
Wenn erwachsene Kinder den Kontakt zu Ihren Eltern abbrechen
Es gibt viele Familien, in denen das Tischtuch zwischen Eltern und Kindern zerschnitten ist - wo es in dieser ach so heimeligen Zeit vor allem Leere ist, die bleibt, für alle Beteiligten. Die einen fühlen sich traurig oder verloren, weil es dieses warme Zuhausegefühl in ihnen gar nicht gibt, wenn sie an ihre Eltern denken und die den Schmerz dieser familiären Verbindung nicht mehr aushalten konnten und deshalb den Kontakt abgebrochen haben. Und auf der anderen Seite stehen die verlassenen Eltern, verzweifelt, fassungslos und machtlos, weil alle ihre Versuche der Kontaktaufnahme ins Leere laufen und sie nicht verstehen, was passiert ist. Der Schmerz des Schweigens, wenn erwachsene Kinder den Kontakt zu Ihren Eltern abbrechen - die zwei Seiten einer Entfremdung verstehen ist das Thema dieser Folge und ich lade Dich am Ende dieser Episode zu zwei Übungen ein, die auch wertvoll sind, wenn Du von diesem Thema nicht betroffen bist.
Transkription
Es ist Weihnachtszeit,
Eine Zeit,
Die ja traditionell der Familie gehört,
Und viele freuen sich auch auf das Fest der Liebe im Kreise der Familie.
Für andere aber sieht es nicht ganz so besinnlich aus,
Denn gerade weil ja Weihnachten mit Klischees von Harmonie und Zuckerguss überfrachtet ist,
Fällt es dann besonders krass auf,
Wenn der familiäre Kontakt konfliktbeladen und vergiftet oder gar nicht mehr vorhanden ist.
Es gibt viele Familien,
In denen das Tischtuch zwischen Eltern und erwachsenen Kindern zerschnitten ist,
Wo es in dieser ach so heimeligen Zeit vor allem Leere ist,
Die übrig bleibt,
Für alle Beteiligten.
Die einen fühlen sich traurig oder verloren,
Weil es dieses warme Zuhause-Gefühl in ihnen gar nicht gibt,
Wenn sie an ihre Eltern denken,
Und die den Schmerz dieser familiären Verbindung nicht mehr aushalten konnten und deshalb den Kontakt abgebrochen haben.
Und auf der anderen Seite stehen die verlassenen Eltern,
Verzweifelt,
Fassungslos und auch machtlos,
Weil alle ihre Versuche der Kontaktaufnahme ins Leere laufen und sie nicht verstehen,
Was passiert ist.
Der Schmerz des Schweigens,
Wenn erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen,
Die zwei Seiten einer Entfremdung verstehen.
Das ist das Thema dieser Folge und ich lade Dich am Ende dieser Episode zu zwei Übungen ein,
Die auch dann wertvoll sind,
Wenn Du von diesem Thema nicht betroffen bist.
Leben,
Lieben,
Lassen.
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Herzlich Willkommen bei einer neuen Ausgabe von Leben,
Lieben,
Lassen,
Deinem Selbstcoaching-Podcast mit Herz und Verstand.
Ich bin Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach.
Ich unterstütze Menschen dabei,
Sich selbst und andere besser zu verstehen,
Um gelingende Beziehungen zu führen.
Und dabei geht's nicht nur um Partnerschaften.
Immer wieder arbeite ich auch mit Klienten,
Die den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen haben.
Und auch mit verlassenen Eltern,
Die verstehen wollen,
Warum ihre erwachsenen Kinder so scheinbar ganz plötzlich alle Brücken hinter sich abgebrochen haben.
Es ist ein Tabuthema.
Es ist ein sehr verletzliches Gelände voller Schmerz.
Auf beiden Seiten.
Und es gibt da draußen viel Meinung dazu zu diesem Thema und noch mehr Klischees und gute Ratschläge.
Nichts davon hilft den Betroffenen wirklich.
Ich möchte heute mit Dir in die beiden Seiten dieser familiären Entfremdungsgeschichte eintauchen und das ganze Thema auch im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung und Veränderung sehen.
Also von einer Meta-Ebene aus.
Und da gibt's viel zu entdecken.
Gleich.
Familiäre Entfremdung,
Kontaktabbruch zwischen Eltern und erwachsenen Kindern.
Das ist so ein Thema,
Das ich schon sehr lange auf dem Schirm hatte.
Aber gerade in letzter Zeit bin ich immer mal wieder mit der Nase drauf gestoßen worden.
Zum einen sind da meine Klienten,
Die sich auf der Suche nach sich selbst mit ihrer eigenen Familien- und Herkunftsgeschichte auseinandersetzen und die dabei oft Erkenntnisse haben,
Die wehtun.
Und da ist die Hörerin,
Die mir via Insta geschrieben hat,
Dass sie sich ihr ganzes Leben lang als Bedürfniserfüllerin ihrer Eltern gefühlt hat,
Dass sie sich nicht gesehen fühlte und jetzt,
Wo sie sich endlich aus dieser Rolle befreien will,
Über ihre schlimmen Schuldgefühle und Gewissensbisse stolpert,
Die in ihr auftauchen.
Und die Angst hat,
Dass sie sich nie trauen wird,
Sich aus dieser Abhängigkeit zu ihren Eltern zu lösen,
Um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Und da ist die andere Klientin,
Die von ihren Eltern vernachlässigt und lieblos behandelt wurde und die heute,
Obwohl sie schon lange gar keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat,
Finanziell für deren Pflege aufkommen soll,
Weil sie sehr erfolgreich ist.
Und dann ist da auch die Hörerin,
Die mir eine Audionachricht in die Sprechstunde gesendet hat,
Weil ihr Sohn den Kontakt abgebrochen hat und sie keine Ahnung hat,
Warum und die den Schmerz und das Verlassensein kaum aushalten kann.
Aus lauter Scham und Schuldgefühlen hat sie mich dann gebeten,
Die Nachricht doch nicht in den Podcast aufzunehmen.
Das Thema Familialentfremdung und Kontaktabbruch ist ein Tabu,
Immer noch.
Auch wenn es heute jede Menge Bücher dazu gibt,
Selbsthilfegruppen und viel mehr Öffentlichkeit,
Als das noch vor ein paar Jahren war.
Und das Phänomen tritt immer häufiger auf.
Es ist super komplex und sehr individuell,
Was es dazu zu sagen gibt und es ist viel,
Viel mehr,
Als ich in einen Podcast packen kann.
Es wird deshalb natürlich auch gar nicht möglich sein,
Das alles umfassend zu behandeln,
Aber wir werden es aus ganz verschiedenen Blickwinkeln betrachten,
Die zum Teil sehr unterschiedlich sind und alleine das ist ja schon mal sehr viel.
Was mir ganz wichtig ist,
Ich möchte hier keinen Stellungskrieg eröffnen,
Keine richtig Falschdiskussion entfachen,
Sondern das Thema Kontaktabbruch aus dem Schwarz-Weiß-Denken herausholen.
Dich mal mitnehmen in meine Erfahrungen mit Klienten,
Sodass du deine eigene Meinung und deinen eigenen Umgang damit finden kannst.
Denn das finde ich besonders wichtig.
Die zwei Seiten der familiären Entfremdung könnten unterschiedlicher nicht sein.
Es ist ein bisschen so,
Als wären es vollkommen andere Welten.
Wenn erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen,
Wenn sie gar nichts mehr von Mutter und Vater wissen wollen und sich völlig distanzieren,
Dann ist das für die verlassenen Eltern erstmal immer ein Schock.
Ein Schock,
Der sie völlig überraschend ereilt,
So in etwa wie eine Katastrophe,
Die einen plötzlich aus dem Leben reißt.
Etwas,
Das einem passiert.
Meistens haben sie es nicht kommen sehen.
Und so können sie auch keinen Zusammenhang zu ihrer Rolle als Eltern herstellen.
Sie haben deshalb auch kein Warum und ihre Gedanken drehen sich deshalb die ganze Zeit im Kreis.
Die erwachsenen Kinder verzichten nämlich in vielen Fällen darauf,
Irgendwas zu erklären oder sich zu rechtfertigen,
Schon gar nicht,
Wenn man ihnen Vorwürfe macht nach dem Motto »Wie kannst du nur,
Wir haben doch immer alles für dich getan«.
Es gibt einige wenige,
Die schreiben so etwas wie einen Abschiedsbrief,
Indem sie ihre Sicht erklären und auch darum bitten,
Dass der Abbruch respektiert wird.
Manche trauen sich das auch ganz im direkten Kontakt zu sagen,
Aber die meisten der erwachsenen Kinder geben keine Erklärungen ab,
Sie schweigen.
Da werden Briefe nicht beantwortet,
Nachrichten ignoriert,
Alle Anrufe und Gesprächsversuche abgelehnt.
Und alle Versuche der Eltern,
Den Kontakt wiederherzustellen,
Laufen dann ins Leere.
Das sieht natürlich aus Sicht der betroffenen Eltern aus wie eine Machtdemonstration,
Wie eine absolute Überlegenheit.
Und Spoiler,
Das ist es gar nicht,
Aber es stürzt sie dann eben in eine tiefe Hoffnungslosigkeit.
Viele von ihnen geben nach einer Weile auf und stellen ihre Versuche ein,
Weil sie Angst haben,
Es würde dann alles noch viel schlimmer.
So bleiben sie resigniert und fragen zurück in so einer Art Schockstache.
Und oft ist das Thema so belastend,
Dass es dann auch die Beziehung zum Partner beeinflusst.
In der Öffentlichkeit trauen sich verlassene Eltern meistens nicht darüber zu reden,
Was da los ist,
Weil sie sich entsetzlich schämen.
Sieht es doch von außen so aus,
Als haben alle anderen Eltern offenbar einen sehr guten Kontakt zu ihren Kindern.
Das kann zur Isolation führen und es macht sehr,
Sehr einsam,
Mit diesem Problem zu sein.
Es war doch eigentlich immer alles so gut zwischen uns,
Wir haben uns doch immer um unsere Kinder gekümmert.
Warum tun sie uns das jetzt an?
Das ist eine ganz,
Ganz typische Haltung der Verzweiflung betroffene Eltern.
Und am Anfang eines ungewollten Kontakt-Erbruchs ist es auch erst mal ganz verständlich.
Bleibt man dann aber allerdings in der Haltung,
Es ist mir passiert,
In dieser lähmenden Schockstarre,
Ohne dass sich dabei ein eigener Prozess,
Eine eigene tiefe Auseinandersetzung vielleicht mit der eigenen Elternrolle entwickelt.
Der persönlichen Geschichte und auch der ganzen Familiengeschichte und vor allem mit der Perspektive der Kinder,
Dann bleibt man Opfer der Umstände.
Es ist so wie bewegungslos und erstarrt im eigenen Leben zu sein.
Die Frage des Umgangs mit dem Kontaktabbruch lässt sich daher auch gar nicht pauschal beantworten.
Es ist ein Weg,
Der von innen heraus auftaucht,
Wenn man sich auf diesen Weg macht,
Zum Beispiel in einer Therapie.
Und er braucht Mut und er braucht Offenheit,
Die eigene Sichtweise zu hinterfragen.
Die einen finden dann dabei einen Weg der Akzeptanz,
Die anderen schaffen es,
Ihre eigenen Denkgefühls- und Verhaltensmuster zu hinterfragen und auf dieser Grundlage den Versuch eines neuen Kontakts aufzubauen.
Es hängt natürlich auch wirklich immer von der individuellen Situation ab,
Aber es ist möglich,
Dass man aus dieser lähmenden Schockstarre herauskommt und es gibt solche Beispiele auch in meiner Arbeit und dazu erzähle ich dir dann mehr.
Aber aus Sicht der erwachsenen Kinder,
Die den Kontakt abbrechen oder einfrieren,
Ganz oder vorübergehend,
Sieht die ganze Situation völlig anders aus.
Das,
Was sie tun,
Sieht aus von außen wie ein sehr machtvoller Schritt aus der Souveränität heraus.
Aber in Wirklichkeit ist es mehr so ein Notausgang und nicht selten das Ende eines sehr langen Weges.
Das Schweigen sagt nämlich etwas,
Es spricht,
Es sagt nicht,
Ich will den Kontakt nicht,
Es sagt,
So wie dieser Kontakt ist,
Kann ich ihn nicht mehr aushalten und ich will es auch nicht.
Damit es mir besser gehen kann,
Katte ich jetzt diese Verbindung.
Es gibt viele Gründe,
Warum man den Kontakt zu seinen Eltern abbrechen kann,
Aber für die meisten ist es ein Selbstschutz,
Den sie sich endlich erlauben.
So einen Entschluss trifft niemand spontan oder leichtsinnig,
Egal wie es von außen aussehen mag.
Natürlich gibt es Menschen,
Die Insekten abgedriftet sind oder deren Partner solchen Einfluss auf sie hatten,
Dass sie gebrainwashed waren und dass sie gar nicht mehr aus sich selbst herausgehandelt haben,
Aber das sind wirklich Ausnahmen.
Die meisten Kontaktabbrecher ziehen eine Konsequenz aus einer langen Entwicklung,
Die schon in der Kindheit begonnen hat.
Sie haben sich nicht gesehen,
Nicht geliebt,
Nicht verstanden gefühlt,
Im Stich gelassen,
Verletzt,
Missachtet.
In der Regel haben sie viele Versuche unternommen,
Den Eltern Signale zu senden,
Dass irgendwas nicht stimmt.
Signale,
Die ungesehen blieben,
Nicht gehört wurden.
Entweder weil die Eltern sich taub stellten und sich einfach sicher waren,
Dass sie sowieso recht hatten,
Weil sie ja die Eltern sind,
Oder weil die Eltern aufgrund ihrer eigenen Geschichte gar nicht richtig in der Lage waren,
Sich in die kindliche Sicht hineinzuversetzen.
Beides hat Folgen.
Und Eltern sein,
So wie wir das heute verstehen,
Ist keine Machtfunktion,
Es ist eine Begleitfunktion.
Nur ist das ja wiederum eine ziemlich neue Idee von Familie,
Wie sie noch vor Generationen undenkbar war.
Familie war früher ein hierarchisches System,
Da gab es ein Oberhaupt und alle anderen hatten sich unterzuordnen.
Und ganz wichtig,
Wenn ich das so betrachte,
Will ich nicht etwa die Eltern aus der Verantwortung rausnehmen.
Im Gegenteil.
Die Verantwortung liegt während unserer Kindheit ganz klar bei den Eltern,
Wir sind ja schließlich noch klein und wir sind abhängig.
Mir geht es hier nur um den Kontext.
Kinder,
Die sich in ihrer Familie nicht geliebt oder gesehen fühlen,
Die gekränkt,
Zurückgesetzt oder verletzt werden und die die Rolle,
Die sie in einer Familie haben,
Unerträglich finden und mit allen Möglichkeiten,
Das irgendwie zu zeigen oder anzubringen,
Scheitern,
Die suchen irgendwann den Weg über Abgrenzung und Distanzierung.
Denn dieses Dilemma,
Im Kontakt zu den Eltern nicht als eigenständiger Mensch gesehen und respektiert zu sein und das dann auch noch immer und immer wieder zu erleben,
Lässt diese Menschen keinen Ausweg mehr sehen.
Und dann ist es so eine Art Rettungsaktion für das Verletzte selbst und dieser Prozess ist auch immer begleitet von Zweifeln,
Inneren Konflikten und Schuldgefühlen.
Man muss es also so sehen,
Was für die Eltern wie über Nacht kommt und der Anfang einer Katastrophe ist,
Das ist für die Erwachsenen Kinder der Versuch eines Ausweges aus ihrem Schmerz,
Also der Versuch des Endes von einem gefühlten Leid.
Und das kommt meist mit Zeitverzug.
Also die Reaktion der Kinder ist nicht dort,
Wo der Schmerz entsteht,
Sondern viele,
Viele Jahre später.
Oft ist es die Geburt der eigenen Kinder,
Die Menschen bewusst macht,
Welche Spuren und Wunden die Herkunftsfamilie in einem hinterlassen hat und welche Auswirkungen das auf das eigene Leben und die Beziehungen hat.
Manchmal ist es eine Therapie,
Die die Reflexion über die familiären Zusammenhänge fördert und Menschen erkennen lässt,
Wie stark die eigene Lebensgeschichte durch die frühe Entwicklung in ihrer Familie geprägt ist und was das in ihrem ganz konkreten Fall bedeutet.
Und oft finden Betroffene erst im Erwachsenenalter den Mut,
Für sich selber einzutreten und etwas zu tun,
Was ja in der Öffentlichkeit nicht gut dasteht und als tabu gilt,
Den Kontakt zu den Eltern abzubrechen.
Die meisten,
Die mir begegnen,
Sind zwar schon Anfang 30 und Mitte 40 und sie wollen sich selbst und ihre eigene Geschichte besser verstehen und sie wollen einen selbstbestimmten Weg für sich und ihr Leben finden.
Sie wollen lernen,
Sich selbst das zu geben,
Was sie in ihrer Herkunftsfamilie so schmerzlich vermisst haben.
Liebe,
Anerkennung,
Sicherheit oder Geborgenheit.
Und es gibt,
Wie gesagt,
Nicht nur einen Grund für das Kappen der Familienwande,
Es gibt eine Menge Gründe.
Auch wenn das für Eltern schwer vorstellbar ist,
Kinder,
Die den Kontakt abbrechen,
Tun das gar nicht in erster Linie gegen ihre Eltern,
Etwa um die zu bestrafen,
Sie tun es für sich.
Sie sehen keine andere Möglichkeit mehr.
Und das Thema Kontaktabbruch kommt in allen Schichten vor und auch in den sogenannten ganz normalen Familien.
Aber wir haben doch alles für dich getan,
Warum tust du uns das an?
Du solltest dankbarer sein.
Das sind Aussagen,
Die viele Kontaktabbrecher von ihren Eltern hören,
Wenn sie sie irgendwann mal mit ihren emotionalen Wunden konfrontiert haben.
Und in gewisser Weise,
Nämlich aus Sicht der Eltern,
Stimmt das auch.
Sie haben sich gekümmert,
Sie haben eine Struktur geschaffen,
Es gab ein Zuhause.
Aber eine Struktur,
Eine Versorgung,
Das ist nicht,
Was wir an emotionaler Verbundenheit brauchen,
Um gut aufzuwachsen.
Geliebt und gehalten zu sein,
Vertrauen zu dürfen,
Geschützt und unterstützt zu sein und als ein Selbst wahrgenommen zu werden,
Das ist für uns existenziell.
Und gut gemeint heißt eben auch nicht zwingend,
Dass die Kinder es als gut empfunden haben müssen.
Nur,
Das können wir als Kinder nicht sagen.
Wir sind ja abhängig von unseren Eltern,
Wir haben keine Wahl.
Wir müssen einfach mal aushalten,
Was passiert und dann müssen wir uns auch noch anpassen.
Und wenn wir groß sind,
Müssen wir das nicht mehr.
Und das wird heute immer mehr Menschen bewusst und so treffen sie eine Wahl.
Und das ist eine Wahl,
Die es früher so nicht gab.
Und da gibt es ja auch diesen Spruch,
Blut ist dicker als Wasser.
Das stimmt einfach für viele heute nicht mehr.
Wir haben andere Ansprüche auch an unsere familiären Beziehungen.
Wir wollen keine Machtstrukturen.
Wir wollen Augenhöhe.
Wir wollen nicht in Rollen und Muster eingezwängt werden.
Wir wollen nicht abhängig sein,
Sondern wir selbst.
Sind solche Kinder undankbar?
Das kann man so sehen,
Aber ich sehe es anders.
Wir kommen nicht für unsere Eltern zur Welt,
Wir kommen auf die Welt,
Um wir selbst zu sein.
Und wenn das nicht möglich ist,
Fühlen wir uns in dieser Beziehung nicht wohl.
Natürlich können wir sie aufrechterhalten und die Sehnsucht danach wird immer bleiben,
Dass wir doch noch bekommen,
Was wir so ersehnen,
Die Liebe unserer Mutter oder unseres Vaters,
Ihre Anerkennung,
Ihre Wärme.
Aber was,
Wenn sie das,
Was wir immer so sehnlichst vermisst haben,
Für sich selbst nicht haben?
Wie hätten sie es uns dann geben können?
Wenn du auch Mutter oder Vater bist,
Dann weiß ich nicht,
Wie du das siehst,
Aber ich sehe es so.
Mein Sohn,
Der schuldet mir gar nichts.
Es war mein Job,
Ihn zu begleiten und zu lieben und zu unterstützen,
Dabei er selbst zu werden,
Nicht umgekehrt.
Er ist nicht auf der Welt,
Um meine Bedürfnisse zu erfüllen.
Es gibt ein schönes Zitat von Jean-Paul,
Das mich immer ein bisschen melancholisch macht.
Es heißt,
Mit einer Kindheit voller Liebe kann man ein ganzes Leben aushalten.
Ich mag das sehr,
Ich würde es aber ein bisschen abändern.
Mit einer Kindheit voller Liebe kann man sich ein ganzes Leben lang in sich zu Hause fühlen.
Aber auch Eltern sind nur Menschen und auch Eltern waren mal Kinder.
Zu verstehen,
Warum die eigenen Eltern auf eine bestimmte Weise gehandelt haben,
Warum sie emotional entfremdet,
Lieblos,
Streng,
Gewalttätig oder übergriffig waren,
Das hat doch erst mal nichts mit Verzeihen zu tun.
Es geht dabei noch gar nicht um Vergebung,
Sondern es geht um das Erkennen eines größeren Zusammenhangs.
Und dieses Erkennen von familiären Mustern,
Von transgenerationalen Traumata,
Die viele Generationen weit zurückreichen,
Kann einen auch selbst befreien und hilft einem,
Das Erleben der eigenen Kindheit und den Mangel und die daraus entstandenen Denkgefühls- und Verhaltensmuster zu überwinden.
Aber du musst doch vergeben können,
Das sind doch deine Eltern.
So was hören Menschen,
Die den Kontakt erbrechen,
Häufig.
Und die meisten haben die ewigen Rechtfertigungen satt.
Und ehrlich,
Ich finde es übergriffig,
Menschen zu sagen,
Wie sie mit ihren Themen umgehen sollen.
Niemand steckt in deinen Schuhen.
Wenn du den Kontakt abgebrochen hast,
Dann wirst du deine Gründe haben.
Tiefliegende Gründe.
Und dann ist es ja eine doppelte Last,
Erst mal mit der eigenen Entscheidung zu leben und damit,
Dass da eine Leerstelle im eigenen Leben ist,
Dass man sich nicht bei seinen Eltern Rat holen kann,
Keine Zuflucht dort hat,
Wenn man sie braucht.
Aber dass man dann auch noch in der Öffentlichkeit wie ein böser,
Unversöhnlicher Mensch dasteht Leider gibt es diese radikalen Entweder-oder-Positionen auch unter Experten und vor allem in der Öffentlichkeit.
Da gibt es die,
Die sagen,
Wie kannst du nur,
Familie ist doch alles,
Was man hat.
Und ich denke halt,
Nein,
Das kann so sein,
Aber es muss nicht so sein.
Die Familie ist eine Struktur,
Aber sie ist nicht zwangsläufig für alle ein emotionales Zuhause gewesen.
Man kann nicht mit Vergebung alles rosa zukleistern,
Weil die Verletzungen darunter davon überhaupt nicht weggehen.
Ich habe schon einige Menschen gesehen,
Die sich zur Vergebung gezwungen haben und sich damit wieder einmal mehr selbst verraten und im Stich gelassen haben,
Genauso wie es ihnen schon als Kind widerfahren ist.
Manche Dinge kann man nicht vergeben oder noch nicht.
Natürlich,
Ich finde auch Vergebung als Weg wunderbar,
Aber nur,
Wenn man wirklich so weit ist.
Und dafür darf man seine eigenen Erfahrungen und die Folgen,
Die daraus entstanden sind,
Erst einmal verarbeiten und integrieren.
Sonst übergeht man sich wieder und wieder selbst.
Und endlich geht es doch mal nicht darum,
Was du sollst,
Sondern was du brauchst.
Und was du brauchst,
Ist doch das,
Worum es früher nie ging.
Dami Schaaf,
Die bekannte Traumatherapeutin,
Hat mir im Interview von ihren eigenen Erfahrungen in der Kindheit erzählt,
Von dem,
Was ihr da passiert ist.
Und es war so persönlich und das war ziemlich krass.
Und hinterher sagte sie dann,
Dass sie das noch nie in der Öffentlichkeit erzählt hat und wir haben uns darauf geeinigt,
Dass sie erst einmal darüber nachdenkt,
Ob wir es so veröffentlichen.
Das war dann für sie okay,
Aber ich habe es trotzdem rausgenommen,
Weil ich es einfach so persönlich und so verletzlich fand,
Dass es beschützt werden wollte.
Ich hätte mich sonst einfach nicht gut damit gefühlt.
Und auch sie,
Die wirklich eine Koryphäe auf ihrem Gebiet ist,
Trägt diese Meinung,
Dass man nicht um jeden Preis vergeben kann.
Und genau da würde ich mich auch anschließen.
Und auch wenn viele spirituelle Coaches von Heilung durch Vergebung sprechen,
Das ist alles gut und schön.
Aber nimm dich mit.
Mach es so,
Wie es dir gerade möglich ist.
Und dann gibt es die andere Position.
Es gibt Therapeuten,
Die sagen,
Du musst den Kontakt radikal abbrechen,
Weil du sonst nicht heilen kannst.
Ich bin skeptisch,
Denn ich glaube,
Wir haben als erwachsene Kinder zwei Bedürfnisse und die stehen sich irgendwie gegenüber.
Die Beziehung zu unseren Eltern ist die erste Beziehung unseres Lebens.
Sie hinterlässt die tiefsten Spuren.
Es ist unsere biologische und psychologische Wurzel.
Wir können die Verbindung haben,
Aber wir können sie nicht wegmachen.
Und auch das Bedürfnis,
Dass diese Verbindung doch gut sein möge,
Geht nicht weg.
Es ist eine tiefe Sehnsucht in uns.
Andererseits haben wir aber auch das Bedürfnis,
Als der Mensch gesehen und geschätzt zu werden,
Der wir nun mal sind,
Als ein Selbst.
Mit Respekt und Augenhöhe behandelt zu werden,
Also für unsere Autonomie einzutreten,
Das ist uns genauso wichtig.
Wir dürfen erwarten,
Dass sich dieser Kontakt gut anfühlt und nicht immer wieder alte Wunden aufreißt.
Aber wenn beides nicht zusammen geht in der Beziehung zu den Eltern,
Dann ist da ein innerer Konflikt,
Den du nur lösen kannst,
Indem du in dir selbst herausfindest,
Wie du den Kontakt gestalten kannst,
Um beiden Bedürfnissen in die Rechnung zu tragen.
Dass du in dir eine innere Balance findest.
Und die kann ganz unterschiedlich aussehen,
Je nachdem,
Was du in dir findest.
Es kann sein,
Dass es gut für dich ist,
Den Kontakt abzubrechen.
Es kann genauso gut sein,
Dass du den Kontakt unterbrichst oder ihn reduzierst.
Oder dass du die Themen begrenzt,
Die im Kontakt besprochen werden,
Sodass du nicht immer und immer wieder verletzt wirst.
Es geht darum,
Dass du in deine Selbstbestimmtheit findest.
Dass du selbst Einfluss auf den Kontakt hast und nicht immer wieder ausgeliefert bist.
Zwei Bücher kann ich dir empfehlen,
Die dich dabei hervorragend begleiten können.
Das eine heißt Vergiftete Kindheit,
Elterliche Macht und ihre Folgen.
Das ist von Sosen-Forward und von derselben Autorin stammt das wunderbare Buch Wenn Mütter nicht lieben können.
Beides findest du in den Schaunots.
Was ich dir sagen will,
Kein Experte der Welt kann für dich entscheiden,
Was für dich das Beste ist.
Du wirst erkunden,
Was du brauchst,
Um dir endlich etwas von dem zu geben,
Was du dein ganzes Leben lang vermisst hast.
Verständnis,
Vertrauen und Liebe.
Fürsorge.
Wenn du bei dir bleibst,
Spürst du unter den Schuldgefühlen und den Ängsten,
Wie es am besten für dich ist.
Ja,
Dann habe ich ja schon angedeutet,
Dass ich noch was dazu sage,
Wie meine Arbeit mit betroffenen Eltern aussieht.
Ich arbeite generell nur mit sogenannten verlassenen Eltern,
Die verstehen wollen,
Was passiert ist,
Also die von sich aus eine Bereitschaft mitbringen,
Auch ihre eigenen Ansichten in Frage zu stellen.
Das ist ein Prozess,
Vor dem ich großen Respekt habe und er erfordert Mut,
Weswegen viele diesen Weg gar nicht antreten.
Sich selbst in Frage zu stellen,
Andere Wahrheiten als die eigene zuzulassen,
Sich selbsterrlich in seiner Rolle als Mutter oder Vater anzuschauen und zu erkennen,
Was passiert ist.
Mit einigen dieser Menschen,
Mit denen ich da gearbeitet habe,
Bin ich herzlich verbunden,
Weil wir uns in einer solchen Arbeit sehr,
Sehr nahe kommen.
Wir rekonstruieren aus Erfahrungen,
Aus Erlebtem und Gesagtem und mit dem Wissen der Psychographie und dem Blick auf die Familiengeschichte,
Sozusagen das Bild des Entfremdungsprozesses.
Dabei geht es nicht um Schuld,
Es geht nur darum,
Die verschiedenen Positionen aller Beteiligten verstehen zu wollen,
Aus deren eigener Sicht.
Alles,
Was wir tun oder nicht tun,
Wie wir uns verhalten,
Was wir sagen,
Sagt ja auch etwas über uns aus.
Und so setzt sich mit der Zeit ein Bild zusammen,
Es ist so ein Entdecken,
Bei dem ich begleite und unterstütze,
Das ich aber nicht lenke.
Und dieser Weg führt dann auch vorbei an der eigenen Ursprungsfamilie,
Der eigenen Kindheit und so werden oft transgenerationale Muster sichtbar und Wiederholungen.
Das ist sehr,
Sehr berührend und oft gelingt es dabei,
Zu verstehen,
Wie das Kind sich früher gefühlt haben muss.
Und mit dem neuen Wissen und dem Verständnis für die Position des Kindes machen sich dann die Eltern auf den Weg,
Nochmal den Kontakt auf eine andere Weise aufzunehmen.
Das gelingt tatsächlich in einigen Fällen.
Manchmal gibt es zumindest einen Austausch,
Auch wenn die Beziehung eher auf Abstand bleibt.
Aber in einigen Fällen ist es wirklich möglich,
Die Brücke zwischen den beiden Welten wieder neu aufzubauen und eine neue Form von Nähe herzustellen.
Und das ist wirklich,
Wirklich wunderbar.
Denn egal,
Ob erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen oder ob sie sich nur innerlich entfremdet fühlen,
Alle wünschen sich eins.
Dass endlich einmal jemand sagt,
Es tut mir leid.
Dass doch noch jemand die Sicht des Kindes bezeugt,
Den kindlichen Schmerz anerkennt.
Ja,
Mein Kind,
Ich kann das sehen,
Es war schlimm für Dich.
Ich sehe Dich,
Ich interessiere mich dafür,
Wie es für Dich war.
Es war nicht Deine Schuld.
Das wünschen sich alle Betroffenen und nicht die hundertste Rechtfertigungsnummer.
Und ich freue mich für jede und jeden,
Der es doch noch bekommen darf.
Denn auch das ist eine Wahrheit.
Alle verletzten Kinder fühlen sich tief im Inneren schuldig für die Lieblosigkeit,
Die ihnen widerfahren ist.
Das ist eine doppelte Last.
Zum einen die Verheerungen,
Die durch Vernachlässigung,
Herabwürdigung oder Missachtung entstanden ist und die einen durchs Leben begleiten.
Und zum anderen aber das tief verwurzelte Gefühl,
Auch noch selbst daran schuld zu sein,
Weil man nicht liebenswert oder okay ist.
Kinder,
Darüber habe ich schon oft gesprochen,
Haben ein magisches Denken.
Sie beziehen alles auf sich.
Ein Kind,
Dem eine Missachtung widerfährt,
Das denkt nicht,
Oh,
Da sollten sich aber meine Mutter und mein Vater mal Gedanken machen.
Dieses Kind denkt,
Ich bin nicht okay.
Gelingt es aber nicht,
Den Kontakt auf eine neue Ebene zu heben,
Dann hilft Akzeptanz.
Und mein Ansatz ist hier die Selbstwirksamkeit.
Was kann ich mit der Situation tun,
Um damit umzugehen,
Was ist?
Und dazu habe ich auch gleich noch zwei wunderbare Übungen.
Kurz nach der Hinweis zu vielen anderen Folgen,
Die ich zum Thema Familie gemacht habe,
Über Mutter- und Vaterwunden,
Über familiäre Muster,
Rollen und Funktionen,
Die verlinke ich Dir in den Shownotes und auch die vielgehörte Folge mit Dami Scharf.
Und dann gibt es noch die Anfrage eines Journalisten,
Der selbst Betroffener ist und gerne fürs öffentlich-rechtliche Radio eine Produktion zum Thema starten möchte.
Wenn Du also Betroffener oder Betroffene bist als erwachsenes Kind oder Eltern,
Dann schreib mir gerne und ich gebe den Kontakt weiter.
Und hier kommen meine zwei Übungen,
Die Dir helfen können,
In innere Balance zu kommen,
Wenn Du Dich auch mit einem familiären Konfliktthema trägst.
Mach diese Übungen bitte nicht im Auto oder bei anderen Tätigkeiten,
Die Aufmerksamkeit fordern.
Schließe jetzt Deine Augen und mach Dich mit einer Haltung von innerer Kraft,
Größe und Vollständigkeit vertraut.
Sieh Dich selbst,
Wie Du aufrecht stehst.
Du erhöhst Dich nicht und Du erniedrigst Dich nicht.
Du stehst auf Deinem heiligen Grund.
Du bist eingetaucht in ein sonniges,
Wärmendes Licht.
Stell Dir nun einmal Deine Mutter oder Deinen Vater vor,
Wie sie vor Dir stehen,
Und sieh sie an.
Was siehst Du,
Was nimmst Du wahr,
Wie fühlt sich das an?
Und dann stell Dir vor,
Wie Du zu Deiner Mutter oder Deinem Vater sprichst.
Liebe Mutter,
Lieber Vater,
Ich danke Dir fürs Leben.
Ich achte Dein Schicksal und ich lasse es bei Dir.
Ich möchte Dir zurückgeben,
Was ich für Dich übernommen habe,
Was zu viel in mir ist und nicht zu mir gehört.
Ich gebe Dir die Verantwortung für Dein Wohlergehen zurück.
Ich bin nicht für Dein Glück zuständig.
Ich darf mich um mich und meine Bedürfnisse kümmern.
Ich gebe Dir Deine Erwartungen an mich zurück.
Es sind Deine Erwartungen.
Ich darf meine eigenen wählen.
Ich gebe Dir Deine Ansichten und Deine Lebensregeln zurück,
Sie funktionieren für mich nicht.
Ich gestalte mein Leben nach meinen eigenen Vorstellungen,
Die für mich stimmig sind.
Ich gebe Dir auch Deine Gefühle zurück,
Die ich für Dich getragen habe,
Es sind Deine Gefühle.
Und stell Dir jedes Mal vor,
Wie Du wirklich etwas zu Deiner Mutter oder Deinem Vater zurückgibst.
Spüre,
Ob es dabei vielleicht in Dir leichter wird.
Gib alles zurück,
Was Du als Last empfindest und was Du als nicht zu Dir gehörend erkennst.
Vielleicht ist es auch die Traurigkeit,
Die Du getragen hast,
Eine Angst,
Eine schwere.
Und dann schau Dir Deine Mutter oder Deinen Vater wieder an.
Was spürst Du?
Wie geht es Dir damit?
Wie fühlt sich das in Dir an?
Tauche Deiner Mutter oder Deinen Vater in ein warmes,
Freundliches Licht.
Sieh den Menschen,
Der da wirklich ist.
Und was immer Du dabei empfindest,
Es ist in Ordnung.
Wenn es Mitgefühl ist,
Lass es da sein.
Wenn Tränen fließen,
Es ist okay.
Wenn Du noch etwas anderes sagen möchtest,
Dann sage es.
Wenn Du den Abstand als nicht stimmig empfindest,
Stell Deine Elternfiguren in Deiner Vorstellung etwas weiter weg,
So wie es sich für Dich passend anfühlt.
Es ist Dein Leben,
Du gibst den Menschen die Position,
Die sich gut für Dich anfühlt.
Du kannst das natürlich auch mit anderen wichtigen Menschen oder Bezugspersonen in Deinem Leben machen,
Es ist meist eine sehr tiefgreifende,
Heilende Erfahrung.
Und auch die Übung Deine idealen Eltern möchte ich Dir gerne noch vorstellen,
Die hat mir selbst sehr oft geholfen.
Stell Dir vor Deinem inneren Auge Deine idealen Eltern vor.
Mach Dir ein Bild von den Menschen,
Die sie wären,
Ohne ihre einschränkenden,
Behindernden Konditionierungen.
Stell Dir vor,
Sie sind ganz frei,
Offen,
Herzlich und zugewandt,
Wie auch immer.
Lass Deiner Vorstellung freien Lauf,
Stell Dir die beste Version Deiner realen Eltern vor,
Wie sie wären,
Wenn sie nicht unter ihren eigenen Mustern leiden würden.
Welche Menschen wären Deine Eltern ohne ihren Schmerz und den daraus folgenden Strategien?
Mach dieses Bild ganz deutlich vor Deinem inneren Auge.
Und wenn Du soweit bist,
Nimm Kontakt zu diesen idealen Eltern auf,
Stell Dir vor Du redest mit ihnen,
Erzähle ihnen in Deiner Vorstellung von Dir und stell Dir vor,
Wie sie mit Interesse reagieren,
Sich mit Dir freuen oder mit Dir fühlen,
Dich umarmen oder ähnliches.
Und dann gibst Du diesen inneren Eltern einen Platz in Deinem Herzen und Du kannst jederzeit dorthin zurückkehren und mit ihnen Kontakt aufnehmen.
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