüre,
Wie du da liegst.
Und fühle dich einmal.
Durch deinen Körper hindurch.
Was ist gerade wahrnehmbar?
Wie geht es dir?
Jetzt und hier.
In diesem Moment.
Nimm das,
Was gerade ist,
Möglichst wertfrei hin.
Wie eine freundliche Beobachterin oder ein freundlicher Beobachter.
Den Bar,
Was gerade ist.
Ohne zu werten.
Spüre das sanfte Heben und Senken.
Deiner Brust und deines Bauches.
Mit jedem Atemzug.
Lasse deinen Atem ganz ruhig.
Ganz natürlich.
Ein- und ausströmen.
Und vielleicht merkst du's schon.
Wieder immer mehr entspannt.
Mit jedem Atemzug.
Immer mehr.
Zur Ruhe kommst.
Und ich lade dich ein.
Wie nebenbei.
Noch mal die Bilder deines Tages.
Vor deinem inneren Auge abspielen zu lassen.
Gleich,
Wenn ich es sage.
Schau mal.
Welche Bilder so spontan auftauchen?
Was hast du heute erlebt?
Was hat dich heute beschäftigt?
Jetzt.
Eine Minute.
Für deine Bilder des Tages.
Und dann sammel nochmal mindestens drei Aspekte zusammen.
Die heute besonders angenehm waren.
Momente,
Die du genossen hast.
Die dich vielleicht zum Lachen gebracht haben,
Die dir Genuss geschenkt haben.
Schau mal!
Dass du auf mindestens drei Dinge kommst.
Für die du heute besonders dankbar bist.
Der Tag liegt nun hinter dir.
Und die angenehme Zeit.
Und der Nachtruhe ist gekommen.
Du darfst es dir gemütlich machen.
Das Faul und bequem.
In die Kissen sinken.
Nichts muss mehr erledigt werden.
Nichts muss mehr gedacht werden.
Die Dinge.
Erledigen sich nun für dich.
Einfach so.
Während du legst.
Und immer mehr.
Entspannst.
Dann in den Momenten der Ruhe.
Den Momenten des Schlafes.
Und auch jetzt schon.
Während du einfach nur da liegst.
Finden die körperlichen und geistigen Entwicklungen statt.
Alles,
Was während des Tages vielleicht ein wenig durcheinandergekommen ist.
Kanon sortiert.
Und ausgeglichen werden.
Die Regenerations- und Erholungsprogramme laufen auf Hochtouren.
Sodass du daraus profitierst.
Die Dinge dürfen sich zu deinem Wohl und zu deinem Besten entwickeln.
Ja sogar noch viel besser.
Als du es dir jetzt vorstellen kannst.
Und wären du jetzt vielleicht schon immer müde?
Und immer schläfriger wirst.
Lese ich dir eine kleine Geschichte vor.
Und ich verrate dir jetzt schon mal.
Dass die Geschichte zum Schluss gut ausgehen wird.
Sodass sie beruhigt,
Jederzeit.
Einfach einschlafen kannst.
Ab jetzt?
Gleich während oder nach der Geschichte.
Ist ganz egal.
Jakob Humbel.
Der Sohn eines armen Bauern.
Aus dem Schweizer Kanton Aargau.
Hatte von klein auf.
.
.
Einen Wunsch.
Er wollte Tierarzt werden.
Nicht etwa,
Weil es ihm nach Reichtum verlangte?
Weil er den Leuten und den Tieren helfen wollte.
Er dachte Tag und Nacht.
An nichts anderes.
Sein Vater schickte ihn mit 16 Jahren.
In die Lehre zu einem Viehdoktor in Mummental.
Doch dieser.
.
.
Verstand sein Handwerk schlecht.
Nach zwei Jahren.
Bekam Jakob einen Lehrbrief.
Und wusste nun alles,
Was sein Meister wusste.
Was nicht viel war.
Er konnte Tränklein und Salben kochen.
Auch Pflaster kneten.
Aber wer mit schlechten Lehrern lernt.
Bleibt ein schlechter Schüler.
Ich kenne einen.
Und er hätte sich nun auf seinen Lehrbrief gestützt.
Und in den Dörfern seine Pflaster angepriesen.
Jakob.
Hat es nicht.
Er ging zu einem anderen Viehdoktor in Oberoltern im Emmental.
Und lernte ein weiteres Jahr.
Aber auch dieser Meister wusste nicht mehr als der erste.
Nun stand Jakob wieder ohne wirkliches Wissen da.
Manch einer hätte jetzt gesagt.
.
.
Nun gut.
Es soll nicht sein.
Und wäre heimgegangen,
Wie er fortgegangen war.
Fast wäre es Jakob ebenso ergangen.
Was er verdiente,
Zog der Vater ein.
So blieb ihm wenig übrig.
Und am Ende .
.
.
Wurde er Tagelöhner.
Ging in armseliger Kleidung umher.
Ohne Rat?
Und ohne Geld.
Er gab seinen Wunsch nicht auf.
Schließlich.
Kam er als Hausbedienter zum Herrn Renier ins Klösterli nach Zofingen.
Drei Jahre blieb er dort.
Bekam guten Lohn.
Und wurde von seinem Herrn.
Wie sein eigen Kind behandelt.
Ich kenne einen.
Und er hätte sich nun dem Vergnügen hingegeben.
Und sein Geld im Wirtshaus gelassen.
Jakob.
Oft hörte er den Herrn am Tisch Französisch sprechen.
Und dachte.
Das will ich auch lernen.
Vielleicht könnte es mir einmal nützlich sein.
Mit seinem ersparten Geld zog er nach Nürn,
Um bei Herrn Snell zu lernen.
Neun Monate lang machte er Fortschritte.
Bis sein Geld aufgebraucht war.
Also .
.
.
Musste er wieder arbeiten.
Er diente Herrn Landvogt-Bucher in Wildenstein Später.
Einem anderen Herrn.
Und sparte erneut.
1798.
Als die Franzosen in die Schweiz kamen.
Handelte er mit Getreide in Zürich.
Das Geschäft ging gut.
Und er konnte sein Vermögen vermehren.
Nun war die Zeit gekommen,
Ins Ausland zu gehen.
Und endlich die Kunst der Tierheilkunde ordentlich zu studieren.
Doch dann wurde ein Korps helvetischer Hilfstruppen errichtet.
Acht Männer musste die Gemeinde stellen.
Und das Los traf Jakob.
Ich kenne einen,
Der hätte gesagt.
Die Welt ist groß und der Weg offen.
Und wäre mit seinem Geld verschwunden.
Aber Jakob?
Dachte nicht daran.
Er stellte einen Ersatzmann.
Und musste ihn zwei Jahre lang aus eigener Tasche versorgen.
Das Beste von seinem Ersparten ging darauf.
Jetzt ist es höchste Zeit.
Dachte er.
Mit dem Rest seines Geldes.
Macht er sich auf den Weg nach Karlsruhe.
Dort gab es eine Schule für Tiermedizin.
Als er auf der Mühlberger Straße ging,
Und zwischen den Pappeln die Stadt anblickte.
Dachte er.
Gott lobt.
Wird mir helfen.
Und Gott.
Helf ihm!
Karlsruhe war er endlich an der richtigen Stelle.
Die Schule war unentgeltlich.
Die Lehrer tüchtig.
Hier lernte er,
Was er in Mummental und Emmental nicht gelernt hatte.
20 Monate lang.
Arbeitete er.
Von früh.
Bis spät.
Er hielt sich fern von Wirtshäusern.
Und widmete sich seinem Studium mit unermüdlichem Fleiß.
Jede neue Erkenntnis war ihm mehr wert als das schönste Vergnügen am Abend.
Am Ende kehrte er als ausgebildeter Tierarzt zurück.
Der Sanitätsrat des Kantons Aargau,
Dort,
Wo er seine Kindheit verbracht hatte.
Und prüfte ihn.
Und er.
Legte zu jedermanns Erstaunen.
Umfassendes Wissen an den Tag.
Er erhielt sein Patent.
Und wurde bald einer der angesehensten Tierärzte der Schweiz.
Jetzt weiß ich vier,
Die sagen,
Wenn solcher Mut und Ernst dazugehören,
Etwas Rechtes zu lernen,
So ist's kein Wunder,
Dass aus mir nichts geworden ist.
Weißt du was?
Nimm Gott zur Hilfe.
Und probiere es nochmal.
Ich bin sicher.
Jakob.
Lebte ein glückliches und langes Leben.
Und wenn er nicht gestorben ist?
So lebt ihr auch heute noch.
Und dir?
Wünsche ich eine gute Nacht.
Einen tiefen und erholsamen Schlaf.
Und schöne Träume.
Untertitel der Amara.
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