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Unser Licht und unser Schatten - fünf Wege zur Schattenarbeit

by Claudia Bechert-Möckel

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Vielleicht hast Du auch schon mal von der sogenannten Schattenarbeit gehört oder hast Dich sogar mit Deinen eigenen Schattenaspekten beschäftigt`? Es war der berühmte Schweizer Psychiater C.G. Jung, der das erste Mal von unserem Schatten gesprochen hat- von den Aspekten unserer Persönlichkeit, die wir ablehnen, wegdrücken und abspalten, weil wir sie nicht haben wollen.

Transkription

Vielleicht hast du ja auch schon mal von der sogenannten Schattenarbeit gehört,

Oder vielleicht hast du dich sogar mit deinen eigenen Schattenaspekten schon beschäftigt?

Es war der berühmte Schweizer Psychiater C.

G.

Jung,

Der das erste Mal von unserem Schatten gesprochen hat.

Von den Aspekten unserer Persönlichkeit nämlich,

Die wir ablehnen,

Wegdrücken und abspalten,

Weil wir sie einfach nicht haben wollen.

Neidisch,

Ablehnend oder gemein sein,

Wer will denn bitteschön sowas?

Also weg mit den Dreckecken unseres Selbst und nur das Schöne vorgezeigt,

Liebe mit Gefühl und glücklich sein.

Tja,

Leider funktioniert das nicht,

Denn mit all dem Unansehnlichen und Hässlichen an unsere Persönlichkeit,

Das wir so schön weggepackt haben,

Verschwindet auch ein Teil unserer Kraft und unserer Lebendigkeit.

Deshalb möchte ich dich in dieser Folge einladen,

Deinen Schatten ans Licht zu holen und das Wertvolle darin zu entdecken und die Kraft,

Die darin steckt.

Und ich erzähle dir eine sehr persönliche Schattengeschichte von mir und zeige dir fünf Wege zur persönlichen Schattenarbeit und Potenzialentfaltung.

Herzlich Willkommen zur ersten Folge Leben lieben lassen in 2023.

Alles Liebe für dich und ganz viel von dem,

Was du dir selbst wünschst.

Ich wünsche mir auf jeden Fall,

Dass wir zusammen auch in diesem Jahr eine richtig gute Zeit haben,

Hier bei Leben lieben lassen.

Und wer mich noch nicht kennt,

Ich bin Claudia,

Persönlichkeits- und Beziehungscoach.

Ich unterstütze Menschen dabei,

Sich selbst und andere besser zu verstehen und gelingende Beziehungen zu führen.

Heute,

Wie gesagt,

Lade ich dich ein zur Schattenarbeit.

Wir heben zusammen einen Schatz,

Denn in unserem Schatten steckt jede Menge Power und Lebensenergie und die dürfen wir uns zurückholen.

Gleich.

Ich möchte dir eine sehr persönliche Geschichte erzählen,

Auf die ich nicht wirklich stolz bin.

Und doch ist diese Geschichte ganz wunderbar geeignet,

Zu verstehen,

Was es mit unserem Schatten auf sich hat.

Es ist schon ein paar Monate her,

Da saß ich im Wartezimmer einer orthopädischen Klinik.

Ambulante Sprechstunde,

Chefarzttermin.

Ich war so aufgeregt,

Dass ich noch nicht mal in mein Handy schauen konnte.

Es hing einfach so verdammt viel für mich von diesem Termin ab und ich hatte lange darauf gewartet.

Mein Herz schlug bis zum Hals.

Da kam eine Frau,

So mittleren Alters,

Ins Wartezimmer,

Besser gesagt,

Sie schleppte sich herein.

Richtig schwer hat sie an ihrem Körper getragen.

Sie hinkte stark und sie atmete laut und vernehmbar nach als sie sich schon hingesetzt hatte.

Ich konnte nicht nicht hinschauen.

Mein Blick fällt auf die offenen Schuhe,

Obwohl es schon fast Herbst war,

Und die Füße,

Die nicht mehr hineinpassen wollten,

Die Fußnägel,

Die viel zu lang herausragten,

Die nachlässige Kleidung.

Ich habe den Körpergeruch wahrgenommen und die fettigen Haare.

Ich habe eine Frau gesehen,

Die im Begriff war,

Sich aufzugeben.

Und da ertappte ich mich bei einem Gedanken.

Oh mein Gott,

Kann sie sich nicht besser um sich und ihre Gesundheit kümmern?

Das ist doch kein Wunder,

Dass sie sich so schleppen muss und so schlecht läuft.

Und ich wendete mich ab,

Ein bisschen angewidert sogar,

Wenn ich ganz ehrlich bin.

Darf ich vorstellen?

Das ist Iris.

So nenne ich nämlich meinen Schatten selbst.

Den Teil in mir,

Auf den ich nicht wirklich stolz bin und für den ich mich manchmal schäme.

Iris ist unglaublich zynisch,

Sarkastisch,

Hat über alles ein Urteil.

Und ich erkenne sie daran,

Dass sie negative Bewertungen über alles und jeden macht,

Auch über mich.

Wenn Iris die Macht übernimmt,

Dann trennt sie mich von den Menschen,

Weil sie einen tiefen Groll in sich trägt.

Iris ist grundsätzlich misstrauisch,

Sie glaubt,

Dass Menschen keine guten Absichten haben.

Iris muss alles sichern,

Schützen,

Abgrenzen und kontrollieren.

Sie braucht das Gefühl,

Drüber zu stehen,

Über anderen und auch über Situationen.

Iris fühlt sich nur wohl,

Wenn sie überlegen ist.

Und ich erkenne in ihr ganz deutlich die Züge meiner Prägungserfahrungen bzw.

Von den Menschen,

Die mich geprägt haben.

Wenn also Iris in mir das Steuer übernimmt,

Und ich merke es nicht,

Dann wird meine Welt klein,

Dunkel und ich bin genervt und gereizt.

Ich mag Iris nicht.

Sie macht mir immer Angst und ich habe dann auch Angst.

Ich entspreche dann meinen eigenen Werten nicht.

Iris nörgelt,

Jammert,

Beschwert sich und klagt.

Dauernd.

Sie muss immer die Oberhand behalten und hat eine spitze Zunge.

Und sie nimmt erst einmal das Negative an.

Iris ist mein Ego,

Mein böses Ich.

You name it.

Iris wendet sich innerlich naserümpfend ab vom Anblick der Frau im Wartezimmer.

Ich beobachte das,

Ich nehme einen inneren Abstand zu ihr ein.

Heute kann ich sowas,

Denn ich bin nicht mehr mit Iris verschmolzen.

Iris ist ein dunkler Aspekt von mir,

Aber ich bin nicht Iris.

Sie ist sowas wie ein Zustand,

Den ich manchmal einnehme,

Aber ich kann das ändern.

Dieses distanzierte Beobachten macht in mir die Tür auf für Claudi.

Claudi nenne ich den Teil in mir,

Der offen ist und herzlich und sehr zugewandt.

Claudi hat offene Arme für Menschen und die Welt.

Sie glaubt an das Wahre.

Sie kann lieben und sich verbunden fühlen.

Sie will sich verschenken.

Sie kann die Fülle spüren und sie ist unfassbar strahlend,

Mitreißend,

Auch mitfühlend,

Kreativ und dankbar.

Claudi glaubt daran,

Dass Menschen im Grunde gut sind.

Sie wagt Vertrauen,

Immer wieder.

Das Universum ist für sie ein wunderbarer Ort und sie liebt das Leben einfach.

Sie findet Wege für sich und andere.

Sie hat den Mut,

Es immer wieder von vorne zu versuchen.

Sie hat Träume,

Sie kann staunen.

Sie ist gelassen und großzügig.

Claudi schaut die Frau im Wartezimmer an und kann sofort ihr Leid spüren,

Ihre Seele erkennen.

Und sie sieht die Verlorenheit,

Die Verzweiflung,

Die Hilflosigkeit.

Sie kann den Mensch sehen in dieser Frau.

Claudi lächelt der Frau auf Muntern zu und auf einmal spüre ich das Bedürfnis,

Ihr zu helfen,

Als sie aufgerufen wird.

Ja,

So will ich sein,

Denkt es in mir.

Ich stehe also auf,

Nehme ihre Tasche und ich hake sie ein auf den Weg ins Sprechzimmer.

Und sowas wie Glück durchströmt mich,

Weil es sich richtig anfühlt,

Das tun zu können.

Ich entscheide nämlich,

Welche Art von Mensch ich in dieser Situation sein will.

Ich habe eine Wahl.

Ich bin Claudia.

Ich entscheide,

Wer an mir das Steuer übernimmt.

Ein bisschen bin ich immer noch berührt,

Wenn ich davon erzähle,

Und es ist auch gar nicht so leicht,

Diese dunklen Seiten in mir hervorzuholen und ins Licht der Aufmerksamkeit zu stellen.

Aber auch diese Seiten gehören zu mir.

Und es war ein Prozess,

Das zuzugeben und Iris nicht mehr zu verleugnen.

Vor mir nicht und vor anderen nicht.

So kann ich auch sein.

Denn solange ich das nicht wahrhaben wollte,

Dass ich auch solche Seiten habe,

Hatte Iris sehr viel mehr Macht über mich.

Immer wieder hat sie sich heimlich an meinen guten Vorsätzen vorbeigeschlichen und hat das Steuer übernommen.

Immer dann,

Wenn ich nicht achtsam war,

Und in diesen Momenten war ich dann vollkommen mit ihr identifiziert,

Dann war ich hart und urteilend,

Misstrauisch und verschlossen,

Hochfahrend,

Böse Welt.

Aber wenn ich mich vollständig fühlen will und mein ganzes Potenzial ausleben will,

Dann darf ich diesen Teil von mir annehmen und integrieren,

Anstatt meine Energie dafür zu verwenden,

Diesen Teil zu unterdrücken und wegzusperren.

Denn in Iris steckt Kraft,

Meine Kraft.

Und eigentlich will sie nur eins,

Gesehen werden und angenommen.

Iris will gemocht werden,

Ein Teil von etwas sein,

Deswegen spielt sie sich ja so auf.

Aber die Führung habe immer noch ich.

Unsere Schatten sind die Teile von uns,

Die wir irgendwann abgespalten und unterdrückt haben oder ablehnen.

Sie sind die Teile unserer Persönlichkeit,

Die wir aus Angst nicht zeigen wollen.

Uns nicht und anderen nicht.

Diese Anteile,

Sie können übrigens auch positiv sein,

So dass etwa jemand sein Herz oder seine Liebe abspaltet oder unterdrückt.

Diese Teile haben wir in eine Kiste gestopft und zugeschlossen.

So eine Kiste zu haben,

Man könnte auch sagen so eine innere Bad Bank,

Ist erstmal nichts Schlimmes.

Das Blöde ist nur,

Dass das Verstecken der Kiste anstrengend ist auf Dauer,

Weil ja immer die Gefahr besteht,

Dass das Böse daraus entweicht und uns um die Ohren fliegt.

Das Unterdrücken und Zuhalten der Schattenkiste mit all den abgespaltenen Anteilen kann auf Dauer so viel Energie fordern,

Dass es überhandnimmt und wir irgendwann nur noch mit den Schattenkriegern kämpfen,

Also mit Abwehr beschäftigt sind und gar keine richtige Kraft mehr haben,

Das Leben zu führen,

Das wir eigentlich möchten.

Und wenn die Kiste immer voller wird und ihr Gewicht uns innerlich drückt,

Dann wird es Zeit,

Den Deckel zu öffnen und Licht hereinzulassen.

Und dann kann die Kiste mit all den Sachen,

Die wir verstecken wollten vor der Welt,

Zu einer richtigen Schatztruhe werden.

Schatten sind wie verborgene Schätze,

Gefüllt mit unbekannter schöpferischer,

Nützlicher Energie.

Sobald wir erst die harte Kruste abgepult haben und zum Kern vordringen.

Denn Iris zum Beispiel,

So hart und gnadenlos sie auch zu sein scheint,

Sie hat eigentlich eine gute Absicht.

Okay,

Die verbirgt sie geschickt,

Das stimmt,

Aber sie meint es eigentlich gut.

Sie will mich nämlich beschützen.

Vor Verletzlichkeit,

Vor Ablehnung,

Vor Angst.

Indem Iris auf die Frau im Wartezimmer herablassen und Urteilen schaut,

Will sie mir helfen,

Meine eigene Angst davor hilflos und ausgeliefert zu sein,

Nicht spüren zu müssen.

Sie will,

Dass ich mich besser fühle.

Ich weiß das,

Weil ich mich schon länger mit Iris befasse,

Beziehungsweise mit dem Iris-Aspekt in mir,

Meinem Ego.

Und wenn dir irgendwo ein Mensch begegnet,

Der sich so verhält,

Wertend,

Urteilend,

Herablassend,

Fies vielleicht sogar,

Dann kannst du sicher sein,

Dieser Mensch braucht diese abwertende Haltung,

Weil sie ihm oder ihr hilft,

Die Angst,

Die Scham oder die Blöße zu bedecken,

Indem er oder sie sich überlegen fühlen kann.

Es ist eine Abwehrstrategie,

Die auf Kosten anderer geht.

Denn verletzte Menschen verletzen Menschen.

In diesem Spruch ist für mich so viel Wahrheit und so viel Wahrhaftigkeit.

Und vielleicht hast du ja jetzt gerade beim Hören auch darüber nachgedacht,

Wann dein verletzter Anteil,

Dein Schatten selbst,

In dir die Steuerung übernimmt und du genauso bist,

Wie du eigentlich nicht sein willst.

In jedem von uns stecken auch die Schatten.

Niemand ist immer nur nett,

Genauso wie niemand nur böse ist,

Es sei denn,

Es gibt dafür hirnorganische Gründe.

Wir alle leben in der Dualität.

Unsere Möglichkeit zur Entwicklung,

Unsere Herausforderung liegt nach meiner Meinung im Spannungsfeld zwischen den beiden Polen.

Dem offenen und dem geschlossenen in uns.

Beides bedingt sich,

Wie Yin und Yang,

Wie Sonne und Mond,

Wie Innen und Außen,

Das eine und das andere.

So eben auch Licht und Schatten.

Wenn du dich als Licht erleben willst,

Dann geht das nicht,

Wenn du in der Sonne stehst,

Da ist es ja schon strahlend hell.

Dein Licht kannst du nur im Angesicht des Schattens erleben,

Deines oder dem von anderen.

Und wenn du in der Liebe bist,

Dann hast du auch ein offenes Herz für andere Menschen.

Das ist die logische Konsequenz.

Sobald wir in den liebenden,

Zugewandten,

Offenen Aspekten unseres Selbst unterwegs sind,

Sehen wir auch auf andere Menschen mit einem freundlichen Blick.

Wir sind dann unterstützend und herzlich,

Verbindungsorientiert,

Freundlich,

So wie wir eigentlich sein wollen.

Fünf Wege für deine innere Arbeit mit dem Schatten habe ich dir versprochen und hier kommen sie.

Schritt 1.

Erkenne deinen Schatten.

Zuerst einmal geht es darum,

Dich mit deinen Schattenaspekten bekannt zu machen,

Sie zu sehen.

Vielleicht kennst du ja auch schon einige deiner unangenehmen Aspekte ziemlich gut.

Wenn nicht,

Dann schließe doch mal für einen Moment die Augen und erinnere dich an eine Situation,

In der du dich geschämt hast,

Angst hattest oder hilflos warst,

Vielleicht gekränkt.

Und du wolltest das unbedingt vermeiden oder weghaben,

Damit niemand das sieht.

Denk an etwas,

Wo du deswegen eindeutig drüber warst,

Ablehnend vielleicht,

Wertend oder gemein.

Konzentriere dich jetzt auf die bei dieser Vorstellung ausgelösten Gefühle in dir.

Was spürst du?

Welche Gefühle wollen sich zeigen?

Lass jetzt diese unangenehmen Gefühle aus dir herausfließen und stelle dir bildlich vor,

Wie sich daraus ein Wesen mit einem Gesicht und einem Körper formt.

Lass das Wesen die Form annehmen,

Die sich zeigen will,

Wenn du dich darauf einlässt.

Jetzt hast du den Schatten gesehen.

Merke dir,

Wie er aussieht und mach dir keine Gedanken,

Ob es das richtige Bild ist,

Das du wahrgenommen hast.

Unser Unterbewusstsein bringt genau das Bild hervor,

Das unseren Schatten am besten repräsentiert und er all das,

Was wir als unangenehm oder nicht vorzeigbar ablehnen,

Verkörpert.

Die Quelle unserer Scham.

Merke dir das Bild oder Gefühl,

Du brauchst es nachher noch.

Wenn du deinem Schatten einen Namen gibst,

Bedeutet das nicht,

Dass du schizophren oder multiple bist.

Keine Angst.

Diese Methode des Namengebens habe ich vom Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun übernommen,

Der die Theorie des inneren Teams aufgestellt hat.

Aber darüber sprechen wir in einer anderen Episode.

Das habe ich mir nämlich schon vorgenommen.

Deinem Schatten einen Namen zu geben,

Kann helfen,

Einen Abstand zwischen dich und diesen Anteil deines Selbst zu bringen.

Es macht dir unbewusst deutlich,

Dass du nicht dieser Schatten bist und dass du mit ihm umgehen kannst.

Du personifizierst ihn.

Wann taucht dein Schatten besonders gern auf und übernimmt die Steuerung in dir?

In welchen Situationen?

Wann wirst du so,

Wie du eigentlich nicht sein willst?

Sei wie ein Forscher und beobachte dich und dein Verhalten aus einer inneren Distanz heraus.

Der Beobachterperspektive.

Iris,

Das habe ich entdeckt,

Zeigt sich gern,

Wenn ich unsicher und ängstlich bin,

Wie im Wartezimmer der Klinik.

Sie will mich wie gesagt schützen,

Nur eben mit einer ungünstigen Strategie.

Aber was ist die Motivation,

Die Absicht deines Schattens?

Was will dieser Teil von dir?

Und wie bist du dann?

Auch auf diese Weise kannst du in Kontakt mit deinen Schattenaspekten kommen und dann auch Schritt 1 getrost weglassen.

Schritt 4.

Umarme deinen Schatten oder deine Schattin.

Das ist was für Fortgeschrittene.

Du musst das nicht machen.

Aber wenn es ja an dir sagt,

Dann kann es sehr hilfreich sein.

Ich habe dazu eine kleine Visualisierungsübung für dich.

Aber mach sie bitte nur,

Wenn dir das gerade möglich ist.

Ansonsten merkst du dir einfach die Stelle im Podcast und hörst sie später nochmal an.

Schließe also deine Augen und atme tief ein und wieder aus.

Die Welt da draußen mag für einen Augenblick ohne dich auskommen.

Es gibt jetzt nichts für dich zu tun,

Außer wahrzunehmen und in dich hineinzuspüren.

Stell dir nun einmal über dir ein helles Licht oder eine Sonne vor,

Die angenehm warm und voller Liebe ist.

Und nun stellst du eine Verbindung her zu diesem Licht und spürst,

Wie die strahlende Wärme und das Licht zu deinem Herzen hinströmen.

Ganz weich und warm wird dein Herz von diesem Licht.

Und mit jedem Atemzug weitet es sich noch ein bisschen mehr und es ist sehr,

Sehr angenehm.

Nun stellst du dir dein Schatten-Ich vor.

Vielleicht siehst du deinen Schatten in Aktion oder du siehst sie oder ihn als Gestalt neben dir.

Alles,

Was du dabei wahrnimmst,

Ist vollkommen in Ordnung.

Und nun stelle eine Verbindung her zu deinem Schatten von deinem Herzen ausgehend und lass Licht und Wärme über diese Verbindung fließen.

Und du kannst sehen,

Wie auch das Herz deines Schattens warm und weich wird und voller Licht.

Und mit jedem Atemzug dehnt sich das Licht noch etwas mehr aus.

Nun spürst du die Verbundenheit zwischen euch und nimmst wahr,

Wie sich alles Trennende zwischen euch auflöst,

Bis nur noch Licht und Wärme und Liebe übrig bleiben.

Das Licht hat sich inzwischen von euren Herzen ausgehend auch über euch hinaus ausgebreitet,

Bis ihr vereint seid in diesem hellen,

Freundlichen Licht der Liebe.

Vielleicht möchtest du deinen Schatten nun in die Arme nehmen und dich mit ihm verbinden.

Vielleicht hat er sich auch verändert oder sogar aufgelöst.

Was immer du wahrnimmst,

Es darf genau so sein.

Spüre einen Moment nach,

Wie es sich mit dieser Übung in dir anfühlt.

Dann atme wieder tief ein und öffne deine Augen.

Jetzt.

Schritt 5 der Schattenarbeit.

Entscheide dich,

Welche Art von Mensch du sein willst und schalte um.

Wahrscheinlich wirst du deinem Schatten inzwischen schon gar nicht mehr so ablehnend gegenüberstehen und das ist gut so.

Du bist nicht der Schatten,

Du bist immer du selbst.

Der Schatten ist nur ein Aspekt deiner Persönlichkeit.

Nimm ihn an,

Beobachte ihn,

Umarme ihn,

Aber du entscheidest,

Wer in dir die Führung übernimmt.

Du bist,

Wer du dich entscheidest zu sein.

Lerne zu beobachten,

Wann der Schatten in dir die Führung übernimmt und wenn du kannst,

Nimm ihm das Steuer aus der Hand.

Das geht besonders gut,

Wenn du dabei Schritt 1 bis 3 gemacht hast und aus der Beobachterperspektive auf dein eigenes Verhalten schauen kannst.

Es lohnt sich immer wieder,

Das zu üben und sich klar zu machen,

Dass wir eine Wahl haben und du musst nicht perfekt daran sein.

Wenn mich Iris mal wieder vor der Welt beschützen will,

Dann bemerke ich das relativ schnell und ich frage mich,

Will ich jetzt wirklich so sein?

Und dann schalte ich um,

Weil ich entscheide.

Und wenn mir das mal nicht gelungen ist,

Dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit,

Nachträglich umzuschalten und den vielleicht angerichteten Schaden wieder gut zu machen.

Zusammenfassung In unseren Schatten steckt Kraft,

Wir dürfen ihn zu uns nehmen.

Unser Schatten ist das hässliche Entlein unseres Selbst,

Alles was wir an uns ablehnen,

Unterdrücken oder verstecken vor der Welt und uns selbst.

Unser Schatten will angenommen und gesehen sein und er hat ein Recht dazu sein.

Wir dürfen ihn nicht verleugnen,

Weil er sonst in jedem unbemerkten Moment ans Steuer unseres Selbst kommen will und unser Verhalten bestimmt,

Sobald wir mal nicht aufmerksam sind.

Wenn wir den Schattenaspekt abspalten,

Unsere Dreckecken verstecken,

Voller Scham,

Brauchen wir Unwingen von Kraft,

Um den schönen Schein zu wahren.

Kraft,

Die uns für anderes fehlt.

Deshalb möchte ich dich ermutigen,

Sag Ja zu deinem Schatten.

Ja,

Auch das gehört zu mir.

Es gefällt mir nicht immer,

Aber ich habe auch diese Seite.

Ich kann nur aus vollem Herzen geben,

Wenn ich auch Grenzen setzen kann.

Wenn ich zugewandt sein will in echt,

Dann brauche ich auch die Fähigkeit zur Ablehnung,

Wenn mir was total zuwiderläuft.

Alles Liebe für dich.

Wir hören uns.

Bis dahin.

Deine Claudia.

4.7 (41)

Neueste Bewertungen

rahel

May 6, 2023

🌴🥥🎁🥥🌴 Wow! Noch nie so wunderbar deutlich den eigenen Schatten erklärt❣️

d

March 7, 2023

Es ist toll, wie du so große Themen immer wieder so klar und kurzweilig auf den Punkt bringen kannst. Vor allem deinen praktischen und pragmatischen Ansatz finde ich unglaublich hilfreich! Deine Podcasts sind oft wahre Stimmungsaufheller für mich ☺️Vielen Dank, dass du so viel Leidenschaft und Energie in dieses Projekt steckst.

Alexandra

January 18, 2023

Vielen Dank liebe Claudia.!!!Einen ,Zwei bis fast Drei Schritte Vorran gekommen bin ich schon. Schwer für mich 100% anzunehmen, doch glaube ich an beide Seiten. So wie Schatten und Licht für mich zusammen gehören . Danke für die Bestätigung meines Sein 's .Schöpfe einwenig mehr Hoffnung, weiter zu machen und zum Ziel zukommen.

© 2026 Claudia Bechert-Möckel. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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