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Verbessere deine Beziehungen: Drei Geheimnisse der Menschenkenntnis

by Claudia Bechert-Möckel

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Meditation
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Eine Kurzanleitung zum Verstehen anderer Menschen und schwieriger Beziehungssituationen. Wie Du die wirkliche Motivation hinter unerklärlichem oder verletzendem Verhalten anderer Menschen enträtseln und besser damit umgehen lernen kannst.

Transkription

Warum tut er mir das an?

Wie kann ich ihn besser verstehen?

Was bedeutet dieses Verhalten,

Was will sie mir damit sagen?

Was kann ich tun,

Wenn es schwierig mit uns ist in der Beziehung?

Und was steckt hinter diesem Umgang miteinander?

Wir alle haben ein tiefsitzendes Bedürfnis,

Andere Menschen wirklich zu verstehen,

Zu entschlüsseln,

Was ihr Verhalten für uns bedeutet,

Was sie uns damit sagen wollen,

Wie wir uns dazu verhalten können.

Doch es gibt ein paar Probleme,

Die uns das Gute miteinander erschweren können.

Um wirklich zu verstehen,

Warum jemand tut,

Was er tut,

Oder eben auch nicht,

Ist es wichtig,

Den Zusammenhang von Wahrnehmung,

Innerer Absicht und Verhalten dieses Menschen herzustellen und in seine innere Welt einzutauchen.

In diesem Leben lieben lassen Podcast Nummer 40 verrate ich dir,

Wie du die Übersetzungsfehler im Umgang mit anderen Menschen umgehen kannst und du bekommst ein wirklich passendes Handwerkszeug,

Das dich zum Menschenversteher oder zur Menschenversteherin machen kann.

Nach dieser Podcast-Folge gehst du hoffentlich nie wieder davon aus,

Dass das,

Was du denkst,

Auch das ist,

Was der andere gemeint hat.

Alles hat einen Grund,

Nichts passiert einfach so.

Jedes Verhalten hat einen unbewussten Nutzen.

Man kann sich detektivisch auf die Suche danach machen,

Wenn man weiß,

Wie.

Menschen zu verstehen kann Beziehungen retten und dein Lebensglück enorm steigern.

Bist du bereit?

Leben lieben lassen.

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Drei Geheimnisse der Menschenkenntnis.

Wie du das Verhalten anderer entschlüsseln kannst,

Um deine Beziehungen zu verbessern.

Eine Kurzeinleitung zum Verstehen anderer Menschen und schwieriger Beziehungssituationen.

Das ist das Thema der Leben lieben lassen Podcast-Folge Nummer 40.

Ich bin Claudia Bechert-Möckel,

Persönlichkeits- und Beziehungscoach.

Und ich freue mich,

Dass du und ich heute wieder ein Audiodate haben.

Und der erste Leitsatz in diesem Podcast lautet,

Wir sind verschieden und das ist gut so,

Über naturelle und deren Lösungsstrategien.

Es ist Weihnachten.

Wir haben es uns gemütlich gemacht und sind von einem Kartenspiel fasziniert,

Das schlicht und einfach Mind heißt.

Die Tochter meines Mannes,

Nina,

Hat es uns geschenkt und erklärt uns drei anderen Erwachsenen die Regeln.

Bei Mind geht es darum,

Karten mit Zahlen in geordneter Reihenfolge aus der Hand abzulegen.

Leider weiß niemand,

Welche Zahlen die anderen Mitspieler in ihrer Hand halten.

Von 1 bis 100 kann das alles sein.

Wie soll man also rauskriegen,

Wann der richtige Zeitpunkt ist,

Um seine eigenen Karten dazuzulegen und zusammen eine logische Zahlenfolge zu bilden?

Reden darf man dabei nicht.

Zeichen geben auch nicht und schon gar nicht zeigt man sich seine Karten.

Man kann sich nur anschauen und auf einen inneren Impuls warten.

Das absolut überraschende und wirklich magische daran ist,

Dass in der Runde eine Art Gedankenübertragung entsteht.

Ein telepathisches Gemeinschaftsgefühl.

Man weiß,

Ohne wirklich zu wissen wie,

Nach ein paar Runden immer besser,

Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und ahnt irgendwie,

Welche Zahlen die anderen haben könnten.

Es klingt verrückt,

Ich weiß.

Und es ist es auch.

Ich kann es wirklich nur empfehlen,

Dieses Mind.

Denn es ist eine wirklich irre Erfahrung.

Warum ich dir das aber erzähle,

Das hat einen ganz anderen Grund.

Während ich mit meiner Familie Mind erspielte,

Habe ich erstaunliche Beobachtungen in Sachen Menschenkenntnis machen können.

Es waren der unterschiedlichen Strategien,

Mit denen wir zusammen dieses telepathische Gemeinschaftsgefühl erschaffen haben.

Nina und ich sind eher emotionale Naturelle.

Wenn du dir die Folgen über Psychographie in meinem Podcast angehört hast,

Entsprechen Nina und ich dem Beziehungstyp Naturell.

Wir beide haben uns per Intuition und Gefühl in diesem Spiel verbunden.

Wir haben uns einfach angeschaut und wussten mit enormer Treffsicherheit,

Was wir uns über die richtige Reihenfolge der Zahlenkarten zu sagen hatten.

Anders kann ich es nicht ausdrücken,

Auch wenn es ein bisschen wie zaubern klingt.

Wir waren sozusagen auf einer Wellenlänge,

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Viel schwieriger war der Austausch mit Max,

Meinem Sohn,

Und mit meinem Mann.

Mein Mann Martin ist ein eher pragmatischer Mensch und hat psychografisch betrachtet einen Handlungstyp Naturell.

Mit ihm hatten Nina und ich es weitaus schwerer,

Uns wortlos auszutauschen.

Und die Übersetzungsfehler unserer telepathischen Verbindung waren sehr viel größer.

Während wir beiden Mädels intuitiv spürten,

Was die anderen uns sagen wollten,

Löste mein Mann Martin das Problem mit Wahrscheinlichkeitsrechnung und Strategie.

Er überlegte sich,

Wie wahrscheinlich es ist,

Dass bei 100 Karten in einer Runde von vier Mitspielern eine bestimmte Zahl vorkommt und entwickelte dabei seine eigene Logik,

Nach der er dann kontinuierlich handelte.

Obwohl er damit oft daneben lag,

Wich er nicht von seinem strategisch-pragmatischen Ansatz ab.

Mein Sohn Max dagegen mit seinem sachtypischen Naturell stellte eine Art innere Messlatte auf.

Anhand der Zeitverzögerung,

Mit der wir anderen reagierten,

Stellte er für sich Vergleiche an und folgte daraus den Abstand der Zahlen untereinander.

Diese unterschiedlichen Strategien im Spiel zum gemeinsamen Gelingen zu bringen,

Ist die eigentliche Herausforderung bei Mind.

Es ist leicht,

Sich mit jemandem zu connecten,

Der so ähnlich tickt wie man selbst.

Die Schwierigkeit liegt darin,

In die Denk-,

Gefühls- und Handlungswelt der anderen einzutauchen und sich dann auch noch zu verständigen.

Das Erlebnis,

Das ich bei diesem Spiel hatte,

Das findet so auch in unserem Leben statt,

Und zwar die ganze Zeit.

Wir verwenden individuelle für unser Naturell typische Lösungsstrategien,

Die unterschiedlicher überhaupt nicht sein könnten.

Und dabei treten nach meiner Meinung zwei Probleme auf.

Das erste Problem besteht darin,

Dass jeder Mensch sein eigenes Inneres richtig hat.

Dass wir in der Regel davon ausgehen,

Dass unsere Lösungsstrategie die einzig mögliche,

Also auch die wahrhaftige und damit richtige ist.

So macht man das,

Wir sind sicher.

Und wir neigen in allen Lebensbereichen dazu,

Alles was außerhalb unserer eigenen Denk-,

Gefühls- und Verhaltensmöglichkeiten stattfindet,

Als falsch oder unpassend zu deklarieren.

Doch die unumstößliche Wahrheit ist,

Es gibt viele Wege zum Ziel,

Und wir sind zu keiner Zeit im Besitz des Einzigen Richtigen richtig.

Jeder Mensch hat aus seiner inneren und ureigenen Ansicht über die Welt und aus seinem eigenen Denken heraus Recht.

Auch wenn wir das von außen anders sehen mögen.

Jedem Menschen erscheinen seine eigenen inneren Zusammenhänge als stimmig.

Und niemand lässt sich gerne sein richtig,

Seine eigene Ansicht wegnehmen.

Die einzige Möglichkeit,

Seine Ansichten zu ändern,

Geht über die Freiwilligkeit.

Die Tür zur Veränderung geht nur von innen auf und nicht,

Wenn wir von außen klopfen und rütteln,

Sage ich oft in meiner Arbeit mit Paaren.

Niemand ändert sich,

Weil wir es wollen,

Sondern nur,

Wenn er oder sie es selbst will.

Du hast bestimmt auch schon mal versucht,

Jemanden zu ändern.

Ich glaube,

Das haben wir alle.

Und?

Hat es funktioniert?

Nein.

Also geht es darum,

Die Belagerung vor der Tür des Anderen aufzugeben,

Um zu sehen,

Ob sich dann vielleicht doch noch ein Spalt öffnet und jemand hervorlugt,

Der verhandlungsbereit ist.

Das zweite Problem sind die zwischenmenschlichen Übersetzungsfehler.

Beim Versuch,

Den Anderen verstehen zu wollen,

Passieren uns häufig Übersetzungsfehler.

Denn während wir beobachten,

Was unser Gegenüber tut oder sagt,

Messen wir dieser Erfahrung eine Bedeutung zu.

Ich denke,

Dass du denkst,

Heißt dieses Spiel,

Das wir da machen,

Und das sich besonders in Paarbeziehungen unrühmlicher Beliebtheit erfreut.

Und noch verzwickter ist es mit der Fortsetzung.

Ich denke,

Dass du denkst,

Dass ich denke.

Wir stellen also eine Vermutung an,

Was der Andere uns mit seinem Verhalten sagen will,

Was er oder sie bezweckt und beabsichtigt.

Das Dumme daran ist nur,

Wir stellen diese Vermutung in uns selbst an,

Also aus unserer eigenen inneren Welt und unserem Denken heraus.

Da wir aber in einem völlig anderen inneren Universum leben,

Ist die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen gigantisch.

Aber das interessiert uns wenig.

Wenn wir erst mal der Meinung sind,

Dass uns unser Partner mit dem Satz »Dazu habe ich jetzt keine Lust« sagen will,

Dass wir ihm völlig egal sind und er jegliches Interesse an uns verloren hat,

Dann reagieren wir sofort mit einer Verhaltensantwort auf unsere eigene Vermutung.

Anstatt nachzufragen,

Was er wirklich gemeint hat.

Das ist das Dilemma der Kommunikation.

Und obwohl wir alle darunter leiden,

Gibt es Mittel und Wege,

Wie wir uns daraus befreien können.

Und das sind die Schlüssel zum besseren Verständnis und guten Beziehungen.

Der erste Schlüssel ist Akzeptanz.

Wenn wir lernen wollen,

Brücken zu schlagen zwischen den inneren Welten unserer Mitmenschen,

Anstatt unser Anderssein gegenseitig zu bekämpfen und um das Richtige richtig zu kämpfen,

Ist es an der Zeit,

Zu akzeptieren,

Dass Menschen verschieden sind.

Und damit meine ich nicht dieses rein äußerliche Verschiedensein,

Das ist uns allen klar.

Ich meine die Tatsache,

Dass unsere Wahrnehmungen,

Unsere Verhaltensstrategien,

Unsere inneren Erfahrungswelten verschieden,

Aber gleichwertig sind.

Wir brauchen die Fähigkeit auszuhalten,

Dass die Menschen,

Die uns wichtig sind,

Manchmal andere Meinung sind als wir selbst.

Und dass sie das natürlich dürfen.

Das gilt sogar dann,

Wenn uns diese Meinung nicht gefällt und wir ganz anderer Ansicht sind.

Ich weiß sehr genau,

Wie schwierig das ist.

Doch diese Grundannahme der Akzeptanz ist der erste Schritt zum besseren Miteinander.

Der zweite Schlüssel?

Wir müssen Menschen aus ihrer ureigensten inneren Sicht herausverstehen wollen,

Um die Motive ihres Handelns zu erkennen.

Alle Menschen haben das gleiche Bedürfnis.

Sie wünschen sich,

Verstanden zu werden.

Wenn wir gute Verbindungen herstellen wollen zu unseren Kindern,

Partnern,

Freunden und Familien,

Brauchen wir die Bereitschaft,

Menschen aus ihrer Innenansicht herausverstehen zu wollen,

Anstatt sie aus unserer Außenansicht heraus zu beurteilen und zu bewerten.

Ich nenne diese erkundende Haltung Aha.

Und mit der versuche ich auch im Coaching,

Hinter meinen Klienten zu bleiben und aus ihrer Perspektive hinaus in die Welt und auf das Problem zu schauen.

Aha,

So siehst du das.

Mir geht es darum,

Die Denkungsart hinter der Handlung zu ergründen,

Die innere Gefühlswelt,

Den individuellen Zusammenhang.

Ich stelle mich im übertragenen Sinne hinter meine Klienten und schaue mit ihren Augen in die Situation hinein.

Natürlich kommen mir da Intuition und meine Erfahrung und das Wissen um die Psychographie entgegen.

Aber das ist nicht alles.

Es ist dieses staunende Interesse.

Es ist jedes Mal für mich,

Wie eine ganz neue Welt zu entdecken.

Wissendes Nichtwissen nennt man das in der integrierten,

Lösungsorientierten Psychologie,

Dem Ansatz,

Nach dem ich arbeite.

Und dieses wissende Nichtwissen,

Das kannst du natürlich auch in deinem Leben und in deinen Beziehungen anwenden.

Einfach nur,

Indem du die Prinzipien,

Die ich hier beschreibe,

Verinnerlichst.

Wir reagieren auf das,

Was wir glauben,

Was das Verhalten anderer bedeutet.

Und nicht auf die Realität.

Und wie du das schon von mir kennst,

Möchte ich dir das gerne an einem Beispiel zeigen.

Anna und Ben sind zwei meiner Klienten aus der Paarberatung.

In einer unserer Sitzungen war Anna sehr traurig darüber,

Dass Ben ihr nie sagte,

Dass es schön mit ihr sei,

Dass er sie liebe und dass er mit der Beziehung glücklich ist.

Anna ist ein sehr emotionaler Mensch und sie trägt ihr Herz auf der Zunge.

Sie zeigt ihre Liebe gerne durch Worte und Berührungen und verbindende Signale.

Da Ben mit seiner ruhigeren,

Introvertierten Art kaum solche Signale sendete,

Musste Anna vermuten,

Sie bedeute ihm nichts und sie litt sehr darunter.

Ben dagegen hat das nicht verstanden und war sehr irritiert,

Fast ein wenig beleidigt.

Er fühlte sich vollkommen missverstanden,

Wie schon so oft.

Zusammen erkundeten wir seine Sicht auf die Dinge,

Denn es war offensichtlich,

Dass hier ein Übersetzungsfehler vorlag.

Aha,

Dachte ich nach einer Weile,

In der Ben auf meine Fragen antwortete.

In Bens innerem Universum bedeutet gut die Abwesenheit von schlecht.

Und er findet es vollkommen logisch.

Ben denkt ungefähr so.

Es gibt gerade nichts Negatives oder Schlechtes zwischen uns,

Nichts was stört,

Also ist die Beziehung in Ordnung.

Mir geht's gut.

Für Ben ist das klar in seiner Innenwelt.

Also,

Glaubt er,

Muss er es nicht extra benennen.

Er denkt,

Da ihm das ja klar ist,

Weiß Anna auch,

Dass es ihm gut geht und vergisst dabei,

Dass Anna nicht in seinen Kopf schauen kann,

Sondern nur an seinem Verhalten oder seinen Worten merkt,

Ob er zugewandt ist oder nicht.

Für Anna dagegen ist es schön,

Wenn es sich gut anfühlt in ihrer Beziehung und sie gemeinsame Dinge tun und Austausch miteinander haben,

Wenn sie sich liebe Worte sagen.

Für Ben ist es schön,

Wenn nichts Negatives zwischen ihnen liegt und Frieden herrscht.

Anna teilt das Schöne mit.

Ben verhält sich gleichbleibend ruhig und geht davon aus,

Anna weiß dann,

Dass er sich mit ihr wohlfühlt.

Da bei Anna emotionale Signale eine große Rolle spielen,

Fängt sie an,

Ben Fragen zu stellen.

Liebt er sie noch?

Wie fühlt er sich in der Beziehung?

Was will er?

Anna hat das Gefühl,

Ständig alles aus ihm herauskitzeln zu müssen.

Nichts kommt von selbst.

Ben denkt,

Anna nervt.

Warum muss sie mich ständig löchern?

Es ist doch alles in Ordnung.

Nie ist ihr etwas recht.

So kommt es,

Dass aufgrund des Übersetzungsfehlers Anna in Sachen Interaktion hyperaktiv wird und Ben sich immer mehr zurückzieht.

Er fühlt sich bedrängt.

Nie kann er was richtig machen.

Er muss um die Zeichen der Liebe betteln und sie fordert,

Denn sonst passiert ja nichts.

Anna fordert und klagt.

Ben geht auf Rückzug und mauert.

Jetzt sind sie in einem Teufelskreis gefangen.

Beide finden nämlich das Verhalten des anderen störend und beide leiden.

Beide bedingen aber auch jeweils das störende Verhalten des anderen.

Sie werden zum Auslöser dafür.

Man kann den Teufelskreis in der Wechselwirkung der Beziehung hier sehr gut erkennen.

Sie missverstehen sich.

Beide stecken in einer Paz-Situation,

Da sie das Verhalten und die Ausdrucksformen des Partners durch die Brille der eigenen Wahrnehmung betrachten und daraus gehend bewerten.

So unterstellen sie sich Absichten,

Die keiner von beiden wirklich hatte.

Der Ausweg führt auch in diesem Fall über das Eintauchen in die jeweils innere Welt des anderen.

Das Übersetzen lernen ist das,

Was Ben und Anna aus der Beratung mitnehmen und was bei den beiden und vielen anderen Paaren zu großer Erleichterung führt.

Der nächste Schritt ist dann,

Die Fremdsprache des anderen zu erlernen,

Um sich besser zu verstehen und auch im Handeln aufeinander eingehen zu können.

Ben lernt also,

Proaktiv auf Anna zuzugehen und ihr verbindende Signale zu senden,

Damit sie sich erreicht,

Geliebt und persönlich gemeint fühlt.

Das bewirkt,

Dass Anna aufhört zu fordern und zu drängen,

Dass sie sich zurücknimmt und Ben Raum für Interaktion lässt,

Das ist ihr Teil des Beitrags,

Für beide,

Und die Beziehung ist das ein Gewinn.

Damit auch du in deinem Leben und in deinen Beziehungen den Übersetzungsfehlern im zwischenmenschlichen Bereich zu Leibe rücken kannst,

Gebe ich dir in diesem Podcast drei Werkzeuge an die Hand,

Mit denen du sofort loslegen kannst.

Werkzeug Nummer eins,

Wie du mit einer kleinen Frage das Dilemma der Kommunikation auflösen kannst.

Stellen wir uns einmal vor,

Du wärst jemand mit einem recht emotionalen Naturell,

Ein Mensch,

Der sehr kommunikativ und beziehungsorientiert ist.

Würdest du jetzt aus irgendeinem Grund beschließen,

Mit einem dir nahestehenden Menschen nicht mehr zu reden,

Dann wäre das wirklich ein außerordentlich deutliches Signal.

Es wäre Ausdruck allergrößter Verletztheit.

Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben,

Du existierst für mich nicht mehr.

Es wäre das allerletzte Mittel,

Die Verbindung einzustellen und käme einer deutlichen Abgrenzung gleich,

Quasi eine beziehungsmäßige Todesstrafe.

Doch das gilt keineswegs für alle Menschen.

Kommunikationsabbruch und Schweigen kann auch als eine Art innerer Rückzug im Sinne einer Rettungsstrategie verwendet werden.

Mir ist gerade alles zu viel,

Ich weiß nicht mehr weiter,

Ich fühle mich hilflos und überfordert und verstecke mich erst einmal in mir drin und gehe in die innere Immigration.

Da ist es sicher.

Auch das kann hinter einem Schweigen stecken.

Und so kann hinter einem Verhalten,

Das für dich nach größtmöglicher Bestrafung aussieht und sehr machtvoll,

Für einen anderen Menschen Ausdruck größter Ohnmacht sein und seinem Bedürfnis nach Selbstschutz entsprechen.

Das Missverständnis könnte auch hier größer nicht sein.

Aus solchen Missverständnissen entstehen aber Ablehnungen,

Fluchtreaktionen,

Angriffe,

Kränkungen bzw.

Kriege,

Abbrüche und Trennungen.

Und vieles davon könnten wir uns wirklich ersparen.

Deshalb kommt hier mein erstes Verständigungstool für dich.

Es ist eine einfache kleine Frage,

Die im besten Falle einen Perspektivwechsel möglich macht und eine daraus resultierende völlig neue Reaktion deinerseits.

Die Frage,

Die alles verändern kann,

Lautet,

Wie könnte es noch sein?

Um die Anwendung dieser Frage zu verstehen,

Bleiben wir beim oben genannten Beispiel.

Ein Freund meldet sich nicht mehr,

Er reagiert nicht auf deine Nachrichten.

Du hast schon dreimal angerufen.

Nichts.

Du bist erst mal wartlos,

Dann traurig und dann wirst du richtig wütend.

Du schreibst ihm eine ellenlange WhatsApp nach dem Motto How dare you und bist richtig sauer.

Wie konnte er dir das antun?

Seine Reaktion auf deinen verbalen Ausbruch wird wahrscheinlich die Situation kaum verbessern.

Stattdessen könntest du aber auch einen Moment lang innehalten und so den automatischen Ablauf von Ereignis,

Deinem inneren Schmerz und deiner Reaktion zu unterbrechen.

In dieser kleinen Pause zwischen Ereignis und Reaktion hast du nämlich die Möglichkeit der Wahl.

Anstatt deinem automatischen Handlungsimpuls zu folgen,

Tritt in dieser Pause einen Schritt zurück und frage dich,

Warum habe ich diese Wut?

Was genau ist es,

Was mich an diesem Verhalten verletzt?

Was bedeutet dieses Schweigen meines Freundes für mich?

Was glaube ich denn,

Will er mir damit sagen?

Was ist die Bedeutung,

Die ich diesem Schweigen zumesse?

Deine Antwort könnte zum Beispiel lauten,

Ich glaube,

Dass mein Freund mich mit diesem Schweigen für irgendetwas bestrafen will und dass ich ihm nichts mehr bedeute.

Auch wenn dir dieser Satz seinen Stich in dein Herz versetzt und eine Menge negativer Gefühle zur Folge hat,

Bleibe dabei und frage dich,

Okay,

Das ist das,

Was ich glaube.

Und wie könnte es noch sein?

Das,

Was du über das Verhalten deines Freundes annimmst,

Ist eine Vermutung,

Die nur in deinem Kopf stattfindet.

Dein innerer Bedeutungsmacher lässt dich dieser Annahme glauben und schließt damit alle anderen möglichen Gründe aus.

Aber aus dieser Bewertung folgen verletzte Gefühle und dann ein Abwehr- oder Angriffsmodus.

Aber kannst du wirklich wissen,

Was sich hinter dem Verhalten deines Freundes verbirgt?

Nein,

Das kannst du nicht.

Du glaubst es nur.

Denn du bist nicht in seinem Kopf.

Du nimmst etwas an und du reagierst auf deine Annahme,

Nicht auf die Realität.

Du könntest genauso gut falsch liegen.

Und das hätte möglicherweise fatale Folgen.

Deshalb unterscheidet zwischen Glauben und Wissen.

Frage dich immer,

Was glaube ich über diese Situation?

Was ist also meine Annahme?

Und mache Alternativen auf.

Wie könnte es noch sein?

Wenn du über weitere Möglichkeiten nachdenkst,

Könnten deine Antworten etwa so lauten.

Es könnte ihm etwas passiert sein.

Oder auch,

Vielleicht ist er krank.

Oder vielleicht hat er ein großes Problem und braucht meine Hilfe.

Es gibt tausende Vermutungen,

Die du anstellen könntest.

Und bei weitem nicht alle haben mit dir zu tun.

Aber stell dir mal vor,

Du würdest denken,

Okay,

Ich habe zwar diese Angst,

Dass er irgendwie sauer auf mich ist und mich bestrafen will.

Aber vielleicht hat er auch nur sein Handy verloren.

Wie würdest du dich fühlen,

Wenn du diese Annahme glauben könntest?

Wie wäre dann dein Verhalten,

Wenn du denken würdest,

Okay,

Er hat vielleicht sein Handy verloren?

Dann würdest du keine aggressive WhatsApp schreiben,

Die eure Beziehung zerschießt.

Vielleicht würdest du dagegen vorbeifahren.

Vielleicht würdest du jemanden fragen.

Aber dein Verhalten wäre mit Sicherheit ein komplett anderes.

Offener,

Verständnisvoller,

Verbindender.

Missverständnisse könnten sich aufklären,

Ohne Verletzungen.

Verbale Kampfhandlungen könnten ausbleiben.

Und es gibt sogar Untersuchungen über die Trefferquote unserer eigenen Befürchtungen und Annahmen und dem,

Was wirklich real passiert ist.

Und du wirst staunen.

Die Quote liegt bei 80 zu 20.

Nur zu 20% sind unserer Befürchtungen wahr.

80% unserer Vermutungen haben überhaupt nichts mit der Realität des anderen zu tun.

Wie könnte es also noch sein?

Dieser Satz kann eine magische Wirkung haben.

Er kann Beziehungen und Freundschaften vor Überreaktionen bewahren.

Und falls deine erste Annahme sich doch als wahr erweist,

Dann kannst du immer noch reagieren.

Manchmal aber ist die Sache etwas komplexer.

Und damit kommen wir zu einer anderen Wahrheit.

Hinter jedem störenden Verhalten steckt eine bewusste oder unbewusste Motivation.

So bekommst du den Durchblick.

Irina ist Ärztin.

Sie hat gerade eine neue Stelle in einer Klinik angetreten.

Sie teilt sich dort in ihrer Abteilung die Leitung mit ihrer Kollegin Martha und wünscht sich mit ihr daher natürlich eine gute Zusammenarbeit.

Allerdings ist das von Anfang an schwierig.

Martha hält sich nicht an Absprachen,

Stellt immer wieder die vereinbarten Regeln plötzlich auf den Kopf,

Zettelt vor dem Team einen Streit mit Irina an und beansprucht die Schwestern für jede Menge sinnlose Aufgaben nach Dienstschluss.

Martha verursacht im ganzen Team Tumult und Unruhe,

Über die sie sich dann aber beschwert.

Martha klagt überhaupt gerne,

Beobachtet Irina.

Nichts scheint ihr zu passen.

Irina ist vollkommen irritiert.

Sie versteht das Verhalten von Martha nicht und weiß daher auch nicht,

Wie sie dem wirkungsvoll begegnen könnte.

Alles,

Was Irina von sich aus versucht,

Um mit Martha gut auszukommen und das Team zu leiten,

Scheitert.

Mal geht Martha darauf ein und ist sehr zugewandt,

Dann wird ihr Verhalten wieder unberechenbar und richtet sich gegen alle Vereinbarungen.

Nach einer Weile scheint es so,

Als hätte Martha die Kontrolle in der Abteilung übernommen.

Irinas ganzes Denken dreht sich inzwischen um Martha.

Dabei treten sogar die fachlichen Aspekte in den Hintergrund.

Die schwierige Beziehung bekommt den ganzen Raum.

Und Irina blickt einfach nicht mehr durch,

Worum es bei diesem Problem geht.

Deshalb gehen Irina und ich der Sache auf den Grund,

Um Klarheit für sie zu bekommen und eine neue wirksame Verhaltensstrategie für Irina zu erarbeiten.

Wir suchen nach einem Muster,

Nach einem verbindenden Element,

Das sich durch Marthas scheinbar unberechenbares Verhalten durchzieht.

Wir suchen das Motiv,

Das dem,

Was an der Ereignisoberfläche sichtbar ist,

Zugrunde liegt.

Um das herauszufinden,

Muss man sich eine einfache Frage stellen.

Was erzwingt dieses Verhalten?

Irina lässt dafür alle die verwirrenden Szenen mit Martha vor ihrem inneren Auge ablaufen und fragt sich bei jeder Einzelnen,

Was wird durch Marthas Verhalten erzwungen?

Es dauert nur ein paar Momente,

Dann steht es für Irina fest.

Es ist Aufmerksamkeit,

Worum es Martha geht,

Aufmerksamkeit und Kontrolle.

Martha sorgt mit ihrem Verhalten bewusst oder auch unbewusst immer wieder dafür,

Dass sie im Zentrum der Aufmerksamkeit aller steht.

Ihre unberechenbaren Klagen,

Ihre Beschuldigungen,

Die kleinen Schwindeleien,

Der inszenierte Streit vor dem Team,

Die Tatsache,

Dass Abläufe immer wieder umgeändert werden,

Dass die Schwestern mit sinnlosen Aufgaben nach Feierabend bedacht werden,

Dieser ganze Tumult,

Der sorgt dafür,

Dass die Aufmerksamkeit aller ständig bei Martha verweilt und alle damit beschäftigt sind,

Sie irgendwie zu besänftigen.

Sie bemühen sich um sie.

Irina denkt sogar nachts noch an Martha.

Mehr Aufmerksamkeit kann man nicht bekommen.

Man könnte also sagen,

Dass Marthas Strategie perfekt aufgeht.

Sie steht im Zentrum und lässt die Puppen tanzen.

Alles dreht sich um sie.

Ziel erreicht.

Wieso,

Frage ich dich,

Sollte sie damit aufhören?

Die zweite Frage bringt noch mehr Licht ins Dunkel.

Was wird durch Marthas Verhalten verhindert?

Irina denkt nach.

Es dauert auch hier nicht lange,

Dann ist es heraus.

Irina hat sogar einen regelrechten Aha-Erkenntnismoment.

Denn mit einem Mal wird ihr klar,

Dass Martha mit dem ständigen Tumult,

Den sie verursacht,

Von einem anderen Umstand ablenkt,

Ihrer Unsicherheit.

Martha beschäftigt die Aufmerksamkeit des ganzen Teams.

Und das verhindert,

Dass irgendjemandem auffällt,

Wie unsicher sie sich oft in ihren fachlichen Entscheidungen fühlt.

Das ist der wahre Grund.

All die schwierigen Situationen,

Die Martha erzeugt,

Sind die Ablenkungsmanöver für innere Unsicherheit und Überforderung.

Martha spielt Tumult,

Um ihre Schwäche zu verstecken.

Auf einmal scheint sie Irina weniger furchteinflößend und unberechenbar,

Weniger machtvoll.

Sie empfindet sogar noch etwas Mitleid mit Martha.

Jetzt können wir beginnen,

Eine sogenannte Haltungsantwort zu finden,

Mit der Irina der Situation auf Arbeit begegnen kann.

Und die Haltungsantwort,

Die wir dann erarbeiten,

Erweist sich als ausgesprochen konstruktiv.

Die Situation im Team verbessert sich zusehends.

Nicht immer sind also die Dinge so,

Wie sie scheinen.

Oft liegen die wahren Zusammenhänge unter der Ereignisoberfläche verborgen.

Unterm Radar,

Wie ich gerne sage.

Aber erst,

Wenn wir die wahre Motivation eines störend erlebten Verhaltens erkennen,

Können wir selbst eine gelingende Reaktion dazu finden.

Ansonsten schießen wir mit unseren Versuchen,

Die Situation zu verbessern,

Regelmäßig am Ziel vorbei und haben irgendwann das Gefühl,

Völlig hilflos zu agieren.

Vielleicht hast du das ja auch schon mal erlebt.

Was erzwingt das Verhalten und was verhindert es?

Es ist ein hilfreiches Tool,

Um auch komplexe Situationen und auch manipulatives Verhalten zu enttarnen.

Und in dieselbe Richtung geht auch die folgende Frage.

Warum muss sich dieser Mensch so anstrengen?

Jemand,

Der z.

B.

Durch sein arrogantes,

Ablehnendes Verhalten auffällt,

Verwendet diese Strategie möglicherweise als Ablenkungsmanöver für seinen geringen Selbstwert.

Nicht immer ist den Betroffenen das selbstbewusst.

Doch das spielt in der Wirkung auf andere kaum eine Rolle.

Man könnte verallgemeinernd ungefähr Folgendes feststellen.

Wenn dir an jemandem ein bestimmtes,

Störendes Verhalten immer wieder auffällt,

Z.

B.

Arroganz,

Kritikssucht oder Machtspiele,

Dann kannst du davon ausgehen,

Dass die Wahrheit genau auf der anderen Seite der Persönlichkeit verborgen liegt.

Der Arrogante lenkt vielleicht von seiner Unsicherheit ab,

Der Frauenheld hat möglicherweise Angst,

Abgelehnt zu werden und die Kollegin mit der obolehrehaften Art hat eventuell Angst,

Selbst einen Fehler zu machen.

Beobachtet man solch schwierige zwischenmenschliche Situationen genau und nimmt eine Entdeckerhaltung ein,

Stellt man sich der richtigen Fragen.

Dann wird die Wahrheit sichtbar.

Und der Nutzen,

Der liegt auf der Hand.

Wenn du die wirkliche Motivation des Verhaltens verstehst,

Dann kannst du dieses Verhalten auch unterbrechen und du gewinnst deine Handlungsfähigkeit zurück.

Und auch im dritten Menschenversteher-Tool geht es darum,

Das Unsichtbare hinter dem Verhalten sichtbar zu machen.

Der Trick mit dem Problemlösungsfilm,

Wie du vom Dramamodus in die Beobachtungsperspektive wechselst.

Stell dir dazu einmal vor,

Du würdest im Kino sitzen.

Auf der Leinwand läuft ein Film ab und der zeigt eine Szene aus deinem Leben,

In der du unter irgendeiner zwischenmenschlichen Verstrickung leidest.

Du hast Ärger mit deinem Chef.

Du verstehst nicht,

Was in deiner Beziehung passiert.

Deine familiäre Situation ist das reinste Chaos.

Stell dir das einmal als Filmszene vor,

Die du als Zuschauer betrachtest.

Wenn du nicht gerade Auto fährst,

Schließe am besten kurz deine Augen.

Beobachte die Szene,

Die in deinem Problem-Kinofilm abläuft und beobachte dich selbst in dieser Szene aus der Beobachterposition des Kinosessels heraus.

Nimm jetzt ganz bewusst wahr,

Wie die Person,

Die in dem Film deine Rolle hat,

Sich fühlt,

Sich verhält,

Was sie denkt.

Beobachte auch die anderen Personen mit diesem inneren Abstand und bleibe dabei in der Zuschauerrolle.

Und nun frage dich diese drei Fragen.

Von was macht diese Person zu viel?

Strengt sie sich zu sehr an,

Um gemocht zu werden?

Gibt sie zu sehr nach?

Bezieht sie alles auf sich?

Worin liegt die Übertreibung im Denken,

Fühlen oder Handeln dieser Person,

Um die es in dieser Szene geht?

Und von was macht diese Person zu wenig?

Was fehlt ihr?

Ist es Durchsetzungskraft,

Wille,

Mut,

Klarheit oder Selbstvertrauen?

Wie verhindert diese Person sich selbst?

Und was stimmt nicht an der Gesamtsituation und der Umgebung in dieser Szene?

Ist irgendetwas unstimmig am Miteinander der agierenden Personen?

Was ist es?

Was ist zu viel?

Was ist zu wenig?

Und was ist an der falschen Stelle?

Diese drei Fragen aus der Zuschauerperspektive helfen meist schon zu erkennen,

Was überhaupt falsch läuft im menschlichen Miteinander,

Was der Anteil anderer darin ist und wie man versehentlich selbst dazu beigetragen hat.

Übe diese Außenperspektive immer wieder,

Sie hat wirklich ein erstaunliches Erkenntnispotenzial.

Wenn du dir jetzt noch vorstellst,

Was du der Person in dem Kinofilm,

Die deine Rolle hat,

Raten würdest,

Was wäre das?

Was sollte diese Person tun,

Damit es ihr besser gehen kann,

Damit sich die Konflikte lösen?

Probier das aus und wiederhole diese Übung immer wieder,

Umso erkenntnisreicher wird sie.

Werde zur Menschenversteherin,

Indem du Zuschauer in deinem eigenen Problem-Kinofilm wirst.

Ich wünsche dir spannende Erkenntnisse.

Der Wechsel in die Außenperspektive und damit in den Beobachtungsmodus bringt neue Erkenntnisse und Lösungsansätze.

Und hier kommt meine Zusammenfassung.

Denke bitte nie wieder,

Dass du das Verhalten anderer Menschen richtig interpretierst.

Die Wahrscheinlichkeit,

Daneben zu liegen,

Liegt bei 80%.

Die Hintergründe und Motivationen anderer Menschen können von deinen eigenen und von deinen Vorstellungen enorm abweichen.

Versuche daher am besten,

Das Verhalten nicht aus deiner Sicht,

Sondern aus der Sicht des anderen zu sehen,

Wenn du ihn oder sie wirklich verstehen möchtest.

Frage dich,

Wie könnte es noch sein?

Beobachte das Verhalten anderer wie ein Forscher.

Was tut sie oder er in anderen Beziehungen und Situationen?

Erkenne dabei Verhaltensmuster und Wiederholungen.

Unerklärliches und störendes Verhalten ist oft eine Abwehr- und Schutzstrategie des Betroffenen.

Wie verhält sich dieser Mensch in anderen Situationen und zu anderen Menschen?

Wie löst er dort Konflikte?

Wie sind seine Vorbeziehungen gewesen?

Tritt einen Schritt zurück und mach die Übung mit dem Lösungsfilm.

Oder frage dich,

Was erzwingt und was verhindert dieses Verhalten?

Menschen zu verstehen ist keine Raketenwissenschaft.

Denn alles,

Was wir tun,

Was wir sagen,

Wie wir leben und mit wem,

Ist ein Ausdruck unseres Selbst.

Wir geben mit jeder Interaktion etwas von uns preis.

Mit dem,

Was wir tun und mit dem,

Was wir nicht tun,

Wie wir wohnen,

Was wir lieben,

Was wir von wem halten und was nicht,

Mit wem wir uns umgeben,

Das alles verrät etwas über unser inneres Sein.

Unser äußerliches Verhalten ist ein Ausdruck unserer inneren Welt.

Deshalb lässt sich mit einer guten Beobachtungsgabe,

Einer guten Intuition und dem Grundwissen um Abwehr- und Vermeidungsstrategien schon sehr viel in Sachen Menschenkenntnis erreichen.

Mein Handwerkszeug ist dazu noch das tiefere Wissen der Psychographie,

Der Naturellwissenschaft.

Wenn auch du mehr dazu wissen möchtest,

Dann höre dir nochmal die Folgen aus der Reihe zur Psychographie bei Leben lieben lassen an.

Das sind insgesamt drei.

Und mit diesem Handwerkszeug ausgestattet wird es möglich,

Wie ein Profiler zu arbeiten und Klienten zu helfen,

Andere Menschen und deren tiefere Motivationen zu verstehen.

Das scheinbar unverständliche Verhalten anderer zu übersetzen und Menschen beizubringen,

Das auch selber zu tun,

Das macht einen Großteil meines Jobs aus,

Mit Paaren als auch mit Einzelklienten.

Ich unterstütze Menschen dabei,

Gelingende Beziehungen zu führen,

Zu sich selbst und anderen.

Dabei,

Das habe ich vielleicht noch nie erwähnt,

Arbeite ich auch mit Eltern,

Deren erwachsenen Kindern den Kontakt abgebrochen haben und die nun wirklich verstehen wollen,

Was passiert ist und was in den Kindern vorgeht.

Anhand von Gesprächen,

Briefen,

Begegnungen,

Bestimmten Verhaltensweisen und Äußerungen aller Art und ein paar gezählten Fragen lässt sich rekonstruieren,

Was in den Menschen vorgeht,

Was sie beschäftigt,

Verletzt,

Worunter sie möglicherweise sehr stark leiden.

Und so kann ich zur Übersetzerin werden und Licht ins Dunkel bringen.

Die Trefferquote ist wirklich erstaunlich und wenn man erst einmal weiß,

Warum tut er oder sie genau das oder das nicht,

Dann weiß man auch meistens sehr viel besser,

Wie man auf sie oder ihn eingehen kann.

Oder es lassen sich neue Strategien erarbeiten.

Mein letzter Fall dazu war sehr eindrucksvoll.

Ein älteres Ehepaar,

Dessen erwachsener Sohn den Kontakt abgebrochen hatte.

Die beiden waren wirklich ratlos und verharrten schon seit über einem Jahr,

Hilflos,

Verzweifelt,

Voller Schuld und Schamgefühl,

In der sie völlig überforderten Situation,

Alle ihre Bemühungen,

Den Kontakt wieder herzustellen,

Waren ins Leere gelaufen.

Keine Reaktion des Sohnes oder nur ablehnende.

Die beiden hatten resigniert,

Sie konnten nicht verstehen,

Was ihr Sohn ihnen mit seinem Verhalten sagen wollte.

Also wussten sie auch nicht,

Ob es noch eine neue Möglichkeit geben könnte,

Wieder zusammenzukommen.

Wir haben dann zusammen profilermäßig rekonstruiert,

Was vermutlich in ihm vorgegangen sein muss,

Wie er seine Kindheit,

Seine Jugend erlebt haben muss,

Was ihn belastete und wo er sich genau gekränkt fühlen könnte.

Und als wir uns ein Bild erarbeitet hatten,

Das die Situation des Sohnes mit relativ großer Wahrscheinlichkeit widerspiegelte,

Sind meine Klienten wieder in Kontakt gegangen.

Sie haben ihrem Sohn einen Brief geschrieben.

Sie schrieben ihm,

Was sie über seine Sichtweise,

Glauben verstanden zu haben und wie sie heute dazu stehen.

Sie haben ihm geschrieben,

Was sie heute wahrnehmen,

Was ihm wichtig ist und was er ihnen vermutlich eigentlich sagen wollte.

Sie hatten das Gefühl,

Sie konnten das erste Mal wirklich auf ihn eingehen,

Weil sie selbst durch unsere Zusammenarbeit ein tieferes Verständnis über den Grundkonflikt ihrer familiären Beziehung und die Erfahrungswelt des Sohnes gewonnen hatten.

Das hat nicht nur meine beiden Klienten in ihrer eigenen Selbsterfahrung enorm weitergebracht,

Sondern es ist so eine Art Weihnachtswunder passiert.

Es folgte nämlich dann nach wirklich langer Zeit eine Antwort vom Sohn.

Und bald schon schlug er ein erstes Treffen vor.

Der Sohn hat sich zum ersten Mal wirklich verstanden gefühlt.

Das war der Anfang einer neuen Eltern-Sohn-Beziehung,

Die jetzt ganz langsam und behutsam auf einen neuen Weg kommt.

Ehrlich,

Mir kamen dabei selbst die Tränen über das Glück meiner beiden Klienten.

Wobei die wichtigste Voraussetzung für diese Art von Wunder die Bereitschaft der beiden war,

Sich von ihrer eigenen Sichtweise zu lösen und einmal wirklich in die Denkgefühls- und Erfahrungswelt ihres Sohnes einzutauchen.

Ohne so eine Bereitschaft funktioniert es nicht.

Alle Infos zum Coaching und den Kontakt findest du auf www.

Leben-lieben-lassen.

De und dort kannst du auch den Artikel zu dieser Podcast-Folge nachlesen,

Sowie den Artikel zu allen anderen weiteren Podcast-Folgen.

Ich wünsche dir und mir von Herzen,

Dass dir dieses Wissen hilft,

Dein Leben und deine Beziehungen so zu gestalten,

Wie du dir das wünschst.

Die nächste Leben-lieben-lassen-Folge ist in drei Wochen geplant,

Also am 1.

Februar-Wochenende.

Bis dahin alles Gute für dich,

Fühl dich umarmt,

Auf Weiterhören,

Deine Claudia.

4.7 (50)

Neueste Bewertungen

Konny

September 28, 2024

Vielen Dank für diesen Vortrag, er war sehr hilfreich für mich. Bei manchen Passagen hatte ich regelrecht ein Aha-Erlebnis und ich habe erkannt, dass ich oft sehr festgefahren bin in meiner Meinung und Denkweise. Ich werde jetzt mit Hilfe der Tools daran arbeiten. Liebe Grüße, Konni 😍🙏🏼

Sandy

April 5, 2023

Das hat richtig gut getan ! Vor allem das Beispiel mit Anna und Ben hat mir sehr geholfen diese Dynamik besser zu verstehen - herzlichen Dank ♥️

Karin

February 13, 2022

Hat mir viel Einsicht geschenkt, danke

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