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Fremdgehen, Affären, Seitensprung- Was kommt danach?

by Claudia Bechert-Möckel

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Fremdgehen, Affären, Seitensprung- wie geht’s weiter nach der Untreue? Hat unsere Beziehung eine Chance? Untreue zu verzeihen, wie geht das eigentlich? Ein Podcast übers Betrügen und Betrogenwerden- wie man Beziehungskatastrophen übersteht und neue Wege in der Partnerschaft finden kann

Transkription

Die meisten von uns machen irgendwann in ihrem Leben Bekanntschaft mit dem Albtraum jeder Paarbeziehung.

Einem Seitensprung,

Einer Affäre oder schlichtweg dem Fremdgehen.

Entweder haben wir betrogen und stehen nun vor der Entscheidung es dem Partner oder der Partnerin zu sagen und damit die Beziehung zu riskieren oder zu schweigen.

Oder wir wurden betrogen und stehen ebenfalls vor einer Entscheidung,

Nämlich Partner oder Partnerin zu verlassen oder ihr oder ihm doch noch eine Chance zu geben.

Wie weiter nach der Untreue?

Gibt es überhaupt eine Chance für unsere Beziehung nach dem Seitensprung und kann man eigentlich verzeihen lernen?

Die Frage lässt sich unmöglich mit einem Satz beantworten.

Deshalb widme ich dem Thema Fremdgehen,

Affären,

Seitensprung,

Wie geht's weiter nach der Untreue?

Eine ganze Podcast-Folge,

In der wir die tieferen Hintergründe der Untreue genauso erkunden wie die Möglichkeiten,

Die sich daraus für die Beziehung ergeben können.

Ich wünsche mir,

Dass Du daraus für Dich viele neue Erkenntnisse für Deine eigene Situation mitnehmen kannst,

Als auch ein Handwerkszeug für die Bewältigung des Themas in Deiner eigenen Beziehung,

Falls Du davon betroffen bist.

Leben,

Lieben,

Lassen,

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Fremdgehen,

Affären,

Seitensprung,

Warum Betrogen werden so wehtot und die Beziehung aufs Heftigste erschüttert und was man als Paar aber auch allein tun kann,

Um sich selbst oder und die Beziehung wiederzufinden und vielleicht sogar auf ein ganz neues Level zu heben.

Herzlich Willkommen bei Folge 47 des Leben,

Lieben,

Lassen Podcasts.

Ich bin Claudia Bechert-Möckel,

Persönlichkeits- und Beziehungscoach und ich freue mich,

Dass Du wieder mit dabei bist.

Es gibt kaum etwas Schmerzhafteres in einer Beziehung als den Moment,

Wenn klar wird,

Der Partner oder die Partnerin hat uns betrogen.

Dann schwanken wir in einer Mischung aus namenlosem Entsetzen,

Scham,

Unbändiger Wut und katastrophaler Verlustangst hin und her.

Jeder,

Der schon einmal in dieser Situation war,

Weiß,

Wie einem das den Boden unter den Füßen wegzieht.

Auch wenn man vorher vielleicht der Meinung war,

Man könne gelassen und souverän mit dem Thema umgehen,

Wenn es denn überhaupt jemals vorkommen würde,

Prostekuchen.

Die Erfahrung ist in jeder Hinsicht überwältigend und mit emotionalen Abstürzen verbunden.

Ich kenne wirklich niemanden,

Den das kalt lässt,

Selbst dann nicht,

Wenn die Beziehung als schwierig oder belastend erlebt wird und man selbst vorher sogar schon einmal über Trennung nachgedacht hat.

Warum also verletzt uns das so sehr,

Vom Partner betrogen zu werden?

Das klingt ehrlich gesagt schon in der Auswahl unserer Wörter an,

Die wir benutzen.

Wir sprechen von betrogen werden.

Wenn sich zwei Menschen auf eine Beziehung einlassen,

Dann gehen sie natürlicherweise von einer Exklusivität dieser Beziehung aus,

Es sei denn,

Es wurde explizit etwas anderes besprochen,

Wie beispielsweise bei Polly Amoury.

Für alle anderen gilt,

Ob wir es direkt vereinbart haben oder nicht,

Die meisten Menschen haben ein bestimmtes Beziehungsbild im Kopf.

Es geht dabei um unsere Werte,

Vorstellungen und Grundannahmen,

Auf denen unsere Beziehungen basieren und auf die wir uns ausgesprochen oder auch unausgesprochen durch Gewohnheit geeinigt haben.

Man kann sich das so vorstellen wie das Fundament eines Hauses.

Zu diesen Werten gehören unter anderem Treue,

Respekt,

Ehrlichkeit,

Aber eben auch Sicherheit und Vertrauen,

Sowie Intimität,

Die Vertrautheit zwischen uns.

Werden diese Werte einseitig verletzt oder außer Kraft gesetzt,

Dann gerät das Fundament der Beziehung ins Wanken und manchmal bricht es sogar auseinander.

Es ist so,

Als würde der Boden unter unseren Füßen wegbrechen.

Wir fühlen uns betrogen von dem Menschen,

Von dem wir das am wenigsten erwarten,

Bei dem wir glauben,

Uns am sichersten fühlen zu können.

Das fühlt sich wie Verrat an und es tut unfassbar weh.

Außerdem ist nicht nur die Beziehung an sich in Gefahr,

Sondern auch mein Lebensentwurf,

Meine Zukunftsvision und nicht zu vergessen,

Das Selbstwertgefühl leidet enorm.

Geht der Partner oder die Partnerin fremd,

Wird in uns ein starkes NICHT-OKAY-Gefühl ausgelöst bzw.

Aktiviert.

Irgendwas an mir ist nicht gut genug,

Nicht schön genug usw.

Sonst würde unser Partner,

Unsere Partnerin uns das ja nicht antun.

Das tut sehr weh,

Denn es verletzt unser Selbstwertgefühl.

Der zweite Aspekt,

Wenn aus einem Ich und einem Du ein Wir entsteht,

Ist das ein ganz besonders magischer Moment.

Zwischen zwei Menschen entsteht etwas,

Das ich einen Beziehungsraum nenne.

Dieses Bild verwende ich sehr oft in der Paarberatung.

Der Beziehungsraum ist eine Art emotionales Zuhause für uns.

Ein Ort,

Den wir zusammen geschaffen haben,

In dem wir uns sicher,

Geborgen und angekommen fühlen wollen.

In dem wir uns so angenommen und geliebt fühlen wollen,

Wie wir sind.

Eine sichere Zone quasi.

Und um uns in diesen emotionalen Beziehungsraum hineinzugeben,

Müssen wir uns öffnen.

Das schafft Nähe und ist die Grundlage von Beziehung,

Aber,

Und das ist die Kehrseite,

Es macht auch verletzlich.

Denn wird diese Intimität und Vertrautheit des geschützten Beziehungsraumes von einem Partner aufgekündigt oder eben verletzt,

Dann ist das so,

Als ob wir in unserem eigenen Zuhause überfallen werden.

Dort,

Wo wir besonders schutzlos sind.

Wir fühlen uns dann vom anderen verraten.

Die Intimität,

Die emotionale Nähe,

Die uns nicht mehr zuteil wird,

Wird dagegen nun mit einem anderen Menschen geteilt.

Das widerspricht unserer Grundannahme von der Sicherheit des Beziehungsraumes und auch deshalb erschüttert uns der Seitensprung des Partners oder der Partnerin bis ins Mark.

Der erste Reflex ist dann,

Verständlicherweise,

Der einer fehlgeleiteten Logik.

Wenn mein Partner die Nähe von jemand anderem sucht,

Dann habe ich wohl etwas falsch gemacht,

Denn irgendwie muss es ja an mir liegen.

Viele Betrogene suchen die Schuld sofort bei sich.

Aber muss es wirklich immer etwas mit uns zu tun haben,

Wenn unser Partner fremd geht?

Was sind die eigentlichen Ursachen der Untreue?

Ich versuche in meiner Arbeit generell das Wort Schuld zu vermeiden,

Denn wenn einer Schuld hat,

Dann muss es ja auch den geben,

Der nichts dafür kann.

In der Außenansicht sieht das auch oft so aus.

Da ist das arme Opfer der oder die Betrogene und der böse Täter der oder die verantwortungslosen Fremdgeher.

Ehrlich?

Das ist totaler Bullshit und leider ist es viel zu einfach gedacht.

Ich verstehe den Schmerz,

Aber jeder,

Der wirklich verstehen will,

Wie man zusammen an diesen Punkt kommen konnte,

An dem es möglich wird,

Dass der andere Intimität und Nähe woanders aufsucht,

Dann müssen wir schon etwas tiefer tauchen.

Wie gesagt,

Ich verstehe und weiß sehr gut,

Dass ich das im ersten Moment des Schocks nach einem Seitensprung für die Betroffenen genauso anfühlt.

Als gäbe es da einfach nur Opfer und Täter,

Böse und schuldig,

Arm und hilflos.

Dennoch arbeite ich mit meinen Klienten in der Bewältigung von Untreue in der Beziehung daran,

Aus der Opferperspektive herauszukommen und die Selbstbestimmtheit wieder zu erlangen.

Denn aus einer Haltung von Kleinheit und Abhängigkeit heraus ist es gar nicht wirklich möglich,

Die so notwendige Beziehungsarbeit oder die Bewältigungsarbeit nach einem Seitensprung zu schaffen.

Dazu brauchen wir Augenhöhe.

Außerdem stelle ich in meiner Arbeit immer wieder fest,

Dass das,

Was der fremdgehende Beziehungspartner tut oder getan hat,

Sehr viel mehr mit ihm oder ihr selbst zu tun hat,

Als mit der Beziehung an sich oder dem anderen.

Sehr,

Sehr oft steckt dahinter ein empfundener Mangel an Selbstwert,

Ein Bedürfnis nach Wertschätzung und Liebe,

Das Menschen in Fremdbeziehungen und Affären treibt.

Und oft ist die Affäre oder der Seitensprung so eine Art Fluchtreppe aus einem zu eng gewordenen Beziehungsraum.

Man könnte es sogar eine Art fehlgeleitete Lösungsstrategie nennen,

Ein emotionaler Notausgang.

Das soll keine Ausrede sein.

Es klingt verwegen,

Ich weiß.

Und auch dazu verwende ich gerne das Bild vom Beziehungsraum.

Ich glaube,

Ich habe schon in einer anderen Podcast-Folge darüber gesprochen.

Stellt ihr doch einmal diesen Beziehungsraum so vor wie ein schönes Wohnzimmer.

Licht und hell,

Alles ist schick arrangiert.

Da steht ihr euch am Anfang der Beziehung gegenüber und denkt,

Wunderbar,

So soll es bleiben.

Doch das Leben hat andere Pläne.

Es bringt euch bald schon einen ersten Sack mit Müll vorbei.

Das kann ein Problem von außen sein,

Das ihr klären müsst oder eine Meinungsverschiedenheit.

Jedenfalls ist es unausweichlich.

Da steht dieser Sack mit Müll in eurem schönen Beziehungsraum.

Es wird irgendwann zwangsläufig in jeder Beziehung dazu kommen.

Es ist normal.

Nun aber passiert etwas Entscheidendes.

Es kommt nämlich darauf an,

Wie ihr beide in der Lage seid,

Diesen Müll auszuräumen und wegzupacken.

Welche Konfliktlösestrategien habt ihr aus eurem Leben mitgebracht?

Traut ihr euch,

Ehrlich zu sein?

Oder bist du ein Harmoniestreber,

Der jeden Anflug von Konflikt unter den Teppich kehrt?

Oder eher ein Streithammel,

Der sich immer durchsetzen muss?

Je nachdem,

Wie eure erlernte Problembewältigung und eure Kommunikationsfähigkeit funktioniert und wie ihr zusammen interagiert,

Um den Konflikt zu lösen,

Seid ihr den Müll bald los oder der Sack bleibt stehen.

Am Anfang macht das nichts.

Ihr lauft einfach drumherum,

Der Beziehungsraum ist groß.

Aber die Beziehung dauert und die Müllsäcke werden mehr.

Habt ihr bei den ersten Problemen keine geeignete Strategie miteinander entwickelt,

Resigniert ihr irgendwann.

Dann vermeidet ihr heikle Themen so lange,

Bis der Müll sich aufgestapelt hat,

Bis es muffig und eng wird in eurem einst so schönen Beziehungsraum.

Und während ihr so tut,

Als wären die ganzen Müllsäcke nicht da,

Wird es miteinander immer anstrengender.

Die Freude geht verloren.

Irgendwann geht einer der beiden Beziehungspartner eine Fluchttreppe runter.

Viel unterwegs sein und viel Arbeit ist eine der Fluchttreppen.

Dann muss man die Enge des Beziehungsraumes nicht immer zu spüren.

Sucht ist ein anderer Notausgang,

Das dämpft so schön die negativen Gefühle.

Und auch Affären und Fremdbeziehungen können eine Fluchtstrategie sein,

Um aus dem eng gewordenen Beziehungsraum herauszukommen und sich endlich wieder frei,

Geliebt und gesehen zu fühlen.

Wenn ich mit Paaren am Thema Seitensprung arbeite,

Dann stellt sich immer wieder heraus,

Dass die tiefere Ursache für die Entstehung der Möglichkeit eines Seitensprungs in der Beziehungsgeschichte zu finden ist.

Die Affäre ist vielleicht der offensichtliche Grund für das aktuelle Beziehungsproblem,

Für das Hervorbrechen.

Und natürlich ist eine Affäre die Entscheidung des Einzelnen und damit auch dessen Verantwortung.

Aber die Entstehungsgeschichte,

Wie das möglich wurde,

Dass da Raum für jemand anderes ist,

Ist in der Regel tatsächlich in der Beziehung zu finden.

Das klingt erst einmal erschreckend,

Zugegeben,

Gibt Paaren aber auch die Möglichkeit zurück,

Diese Themen in ihrer Beziehung anzuschauen und aufzulösen,

Wenn sie es wirklich wollen.

Und so wird manchmal die Katastrophe der Entdeckung einer Affäre zu einem völligen Neuanfang in der Beziehung.

Ich erinnere mich noch an einen Klienten,

Der am Ende unserer Zusammenarbeit sagte,

Ich bin heute fast dankbar,

Dass es so gekommen ist,

Auch wenn es ein sehr schmerzlicher Prozess war.

Aber ohne diese Sache mit der Affäre meiner Frau,

Wären wir in unserer Partnerschaft nie an den Punkt gekommen,

An dem wir jetzt sind.

Wir hätten uns auch weiterhin nicht mit den wirklichen Themen unserer Beziehung beschäftigt.

Wir hätten einfach Augen zu und durch weitergemacht,

Im alten Trott.

Und wahrscheinlich wäre unsere Beziehung dann irgendwann auf eine andere Weise zerbrochen.

So aber wurden wir richtig durchgerüttelt und hatten die Chance auf einen Neustart und heute fühlen wir uns viel besser zusammen,

Als ich das jemals geglaubt hätte.

Oder ich denke an einen Mann,

Der mir unter Tränen berichtet,

Dass er bereits zehn Jahre eine Affäre habe,

Aber gerne seine Ehe retten möchte.

Nur kommt er halt nicht von seiner Affäre los,

Trotz vieler Versuche.

Er schämt sich schrecklich und glaubt,

Dass einfach nur seine mangelnde Disziplin oder sein schlechter Charakter das Problem sind.

Dass das,

Was er da hat,

Keine Affäre ist,

Sondern eine Zweitbeziehung,

Mit der er all die ungelebten Bedürfnisse auslebt,

Die in seiner Ehe nicht angesprochen werden dürfen,

Wird ihm am Ende unseres Termines klar.

In Wirklichkeit hat er eine Heidenangst vor seiner Frau,

Der er nicht sagen kann,

Dass ihm emotionale Wärme,

Zuwendung und das Gefühl von Gleichberechtigung fehlen,

Dass er sich wie ein kleiner Junge behandelt fühlt und nicht wie ein Mann.

Das alles holt er sich in seiner Zweitbeziehung und verhindert damit,

Dass die wirklichen Themen in seiner Ehe auf den Tisch kommen können.

Auf indirekte Weise erhält er durch diese schwierige Dreierkonstellation seine Ehe aufrecht.

Im Laufe unserer Zusammenarbeit wird er das Scheinkonstrukt,

Das er errichtet hat,

Einreißen und den Mut finden,

Mit seiner Frau über alles zu sprechen.

Er stellt sich dem Konflikt,

Der sich daraus ergibt,

Und auch seine Frau tut etwas völlig Überraschendes,

Ganz anders,

Als er das vorher gedacht hatte.

Sie findet die Bereitschaft,

Mit ihm Schicht für Schicht der Beziehung abzutragen,

Um bis zum tieferen Grund ihrer Gefühle,

Bedürfnisse und der wirklichen Verbindung vorzustoßen.

Noch ringen die beiden darum,

Wie ein möglicher Neuanfang aussehen könnte.

Dennoch hat mein Klient das Gefühl,

Über sich hinausgewachsen zu sein und etwas auf den Weg zu bringen.

So paradox das klingen mag.

Die wenigsten Affären haben einfach nur mit Sex zu tun.

Natürlich gibt es den,

Aber es geht fast immer um unerfüllte Bedürfnisse nach Liebe und Verständnis.

Nach Leidenschaft und Nähe.

Oder um die oben beschriebenen Fluchtstrategien aus anstrengend gewordenen Beziehungen.

Und um das zu verstehen und zu verändern,

Hilft es eben nicht,

Nur die Schuldfrage zu stellen.

Es geht vielmehr um das Thema Verantwortung,

Und die haben schlussendlich beide in einer Beziehung.

Es ist schmerzlich anzuerkennen,

Dass man nicht nur verletzt wurde,

Sondern dass möglicherweise auch der andere sich schon lange vorher durch uns verletzt fühlte.

Und noch schlimmer,

Dass wir uns vielleicht selbst verraten,

Übergangen oder gar betrogen haben?

Wenn man ehrlich zu sich selbst ist,

Kann man sich auch fragen,

Wann habe ich mich in dieser Beziehung selbst betrogen,

Bevor ich von meinem Partner betrogen wurde?

Habe ich vielleicht die Probleme einfach gar nicht sehen wollen,

Die es schon lange zwischen uns gab?

Habe ich mich irgendwann selbst im Stich gelassen,

Mich hinten angestellt,

Meine Grenzen übergangen,

Bevor sie irgendwer anders übertreten hat?

Natürlich geht es dabei nicht um die Rechtfertigung des Verhaltens unseres Partners oder unserer Partnerin.

Es geht darum,

Vom Zustand des sich ausgeliefert Fühlens wieder in den Zustand von Selbstbestimmtheit und Würde zurückzufinden.

Und das gelingt,

Indem wir Verantwortung für unser eigenes Handeln übernehmen und für unseren Anteil.

Schauen wir uns wieder die andere Seite an.

Hat man sich erst einmal verliebt,

Wird es umso schwieriger,

Sich den wirklichen Themen der Beziehung zu stellen,

Also das zu tun,

Was man schon bisher vermieden hatte.

Und das hat einen meiner Meinung nach biologischen Grund,

Den ich Klienten wie folgt erkläre.

Hat man sich erst einmal verliebt,

Löst es eine ganze Reihe biochemischer Prozesse in unserem Gehirn aus,

Die machen,

Dass wir uns wie auf Wolken fühlen.

Es ist ein wunderbarer Zustand,

Verliebt zu sein.

Alles ist leicht und wunderbar.

Das Leben gelingt uns scheinbar mühelos,

Wir sehen rosa-rot,

Das Ganze hat was von einem Drogenrausch.

Schön,

Aber nicht real.

Nun stellen wir uns mal einen Menschen vor,

Der in einer langjährigen Beziehung steckt,

In der es zwar sicher ist,

Aber eben jede Menge unaufgeräumten Beziehungsmüll gibt.

Das alles fühlt sich schwer und beladen an,

Vielleicht auch resigniert.

Die Beziehung mit all ihren Mühen,

Ihren Dreckecken,

Ihren Abnutzungserscheinungen fühlt sich an,

Als würde man auf der Schattenseite des Lebens stehen.

Und nun geht mit einem Mal die Sonne auf,

Wie durch Zauberhand gibt es da plötzlich eine andere,

Helle Seite.

Die Verliebtheit in Form einer Affäre,

Locker,

Leicht,

Leidenschaftlich und beschwingt.

Und ganz ohne die Verantwortung,

Die Belastung oder das ganze ungeklärte,

Schwere Zeugs.

Wie magisch zieht es diesen Menschen nun Richtung Licht.

Denn im Zustand des Verliebtseins fühlt sich das alles so real an,

Das muss die einzige wahre Liebe sein.

Unser Mensch fühlt sich vom Sonnenlicht beschienen,

Quasi als Sonnenkönigin oder Sonnenkönig und hat keine Lust mehr auf Schattenarbeit,

Das alte war schwer,

Das neue ist leicht.

Wenn jetzt der im Schatten verbliebene Beziehungspartner auch noch anfängt,

Über die Beziehung reden zu wollen,

An die Verantwortung appelliert und um eine Chance bettelt,

Dann wird das Problem sich nur noch verschärfen.

Die Wahrheit ist,

Es liegt nicht am Beziehungspartner,

Wenn sich unsere Beziehung wie ein Schattenreich anfühlt.

Es liegt auch an uns selbst und daran,

Wie wir zusammen unsere Beziehung gestaltet haben.

Auch die Verliebtheit wird irgendwann zur Bodenlandung ansetzen,

Das ist sicher.

Die Affäre ist nicht unsere Rettung.

Wenn daraus eine echte Beziehung wird,

Stehen wir irgendwann genau wieder an dem gleichen Punkt.

Beziehungsmüll will aufgeräumt werden,

Probleme werden auftauchen.

Beziehung ist nicht nur schön leidenschaftlich und aufregend.

Beziehung bedeutet,

Die ganze Packung zu akzeptieren,

Reibung auszuhalten,

Schwierige Themen zu besprechen,

Lösungen zu finden,

Sich zu konfrontieren und sich dadurch weiterzuentwickeln,

Zusammen als auch persönlich.

Früher dachte ich,

Ich könnte niemals meinen Partner betrügen,

Habe ich Klienten schon sagen gehört.

Und wie kann man nur so verantwortungslos sein?

Jetzt passiert mir das selbst.

Wie gehe ich damit um?

Nein,

Es ist nicht schön,

Wenn man feststellt,

Dass man seine eigenen Werte über Bord geworfen hat.

Aber es zeigt auch,

Dass Affären oder Seitensprünge nicht mit unmoralischem Verhalten zu begründen sind.

Wer den Partner betrügt,

Ist nicht automatisch ein schlechter Mensch.

Mir sitzen oft Menschen gegenüber,

Die deswegen extreme Schuldgefühle plagen und die trotzdem tun,

Was sie tun.

Die Frage ist für mich eher,

Wie definiert man denn einen Seitensprung?

Ich erlebe nämlich immer wieder,

Dass die Verletzung der Intimität der Paarbeziehung nicht als rein körperlicher Akt beim Sex gesehen wird,

Sondern dort,

Wo mein Partner einem anderen Menschen die Nähe,

Zuneigung und Vertrautheit schenkt oder die Aufmerksamkeit,

Die mir selbst in der Beziehung fehlt oder die in der Beziehung nicht mehr so gelebt werden kann.

Das ist es vor allem,

Was Menschen als Verrat empfinden.

Der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit des Partners oder der Partnerin ist auf jemanden anders ausgerichtet und ich stehe im Schatten,

Allein,

Verloren und hilflos.

Menschen fliehen nicht vor der Beziehung oder dem Partner,

In Wirklichkeit fliehen sie vor der Person,

Die sie in der Beziehung geworden sind.

Wer mit Schuldgefühlen wegen einer bestehenden Affäre kämpft und Angst hat,

Die Karten auf den Tisch zu legen,

Der sollte sich wirklich ernsthaft fragen,

Was er sich selbst wünschen würde in einem solchen Fall.

Würdest du lieber im Dunkeln bleiben wollen oder würdest du gerne die Wahrheit wissen,

Egal wie weh sie tut?

Zu wissen,

Mit was wir es wirklich zu tun haben,

Anstatt Lügen aufgetischt zu bekommen,

Das ist meine Erfahrung nach das,

Was sich alle Menschen wünschen.

Irgendwann zu erfahren,

Dass man mit einer schönen Illusion oder Lüge gelebt hat,

Ist auf lange Sicht gesehen noch verletzender als die harten Fakten der Wahrheit.

Ich möchte ihm oder ihr nicht wehtun,

Sagen mir Klienten oft als Begründung dafür,

Dass sie ihrem Partner oder ihrer Partnerin die Wahrheit verschweigen.

Aber sie tun ihr doch schon weh,

Sage ich dann.

Vor was genau wollen sie sie denn beschützen?

Vor der Wahrheit,

Die längst real ist?

Wem soll das bitteschön nützen?

Und woher wollen sie wissen,

Dass sie diese Art von Beschützung möchte?

Das Nicht-Teilhaben an der Realität der Beziehung nimmt nämlich dem Betrogenen die Möglichkeit,

Sich irgendwie zu der Tatsache zu verhalten,

Wie es wirklich um die Beziehung steht.

Und das ist der eigentliche Betrug.

Da ist zum Beispiel die Klientin,

Die auf mich im ersten Moment den Eindruck eines kleinen Mädchens macht.

Sanfter Blick,

Freundliches Lächeln,

Sehr zurückhaltend.

Sie spricht leise,

Quillt fast über vor Scham und Schuldgefühlen.

Seit einem halben Jahr hat sie eine Affäre mit ihrem Kollegen.

Sie weiß nicht,

Wie er das passieren konnte.

Aber sie kann auch nicht davon lassen.

Ihr Mann hat es schon herausgefunden.

Er fläht sie an,

Das zu beenden.

Er will auch alles verzeihen,

Schwamm drüber.

Aber sie spüre einfach,

Dass sie ihn schon lange nicht mehr liebe.

Sie kann es ihm nur nicht sagen.

Das macht man doch nicht.

Mittlerweile sei es schon so schlimm,

Dass sie seinen Geruch nicht mehr erträgt.

Sie ekele sich vor ihm,

Gesteht sie mir unter Tränen.

Was soll sie nur machen?

Wenn du keine Angst hättest,

Wenn du wüsstest,

Dass alles gut gehen würde,

Dass jeder dir sein Okay geben würde,

Was würdest du denn dann am liebsten in Bezug auf deine Beziehung tun?

Was wäre das Mutigste,

Das du tun könntest,

Frage ich?

Es platzt nach einer kurzen Pause aus ihr heraus.

Ich würde in eine Wohnung ziehen,

Nur für mich.

Ich möchte mich eigentlich trennen.

Ich möchte einen Weg finden,

Wie wir gute Eltern sein können.

Vielleicht sogar Freunde.

Das wünsche ich mir.

Ich würde ihm am liebsten sagen,

Dass ich ihn schon seit Jahren nicht mehr liebe.

Das ist die Wahrheit und das sind ihre wahren Gefühle.

Und die sind real,

Auch wenn sie sie nicht haben will.

Aber der Realität ist es egal,

Ob wir sie haben wollen oder nicht.

Sie ist einfach.

Sie ist wie das Glas Wasser auf deinem Tisch.

Du kannst sagen,

Ich will dieses Wasser nicht.

Es stört mich.

Es verletzt mich,

Dass es da steht.

Es sollte da nicht sein.

Aber das interessiert das Glas überhaupt nicht,

Denn es steht ja schon da.

Erst wenn du akzeptierst,

Dass es da steht,

Kannst du es wegnehmen.

So ist es auch mit den Gefühlen,

Die wir nicht haben wollen.

Du kannst sie nicht wegmachen.

Du wirst sie akzeptieren müssen,

Auf die eine oder andere Weise.

Denn Gefühle finden immer einen Weg,

Wie sie sich zeigen.

Wenn du deine eigene Wahrheit nicht hören willst,

Wird sie einen Weg finden,

Sich Gehör zu verschaffen.

Du kannst sicher sein.

Bei meiner Klientin war es so,

Dass ich ihre negierten Gefühle und ihre abgewehrte innere Wahrheit in eine Art Ekel vor ihrem Mann umentwickelte.

Sie mit dem Kontakt floh regelrecht vor seiner Anwesenheit.

Wir waren uns einig,

Dass das eine Zumutung für ihn und auch für sie selbst war.

Und sie entschloss sich,

Trotz ihrer großen Angst,

Sich ehrlich zu machen,

Egal was das bedeutete.

So konnte es nicht mehr weitergehen.

Heute lebt meine Klientin in einer eigenen Wohnung und die Scheidung läuft.

Zu ihrem Mann hat sie ein ganz gutes Verhältnis,

Aber es war ein langer Prozess bis dahin.

Die Affäre hat sie übrigens beendet.

Sich ehrlich zu machen,

Braucht wirklich Mut.

Denn dann müssen wir damit leben,

Wie der andere reagieren wird und welche Entscheidungen er aus dieser Wahrheit heraus für sich treffen möchte.

Aber es hat auch mit dem höchsten Respekt und Achtung dem anderen gegenüber zu tun,

Dass ich ihm oder ihr diese Ehrlichkeit entgegenbringe.

Muss denn ein Seitensprung immer das Ende einer Beziehung bedeuten?

Nein,

Natürlich,

Das muss er nicht.

Auch wenn viele Menschen,

Solange sie nicht selbst betroffen sind,

Sagen,

Dass sie sofort die Beziehung beenden würden,

Wenn der Partner untreu wäre und so weiter.

Und dann erlebt man das Ganze meist anders,

Wenn man selbst betroffen ist.

Es gibt so viel,

Was einen in einer längeren Beziehung verbindet.

Kaum jemand will das im Falle eines Falles Knall auf Fall über Bord werfen.

Die Frage ist immer,

Wie geht ein Paar damit um?

Und das ist sehr individuell.

Gibt es eine Bereitschaft,

Sich wirklich ehrlich zu machen und die oberflächlichen als auch die tieferen Gründe für diese Entwicklung zu beleuchten?

Sind wir bereit,

Unsere Beziehung neu auszurichten,

Etwas zu verändern?

Beziehungen sind lebendige Wesen.

Sie sind in Bewegung,

Sie brauchen Nahrung,

Sie müssen gefüttert werden,

Sonst sterben sie.

Eine Paarberatung kann da hilfreich sein,

Aber auch einschlägige Ratgeberliteratur bittet jede Menge Hilfestellung.

Ich werde sehr oft nach Buchempfehlungen gefragt und es gibt tatsächlich viele wunderbare Bücher zum Thema.

Um nur zwei herauszugreifen,

Kann ich dir Eva-Maria Zohors Buch Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest empfehlen,

Aber auch Lass uns in Frieden auseinander gehen von Katharine Woodward Thomas.

Und natürlich macht es einen Unterschied,

Ob es um einen One-Night-Stand nach einer durchzechten Nacht geht oder um eine Affäre,

Bei der tiefere Emotionen und eine wirkliche Verbindung eine Rolle spielen.

Was nicht funktioniert,

Ist die Methode Augen zu und durch.

Wir gehen einfach über das Problem hinweg und tun so,

Als wäre es nicht da.

Wir fangen nochmal neu an,

Machen aber das gleiche weiter.

Das ist so,

Als stünde ein blauer Elefant im Raum und jeder tut so,

Als wäre er nicht da.

Kurzfristig ist das Problem gelöst,

Langfristig wird es mit Sicherheit wieder auftauchen.

Und auch da gilt,

Ganz klar,

Macht euch ehrlich.

Sucht das Gespräch und hört zu,

Auch wenn euch manche Antwort nicht gefallen wird.

Findet gemeinsam heraus,

Was mit eurer Beziehung passiert ist.

Wie soll es denn weitergehen?

Was verbindet euch noch?

Und wie könnt ihr darauf aufbauen?

Eine tiefgründige Beziehungsarbeit wird nötig sein,

Um Vertrauen wiederherzustellen und eine neue Beziehungsbasis zu schaffen,

In der beide sich wieder wohlfühlen.

Das ist meist ein längerer Prozess,

Aber er beginnt mit der Entscheidung füreinander,

Mit dem Bekenntnis zur Beziehung,

Egal wie schwer es wird.

Wenn der Beziehungspartner,

Der eine längerfristige Affäre hat,

Sich nicht entscheiden kann,

Dann ist es wichtig,

Dass sie oder er sich selbst erstmal darüber im Klaren werden,

Was er oder sie wirklich wollen,

Wo sie hingehören.

Oft wird mit allen Mitteln versucht,

Ihn oder sie umzustimmen,

Zu überreden,

Mit Schuldgefühlen zu lenken.

Das ist verständlich,

Aber es geht selten gut.

Man kann nicht am Gras ziehen,

Dass es wächst.

Und man kann niemanden überreden,

Einen zu lieben.

Liebe braucht Freiwilligkeit.

Der Moment,

In dem die Untreue ans Licht kommt,

Bleibt für immer unvergessen.

Es ist ein emotionaler Deep Impact.

Der erste Impuls ist dann oft,

Die Beziehung sofort zu beenden,

Wenn man vom Seitensprung der Partnerin oder des Partners erfährt.

Andererseits ist da oft noch viel Liebe für den Partner,

Die man dann oft noch sehr viel schmerzlicher empfindet.

Was also tun in solch aufwühlenden Situationen,

Wenn alles herauskommt und die Tatsachen plötzlich auf dem Tisch liegen?

Zuerst einmal überstürze nichts.

Auch wenn es sich zuerst so anfühlt,

Als würde dir jemand den Teppich unter den Füßen wegziehen und du fällst in ein endloses schwarzes Loch.

Es ist ganz normal,

Sich so zu fühlen.

Wenn ein emotionales Erdbeben den Boden,

Auf dem wir stehen,

Erschüttert.

Du bist in einem emotionalen Ausnahmezustand.

Da ist es gut und wichtig,

Sich erst einmal zu sammeln,

So gut wie das möglich ist,

Mit Vertrauten zu sprechen und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Es ist okay zu weinen,

Verletzt zu sein und nicht weiter zu wissen und sich verzweifelt zu fühlen.

Als ich vor vielen Jahren meinen damaligen Mann dabei ertappte,

Dass er seit einem halben Jahr eine Beziehung zu einer sehr viel jüngeren Frau hatte,

Die ich in unser gemeinsames Leben geholt hatte,

Da wusste ich im ersten Moment nicht,

Ob es die Tatsache war,

So lange belogen worden zu sein,

Die mir den Boden unter den Füßen wegzog,

Oder die Tatsache,

Dass ich mich so unglaublich verraten fühlte,

Durch die Nähe und Intimität,

Die er einer anderen zuteil werden ließ.

Ich weiß aber auch noch,

Dass es ein Tornado an Scham und Schuldgefühlen und auch Wut war,

Der mich mit sich fortnahm,

Und auch,

Ehrlich,

Gekränkte Eitelkeit und Stolz.

Genau genommen war es eine unglaubliche Mischung aus allen.

Ich kenne mich mit den Abgründen von Beziehungen aus eigener Erfahrung aus und nicht nur aus der Theorie,

Und ich denke,

Das macht einen wirklichen Unterschied,

Dieses Wissen,

Wie es sich anfühlt.

Und genau deswegen weiß ich auch,

Dass es nicht reicht,

Die Schuldfrage zu stellen.

Meine Ehe hat diese Eruption nicht überstanden,

Aber in der Verarbeitung dessen wurde mir bewusst,

Dass sie schon vorher nur noch wenig Basis hatte.

Die Affäre meines damaligen Mannes war nur der Auslöser für das Zusammenbrechen.

Diese Frau hatte nicht unsere Beziehung kaputt gemacht,

Das hatten wir ganz allein geschafft.

Das Fundament war schon lange irreparabel beschädigt,

Wir haben nur so lange so getan,

Als wäre es anders.

Mir aber hat dieser schmerzhafte Prozess der Verarbeitung wirklich die Augen geöffnet,

Auch über meine Rolle in diesem Drama.

Ich hatte mich schon sehr lange selbst verraten.

Ich war nicht glücklich.

Ich habe überbrückt und ausgehalten.

Ich habe mich geopfert und habe mir eingeredet,

Das müsse so sein.

Ich hatte mich selbst verloren oder mich außerhalb der Beziehung ausgelebt.

Ich war auf dem besten Wege,

Das Gleiche zu tun,

Was ich von meinen Eltern vorbildsweise übernommen hatte.

Ich dachte,

Ich habe mich entschieden,

Ich habe Verantwortung.

Ein Kind,

Ein Haus,

Ein Dies,

Ein Das.

Ich hätte ihn nie verlassen.

Er musste das für uns beide tun.

So seltsam es klingt,

Diese Erfahrung mit dem kompletten Zusammenbruch der Beziehung hat mich beziehungsfähiger gemacht.

Heute bin ich in einer wirklich lebendigen Beziehung,

Schon seit mehr als 13 Jahren.

Ja,

Wir reiben uns oftmals aneinander,

Aber wir sind aus Liebe und Freiwilligkeit in dieser Beziehung und das spüren wir beide immer wieder.

Ich entscheide mich innerlich jeden Tag wieder neu für diesen Mann.

Und heute darf ich andere Menschen dabei begleiten,

Ihre Beziehungskatastrophen zu überwinden und es ist eine wirklich sinnstiftende Arbeit,

Dabei zu unterstützen.

Natürlich,

Es gibt keine Sicherheit dafür,

Dass es gelingt.

Aber wenn beide es wollen und wenn da noch Gefühle sind,

Dann ist es eine Möglichkeit,

Die gelingen kann.

Deshalb ist das Miteinanderreden so wichtig,

Auch wenn es schwierig ist.

Das ist der einzige Weg,

Sich wiederzufinden.

Der Moment der tiefsten Verzweiflung ist auch meist der der größten Chance auf eine Veränderung.

Und er beginnt mit Ehrlichkeit.

Stelle Fragen und höre wirklich zu.

Jetzt habt ihr nichts mehr zu verlieren.

Ihr könnt die Zone der Schuldzuweisungen und gegenseitigen Vorwürfe verlassen und in einen wirklich tiefen Austausch kommen.

Wir Menschen haben viel mehr Kraft als wir glauben.

Du kannst durch deinen Schmerz hindurchgehen,

Um eine wahrhaftige Begegnung möglich zu machen.

Sich nach Beziehungskatastrophen im Tal der Verzweiflung zu begegnen,

Ist eine Gemeinsamkeit,

Die eine große Nähe Wir treten uns dann nämlich wieder so gegenüber,

Wie wir sind und hören auf,

Verstecken zu spielen und so zu tun als ob.

Ich höre oft in meiner Arbeit den Satz,

Wir haben das erste Mal seit ewigen Zeiten wieder wirklich miteinander gesprochen,

Über all das,

Was uns wirklich bewegt.

Wir reden jetzt sehr viel.

Das ist unter anderem eine der großen Chancen,

Die aus dem Drama entstehen.

Es ist eine große Chance,

Für solche Gespräche auf Augenhöhe zu bleiben und aus der Täter-Opfer-Spirale zu entkommen.

Bewährt haben sich z.

B.

Spaziergänge zu zweit,

Um miteinander zu reden,

Raus aus den 4 Wänden.

Das schafft eine Musterunterbrechung.

Beim Laufen kommen auch die Gedanken in Bewegung.

Oft wird die Affäre selbst als Täter oder Täterin gesehen.

Diesen Mensch zum Feindbild aufzubauen,

Bringt allerdings wenig.

Das ist der unbewusste Versuch,

Am Idealbild des Partners festzuhalten.

Sie oder ihn gut dastehen zu lassen,

Damit er oder sie in unseren Augen unbeschädigt bleiben.

Denn dann,

So die innere perfide Logik,

Können wir ihn oder sie ja wieder zurücknehmen,

Wenn sie bereuen.

Der oder die arme Verführte kann ja nichts dafür.

Das wird niemandem gerecht.

Unsere Partner sind keine kleinen Rehlein,

Die irgendjemand weggeholt hat.

Wir werden akzeptieren müssen,

Dass unsere Partnerin oder unser Partner jede einzelne Entscheidung selbst getroffen hat.

Ihm oder ihr ist das nicht passiert.

Uns solche Märchen zu erzählen,

Ist unwürdig und keinerlei Basis für einen wirklichen Neuanfang.

Vielmehr braucht es Interesse und Erkundungswillen für die einzelnen Stationen unserer Beziehung.

Wann ist emotional eine Kluft zwischen uns entstanden,

Obwohl wir hervorragend zusammen funktioniert haben?

Nach einem Seitensprung ist absolute Offenheit wichtig.

So viel wissen wir jetzt.

Wie viel aber muss man dem anderen über die Affäre erzählen,

Bzw.

Wie viel sollte man als Betrogene darüber wissen?

Auch das werde ich oft gefragt.

Meine Meinung ist,

Weg von reinen Strategien.

Am besten ist es,

Reinen Tisch zu machen,

Auch weil wir uns dann selbst entsprechen und Authentizität leben.

Aus Angst vor dem Risiko,

Dass mein Partner die Beziehung beendet,

Die Hälfte zu verschweigen,

Mag wie eine kurzfristige Lösung aussehen.

Langfristig wird genau das zur Falle.

Irgendwann kommt nach meiner Erfahrung durch einen dummen Zufall eh die letzte Wahrheit noch ans Licht.

Und das ist für das eben neu aufkeimende Vertrauen tödlich.

Oft fällt mir auf,

Dass eine regelrechte Erleichterung wenn die letzte Wahrheit auf den Tisch kommt.

Auch merke ich,

Dass Männer und Frauen einen regelrechten Instinkt dafür haben,

Dass da doch noch mehr ist.

Das führt dann zu Kontrollverhalten und ist somit wieder Gift für eine neu erwachende Beziehung.

Ehrlichkeit ist der Königsweg.

Er hat auch etwas mit Achtung und Respekt voreinander zu tun.

Sich selbst mit dem zu konfrontieren,

Was ist.

Ich möchte Paaren dafür gerne Mut machen.

Es lohnt sich wirklich.

Wo die Angst ist,

Ist der Weg.

Wie kann man es also als Paar schaffen,

Die Krise zu überstehen?

Indem man neben den bereits beschriebenen Strategien von offener Kommunikation die Themen in der Beziehung auslotet,

Die sie haben eng und unlebendig werden lassen.

Indem wir über unsere Bedürfnisse sprechen.

Was wünschen wir uns wirklich in der Beziehung?

Und wie kann das auch gelebt werden?

Was müsste sich dafür ändern?

Was ist der Anteil eines jeden Einzelnen daran?

Warum genau sind wir eigentlich in der Beziehung?

Aus Angst,

Aus Liebe oder aus Hoffnung?

Beziehungskatastrophen sind wie eine Art Feuertaufe.

Wir werden gezwungen,

Unsere Komfortzone der gewohnten Selbstverständlichkeiten zu verlassen und über uns hinauszuwachsen.

Wir müssen uns unseren schlimmsten Verlustängsten stellen.

Alle Lügen und Scheinheiligkeiten fallen den Flammen zum Opfer.

Und es bleibt nur übrig,

Was fest und tragfähig genug ist,

Um daraus wieder etwas Neues zusammenzubauen.

Ihre erste Beziehung ist vorbei,

Höre ich mich oft sagen.

Das,

Was Sie jetzt versuchen,

Ist eine Beziehung 2.

0.

Sie wird auf einer anderen Dynamik aufbauen,

Damit sie lebendig bleiben kann.

Denn wenn wir so weitermachen wie vorher,

Wieso sollte diesmal etwas anders werden?

Wir werden einfach nur neue Katastrophen der Beziehung kreieren.

Wenn man das verstanden hat,

Kann man sich zusammen darüber klar werden,

Was einem wirklich wichtig ist,

Um sich in der Beziehung wohlzufühlen.

Habt ihr das herausgefunden,

Gilt es von nun an die Beziehung aktiv zu leben,

Anstatt sie einfach geschehen zu lassen.

Und zwar,

Obwohl das Vertrauen vielleicht nach nicht wieder ganz stabil ist.

Die Heilung der Beziehung findet auf vielen Ebenen nebeneinander statt,

Nicht nacheinander.

Jede neue positive Erfahrung,

Die ihr zusammen macht,

Schafft eine neue Basis.

Deshalb lohnt es sich,

Seine Aufmerksamkeit bewusst darauf zu richten,

Anstatt nur in der Vergangenheit zu leben.

Das Vertrauen wiederherzustellen ist ein Prozess und er beginnt mit einer bewussten Entscheidung.

Möchte ich meinem Partner wieder vertrauen?

Wird es mir möglich sein?

Ich brauche ein klares Ja,

Um diesen Weg zu gehen.

Denn das Vertrauen ist in mir selbst zerbrochen und dort kann es auch nur heilen.

Mein Partner kann mir dabei helfen,

Wenn ich ihm sage,

Was mir dafür wichtig ist,

Aber er kann das Vertrauen nicht in mich hineintun.

Ich empfehle,

Diese Entscheidung in sich selbst zu finden,

Wenn das möglich ist.

Ja,

Ich möchte Dir wieder Vertrauen lernen und dann bewusst diesen neuen Weg zu gehen,

Obwohl Du Angst haben wirst.

Entscheide Dich für einen Vertrauensvorschuss und setze Dir für Dich selbst eine zeitliche Markierung,

Um eine neue Bestandsaufnahme zu machen.

Nach sagen wir mal drei Monaten prüfst Du wieder für Dich selbst,

Was sich verändert hat und wie es Dir wirklich in der Beziehung geht.

Ist Dein Vertrauen gewachsen oder nicht?

Gibt es reale Anhaltspunkte für Deine Bedenken?

Was könnte Dein Partner oder Deine Partnerin tun,

Um diese auszuräumen?

Bittest Du sie oder ihn darum?

Inwieweit ist er oder sie bereit,

Dir entgegenzukommen?

Was tut er oder sie aktiv,

Um Dir ein Gefühl von Geliebtsein zu geben?

Und was tust Du selbst?

So tastest Du Dich langsam wieder vor.

Auf diese Weise bleibst Du selbstbestimmt,

Anstatt Partner oder Partnerin immer wieder neu zu verdächtigen,

Zu kontrollieren oder zu klammern.

Niemand kann die Vergangenheit ändern.

Auch nicht,

Wenn es ihr oder ihm leid tut.

Aber man kann sehr viel dafür tun,

Das jetzt so zu gestalten,

Dass die Zukunft anders sein kann.

Wer eine Affäre hatte und sich bewusst dafür entschieden hat,

In der Beziehung zu bleiben,

Sollte die Bereitschaft haben,

Die Verantwortung für seine Entscheidung zu übernehmen und dazu zu stehen.

Ausflüchte helfen ebenso wenig wie das Bagatellisieren.

Auch nicht,

Die Schuld dem anderen zuzuschieben.

Wenn Du mit mir Sex gewollt hättest,

Dann hätte ich keine Affäre gehabt.

Wenn Du so denkst,

Machst Du es Dir viel zu einfach.

Denke stattdessen darüber nach,

Wie Du Dein Bedauern zum Ausdruck bringen könntest,

Wenn Du es empfindest.

Wenn Du aber feststellst,

Dass Du eigentlich keine Liebe mehr für Deine Partnerin oder Deinen Partner empfindest,

Dann wird es niemandem helfen,

Wenn Du aus Schuldgefühl in Deine Beziehung zurückkehrst oder so tust als ob.

Damit geht nämlich die Lüge weiter und es wird Dich nirgendwo hinführen.

Wirklicher Respekt dem anderen gegenüber ist,

Wenn Du Dich ehrlich machst.

Zeige Deine Gefühle und achte gleichzeitig auf Deine eigenen Grenzen.

Einen Fehler gemacht zu haben,

Bedeutet nicht,

Dass Du ein schlechter Mensch bist.

Versuche Verständnis aufzubringen,

Dass Deine Partnerin oder Dein Partner am Anfang ein großes Sicherheitsbedürfnis hat.

Einfühlsamkeit ist Dir gefragt.

Und investiert zusammen eine neue,

Lebendige Beziehung.

Füttert Euer Wir,

Nehmt Euch Zeit füreinander,

Entwickelt wieder gemeinsam Ziele,

Schenkt Euch Aufmerksamkeit,

Nähe,

Berührungen.

Es ist oft die mangelnde Grundversorgung,

Die Beziehungen fehlt.

Auch Rituale,

Um die Verletzung loszulassen,

Damit sie die Macht über die Beziehung verliert,

Können eine sehr,

Sehr heilende Wirkung haben.

In der Paarberatung sammeln wir die leidvollen Gefühle und die schmerzhaften Konflikte beider Partner und schreiben sie auf.

Wir würdigen sie.

Wir geben ihnen Raum,

Da es wichtig ist,

Dass sie gesehen und gehört werden.

Dann erst kann man die Verletzungen und Kränkungen nach und nach gehen lassen.

Das geht zum Beispiel über Verbrennen oder mit dem Wasser davontragen lassen.

Manchmal haben wir die leidvollen Gefühle auch in der Erde begraben.

Rituale sind wunderbar als Bewältigungsstrategien geeignet,

Weil wir mit den verletzten Gefühlen aktiv umgehen,

Anstatt vor ihnen davonzulaufen.

Wie kann ich mein verletztes Selbstwertgefühl zurückgewinnen und wie schaffe ich es,

Meinem untreuen Partner wieder zu vertrauen?

Auch das ist eine Frage,

Die häufig gestellt wird.

Untreue wird erst die Kränkung erlebt,

Dass uns etwas weggenommen wurde.

Aber der andere gehört uns gar nicht.

Und deshalb rate ich,

Anstatt vom gekränkten Stolz zum verletzten Selbstwertgefühl rüberzuschauen.

Fang an,

Etwas zu tun,

Um dir selbst den Wert zu geben,

Den du tatsächlich hast.

Er ist in Wirklichkeit nicht von deinem Partner abhängig,

Auch wenn sich das im ersten Moment so anfühlt.

Suche dir Anerkennung und Bestätigung nicht ausschließlich in der Partnerschaft,

Sondern in anderen Bereichen deines Lebens.

Nimm dir Zeit für Freunde,

Hobbys,

Dinge,

Die dich interessieren,

Menschen,

Die dich mögen.

Richte den Scheinwerfer der Aufmerksamkeit wieder auf dich selbst.

Lebe aus deiner Größe heraus.

Du bist nicht diese Verletzung.

Du bist viel mehr als das.

Wenn du dich nicht darauf reduzierst,

Wirst du das bald merken.

Ich lasse dich los,

Weil ich dich liebe,

Ist zum Beispiel eine Haltung aus deiner inneren Größe heraus.

Sie lässt deinem Partner die Freiwilligkeit.

Kontrolle dagegen macht dich klein und hält die Liebe am Gängelband.

Sie wird ersticken.

Und selbst wenn du würdest,

Du kannst nicht dein ganzes Leben argwöhnisch über deinen Partner wachen,

Damit er nicht entfleucht.

Kontrolle ist keine Liebe.

Die aber möchtest du doch,

Oder?

Mit Zwang wirst du sie definitiv nicht erreichen.

Aber wenn du loslässt,

Für deine Wünsche und Bedürfnisse eintrittst,

Dann wirst du herausfinden,

Ob deine Partnerin oder dein Partner wirklich zu dir zurückfinden möchte.

Es braucht Mut für die Freiwilligkeit und es kann sein,

Dass du enttäuscht wirst,

Ich weiß.

Traust du dich trotzdem,

Die Freiwilligkeit gegen die Kontrolle zu tauschen?

Wichtig ist auch,

Dass du dir folgende Fragen stellst.

Sie helfen dir,

Eine selbstbestimmtere Haltung zu finden.

Bin ich selbst aus Angst,

Aus Liebe oder aus Hoffnung in dieser Beziehung?

Will ich Opfer der Umstände bleiben oder trotz meines Schmerzes wieder Gestalter der Situation werden?

Will ich diese Beziehung wirklich um jeden Preis?

Wo ist meine Grenze?

Was brauche ich eigentlich,

Um mich wohlzufühlen?

Wie müsste die Beziehung sein,

Dass ich sie als gelingend erlebe?

Was wünsche ich mir von dir?

Was bin ich genau bereit zu geben?

Was ist das Mutigste,

Das ich für mich selbst in dieser Situation tun könnte?

In meinem Beratungsraum habe ich ein Bild von Schmetterlingen.

Ich bitte meine Klienten,

Sich vorzustellen,

Wie sie auf einer Wiese stehen und Schmetterlinge fangen wollen.

Was tun sie,

Frage ich.

Ich nehme einen Kescher und versuche sie zu fangen,

Ist die allerhäufigste Antwort.

Okay,

Sie werden versuchen,

Sie zu fangen und die Schmetterlinge fliegen davon.

Was machen sie nun?

Ich laufe hinterher.

Sie laufen also hinterher und die Schmetterlinge fliegen weiter,

Immer weiter.

Was könnten sie noch tun?

In der Regel schauen mich meine Klienten ratlos an.

Sie könnten sich um ihren eigenen Garten kümmern und ihn so einladend machen,

Dass sie sich selbst absolut wohl darin fühlen und dass die Schmetterlinge von allein zu ihnen kommen,

So dass sie sich dann an ihnen freuen können.

Gib dir die Aufmerksamkeit und die Bedeutung,

Die du gerne von deinem Partner hättest.

Nimm dich wichtig.

Du hast Würde und du bist so wie du bist,

Ganz und gar wunderbar und liebenswert.

Egal was dir gerade widerfährt oder wie jemand dich behandelt.

Trotz aller Unperfektion.

Du kennst ja mein Königinnenprinzip.

Liebe,

Würde,

Mut und innere Größe.

Deine Liebe ist nichts,

Was einem hinterhergeworfen wird.

Du entscheidest,

Wer es würdig ist,

Dass du sie verschenkst.

Du wirst das Zepter des Handelns wieder in die Hand nehmen und entscheiden,

Welche Art von Mensch du in dieser Situation sein willst.

Du kannst das Geschehene nicht ungeschehen machen.

Aber du kannst entscheiden,

Wie du der Situation begegnest.

Wählst du das Drama und reagierst,

Bleibst du in der Opferhaltung und machst dich klein.

Wählst du Liebe und Frieden,

Dann beginnen Liebe und Frieden mit dir.

Das bedeutet auch,

Grenzen zu setzen,

Dich groß zu machen und für deine Bedürfnisse einzutreten.

Egal was dir passiert ist,

Du hast die Macht,

Diesen Schmerz zu einer Chance für dein eigenes Wachstum zu machen.

Das bedeutet aber nicht,

Dass es einen Weg gibt,

Den Schmerz zu umgehen.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und ich möchte dir sagen,

Du bist nicht allein.

Nachlesen kannst du den Artikel zum Podcast auf meiner Website www.

Leben-lieben-lassen.

De Meine Inspiration für dich zum Schluss ist ein Zitat von Brene Brown,

Die auf dem Gebiet von Scham und Verletzlichkeit forscht und die ich sehr verehre.

Authentisch sein ist eine Ansammlung von Entscheidungen,

Sagt sie,

Die wir täglich treffen.

Es geht um die Wahl,

Sich zu zeigen und ehrlich zu sein.

Die Wahl,

Andere unser wahres Ich sehen zu lassen.

Und diesen Mut wünsche ich dir,

Auch für dich selbst.

Wir hören uns in drei Wochen wieder.

Bis dahin alles Liebe für dich,

Deine Claudia.

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Beate

May 14, 2022

Hat mir sehr gut gethan. Lg

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