
Selbstliebe Zurückholen: Belastende Erfahrungen Umarmen
Wie lernen wir wieder Selbstliebe? Was braucht es wirklich dafür, dass Selbstliebe und Lebendigkeit wieder ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens werden? Lerne hier, was der Weg der Weisheitslehren sind — wie wir schwere Erfahrungen heilen, wie wir in uns eine Heimat finden und einen Umgang mit Leid in der Welt lernen können. Erfahre auch, was passiert, wenn sich der Raum der Liebe wieder für uns öffnet. Jutta Qu'ja erzählt aus ihren persönlichen Erfahrungen und teilt, was die großen Schulen über den radikalen Weg der Selbstliebe sagen. Dieses Ausschnitt ist Teil eines umfangreicheren Teachings, das während eines Aufstellungswochenendes stattgefunden hat. Jutta wurde von einer Teilnehmerin gefragt, wie wir uns selbst lieben können.
Transkription
Mich lebendig fühlen ist sowas wie eine Voraussetzung um diese Liebe in mir wieder spüren zu können.
In der Zeit,
In der ich aus der Liebe so rausgebracht wurde.
Ich sag das jetzt extra in so einer passiven Form,
Also da rausgebracht wurde.
Habe ich auch Lebendigkeit verloren.
Erinnert euch vielleicht diejenigen,
Die in der Jahresgruppe waren oder auch meinen anderen Zusammenhang erzählt es immer,
Die Liebe Das Leben und der Tod sind die gleiche Kraft.
Das heißt in dem maße wo die liebe sozusagen in mir weniger wird und durch schmerz ersetzt wird in dem maß und ich meine jetzt nicht schmerz als sicherung für grenzen oder sowas sondern mir eben beigebracht wird dass so wie ich bin dass ich da nicht richtig bin und dass ich anders zu sein habe in dem Maße Wird die Liebe weniger?
Und die Lebendigkeit immer weniger.
Und da Liebe für uns dann so abstrakt ist.
Können wir auch.
Eine Form,
Die die meisten Menschen leichter,
Wo sie einen leichteren Zugang haben,
Wählen.
Ich kann sagen,
Okay,
Aber wie viel Lebendigkeit in mir ist,
Das können die meisten Menschen schon fühlen.
Also nicht,
Wenn man so ganz sich nur auf Äußeres haben oder so konzentriert,
Dann ist man so weit weg vom Lebendigsein,
Dass man das oft auch nicht mehr fühlen kann.
Aber wenn die Menschen anfangen,
Zu sich zu gucken,
Sei es über die Kinder,
Sei es über Menschen,
Die ihnen begegnen,
Situationen,
Was auch immer,
Auf jeden Fall in dem Moment,
Wo ich anfange,
Mich andere,
Lebewesen oder mich selbst zu kümmern und zu sagen,
Da muss ich jetzt mal hingucken oder das fällt mir auf oder ich bemerke das Leid der Tiere oder ich finde das nicht richtig,
Irgendwie diese Steingärten und dass dann die Insekten kein Essen mehr haben und die Vögel nichts mehr finden.
Also da fühle ich ja etwas und ich erlebe und fühle da,
Dass da etwas nicht stimmt und fühle,
Dass da irgendwas verloren geht.
Ich sense jetzt mal so neutral wie es möglich ist.
Etwas verloren geht und vielleicht fühle ich das richtig als Verzweiflung oder irgendwas.
Also ich fühle den Schmerz,
Der damit verbunden ist,
Wenn was verloren geht.
In dem Maße habe ich ja einen Sensor für Lebendigkeit in mir.
Und dann kann ich mich aufmachen und sagen,
Ich möchte was für diese Lebendigkeit tun.
Und oft ist das,
Ich tue was im Außen,
Der Beginn des Weges was,
Ich tue was im Innen.
Weil das nämlich direkt zusammenhängt.
Und wenn ich den Schritt aber nicht mache,
Dann kann meine Lebendigkeit nicht weiter wachsen,
Weil die wieder zurückzuholen ist tatsächlich eine Form von Training.
Und da setzt sich ja die Frage an,
Wie kann ich da,
Wie kann ich denn diese Selbstliebe in mir wieder verbringen?
Sagen wir mal finden.
Und ich habe ja diesen Bogen gemacht zur Lebendigkeit hin und meine Erfahrung ist,
Dass es nicht so ist,
Da wird auf irgendeinen Knopf gedrückt,
Dann macht es Wumm und dann springt das wieder an,
Sondern ich trainiere mich da quasi wieder hin.
Ich muss es quasi wieder aushalten lernen,
Wie sich lebendig sein anfühlt.
Das ist nämlich ziemlich krass.
Weil wenn ich mich lebendig fühle,
Habe ich natürlich einerseits Energie,
Ich bin vital,
Ich strahle was ab und so.
Das ist alles ganz toll.
Das klingt immer großartig und denkt man,
Das ist super.
So jetzt sage ich euch mal das Kleingedruckte.
Du kriegst viel mehr mit.
Und zwar.
.
.
Viel ist so groß geschrieben und fünfmal unterstrichen.
Und das ist echt gewöhnungsbedürftig.
Du kriegst plötzlich mit,
Wie sich Lebewesen fühlen.
Du kriegst plötzlich mit,
Wo es überall nicht stimmt.
Du kriegst plötzlich mit,
Wo die ganze Zeit Unterdrückungsszenarien und Energien ablaufen und und und.
Und das ist echt harter Toolbox.
Das war ja auch der Grund,
Warum wir aus der Liebe raus gelernt wurden.
Weil wir das eigentlich nicht aushalten konnten,
Wie es ist.
Ich finde,
Das ist diese Szene im 5.
Element.
In diesem Film,
Das 5.
Element,
Gibt es ja diese Szene,
Wo dieses 5.
Element,
Nämlich diese junge Frau,
Die da ist,
Die ist ja das berühmte 5.
Element.
Wo die ja über die Welt lernt.
Die guckt ja dann in so einem Schnelldurchlauf die Welt an und dann kommt ja Krieg vor,
Geht ja alphabetisch durch,
Da kommt Krieg vor Liebe.
KL.
So und dann sieht die Hunderttausende von Bildern von Krieg und Zerstörung bei den Buchstaben K und sie bei Krieg ankommen.
Und dann verliert sie.
.
.
Das Gefühl dafür,
Dass es Sinn macht,
Diese Welt zu retten.
Sie fällt aus diesem gefühl von verbunden sein raus durch diese unendlichen bilder das macht so einen schmerz in ihr dass sie quasi aus ihrem Zustand,
In dem sie vorher war,
Verbunden sein mit allem,
Rausfällt.
Das ist in diesem Film total schön gezeigt.
Und dann erzählt der Mann,
Der sich um sie kümmert,
Holt dann die Liebe und erzählt von der Liebe und so und versucht das dann sozusagen wieder dagegen zu steuern.
Aber das ist schwierig.
Also dann umarmt er sie und hält sie und macht ihr ganz viele Beispiele und zeigt ihr Bilder und alles mögliche.
Gegenbilder löschen andere Bilder nicht aus.
So funktioniert das nicht.
Du kannst nicht sozusagen lauter schöne Bilder reinfüttern und dann sind die Bilder vom Krieg verloren.
Also das wäre super,
Wenn das so wäre.
Deswegen gab es ja dann in 50er Jahren diese irgendwie heile Welt von Filme tonnenweise.
Dann schaffen wir ein Gegengewicht zu der Zerstörung davor.
So läuft das nicht.
Die Bilder der Zerstörung sind in uns.
Der Weg ist nicht,
Ich füttere was anderes rein.
Wenn du die Bilder der Zerstörung lösen willst,
Geht das völlig anders.
Das kann man so nicht lösen.
Das ist ja ein ganz großer Teil der Weisheitsschulen,
Dass die sagen,
Wie kann man denn,
Weil Leid?
Und Zerstörung gehören zum Leben dazu.
Das ist ein Teil von Leben,
Nicht wie wir Zerstörung zelebrieren.
Das nicht.
Aber Fakt ist,
Sie ist ja,
Wie sie ist,
Die Welt.
Anders ist sie ja nicht.
Und das ist etwas,
Womit wir irgendwie umgehen lernen müssen.
Und in den großen Weisheitsschulen ist es ja so,
Dass sie dann Verfahren entwickelt haben,
Um damit umzugehen.
Und ein Verfahren ist,
Es lernen zum Armen.
Umarme das Leid so wie die Freude.
Beende Dieses,
Dass das eine sein darf und das andere nicht.
Akzeptiere,
Dass in dieser Welt alles ist.
Und umarme das.
Und jetzt komme ich nochmal zurück zu etwas,
Was ich immer mal,
Nicht häufig,
Aber immer mal sage,
Nämlich.
.
.
Zum Armen,
Dass man Opfer war.
Ist sehr viel leichter als zu umarmen,
Dass man Täter war.
Und deswegen darf man sehr dankbar sein für das,
Wenn man ein Opfer war.
Nicht,
Dass ich das irgendjemandem wünsche.
Ich wünsche allen,
Dass wir das niemals haben.
Aber es entspricht einfach nicht den Fakten.
Die Fakten sind,
Wir waren immer beides.
Aber wenn wir sehr viel,
Vor allem wenn das früh stattgefunden hat,
Wenn wir sehr früh schon täter sein mussten und das vielleicht dann auch da gar nicht mehr rauskommen und immer weiter bleiben das ist echt schwer zu überwinden ehrlich wenn man an den punkt kommt wo man nicht mehr da einfach nur dumpf das lebt sondern anfängt das zu im Herzen zu reflektieren,
Was man tut.
Das ist echt richtig hart.
Und man ist dann auch schon richtig wo.
Man ist nicht mehr einfach nur,
Ich mach das einfach,
Sondern man fragt sich,
Was war denn und was habe ich getan und was hat das für Auswirkungen gehabt?
Und das ist richtig schwer zu nehmen.
Und der Weg,
Den die Weisheitsschulen da lehren,
Und das ist auch der Weg,
Den ich aus meiner eigenen Erfahrung kenne,
Dass der wirklich hilft,
Ist,
Zu lernen,
Das zu umarmen.
Und dafür gibt es dann verschiedene Wege,
Das zu tun.
Also das ist einfach,
Wir sind mit Sachen in unserem Leben konfrontiert,
Die sind von unseren Gefühlen mehr,
Als wir als Menschen aushalten können.
Aber offenbar können wir sie aushalten,
Weil wir sind ja noch da.
Und Dieses Umarmen ist wie man dann den Weg des Umarmens geht,
Das ist unterschiedlich und das ist total abhängig davon,
Wie waren die Rahmenbedingungen,
Wie alt war man,
War man Opfer oder Täter,
War es vielleicht beides,
War man Augenzeuge,
Das ist dann von ganz vielen Faktoren abhängig,
Aber diese Vorstellung,
Dann wird da so eine Sache gemacht und dann ist es gut.
Bei manchen Sachen ist das so.
Aber in der Tiefe ist es nicht so.
Die Frage war ja,
Wie kehre ich zurück in meine Liebe?
Wie öffne ich den Raum der Liebe in mir wieder?
Ich bin bereit,
Die Dornenhecke zu machen.
Nochmal zu durchschreiten.
Natürlich nicht.
Werkzeuglos.
Das ist Dummheit.
Das ist dann so wie in Dornröschen die Prinzen,
Die vor dem Ablauf der 100 Jahre da durch wohnten.
Wer mal eine wirkliche Wildrosenhecke gesehen hat,
Weiß,
Dass das,
Was in dem Märchen beschrieben wird,
Sie sind in der Hecke gestorben,
Die Wahrheit ist.
Wo man sich Wildrosen anguckt.
Wir haben ja eine auf dem Schwitzeplatz über der Osthütte.
Das ist ja Wildrose,
Die schneide ich dann jedes Jahr wieder kleiner.
So wird sie dann wieder reduziert.
Das ist Wahnsinn,
Wenn du dir diese Dornen da anguckst und wenn du dir klar machst,
Wenn die einfach nur wächst,
Wenn die einfach die ganzen,
Die ist da ja schon seit über 20 Jahren,
Wenn die einfach 20 Jahre gewachsen wäre,
Wäre der ganze Schwitzhüttenplatz,
Wäre jetzt eine Wildrosenhecke.
Jetzt haben wir 100 Jahre.
Du kannst dir das ausmalen.
Da kommst du nicht lebend durch.
Du hast keine Chance.
Deswegen ist das tatsächlich eine sehr bildliche Darstellung,
Dass sie das versucht haben und da drin umgekommen sind.
Nicht,
Weil das eine böse Hecke war,
Sondern willkommen in der Welt der Wildrosen.
Es ist dann wichtig zu gucken,
Wie gehe ich jetzt individuell den Weg,
Aber was nötig ist,
Wenn die Liebe wieder da sein soll,
Ist es nötig zu gucken,
Was hat mich aus der Liebe rausgetrieben,
Was war das?
Und da sind die äußeren familiären Rahmenbedingungen ein Teil,
Aber bei weitem nicht alles,
Sondern auch,
Was habe ich dann erfahren,
Also was für Leid habe ich erfahren und was musste ich da sozusagen auf mich nehmen.
Und das sind alles noch Sachen,
Da gucken wir irgendwie,
Sagen wir mal,
Gerne in Anführungsstrichen,
Aber da gucken wir hin.
So und dann müssen wir gucken,
Okay,
Was haben wir zugefügt?
Das ist hart,
Ehrlich.
Und da ist es gut Wege für zu haben,
Wie man dann damit umgeht und das nicht einfach irgendwie so zu glauben,
Ja,
Das geht dann schon irgendwie weg oder so.
Das geht nicht von alleine weg.
Wie ich ja vorher schon gesagt habe am eigenen Beispiel.
Sachliche Argumente helfen nicht.
Also du konntest ja nichts dafür,
Weil du warst noch so klein.
Und das ist auch so.
Auch mit 16 ist man,
Wenn man Sachen anderen Lebewesen antut,
Noch klein.
Also man kann auch gar nicht einschätzen,
Was das eigentlich bedeutet.
An dem Punkt,
Wo ich einschätzen kann,
Was das für andere bedeutet,
Da muss ich deutlich über 20 sein.
Wir sind mit 16 noch an einem völlig anderen Punkt.
Aber es fühlt sich eben nicht so an.
Wenn ich dann auf mein Leben zurückgucke und weiß,
Ich habe mit 16 da,
Keine Ahnung,
Eine Katze gequält oder so,
Das fühlt sich nicht an,
Als hätte ich das nicht wissen können oder fühlen können oder als hätte ich das nicht,
Das fühlt sich,
Und deswegen hilft einem das nicht.
Wenn man sagt,
Hör mal,
Du konntest das noch nicht einschätzen,
Was das für das Lebewesen bedeutet,
Weil dein Gehirn noch nicht so entwickelt war,
Dass es das konnte.
Das nutzt dir von deinem inneren Gefühl her nichts.
Du stehst da und das ist da und das blendet dein Gehirn jeden Tag.
Das rotiert da oben drin rum.
Das .
.
.
Da muss man was machen damit.
Es hat keinen Sinn,
Mit Tutoren anzuwenden,
Die nicht helfen.
Das ist sinnlos.
Man muss durch die Hecke durch.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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